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	<title>Geschiebemergel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T17:46:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschiebemergel&amp;diff=272119&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tigerente: Artikelbild</title>
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		<updated>2025-11-17T19:42:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikelbild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Geschiebemergel.JPG|thumb|Typischer massiger Geschiebemergel; Aufschluss bei [[Stolpe (Angermünde)|Stolpe]] ([[Landkreis Uckermark]])]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschiebe[[mergel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Till&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Sedimentgestein|Sediment]], das direkt vom [[Gletscher]] an seiner Basis abgelagert wird. Er ist das typische Sediment der [[Grundmoräne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Gletschereis als fester Körper sortiert das von ihm bewegte [[Moräne]]nmaterial weder bei der Aufnahme noch beim Transport. Beim Abschmelzen des Gletschers wird das Material dann auch unsortiert abgelagert. Geschiebe[[mergel]] gilt deshalb als [[Diamiktit]] und enthält alle Korngrößenklassen von [[Tonmineral|Ton]] über [[Silt|Schluff]], [[Sand]], [[Kies]] und [[Stein]]e ([[Geschiebe]]) bis hin zu [[Findling]]en. Er wirkt im Aufschluss im Allgemeinen massig, unsortiert und ungeschichtet. Jedoch können als Sonderfall auch geschichtete Geschiebemergel abgesetzt werden. Der Anteil der einzelnen Korngrößenfraktionen kann stark schwanken, sowohl tonig-schluffige als auch sandige oder steinige Geschiebemergel kommen vor. Ebenso ist es möglich, dass innerhalb der sonst unsortierten Geschiebemergel [[Linse (Geologie)|Linsen]] oder [[Inklusion (Mineralogie)|Einschlüsse]] mit sortierten Sedimenten vorkommen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch die Aufnahme aus dem Untergrund. Ebenso variabel ist die Farbe des Geschiebemergels im Aufschluss. Es überwiegen zwar Grautöne, aber auch gelbliche, rötliche oder bläuliche Farben treten auf. Der [[Karbonat]]gehalt des Geschiebemergels stammt in Norddeutschland aus umgelagerter und zerriebener [[Kreide (Gestein)]], in Süddeutschland und Österreich aus den Nördlichen [[Kalkalpen]], in der Schweiz und in Frankreich vor allem aus den Kalken des [[Helvetikum]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch nachträgliche [[Verwitterung]] kann das Karbonat aus dem Geschiebemergel ausgewaschen (gelöst) werden. Es entsteht dann kalkfreier [[Geschiebelehm]]. Geschiebelehm entsteht auch primär bei karbonatfreien Herkunftsgebieten der Gletscher, zum Beispiel in den Zentralalpen. Enthält der Geschiebemergel viele Gesteinsblöcke, so wird er als &amp;#039;&amp;#039;Blocklehm&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den während des [[Pleistozän]]s vergletscherten Gebieten Nord- und Süddeutschlands sind Geschiebemergel neben den Schmelzwassersanden und -kiesen die am weitesten verbreiteten Ablagerungen. Dabei stehen sie sowohl unmittelbar an der Erdoberfläche an oder sind von jüngeren Ablagerungen überdeckt. Ihre [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] schwankt sehr stark und liegt zwischen 0 und mehr als 100 Metern. Darüber hinaus sind sie in allen ehemals vergletscherten Gebieten der Erde anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Geschiebemergel und/oder dem Geschiebelehm entstehen in Mitteleuropa meist [[Braunerde]]n, [[Lessivés]] oder verwandte [[Boden (Bodenkunde)|Böden]]. Bei höheren Ton- und Schluffgehalten der Geschiebemergel sind auch [[Pseudogley]]e weit verbreitet. Die genannten Böden gelten im Allgemeinen als fruchtbar und für die Landwirtschaft wertvoll. Deshalb werden die meisten Grundmoränenflächen in Mitteleuropa heute als Acker genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fachliteratur hat sich in den letzten Jahren das aus dem [[Goidelische Sprachen|Gälischen]] kommende Wort &amp;#039;&amp;#039;Till&amp;#039;&amp;#039; sowohl für Geschiebemergel als auch für Geschiebelehme eingebürgert. Ablagerungen älterer Eiszeitalter, die zu Festgestein verfestigt wurden, bezeichnet man hingegen als [[Tillit]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Glaziale Serie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Ehlers (Geograph)|Jürgen Ehlers]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und historische Quartärgeologie.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1994, ISBN 3-432-25911-5.&lt;br /&gt;
* Sven Lukas: &amp;#039;&amp;#039;Moräne oder Till? Ein Vorschlag zur Beschreibung, Interpretation und Benennung Glazigener Sedimente.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Gletscherkunde und Glazialgeologie.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 39, 2003/04, S. 141–159.&lt;br /&gt;
* [[Hans Murawski]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Ferd. Enke, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-432-84108-3, S. 80.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Richter (Geologe)|Dieter Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. De Gruyter, Berlin, New York 1985, ISBN 3-110-10416-4, S. 126.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Scheffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bodenkunde / Scheffer/Schachtschabel.&amp;#039;&amp;#039; Neubearbeitet und erweitert von [[Hans-Peter Blume]] u. a. 15. Auflage. Spektrum, Heidelberg, Berlin 2002, ISBN 3-8274-1324-9, S. 470 f.&lt;br /&gt;
* J. A. Piotrowski: &amp;#039;&amp;#039;Was ist ein Till?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Geowissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, 1992, {{doi|10.2312/geowissenschaften.1992.10.100}}, S. 100–108.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Till|Geschiebemergel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-glossar.de/woerterbuch/geschiebemergel.html www.geo-glossar.de Geschiebemergel, Geschiebelehm]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tigerente</name></author>
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