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	<title>Gesunder Menschenverstand - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Leif Czerny: Änderung 263805016 von Hungchaka rückgängig gemacht; unklr begründete und stiltistisch schweierige Änderungen</title>
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		<updated>2026-01-30T08:01:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/263805016&quot; title=&quot;Spezial:Diff/263805016&quot;&gt;263805016&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Hungchaka&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Hungchaka&quot;&gt;Hungchaka&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; unklr begründete und stiltistisch schweierige Änderungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gesunde Menschenverstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsinn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von {{laS|sensus communis}}, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hausverstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird zum einen ein normaler oder natürlicher [[Verstand]] bzw. das [[Denkvermögen]] eines Menschen bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/gesunder%20Menschenverstand  Eintrag &amp;#039;&amp;#039;gesunder Menschenverstand&amp;#039;&amp;#039;] im Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache (13. Februar 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt; zum anderen das einfache, erfahrungsbezogene und allgemein geteilte Verständnis einer [[Sache]], so wie sie sich einem „natürlichen [[Urteilsvermögen]]“ darstellt. [[Immanuel Kant]] zufolge ist er „nichts anderes als der durchschnittliche Verstand eines gesunden Menschen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ferber&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;18&amp;quot;&amp;gt;Rafael Ferber: &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Beck, München 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Ansätze, verschiedene Bedeutungsnuancen von „gesunder Menschenverstand“, „Gemeinsinn“, „Urteilskraft“ usw. unter &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; in einem Zusammenhang und damit neu zu betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;David Steindl-Rast: &amp;#039;&amp;#039;Common Sense: Die Weisheit, die alle verbindet.&amp;#039;&amp;#039; München 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Zitat von [[John Searle]] geht es beim gesunden Menschenverstand bzw. &amp;#039;&amp;#039;common sense&amp;#039;&amp;#039; „im großen und ganzen um weitverbreitete und normalerweise unbestrittene [[Überzeugung]]en“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geist, Sprache und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3-518-29270-9, S.&amp;amp;nbsp;21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stets sind aber drei Aspekte unterscheidbar: Erstens die Vorstellung eines „Normalverstands“, eines durchschnittlichen Urteilsvermögens, das keine methodischen Umwege geht und nicht durch Lehrmeinungen oder [[Vorurteil]]e in seinem Urteil getrübt wird; zweitens ein [[Empirismus|empirisch]] arbeitender Verstand, der konkrete, anschauliche Urteile, auf Basis alltäglicher (Lebens-)Erfahrung fällt und eher auf praktische Anwendung ausgerichtet ist als auf abstrakte [[Theorie]]; drittens die Vorstellung von einem allgemein von mündigen Menschen geteilten Verständnis der Dinge, das in seinen Urteilen auf die (wirklichen und möglichen) Urteile aller anderen Rücksicht nimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;22ff., 47ff.&amp;quot;&amp;gt;Robert Nehring: &amp;#039;&amp;#039;Kritik des Common Sense: Gesunder Menschenverstand, reflektierende Urteilskraft und Gemeinsinn – der Sensus communis bei Kant.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-13161-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Aspekt schlägt eine Verbindung zum [[Gemeinsinn (innerer Sinn)|Gemeinsinn]], der dritte Aspekt zu einer überlegten Rücksichtnahme und eines Wohlwollens für die Gemeinschaft, die ebenfalls als [[Gemeinsinn (Gemeinwohl)|Gemeinsinn]] bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerd Gigerenzer]] gibt vier Fähigkeiten an, die zusammen den gesunde Menschenverstand ausmachen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gigerenzer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Gigerenzer |Titel=Klick – Wie wir in einer digitalen Welt die Kontrolle behalten und die richtigen Entscheidungen treffen |Auflage=1 |Verlag=Pantheon |Ort=München |Datum=2022 |ISBN=978-3-570-55476-0 |Seiten=132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „[[Kausalität|Kausales]] Denken, das heißt die Struktur von Ursache und Wirkung in der Welt zu verstehen.“&lt;br /&gt;
* „Intuitive Psychologie, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Absicht]]en und [[Überzeugung]]en anderer Menschen zu verstehen.“&lt;br /&gt;
