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	<title>Geschichte des Wienerwalds - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-27T15:15:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkkorr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Wienerwalds&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; behandelt die Geschichte der [[Niederösterreich|niederösterreichischen]] Region [[Wienerwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdgeschichtliche Zeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahn eines Riesenhais, gefunden in Baden.jpg|mini|Zahn eines Riesenhais aus [[Baden (Niederösterreich)|Baden]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erdgeschichte Niederösterreichs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der späten [[Jura (Geologie)|Jura]] über die [[Kreide (Geologie)|Kreide]] bis zum [[Eozän]]- also dem Zeitraum von vor etwa 150 bis 50 Millionen Jahren, nach dem Auseinanderbrechen des [[Superkontinent]]s [[Pangaea]], war der Wienerwald Teil der [[Tethys (Ozean)|Tethys]] bzw. dessen europäischer Randzone der westlichen [[Paratethys]]. Zu dieser Zeit bildete sich im Norden die [[Sandstein]]- und [[Flysch]]zone und im Süden und Westen stiegen allmählich – aufgrund der Kollision der [[Afrikanische Platte|afrikanischen]] mit der [[Eurasische Platte|europäischen]] [[Lithosphäre|Platte]] – die [[Nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] aus dem Meer. Die Berge des Wienerwaldes wie etwa der [[Peilstein (Wienerwald)|Peilstein]] oder der &amp;#039;&amp;#039;Buchberg&amp;#039;&amp;#039; bei [[Alland]], bildeten also bis vor 50 Millionen Jahren Untiefen dieses Ur-[[Ozean]]s, weshalb man auch jetzt noch maritime [[Fossil]]ien wie [[Ammoniten]], [[Muscheln]], [[Haie|Haizähne]] und [[Schnecken]] im Gestein findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühzeit und Antike ==&lt;br /&gt;
In der [[Jungsteinzeit]] mit ihrer [[Linearbandkeramische Kultur|Bandkeramikkultur]] hatte sich hier bereits 5000 v. Chr. (und damit bis zu 2000 Jahre vor dem Rest von Europa) die sesshafte Lebensweise durchgesetzt. Die [[Bernsteinstraße]] brachte Erzeugnisse von Nord- und Südeuropa in das Gebiet der Flüsse [[Liesing (Schwechat)|Liesing]], [[Schwechat (Fluss)|Schwechat]] und [[Triesting]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 200 v. Chr. schlossen sich unter der Führung der [[Noriker (Volk)|Noriker]] und dem Einfluss der [[Römisches Reich|Römer]] dreizehn Stämme zur ersten und einzigen [[Kelten|keltischen]] Staatsgründung zusammen. Der &amp;#039;&amp;#039;Wienerwald&amp;#039;&amp;#039; war damit Teil des Königreichs von [[Noricum]]. Die Hauptstadt des &amp;#039;&amp;#039;Regnum Noricum&amp;#039;&amp;#039; war &amp;#039;&amp;#039;[[Noreia (Noricum)|Noreia]]&amp;#039;&amp;#039;, dessen genaue Lage man in der Gegend um &amp;#039;&amp;#039;Neumarkt&amp;#039;&amp;#039; in der Steiermark oder im kärntnerischen [[St. Veit an der Glan]] vermutet. Um 8 v. Chr. wurde der Wienerwald Teil der Balkanprovinz [[Illyrien (Provinz)|Illyricum]] des Römischen Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 10 n. Chr. wurde das Gebiet unter [[Augustus]] der neu geschaffenen, eigenständigen Provinz [[Pannonien|Pannonia]] zugeschlagen. Die Westgrenze zur römischen Provinz Noricum verlief in den folgenden Jahrhunderten entlang der Wasserscheide des Wienerwaldes, der in der Antike zusammen mit den südlich anschließenden Gebirgszügen als &amp;#039;&amp;#039;Cetius mons&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Schwierigkeiten der Lokalisierung des &amp;#039;&amp;#039;Cetius mons&amp;#039;&amp;#039; Susanne Lamm: &amp;#039;&amp;#039;Der Cetius Mons ist nicht der Wienerwald. Die Berichtigung eines populären Irrtums.