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	<title>Geschlechtervertrag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschlechtervertrag&amp;diff=1819285&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschlechtervertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der feministisch orientierten [[Politikwissenschaft]] und [[Soziologie]] einen fiktiven Vertrag zwischen den Geschlechtern, der die Beziehungen zwischen beiden regelt und Frauen und Männern unterschiedliche Rechte und Pflichten zuweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideengeschichte ==&lt;br /&gt;
Von Seiten der [[Feministische Theorie|feministischen Theoriebildung]] wurde Kritik an der [[Vertragstheorie]] und dem liberalen Paradigma des [[Gesellschaftsvertragstheorie#Die Idee des Gesellschaftsvertrags|Gesellschaftsvertrages]] laut. [[Carole Pateman]] stellte in ihrem 1988 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;The sexual contract&amp;#039;&amp;#039; dar, dass der Gesellschaftsvertrag, wie er in Abwandlungen von [[Thomas Hobbes]], [[John Locke]] und [[Jean-Jacques Rousseau]] postuliert wurde, nicht universell sei, sondern einen Vertrag unter Männern darstelle. Laut Pateman regelt er die Beziehungen zwischen Männern und schließt Frauen seit jeher aus der öffentlichen Sphäre aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;genetti&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle|autor=Evi Genetti|url=http://www.sinn-haft.at/nr_11/nr11_genetti_geschlecht_staat.html|titel=Das Geschlecht des modernen Staates. Überlegungen zur neueren Staatsdebatte|werk=sinn-haft nr 11|zugriff=28. November 2009|offline=ja|archiv-url=https://web.archive.org/web/20110314102920/http://www.sinn-haft.at/nr_11/nr11_genetti_geschlecht_staat.html|archiv-datum=2011-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem gesellschaftlichen Grundvertrag liegt laut Pateman stets eine zweite Komponente, ein verdeckter Geschlechtervertrag, zu Grunde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;genetti&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;krause-S87&amp;quot;&amp;gt;Ellen Krause: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-8100-3541-6, Leske + Budrich, S. 86–102. Darin: [http://books.google.de/books?id=wbpW9mx9SvgC&amp;amp;pg=PA87 S. 87]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die moderne, gesellschafts-legitimierende, bürgerliche Vertragsidee basiere durch diesen verdeckten Geschlechtervertrag auf geschlechtsspezifischen Ausgrenzungen und Ausschließungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;genetti&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pateman kritisierte, dass der Geschlechtervertrag in der politischen Ideengeschichte nicht sichtbar gemacht worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krause-S87&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Dem Konzept des Geschlechtervertrags liegt die Annahme zu Grunde, dass es „in allen modernen Gesellschaften einen historisch gewachsenen sozio-kulturellen Konsens über die jeweilige Ausprägung der Verkehrsformen der Geschlechter, ein gemeinsam von Männern und Frauen getragenes Leitbild und Lebensmuster über die ‘richtige’ Form der geschlechtsspezifischen [[Arbeitsteilung]], die [[Familienformen|Familienform]] und die Art und Weise der Integration der beiden Geschlechter in die Gesellschaft über den [[Arbeitsmarkt]] und/oder über die [[Familie]] gibt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Neu- oder Restrukturierung des Geschlechterverhältnisses in Ostdeutschland?&amp;#039;&amp;#039; In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 5 (1995), H. 4, S. 475–488, 1995, Seite 478. Zitiert nach {{internetquelle|url=http://www.kulturation.de/ki_1_text.php?id=13|titel=Geschlechtervertrag und Geschlechterarrangements in den neuen Bundesländern|zugriff=28. November 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Historikerin [[Yvonne Hirdman]] entwickelte zur Beschreibung der Positionen der Geschlechter in der schwedischen Gesellschaft ein Modell, das auf &amp;#039;&amp;#039;Geschlechtersystemen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Geschlechterverträgen&amp;#039;&amp;#039; basiert. Der Geschlechtervertrag ist laut Hirdman ein tradiertes, aber veränderbares Übereinkommen über den Ort, die Tätigkeiten und die Eigenschaften von Männern und Frauen&amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle|autor=Hildegard Theobald|url=http://bibliothek.wzb.eu/pdf/1998/i98-101.pdf|titel=Frauen in leitenden Positionen in der Privatwirtschaft. Eine Untersuchung des schwedischen und deutschen Geschlechtervertrages|datum=Mai 1998|zugriff=28. November 2009|kommentar={{ISSN|1011-9523}}|format=PDF; 241&amp;amp;nbsp;kB}} [http://bibliothek.wzb.eu/pdf/1998/i98-101.pdf#page=11 S. 6]&amp;lt;/ref&amp;gt; und definiert zugleich die Beziehungen zwischen den Bereichen der [[Produktion]] und [[Reproduktion (Soziologie)|Reproduktion]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle|autor=Heidi Gottfried, Jacqueline O‘Reilly|url=http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2000/i00-207.pdf|titel=Der Geschlechtervertrag in Deutschland und Japan: Die Schwäche eines starken Versorgermodells|datum=Juli 2000|zugriff=28. November 2009|kommentar={{ISSN|1011-9523}}|format=PDF; 372&amp;amp;nbsp;kB}} [http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2000/i00-207.pdf#page=10 S. 4 f]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Patemans Veröffentlichung wurde Ausgangspunkt zahlreicher Werke innerhalb der feministischen Theorie und wurde auch außerhalb dieser in der Politikwissenschaft weit rezipiert. Die Politikwissenschaftlerin [[Kathrin Braun]] sah Patemans Analyse als „die wohl einflussreichste politische Ideengeschichte innerhalb der feministischen Wissenschaft“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;Ellen Krause: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-8100-3541-6, Leske + Budrich, Opladen 2003, S. 86–102. Darin: [http://books.google.de/books?id=wbpW9mx9SvgC&amp;amp;pg=PA87 S. 86]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich des Geschlechtervertrags wird auf eine zunehmende Vielfalt an Ausprägungen hingewiesen. Den meisten europäischen Staaten wird die Förderung und Aufrechterhaltung jeweils eines bestimmten Modells zugeschrieben. Die Politik der Europäischen Union hingegen wird als Förderung eines auf [[Doppelversorgermodell|egalitärer Rollenteilung]] basierenden Modells interpretiert. In der Praxis sei jedoch von einer Vielfalt an Geschlechterverträgen innerhalb der Bevölkerung zu sprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle|autor=Ann-Kristin Juntti-Henriksson|url=http://www.rosadoc.be/site/rosa/english/pdf/athena/juntti.pdf|titel=“May I buy strayberries?” A study of control of money and household spending in marriage in the northermost borderland of Sweden|datum=August 2003|zugriff=29. November 2009|format=PDF; 151&amp;amp;nbsp;kB|sprache=en|archiv-bot=2018-04-12 07:16:43 InternetArchiveBot|offline=ja}} {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.rosadoc.be/site/rosa/english/pdf/athena/juntti.pdf |text=S. 5 |archivebot=2018-04-12 07:16:43 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaftsvertragstheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Hausfrauisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Carole Pateman: &amp;#039;&amp;#039;The Sexual Contract&amp;#039;&amp;#039;, Stanford University Press, 1988, ISBN 978-0804714778.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertragstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschlechtersoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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