* „Intuitive Physik, z.&amp;amp;nbsp;B. die Eigenschaften von [[Zeit]] und [[Raum (Physik)|Raum]] zu verstehen.“&lt;br /&gt;
* „Intuitives [[Sozialverhalten]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kooperation]], Konkurrenz, [[soziale Norm]]en und [[Ethik]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesunder Menschenverstand bezeichnet im Alltagsgebrauch nicht nur eine Form von Verstand, sondern auch dessen Urteile. Letztere haben sich in vielen [[Sprichwort|Sprichwörtern]] und [[Volksweisheit]]en manifestiert; als konkreter, pragmatischer „Laienverstand“ wird er oft in Opposition zu einem als „[[Abstraktion|abstrakt]]“ bzw. „[[Spekulativer Realismus|spekulativ]]“ bezeichneten [[Experte]]nverstand gebraucht und Theorie und [[Praxis (Philosophie)|praktische]] [[Erfahrung]] gegenübergestellt, obwohl sie aufeinander angewiesen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;20ff., 25, 29&amp;quot; /&amp;gt; Als „gemeiner Verstand“ – also im unkritischen Gebrauch – neigt der gesunde Menschenverstand zur steten Wiederaufnahme von [[Gemeinplatz|Gemeinplätzen]] und sogar zu Vorurteilen. „Ein Gewinn ist sein Gebrauch vor allem dort, wo er sich auskennt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;14&amp;quot; /&amp;gt; Die Gewohnheit, sich unkritisch auf ihn zu berufen, hat ihn laut Robert Nehring stark in Verruf gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;14&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;gesunder Menschenverstand&amp;#039;&amp;#039; geht wie &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsinn&amp;#039;&amp;#039;, die französischen Pendants &amp;#039;&amp;#039;bon sens&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;sens commun&amp;#039;&amp;#039; sowie der englische &amp;#039;&amp;#039;common sense&amp;#039;&amp;#039; auf den lateinischen Terminus &amp;#039;&amp;#039;sensus communis&amp;#039;&amp;#039; zurück. Dieser ist eine Übersetzung des von [[Aristoteles]] geprägten Begriffs &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeinsinn (innerer Sinn)|koine aisthesis]]&amp;#039;&amp;#039;: ein innerer Sinn mit Sitz im Herzen, der die verschiedenen Informationen der Einzelsinne zusammenfasst und beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Sensus communis&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 9, S. 622 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Begriffstradition von gesunder Menschenverstand kennt viele Bedeutungsnuancen, u. a. innerer Sinn, gewöhnlicher Verstand, natürliches Urteilsvermögen, Sinn für Gemeinschaft, gemeinsames Wissen, Meinung der Menge (im Sinne von gr. [[Meinung#Griechische Philosophie|doxa]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;31ff.&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Stoa]] wurde die Idee gemeinsamer Begriffe (&amp;#039;&amp;#039;communes conceptiones&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;notiones communes&amp;#039;&amp;#039;) als stärkstes Kriterium der Wahrheit entwickelt. Danach gibt es allgemeingültige Aussagen und Begriffe, wie den des [[Das Gute|Guten]] oder die geometrischen Gesetze des [[Euklid]], die man bei allen voraussetzen kann. Hinter diesen Begriffen steht ein allgemeiner moralischer und erkennender [[Instinkt]]. Bei [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] bildete sich der Begriff zur Übereinstimmung aller ([[consensus gentium]]) weiter, die wie die Naturgesetze allgemeine Gültigkeit für die Gesellschaft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boethius]] untersuchte den Begriff des gemeinsamen Geistes (&amp;#039;&amp;#039;communis animis conceptio&amp;#039;&amp;#039;) als allgemeingültiges Gesetz, als Aussage, der jeder zustimmt, ebenso wie in der mittelalterlichen [[Philosophie]] [[Petrus Abaelardus]] oder [[Thomas von Aquin]]. &amp;#039;&amp;#039;Communes conceptiones&amp;#039;&amp;#039; sind Prinzipien, die [[Evidenz (Philosophie)|evident]] sind und durch die notwendig die [[Wahrheit]] erkannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas von Aquin: &amp;#039;&amp;#039;Summa Theologica&amp;#039;&amp;#039;. [https://bkv.unifr.ch/de/works/8/versions/811/divisions/170188 I/II, q 94, ad. 4c].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der englischen Philosophie im [[Zeitalter der Aufklärung]] entwickelt sich die Bedeutung des Begriffs des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; bei [[Francis Hutcheson]] und [[David Hume]] zu den allgemein anerkannten Grundsätzen des praktischen Lebens, die auch ausdrücklich einen &amp;#039;&amp;#039;moral sense&amp;#039;&amp;#039; einschließen. Beide [[Vordenker der Aufklärung]] kann man als Nachfolger von [[Anthony Ashley-Cooper, 3. Earl of Shaftesbury]] ansehen, der die Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;wit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;humour&amp;#039;&amp;#039; unter den Titel des &amp;#039;&amp;#039;sensus communis&amp;#039;&amp;#039; stellt und sich dabei auf die römischen Klassiker und ihre [[Humanismus|humanistischen]] Interpreten beruft.