&amp;#039;&amp;#039; In: Renate Lafer, [[Karl Strobel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antike Lebenswelten. Althistorische und papyrologische Studien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Altertumswissenschaftliche Studien Klagenfurt.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-035941-1, S. 238–252.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Statthaltersitz des ungeteilten Pannoniens bleibt im Dunkeln, doch gibt es Präferenzen für [[Poetovio]]. Im Jahr 103 oder 106, unter Kaiser [[Trajan]], kam das Gebiet im Zuge der Teilung Pannoniens zu Oberpannonien (Pannonia superior) mit dem Zentrum in [[Petronell-Carnuntum|Carnuntum]], das 120 Munizipialstatut erlangte. Um 200 gründete [[Septimius Severus]] [[Vindobona]] ([[Geschichte Wiens|Wien]]), das 212 unter [[Caracalla]] Munizipium wurde. &amp;#039;&amp;#039;Aquae&amp;#039;&amp;#039;, das heutige [[Baden (Niederösterreich)|Baden]], erlangte als Militärkurort der Garnisonen Vindobona und Carnuntum Bedeutung. Um 300, durch die Verwaltungsreform [[Diokletian]]s, gab es schließlich vier Provinzteile: Pannonia prima, Pannonia secunda, Savia und Valeria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 330 siedelte Kaiser Konstantin [[Vandalen]] in Pannonien an. 378 siedelten sich [[Alanen]], [[Goten]] und wohl auch einige [[Hunnen]] als [[Foederaten|Föderaten]] – als Folge der Niederlage der Römer bei [[Schlacht von Adrianopel (378)|Adrianopel]] – im heutigen Wienerwald an. Ab 410 beherrschten die Hunnen das Land. Mit dem [[Donaulimes]] brach schließlich auch die römische Verwaltung im Laufe des 5. Jahrhunderts zusammen. Pannonia prima musste 433 aufgegeben werden. [[Flavius Aëtius|Aëtius]], Feldherr Westroms, überließ das Gebiet offiziell dem Hunnenfürsten &amp;#039;&amp;#039;Rua&amp;#039;&amp;#039;. In der Folge besiedelten [[Markomannen]] unter hunnischer Herrschaft das Land um [[Alland]]. 451 zog der Hunnenkönig [[Attila]] mit seinem Heer auf dem Weg zu seiner Niederlage auf den [[Schlacht auf den Katalaunischen Feldern|Katalaunischen Feldern]] durch Pannonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 454 erhielten die [[Ostgoten]] von Kaiser [[Markian]] Gebiete im Wienerwald nach der [[Schlacht am Nedao]] (Leitha). Etwa 472 zogen die Ostgoten Richtung Westen ab. Die [[Völkerwanderung]] brachte [[Skiren]], [[Heruler]], [[Rugier]] und [[Sueben]] in den Wienerwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Um 493 waren Teile Pannoniens allerdings wieder unter der Herrschaft der Ostgoten unter König [[Theoderich der Große|Theoderich]], die von den [[Langobarden]] unter König [[Wacho]] auf die [[Apenninhalbinsel]] gedrängt wurden, die ihrerseits wieder 568 von den [[Franken (Volk)|Franken]] und [[Awaren]] geschlagen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 660 konnten die [[Geschichte Bayerns|Bayern]] ihren Einflussbereich bis in den Wienerwald ausdehnen, wurden aber ständig durch Awareneinfälle bedroht. So war der Wienerwald zeitweise Teil des Awarischen Reiches, dessen Spuren bis nach Oberösterreich nachzuweisen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 8. Jahrhundert gab es in Alland, nach der Überlieferung, eine Holzkirche, die im 11. Jahrhundert in Stein gebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
