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	<title>Geschwurbel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:49:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschwurbel&amp;diff=741639&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: /* Etymologie und Verbreitung */ Form, typo</title>
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		<updated>2026-02-18T04:17:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie und Verbreitung: &lt;/span&gt; Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschwurbel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe auch verschwurbelt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/verschwurbelt |titel=verschwurbelt  Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |werk=duden.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ähnlich wie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschwafel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Geschwafel |titel=Geschwafel  Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |werk=duden.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (synonym Gefasel,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Gefasel |titel=Gefasel  Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |werk=duden.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; anders Geschwätz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Geschwaetz |titel=Geschwätz  Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |werk=duden.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ein abwertend gebrauchter Ausdruck der [[Umgangssprache]] für vermeintlich oder tatsächlich unverständliche, realitätsferne oder inhaltslose Aussagen. Anwendung findet das Wort vorwiegend in Umgebungen, wo sprachliche Ausdrucksformen für eine abgrenzende Darstellung von besonderer Bedeutung sind, so in [[Politik]], [[Religion]], [[Werbung]] oder auch den [[Geisteswissenschaften]]. In der [[Literaturkritik|Literatur-]] und [[Kunstkritik]] wird die Bezeichnung verwendet, um schlechten [[Stil]] zu tadeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Abschnitte geschriebener Texte wie Teile gesprochener Rede können als &amp;#039;&amp;#039;Geschwurbel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Für den Herabsetzungsversuch wird meist kein Inhaltsbezug aufgenommen, häufig ist darüber hinausgehend intendiert, einer argumentativen Darlegung für die beabsichtigte Abqualifikation auszuweichen. Da für eine begriffliche Bestimmung des Ausdrucks markierte Aussageinhalte selten umreißbar sind, wird oft der sprachliche Akt der Selbstdarstellung näher betrachtet (siehe [[#Politik|Abschnitt Politik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Wort Geschwurbel&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot;&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Geschwurbel |Wortart=n. |Band=5 |Sp=4013 |lemid=G10922}}&amp;lt;/ref&amp;gt; leitet sich [[Etymologie|etymologisch]] als [[Verbalsubstantiv]] von dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schwurbeln, schwürbeln, schwirbeln&amp;#039;&amp;#039; ([[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;swerben&amp;#039;&amp;#039;, für schwindlig werden, taumeln, sich im Kreise drehen, sich wirbelnd bewegen, wirbelnd sich bewegen, in verwirrter Menge sich bewegen)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=SCHWURBELN, schwürbeln |Wortart=verb |Band=15 |Sp=2767 |lemid=S22916}}&amp;lt;/ref&amp;gt; her und steht neben den Substantiven &amp;#039;&amp;#039;Schwurbel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schwirbel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=SCHWIRBEL |Wortart=m. |Band=15 |Sp=2714 |lemid=S22691}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit ähnlicher Bedeutung, hebt aber im Unterschied zu diesen weniger auf den einzeln gefassten Vorgang ab als auf dessen Wiederholung. Im Grimmschen &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; wird es als [[Lemma (Lexikographie)|Lemma]] aufgeführt und mit „verworrene menge, schwarm, confuser lärm, taumel“ wiedergegeben,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot; /&amp;gt; als Belegstelle dient [[Johann Andreas Schmeller]]s &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Johann Andreas Schmeller]] |Titel=Bayerisches Wörterbuch |Band=2 |Auflage=2. |Datum=1877 |Seiten=647}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das zugrundeliegende Verb ist aus dem [[Urgermanische Sprache|urgermanischen]] Verb [[wikt:en:Reconstruction:Proto-Germanic/swerbaną|&amp;#039;&amp;#039;*swerbaną-&amp;#039;&amp;#039;]] „reiben, wischen“ ererbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort ist im deutschen Sprachgebiet nicht allerorts etabliert und wird eher selten gebraucht: Laut [[Textkorpus]] der Universität Leipzig gehört es zur [[Häufigkeitsklasse]] 17&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://corpora.uni-leipzig.de/de/res?corpusId=deu_news_2022&amp;amp;word=Geschwurbel |titel=Wortschatz – deu_news_2022 – Geschwurbel |werk=corpora.uni-leipzig.de |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (zum Vergleich: &amp;#039;&amp;#039;Geschwafel&amp;#039;&amp;#039; zählt zur Häufigkeitsklasse 15). Im [[Duden#Geschichte des Rechtschreibdudens|Rechtschreibduden]] war es in der 25. Auflage (2009) wie der 24. (2006) nicht enthalten, doch wird es inzwischen im Duden online&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Geschwurbel |titel=Geschwurbel  Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |werk=duden.de |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgeführt. Im Sinne von seichtem oder törichtem Gerede werden &amp;#039;&amp;#039;[[Labern|Gelaber]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Geschwätz]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Schmarrn]]&amp;#039;&amp;#039;  (fränkisch &amp;#039;&amp;#039;Gschmarri&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;Geschwafel&amp;#039;&amp;#039; (fränkisch &amp;#039;&amp;#039;Gwaaf&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Droschke]]: &amp;#039;&amp;#039;So beklagt man sich in Franken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr.&amp;#039;&amp;#039; Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt &amp;#039;&amp;#039;17. September.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) oft [[Synonymie|synonym]] verwendet. &amp;#039;&amp;#039;Schwafeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=SCHWAFELN |Wortart=verb. |Band=15 |Sp=2176 |lemid=S20123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist über eine mutmaßliche Form &amp;#039;&amp;#039;schwâweln&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;schwabbeln&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;schwappen&amp;#039;&amp;#039; verwandt (u/f/b-Verwandtschaft), aus einem Wortstamm mit dem Bedeutungsfeld „beben, zittern, schwanken, wackeln“, und verweist so wie „schwurbeln“ auf eine Bewegung, deren Richtung nicht festliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
In der Politik werden zu bestimmten Anlässen (Interviews, Gesprächsrunden) immer wieder vorgetragene [[Gemeinplatz|Gemeinplätze]] als Geschwurbel bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 21/2005, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
In [[Rezension]]en wird beispielsweise die wortreiche Schilderung von Gedanken, Empfindungen und Gefühlen unter Vernachlässigung der Handlung,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hubert Winkels |url=https://www.zeit.de/2005/21/L-Willemsen |titel=Geschwurbel: Zutexten, bis der Arzt kommt |werk=zeit.de |datum=2019-05-05 |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der übermäßige Gebrauch von [[Metapher]]n&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hubert Winkels |url=https://www.zeit.de/2000/47/200047_l-mueller.xml |titel=L I T E R A T U R : Stasi-Voodoo |werk=zeit.de |datum=2014-01-02 |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine verworrene Erzählweise als Geschwurbel bezeichnet. Beispiel:&lt;br /&gt;
: „Dass so ein erzreaktionäres Geschwurbel überhaupt ins Deutsche übersetzt wird, kann nur daran liegen, dass die weitschweifige Inbrunst eines überbordenden Erzählens mit der Tiefe der russischen Seele verwechselt wurde.“ (Jörg Magenau über den Roman „Ein Kranz für das Grab des Windes“ von Alan Tschertschessow in der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]], 17. November 2003, S. 32)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck wird auch in Bezug auf Werke der bildenden Kunst (&amp;#039;&amp;#039;abstraktes Geschwurbel in Öl&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Süddeutsche Zeitung]], 28. Juni 1996, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Philosophie (&amp;#039;&amp;#039;gelehrtes Geschwurbel über Gott und die Welt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche Zeitung, 15. Dezember 1995, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;) verwendet, gelegentlich mit besonderem Bezug auf die [[Postmoderne]] (&amp;#039;&amp;#039;Das klingt nach postmodernem Geschwurbel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Süddeutsche Zeitung, 12. August 1996, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine unter anderem von [[Eckhard Henscheid]] verwendete Variante ist &amp;#039;&amp;#039;Hirnschwurbel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;in seiner &amp;#039;&amp;#039;Trilogie des laufenden Schwachsinns&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pseudowissenschaft ===&lt;br /&gt;
Pseudowissenschaftliche Äußerungen werden von Kritikern Schwurbel genannt. Während das Wort Schwurbel vor 1986 kaum nachzuweisen ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/r/plot/?view=1&amp;amp;corpus=zeitungenxl&amp;amp;norm=date%2Bclass&amp;amp;smooth=spline&amp;amp;genres=0&amp;amp;grand=1&amp;amp;slice=1&amp;amp;prune=0&amp;amp;window=3&amp;amp;wbase=0&amp;amp;logavg=0&amp;amp;logscale=0&amp;amp;xrange=1946%3A2024&amp;amp;q1=Schwurbel |titel=Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |werk=dwds.de |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14 |kommentar=Schwurbel - Verlaufskurve, Basis: DWDS Zeitungskorpus}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, breitete es sich ab 2021 mit der [[COVID-19-Pandemie]] über die sozialen Medien bis in die Feuilletons der großen Zeitungen aus. Bezeichnet werden mit diesem Begriff vor allem unwissenschaftliche, esoterische und irrationale Äußerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://hpd.de/artikel/warum-schwurbler-schwurbeln-rolle-core-knowledge-23233&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Verschwörungstheorie|Verschwörungstheoretiker]] und [[COVID-19-Pandemie#Proteste|Querdenker]] wurden Schwurbler genannt, teilweise aber auch diejenigen, die pauschale Verurteilungen von Ungeimpften problematisierten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Theresa Schouwink |url=https://www.philomag.de/artikel/schwurbelnde-intellektuelle |titel=„Schwurbelnde“ Intellektuelle? |werk=philomag.de |datum=2021-12-22 |archiv-url= |archiv-datum= |abruf=2024-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Geschwurbel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Geschwafel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methode der Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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