&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony Ashley-Cooper, 3. Earl of Shaftesbury: &amp;#039;&amp;#039;Characteristics&amp;#039;&amp;#039;. Treatise II. Siehe insbesondere Part III, Sect. I.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Georg Gadamer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik&amp;#039;&amp;#039;. Gesammelte Werke, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1990, Hermeneutik I, Band I, ISBN 3-16-145616-5; Seite 29 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundsätze des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; sind von den Vorurteilen der Menge zu unterscheiden. Bei Hume kommt hinzu, dass sich nach seiner Auffassung der &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; aufgrund von Erfahrung und Gewohnheit ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck selbst wird erst im 18. Jahrhundert häufiger im deutschen Sprachgebrauch verwendet. Der Begriff erlebt unter Einfluss der schottischen [[Common-Sense-Philosophie]], die stark von [[Thomas Reid]] geprägt wurde, einen großen Aufschwung. Es bildete sich die Bedeutung einer gemeinschaftlichen Überzeugung als Grundlage der Erkenntnis heraus. Gegen [[Materialismus|materialistische]] Auffassungen, aber auch gegen den [[Skeptizismus]] Humes entwickelte Thomas Reid in &amp;#039;&amp;#039;Essays on the Intellectual Powers of Man&amp;#039;&amp;#039; eine Theorie des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039;, nach der Erkenntnis auf dem [[Intuition|intuitiven]] Vermögen zur Einsicht in die Wahrheit beruht, während die Vernunft lediglich eine Auseinandersetzung mit diesen Einsichten beinhaltet. Als unabweisbare Wahrheiten betrachtete er insbesondere das Vorhandensein eines Selbstbewusstseins, die Existenz einer Außenwelt und allgemeine, immer gültige Naturgesetze. Die Funktion des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; ist es, insbesondere übersteigerte Spekulationen der [[Metaphysik]] ebenso wie radikale Skepsis zu korrigieren. Für die Vertreter der sogenannten „schottischen Schule“ (neben Reid vor allem [[James Beattie (Schriftsteller)|James Beattie]] und [[Joseph Priestley]]) bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; den gesunden Menschenverstand, den sie zur „Quelle apriorischer Wahrheit, des Sittlichen, der Religion“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Eisler: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Berlin 1904: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeno.org/nid/20001789295 Gemeinsinn]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; machten. Grundlage der gesamten Philosophie sollten also hinreichend reflektierte Alltagserfahrungen sein, die Verwendung und Nützlichkeit der Begriffe jede Frage nach ihrer Rechtfertigung und ihrem Ursprung beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts setzte sich der Ausdruck des gesunden Menschenverstandes gegen Synonyme wie gemeiner Verstand, gesunde Vernunft usw. durch und wurde zunehmend auch vom Gemeinsinn unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;koerver&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;212ff.&amp;quot;&amp;gt;Helga Körver: &amp;#039;&amp;#039;Common Sense. Die Entwicklung eines englischen Schlüsselwortes und seine Bedeutung für die englische Geistesgeschichte vornehmlich zur Zeit des Klassizismus und der Romantik&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;albbingen&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;22ff.&amp;quot;&amp;gt;Helga Albersmeyer-Bingen: &amp;#039;&amp;#039;Common Sense. Ein Beitrag zur Wissenssoziologie&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Aufwertung des gesunden Menschenverstandes trägt stark die deutsche Popularphilosophie bei, die auch &amp;#039;&amp;#039;Philosophie des gesunden Menschenverstandes&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Ihre Blüte erlebt sie während der [[Aufklärung|Hochaufklärung]], von etwa 1750 bis 1780. Hauptvertreter sind u. a. [[Moses Mendelssohn]], [[Johannes Nikolaus Tetens]], [[Johann Georg Heinrich Feder]], [[Christoph Meiners]] und der frühe Kant.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Popularphilosophie&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 7, S. 1093 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;78ff., 244ff.