788 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Baiern&amp;#039;&amp;#039; endgültig dem Reich des fränkischen Kaisers [[Karl der Große|Karl des Großen]] einverleibt und im heutigen Niederösterreich die [[Awarenmark]] (ab 856 &amp;#039;&amp;#039;Marchia Orientalis&amp;#039;&amp;#039;) als [[Mark (Territorium)|Grenzmark]] gegen die Awaren errichtet. Der letzte bayerische Stammesherzog [[Tassilo III.]], der sein Lehen 757 von [[Pippin der Jüngere|Pippin dem Jüngeren]] bekommen hatte, versuchte vergeblich, die Eigenständigkeit durch ein Bündnis mit den [[Langobarden]] zu retten. [[Karlmann (Ostfrankenreich)|Karlmann]], der Urenkel [[Karl der Große|Karls des Großen]], gründete in Baden eine [[Königspfalz|Pfalz]]. Im fränkischen Reich gab es keine ständige Hauptstadt, sondern die Herrscher zogen durch das Land. Dafür gab es Pfalzen, in denen ein Verwalter das ganze Jahr Vorräte sammelte, um dann für einige Wochen den Herrscher und sein Gefolge verpflegen zu können. Aufgrund einer Urkunde ist gesichert, dass Karlmann im Jahr 869 in der Pfalz &amp;#039;&amp;#039;Padun&amp;#039;&amp;#039; einen Gerichtstag abhielt. Padun ist die [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsche]] Form des heutigen Ortsnamens für Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Schlacht von Pressburg]] gegen die [[Ungarn]] im Sommer 907 wurde die Grenze des ab 920 dann &amp;#039;&amp;#039;Regnum francorum orientalium&amp;#039;&amp;#039; genannten [[Ostfrankenreich]]es bis an die [[Enns (Fluss)|Enns]] zurückgenommen und der Wienerwald einmal mehr Teil eines Reiches mit Zentrum östlich davon, dem Ungarnreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ostfränkische König [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] bannte 955 in der [[Schlacht auf dem Lechfeld]] bei Augsburg für immer die Bedrohung durch die Ungarn, die danach sesshaft wurden. Auf frühe [[Slawen|slawische]] Besiedlung des Wienerwaldes deuten noch heute Ortsnamen wie [[Döbling]], [[Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing]], [[Nöstach]] oder [[Gablitz]] hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wurde aber auch die wieder gewonnene Markgrafschaft &amp;#039;&amp;#039;marchia orientalis&amp;#039;&amp;#039; des (fränkisch beherrschten) [[Stammesherzogtum Baiern|Herzogtums Bayern]] frei für neue Siedlungstätigkeiten. 976 wurde &amp;#039;&amp;#039;Liutpold&amp;#039;&amp;#039; ([[Leopold I. (Österreich)|Leopold I.]]) aus dem Geschlecht der [[Babenberger]] mit dieser Mark belehnt, die dieser bis 1000&amp;amp;nbsp;um den Wienerwald und einen zehn bis 20 Kilometer breiten Streifen nördlich der Donau bis zur [[March (Fluss)|March]] erweiterte. Im Jahre 996 wurde die östliche Grenzmark der Babenberger erstmals urkundlich [[Ostarrichi]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1002 schenkte [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II. &amp;#039;&amp;#039;der Heilige&amp;#039;&amp;#039;]], König des [[Ostfrankenreich|&amp;#039;&amp;#039;Regnum Teutonicorum&amp;#039;&amp;#039;]] und späterer Kaiser des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]], dem Sohn Luitpolds [[Heinrich I. (Österreich)|Markgraf Heinrich I.]] große Teile des heutigen Wienerwaldes. Das war ein damals übliches Mittel zur Stärkung der mittelalterlichen Landesfürsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Schenkung wurde der Grundstein zu den ausgedehnten Besitzungen der österreichischen [[Liste der Markgrafen und Herzöge von Österreich im Mittelalter|Markgrafen und Herzöge]] bis zur [[Österreich-Ungarn|k.u.k. Monarchie]] gelegt, woraus wiederum die heutigen öffentlichen Wälder von Bund und Gemeinden entstanden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pestsaeule mit massengrab.jpg|mini|Pestsäule mit Massengrab in [[Alland]]]]&lt;br /&gt;
