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	<title>Geselligkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-18T17:01:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geselligkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine von den Zwecken der Alltagsgeschäfte enthobene Grundform des menschlichen Miteinanders und Austauschs, bei der die daran Beteiligten gemeinsamen Werten verpflichtet sind. Sie dient gleichermaßen der [[Zerstreuung]] und [[Gespräch|Unterhaltung]] wie der [[Identität]]sstiftung und [[Integration (Soziologie)|Einbindung]] in die Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelheiten ==&lt;br /&gt;
Der Soziologe [[Georg Simmel]] legt der Geselligkeit einen Trieb zugrunde und definiert diese als „die Spielform der [[Vergesellschaftung (Soziologie)|Vergesellschaftung]] und als - mutatis mutandis - zu deren inhaltsbestimmter Konkretheit sich verhaltend wie das Kunstwerk zur Realität.“ (Simmel nennt in einem weiteren Vergleich die [[Koketterie]] eine Spielform der [[Erotik]].) Geselligkeit im engeren Sinn entsteht, wenn der Prozess der Vergesellschaftung als Wert an sich und Glückszustand jenseits der sozialen Realitäten erlebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geselligkeit zeichnet sich durch die große Bedeutung aus, die den geselligen [[Umgangsformen]] zukommt. Wie bei anderen [[Spiel]]en handelt es sich um eine „Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des ‚Andersseins&amp;#039;  als das ‚gewöhnliche Leben“. ([[Johan Huizinga]]) Keine oder eine nur nuancierende Rolle spielen soll im Raum der Geselligkeit, was seine Bedeutung vor allem im Raum der allgemeinen Gesellschaft hat: Reichtum und Ansehen, Gelehrsamkeit, herausragende Fähigkeiten und Verdienste. Überhaupt hat der Kern dessen, was die Persönlichkeit und das Auftreten eines Individuums generell oder auch nur vorübergehend ausmacht (Charakter, Stimmung und Lebenswirklichkeit) außen vor zu bleiben. Der angestrebte Glückszustand des Einzelnen ist im Raum der Geselligkeit durchaus an den des Gegenübers gebunden, prinzipiell niemand kann auf Kosten der Anderen seine Befriedigung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Als herausragende geschichtliche Beispiele von Geselligkeitsformen gelten die [[Symposion|Symposien]] des antiken Griechenlands und die französischen [[Literarischer Salon|Salons]] des 17. und 18. Jahrhunderts, deren Charakter – jene als Männergesellschaft, diese weiblich bestimmt – aber abhängig vom kulturellen Hintergrund sehr unterschiedlich ausfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deutschen Texten erschien das Wort Geselligkeit im Sinne des nicht zweckorientiertem Zusammenseins verbreitet erst ab den 1720er Jahren. Davor nahm man entsprechend den herrschenden kulturellen Vorbildern jener Zeit lateinische oder französische Begriffe zu Hilfe wie &amp;#039;&amp;#039;otium, loisir, divertissement,  civilité&amp;#039;&amp;#039;, häufig auch &amp;#039;&amp;#039;socialitas, sociabilité&amp;#039;&amp;#039; und bisweilen &amp;#039;&amp;#039;Soziabilität&amp;#039;&amp;#039;. Im damals anlaufenden [[Diskurs]] über die Geselligkeit kam ein tiefgreifend gewandeltes Bewusstsein für menschliches Miteinander und kulturell konnotierte Gruppenbildungen zum Ausdruck. Dieses schlug sich in fast allen Textsorten [[Aufklärung|aufklärerischer]] Prosa nieder: In Traktaten, Briefen, Erzählungen und vor allem in Beiträgen für die [[moralische Wochenschrift|moralischen Wochenschriften]], die den Zeitungsmarkt beherrschten und sich an ein [[Bildungsbürgertum|gebildetes bürgerliches Publikum]] richteten. Die bürgerliche Geselligkeit entwickelte ausgeprägte und differenzierte Formen dieser Geselligkeit, gerade auch im häuslichen Bereich.&amp;lt;ref&amp;gt;Als Beispiel: Bärbel Pusback, &amp;#039;&amp;#039;Geselligkeit im Kieler [[Bildungsbürgertum]] im 19. Jahrhundert – am Beispiel der Familie des Professors für Nationalökonomie [[Wilhelm Seelig]]&amp;#039;&amp;#039;, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Bd. 84, 2008, H. 4, S. 265–284.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus ihr entstand im 19. Jahrhundert das [[Verein]]swesen, das als öffentliche Form von Geselligkeit gegenüber der häuslichen der Salons und Diners gelten kann. Auch kommunikationstechnische Gegebenheiten bedingen Inhalte und Gelegenheiten der Geselligkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Chat]] stellt einen Raum der Geselligkeit dar, wobei aber die Möglichkeit der Anonymität ein signifikanter Unterschied zu den bisher bekannten Formen der Geselligkeit ist und sich auf Identitätsstiftung sowie Integration als bisher konstitutive Elemente der Vergesellschaftung auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
*[https://socio.ch/sim/grundfragen/grund_3.htm  Georg Simmel: &amp;#039;&amp;#039;Die Geselligkeit (Beispiel der reinen oder formalen Soziologie)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der  Soziologie – Individuum und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; G. J. Göschen’sche Verlagshandlung, Berlin und Leipzig 1917.]&lt;br /&gt;
*[http://www.goethezeitportal.de/db/wiss/epoche/adam_freundschaft.pdf Wolfgang Adam: &amp;#039;&amp;#039;Freundschaft und Geselligkeit im 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; (PDF)] (159&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziale Beziehung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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