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Immanuel Kant findet sich sowohl eine Kritik an der Berufung auf den &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; in der metaphysischen Debatte als auch eine Rechtfertigung des &amp;#039;&amp;#039;sensus communis&amp;#039;&amp;#039; in seiner Urteilstheorie. In der Auffassung der „schottischen Schule“ des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; und der ihr nahestehenden deutschen [[Popularphilosophie]] sah Kant nur ein bequemes Ausweichen vor den eigentlichen Aufgaben der Vernunft ({{Kant|4|259|||||260}}). Der gemeine Menschenverstand zeige sich vor allem in der unmittelbaren Anwendung von Urteilen in der Erfahrung, er könne aber nicht als Rechtfertigungsgrund für Begriffe und Dogmen als Sätze [[a priori]] gelten. Anfangs selbst Popularphilosoph, bleibt der Aufklärer auch später – nach seiner polemischen Kritik am Missbrauch des gesunden Menschenverstandes durch einige Popularphilosophen – ein Befürworter des gesunden Menschenverstandes.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Kuehn: &amp;#039;&amp;#039;Scottish Common Sense in Germany, 1768–1800. A Contribution to the History of Critical Philosophy&amp;#039;&amp;#039;. Kingston, Montreal 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;78ff., 244ff.&amp;quot; /&amp;gt; Gesunder (Menschen-)Verstand ist für ihn „der gemeine Verstand, so fern er richtig urtheilt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korpora.org/Kant/aa04/369.html AA 4, 369].&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen zu besitzen sei ein Geschenk des Himmels. Im Alltag sei er oft nützlicher als wissenschaftliche Erkenntnisse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;47ff.&amp;quot; /&amp;gt; Kant formuliert drei [[Maxime]]n für den erfolgreichen Gebrauch des gesunden/gemeinen Menschenverstandes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Selbstdenken“&lt;br /&gt;
# „An der Stelle jedes andern denken“&lt;br /&gt;
# „Jederzeit mit sich selbst einstimmig denken“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korpora.org/Kant/aa05/294.html AA 5, 294f].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Metaphysik ist der gesunde/gemeine Menschenverstand für Kant zwar als [[Probierstein]] des spekulativen Vernunftgebrauchs und als Ausgangspunkt für die Fragen der reinen Vernunft von Nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.korpora.org/Kant/aa09/057.html AA 9, 57], [http://www.korpora.org/Kant/aa08/219.html AA 8, 219].&amp;lt;/ref&amp;gt; Generell gilt hier jedoch: „In der Metaphysik ist die Berufung auf die Aussprüche des gemeinen Verstandes überall ganz unzulässig, weil hier kein Fall in concreto kann dargestellt werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.korpora.org/Kant/aa09/079.html AA 9, 79].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kants [[Moralphilosophie]] wird dem gesunden/gemeinen Menschenverstand höchste Anerkennung zuteil. In Fragen der [[Moral]] urteile dieser oft richtiger als die Wissenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.korpora.org/Kant/aa04/391.html AA 9, 79], [http://www.korpora.org/Kant/aa04/391.html AA 4, 391].&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb dient er hier als Ausgangspunkt und Leitfaden für die wissenschaftliche Betrachtung jener.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.korpora.org/Kant/aa05/027.html AA 5, 27], [http://www.korpora.org/Kant/aa05/036.html AA 5, 36 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das [[Geschmack (Kultur)|Geschmacksurteil]] ist bei Kant eng mit dem gesunden/gemeinen Menschenverstand verknüpft. Das durch das Fällen subjektiver, aber allgemein geteilter Urteile charakterisierte Vermögen steht bei ihm in Analogie zur Idee des ästhetischen Gemeinsinns.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.korpora.org/Kant/aa05/237.html AA 5, 237 ff.], [http://www.korpora.org/Kant/aa05/293.html AA 5, 293 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; {{&amp;quot;|Unter dem sensus communis muss man die Idee eines gemeinschaftlichen Sinnes, d.&amp;amp;nbsp;i. eines Beurteilungsvermögens verstehen, welches in seiner Reflexion auf die Vorstellungsart jedes anderen in Gedanken (a priori) Rücksicht nimmt, um gleichsam an die gesamte Menschenvernunft sein Urteil zu halten und dadurch der Illusion zu entgehen, die aus subjectiven Privatbedingungen, welche leicht für objectiv gehalten werden könnten, auf das Urtheil nachtheiligen Einfluß haben würde. […] Man könnte den Geschmack durch &amp;#039;&amp;#039;sensus communis aestheticus&amp;#039;&amp;#039;, den gemeinen Verstand durch &amp;#039;&amp;#039;sensus communis logicus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen.