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	<title>Gesetzesstaat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T23:29:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gesetzesstaat&amp;diff=2160267&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Beegies: doppelte Namensauszeichnungen korrigiert</title>
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		<updated>2023-11-15T12:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelte Namensauszeichnungen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetzesstaat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetzgebungsstaat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;„Das liberale [[Bürgertum]] hat im Namen des Rechtsstaates gegen d[…]en absoluten [[Staat]] gekämpft. […]; er [der Kampf] endete im 19. Jahrhundert mit der Unterwerfung der [[Exekutive]] unter das Gesetz. Nunmehr verlegt sich der Kern des staatlichen Wesens in die [[Legislative]]. Der Staat wird ein Gesetzesstaat (was leicht mit Rechtsstaat verwechselt wird, obwohl es etwas ganz anderes ist, wenn man den Gesetzesbegriff formalisiert).“ ([[Carl Schmitt]], &amp;#039;&amp;#039;Das Reichsgericht als Hüter der Verfassung&amp;#039;&amp;#039; [1929], in: ders., &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsrechtliche Aufsätze aus den Jahren 1924–1954&amp;#039;&amp;#039;. Materialien zu einer Verfassungslehre, Duncker &amp;amp; Humblot: Berlin, 2. Aufl. 1973 = 1. Aufl. 1958, 63–109 [99] – Hv. i.O.).&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird vor allem von Vertretern eines [[Formeller und materieller Rechtsstaat|materiellen Rechtsstaats-Verständnisses]] verwendet, um – in der Regel abwertend und eher beiläufig – auf das Bezug zu nehmen, was von anderen oder in [[Elaborierter Code|elaborierteren]] Formulierungen als [[Formeller und materieller Rechtsstaat|„formeller Rechtsstaat“]] bezeichnet wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die bloß formale Bindung der [[Staatsgewalt]] an das [[Gesetz]] reicht offensichtlich nicht aus, um den [[Rechtsstaat]] zu bewahren. Hinzutreten muss die inhaltliche Bindung an eine höherrangige Wertordnung, zum Beispiel an das [[Naturrecht]]. Das formale Prinzip des Gesetzesstaates muss ergänzt werden durch das inhaltliche, materielle Rechtsstaatsprinzip.|[[Horst Pötzsch]]|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Pötzsch: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Demokratie&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt „Grundlagen“, Unterabschnitt „Rechtsstaat“ [15. Dezember 2009] auf der Webseite der [[Bundeszentrale für politische Bildung]] ([http://www.bpb.de/themen/1DHX27,0,0,Rechtsstaat.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der formelle Rechtsstaat kann insoweit zusammenfassend und verkürzt als ‚Gesetzesstaat’ bezeichnet werden.|Frank Schindler|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Schindler: &amp;#039;&amp;#039;Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Paulus van Husen]] im [[Kreisauer Kreis]]&amp;#039;&amp;#039;. Verfassungsrechtliche und verfassungspolitische Beiträge zu den Plänen der Kreisauer für einen Neuaufbau Deutschlands, Schöningh: Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 (zugl. Diss., Universität Hamburg, 1995); auszugsweise (S. 61–74 [67 in Fn 36])  {{Webarchiv|text=online |url=http://www.gewaltenteilung.de/schindler.htm |wayback=20110114124421   }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist dabei, dass diese Verwendungsweise sowohl vorkam, um die [[Weimarer Republik]] als Gesetzesstaat abzuwerten und für das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistische Deutschland]] zu beanspruchen, ein Rechtsstaat zu sein (Lange 1934, 3; Schmitt 1934, 714; vgl. den Artikel [[Rechtsstaatsverständnis im Nationalsozialismus]]) als auch umgekehrt, um den [[Zeit des Nationalsozialismus#Rechtspolitik|NS- als Gesetzesstaat]] zu kritisieren: „Der Rechtsstaat wurde [unter den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]] Gesetzesstaat, und das Gesetz konnte jeden Inhalt annehmen, auch den des Unrechts.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Stern (Rechtswissenschaftler)|Klaus Stern]], &amp;#039;&amp;#039;Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1, Beck: München, 2. Aufl. 1984 (1. Aufl. 1977), 773, (Fn. 66).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Vertretern eines formellen Rechtsstaats-Verständnisses wird dagegen selten von „Gesetzesstaat“ oder „Gesetzgebungsstaat“ gesprochen, um ihre eigene Position affirmativ so zu bezeichnen. Erst neuerdings wurde vorgeschlagen, „für eine liberale Staatskonzeption – analog zur angelsächsischen &amp;#039;&amp;#039;[[rule of law]]&amp;#039;&amp;#039; und dem französischen &amp;#039;&amp;#039;[[État légal]]&amp;#039;&amp;#039; – den Begriff des demokratischen Gesetzesstaates zu verwenden“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Detlef Georgia Schulze/[[Sabine Berghahn]]/[[Frieder Otto Wolf]], &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaatlichkeit – &amp;#039;&amp;#039;Minima Moralia&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Maximus Horror&amp;#039;&amp;#039;?&amp;#039;&amp;#039;, in: dies. (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaat statt Revolution, Verrechtlichung statt Demokratie? Transdisziplinäre Analysen zum deutschen und spanischen Weg in die Moderne&amp;#039;&amp;#039;, Münster 2010, S. 9–52 (19).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber ist allerdings für die deutsche juristische und rechtspolitische Diskussion zu berücksichtigen, dass nicht nur konservative, sondern vielfach auch liberale und linke politische Positionen unter Berufung auf ein substantialistisches, [[Naturrecht|überpositives Rechts-Verständnis]] vertreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich beschrieb [[René Marcic]] den Weg &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesetzesstaat zum Richterstaat&amp;#039;&amp;#039; als eine positiv zu wertende Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Lange: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesetzesstaat zum Rechtsstaat&amp;#039;&amp;#039;. Ein Vortrag, Mohr: Tübingen 1934.&lt;br /&gt;
* [[René Marcic]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gesetzesstaat zum Richterstaat&amp;#039;&amp;#039;. Recht als Maß der Macht / Gedanken über den demokratischen Rechts- und Sozialstaat, Springer: Wien 1957.&lt;br /&gt;
* Carl Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus und Rechtsstaat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Juristische Wochenschrift&amp;#039;&amp;#039; 1934, S. 713–718.&lt;br /&gt;
* Detlef Georgia Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaat versus Demokratie. Ein diskursanalytischer Angriff auf das Heiligste der Deutschen Staatsrechtslehre.&amp;#039;&amp;#039; In: ders./[[Sabine Berghahn]]/[[Frieder Otto Wolf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechtsstaat statt Revolution, Verrechtlichung statt Demokratie? Transdisziplinäre Analysen zum deutschen und spanischen Weg in die Moderne&amp;#039;&amp;#039; (StaR P. Neue Analysen zu Staat, Recht und Politik. Serie A. Band 2). Westfälisches Dampfboot, Münster 2010, S. 553–628 (536–564: Abschnitt „I. Der Wortlaut: Rechtsstaat, nicht Gesetzesstaat“)&lt;br /&gt;
* Vgl. auch noch Micha Brumlik, &amp;#039;&amp;#039;[https://www.fr.de/politik/neuer-kulturkampf-entbrannt-11612286.html Ein neuer Kulturkampf ist entbrannt]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Juni 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsstaat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Beegies</name></author>
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