|{{Kant|5|293|||||295|[[Kritik der Urteilskraft]], § 40}}}}. Hier ist der Gemeinsinn regulativ und führt dazu, einen Unterschied zwischen objektiven, subjektiv-privaten und subjektiv-allgemeinen Bedingungen der Beurteilung zu machen. Diesen Gemeinsinn will Kant nun aber vom gesunden Menschenverstand des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; unterschieden wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosophie im Allgemeinen weist Kant eine Wächterfunktion gegenüber dem gesunden/gemeinen Menschenverstand zu: Sie soll ihn in Schutz nehmen und darüber „wachen, daß der gemeine Menschenverstand ein Gesunder Verstand bleibe“. Außerdem hat sie die Erkenntnisse der oberen Fakultäten ([[Theologie]], [[Rechtswissenschaft|Jura]], [[Medizin]]) „zum Gesunden Menschenverstande herabzubringen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.korpora.org/Kant/aa15/173.html AA 15, 173 f.], [http://www.korpora.org/Kant/aa09/057.html AA 9, 57 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angelsächsischen Sprachraum dagegen genießt der gesunde Menschenverstand (&amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039;) durchgehend hohe Anerkennung. Genannt seien der amerikanische [[Pragmatismus]] – hier vor allem der &amp;#039;&amp;#039;critical commonsensism&amp;#039;&amp;#039; von [[Charles Sanders Peirce]] und die Verteidigung des &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; von [[George Edward Moore]]. Große Bedeutung hat bei ihm der gewöhnliche Sprachgebrauch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hügli/Lübcke (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophielexikon&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage, Rowohlt, Reinbek 2003: &amp;#039;&amp;#039;common sense.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wurde vor allem vom Philosophen [[Hermann Lübbe]] immer wieder auf die große Bedeutung des gesunden Menschenverstandes hingewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nehring&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;31ff.&amp;quot; /&amp;gt; Generell ist die Berufung auf den &amp;#039;&amp;#039;Common Sense&amp;#039;&amp;#039; bei Vertretern der [[Philosophie der normalen Sprache]] nach wie vor einflussreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
[[Johann Gottlieb Fichte]] und [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling]], vor allem aber [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] äußern sich überaus ablehnend: Der gesunde Menschenverstand gebe nur [[Trivialität|triviale]] Wahrheiten zum Besten.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Wilhelm Friedrich Hegel: &amp;#039;&amp;#039;Phänomenologie des Geistes&amp;#039;&amp;#039;. Werke hg. Glockner 3, 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hegel identifiziert die Ausdrücke „Eingebung, Offenbarung des Herzens, […] gesunder Menschenverstand, common sense, Gemeinsinn“ und sieht darin eine Abneigung der Vernunft gegen sich selbst ([[Misologie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Wilhelm Friedrich Hegel: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. § 63. 1830.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim gesunden Menschenverstand handele es sich »um die am besten verteilte Sache in der Welt, denn jeder fühlt sich damit angemessen ausgestattet«, merkte der Universalgelehrte [[René Descartes]] an. Besagter Sache fehle, was den wirklich menschlichen Verstand ausmache: Skepsis, Analyse, Induktion, Prüfung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mike Mlynar |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1119887.vager-verstand.html |titel=Wissen: Vager Verstand |werk=Neues Deutschland |datum=2019-06-01 |sprache=de |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ablehnender urteilt [[Karl Marx]]: Der gesunde Menschenverstand sei eine Form historischer Dummheit und ein Instrument der herrschenden Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Die moralisierende Kritik und die kritisierende Moral&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Marx-Engels-Werke]] 4, 1974, S. 331 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Arthur Schopenhauer]] und [[Friedrich Nietzsche]] äußern sich ablehnend.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Schopenhauer: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt als Wille und Vorstellung]]&amp;#039;&amp;#039; II, 19, in: Werke hg. Frauenstädt/Hübscher 3, 233; z. B. Musarion-Ausgabe 10, 384f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albert Einstein]] deklamiert ebenso kritisch wie lakonisch: „Der gesunde Menschenverstand ist die Summe aller Vorurteile, die sich bis zum 18. Lebensjahr im Bewusstsein festgesetzt haben“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mike Mlynar |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/1119887.vager-verstand.html |titel=Wissen: Vager Verstand |werk=Neues Deutschland |datum=2019-06-01 |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franziskus (Papst)|Papst Franziskus]] sagt: „Der Herr befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Papst Franziskus |url=https://www.archivioradiovaticana.va/storico/2013/04/20/%E2%80%9Eherr,_befreie_uns_von_der_versuchung_des_gesunden_menschenverstands%E2%80%9C/ted-684797 |titel=„Herr, befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands“ |werk=Vatican Radio |hrsg=Der Heilige Stuhl |datum=2013-04-20 |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritiker der Lehre vom gesunden Menschenverstand sehen im Gefolge von Kant „eine Strategie der Argumentationsverweigerung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gessmann (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 23. Auflage, Kröner, Stuttgart 2009: &amp;#039;&amp;#039;Common sense.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gesunde Menschenverstand werde vor allem dann bemüht, wenn andere Argumente fehlten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maximilian Gerl |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-menschenverstand-hubert-aiwanger-glosse-1.5356089 |titel=Mitten in Bayern: Vom (un)gesunden Menschenverstand |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2021-07-19 |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem typischen, fast überheblichen Gestus des gesunden Menschenverstands und dem Ausspruch: ‘Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand’ würden zudem etwaige Aufforderungen nach tiefer gehenden Begründungen weggewischt, urteilt der Philosoph Bernd Wass.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Wass |url=https://www.berndwass.com/files/gesunder_menschenverstand___eine_kritik_.pdf |titel=Der gesunde Menschenverstand – Eine philosophische Kritik |werk=Leaderphilosophy — Ein philosophieanalytisches Programm für Spitzenführungskräfte |abruf=2023-04-10 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz kritischer Distanz wird aber auch die Notwendigkeit eines „Grundstock(s) von Überzeugungen“ gesehen (z.&amp;amp;nbsp;B. Existenz und Identität von Selbst, von Verwandten, Berufskollegen usw., Außenweltrealität usw.);&amp;lt;ref name=&amp;quot;ferber&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;19&amp;quot; /&amp;gt; es dürfte ein [[Heuristik|heuristisches]] Kriterium gelten: Wer etwas als Philosoph vertritt, wofür ihn, wenn er entsprechend lebt, der „Mann auf der Straße“ für wahnsinnig hält, hat eine erhöhte [[Beweislast|Argumentationslast]] für seine Meinung. Allerdings sollte dies nicht im Sinne eines [[Konformismus]] missverstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Argumentum ad populum]]&lt;br /&gt;
* [[Gesundes Volksempfinden]]&amp;lt;!-- vgl. speziell im Abschnitt „Bundesrepublik Deutschland“ den Absatz zu Broder (2010) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsinn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3, S.&amp;amp;nbsp;243–247.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sensus communis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;9, S.&amp;amp;nbsp;622–675.&lt;br /&gt;
* Helga Albersmeyer-Bingen: &amp;#039;&amp;#039;Common Sense. Ein Beitrag zur Wissenssoziologie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1986.&lt;br /&gt;
* Christoph Binkelmann, Nele Schneidereit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denken fürs Volk? Popularphilosophie vor und nach Kant.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5716-8.&lt;br /&gt;
* Helga Körver: &amp;#039;&amp;#039;Common Sense. Die Entwicklung eines englischen Schlüsselwortes und seine Bedeutung für die englische Geistesgeschichte vornehmlich zur Zeit des Klassizismus und der Romantik.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1967.&lt;br /&gt;
* Marion Ledwig: &amp;#039;&amp;#039;Common Sense. Its History, Method, and Applicability.&amp;#039;&amp;#039; New York 2007.&lt;br /&gt;
* Robert Nehring: &amp;#039;&amp;#039;Kritik des Common Sense. Gesunder Menschenverstand, reflektierende Urteilskraft und Gemeinsinn – der Sensus communis bei Kant.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* Nicholas Rescher: &amp;#039;&amp;#039;Common-sense. A new look at an old philosophical tradition.&amp;#039;&amp;#039; Milwaukee 2005.&lt;br /&gt;
* Thomas Wanninger: &amp;#039;&amp;#039;Bildung und Gemeinsinn. Ein Beitrag zur Pädagogik der Urteilskraft aus der Philosophie des „sensus communis“.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität, Bayreuth 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|gesunder Menschenverstand}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kirchner (Philosoph)|Friedrich Kirchner]], &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039; 1907, [http://www.textlog.de/2068.html textlog.de: &amp;#039;&amp;#039;Sensus communis&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltagskultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leif Czerny</name></author>
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