Im Zuge der Kolonisierung des dem [[Bistum Passau]] zugeordneten Gebiets entstanden im 12. Jahrhundert an strategisch wichtigen Orten an dessen Ostgrenze, wie dem Eingang zum Helenental, die [[Burgruine Rauheneck|Burg Rauheneck]], oder an der Donau die Burg [[Burg Greifenstein (Niederösterreich)|Greifenstein]]. Die Burgherren finanzierten ihre Grenzsicherungsaufgabe gegen die von Ungarn und [[Böhmen]] ausgehende Bedrohung durch den [[Zehnt|Zehent]], [[Frondienst]] der Bevölkerung und [[Maut]]. Die Grenze zum [[Raubritter]]tum war oft fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leopold III. (Österreich)|Markgraf Leopold III., der Heilige]], verzichtete auf das germanische [[Eigenkirche]]nrecht über zwölf Pfarren und anerkannte das [[Kanonisches Recht|kanonische Recht]] und die Zehentherrlichkeit des Bischofs. Er gründete im Jahr 1133 im [[Sattelbach (Gemeinde Heiligenkreuz)|Sattelbachtal]] das [[Zisterzienser]]kloster [[Stift Heiligenkreuz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1249 brachte [[Gertrud von Babenberg|Gertrud]], die letzte Titular-[[Herzog]]in aus dem Hause der Babenberger in Alland „im Gebirge“ [[Friedrich von Baden-Österreich|Friedrich I. von Baden]] zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1348 erreichte die [[Schwarzer Tod|Pest]] erstmals die Linie [[Nöstach]]-Alland-[[Pressbaum]]-Greifenstein und halbierte die ansässige Bevölkerung. Ein 10–20&amp;amp;nbsp;km breiter Streifen westlich dieser Linie war mindestens bis 1400 weiterhin unbewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Allander tuerkenhasel.jpg|mini|[[Alland]]er Türkenhasel; das 450 Jahre alte Naturdenkmal erinnert an ein Gemetzel während der Türkenkriege]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Türkennot am Pankräzenberg.JPG|mini|Türkennot am Pankraziberg bei [[Nöstach]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:schoeffel.JPG|mini|Josef Schöffel–Gedenkstein im Wienerwald]]&lt;br /&gt;
Der Wienerwald in der frühen Neuzeit war landesfürstliches Jagdrevier, ab dem 16. Jahrhundert wurde auch die Holzwirtschaft wichtig, und es wurden Holzfällerfamilien aus den Alpenregionen der [[Habsburgermonarchie|habsburgischen]] Lande in bis dahin unbewohnten Teilen des Wienerwalds angesiedelt, die aber 1529 bei der [[Erste Wiener Türkenbelagerung|Ersten Wiener Türkenbelagerung]] gleich wieder weitgehend ausgerottet wurden. Wien hatte zu dieser Zeit rund 20.000 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1600, zu Beginn der [[Gegenreformation]], bildeten sich lutherische Enklaven wie [[Schwarzensee (Gemeinde Weissenbach an der Triesting)|Schwarzensee]] und [[Neuhaus (Gemeinde Weissenbach an der Triesting)|Neuhaus]] im ansonsten wieder [[Geschichte des Christentums in Österreich|katholisch geprägten]] Wienerwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1684 bis 1694, nach neuerlichen Massakern im Zuge der [[Zweite Wiener Türkenbelagerung|Zweiten Wiener Türkenbelagerung]] 1683 vor allem durch umherstreifende Tataren und irreguläre [[Akıncı]], kam es zu einer zweiten Besiedelungswelle von [[Köhler]]n, Holzknechten und Bauern aus der [[Steiermark]], dem [[Salzkammergut]], [[Oberösterreich]], [[Tirol]], [[Bayern]] und [[Schwaben]] etwa in [[St. Corona am Schöpfl]], [[Klausen-Leopoldsdorf]], [[Hochstraß (Gemeinde Klausen-Leopoldsdorf)|Hochstraß]] und [[Pressbaum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der [[Aufklärung]] hat sich im Wienerwald in der Regierungszeit [[Maria Theresia]]s (1740–1780) und vor allem der ihres Sohnes [[Joseph II.]] (1780–1790) in der Einführung der Schulpflicht (in der Regel wurden vierklassige Volksschulen gegründet) und Auflassung vieler Klöster (wie [[Klein-Mariazell]]) bemerkbar gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Schock der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] waren diese Ansätze aber schnell eingefroren: Josephs Neffe [[Franz II. (HRR)|Franz II.]] trieb eine geradezu starrköpfige Reaktionspolitik, die auch vor allem mit dem Namen des Staatskanzlers [[Klemens Wenzel Lothar von Metternich|Metternich]] verbunden ist. Diese politische und gesellschaftliche Stagnation des [[Biedermeier]]s dauerte bis zur [[Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich|Märzrevolution]] 1848 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon 1805 zogen 1809 Napoleonische Soldaten, diesmal zu den [[Schlacht bei Aspern|Schlachten bei Aspern]] und [[Schlacht bei Wagram|Wagram]] durch den Wienerwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Einnahmequelle der Kleinbauern war die [[Pecherei]], bei der den zahlreichen [[Kiefern|Föhren]] das Pech zur Herstellung von Lacken abgezapft wurde. Ab 1840 beschleunigte sich durch die stark steigende Nachfrage Wiens nach Holz, Kalk, Sand und Lebensmitteln auch die Besiedlung des Wienerwalds. Die Wasserkraft entlang der Flüsse ermöglichte die Ansiedlung von Mühlen, Schmieden, [[Manufaktur]]en und später [[Industrie]]n. Es entstanden Kalk und Gipsbrennereien, der umliegend abgebaut wurde. So entstand beispielsweise der Abbau von Gips in der [[Seegrotte]] als Düngemittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Revolution von 1848 wurde die Grundherrschaft aufgehoben und damit endete die Herrschaft des [[Purkersdorf (Herrschaft)|kaiserlichen Waldamtes]] mit Sitz im Schloss [[Purkersdorf]]. Die einzelnen Gemeinden wurden ab 1850 selbständig, für forstliche Belange war weiterhin der Sitz in Purkersdorf und zwar in Form des k. u. k. Forstärars, des Vorläufers der [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1870, nicht zuletzt wegen großer Überschuldung der habsburgischen Finanzen, gab es Pläne, den Waldbestand großteils zu roden. Entsprechende Verträge waren bereits unterschrieben. Dies führte zu Widerstand in der Öffentlichkeit. Besondere Verdienste um die Rettung des Wienerwaldes erwarb sich [[Josef Schöffel]] durch seinen publizistischen Kampf gegen die Abholzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1868 wurde von [[Johann Strauss (Sohn)|Johann Strauß]] der Walzer [[Geschichten aus dem Wienerwald]] geschrieben, ungefähr zu dieser Zeit begann der Wienerwald als Tourismusziel entdeckt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Fin de Siècle]] kam es vor allem im [[Triestingtal]] und entlang der [[Thermenlinie]] zu industriellen und gesellschaftlichen Aufschwung. Die &amp;#039;&amp;#039;Wiener Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; ging auf [[Sommerfrische]] in den Wienerwald, es entstanden zahlreiche Villenbauten entlang der West- und Südbahn aber auch beispielsweise in [[Neuhaus (Gemeinde Weissenbach an der Triesting)|Neuhaus]] oberhalb des Triestingtals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts gab es im Wienerwald, der von der Eisenbahn nur sehr großräumig erschlossen wurde, zahlreiche Projekte, auch ein engmaschigeres Netz von Eisenbahnen zu bauen. So war beispielsweise geplant, eine Bahn von [[Rekawinkel]] im Norden nach [[Hainfeld (Niederösterreich)|Hainfeld]] im Süden zu bauen. Betrieben wurde das Projekt bereits ab 1887 von der Vereinigten Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft, einem Hauptmann &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Bohm&amp;#039;&amp;#039; und den Anrainergemeinden. Auch der [[Österreichischer Touristenklub|ÖTK]] hatte Interesse, da am [[Schöpfl]] 1906 das Schutzhaus eröffnet wurde und man sich so mehr Gäste erwartete. Auch militärisch wurde das Projekt als wichtig eingestuft und man wollte die Bahn sogar bis [[Tulln an der Donau]] verlängern. Zwanzig Jahre lang wurde das Projekt weiterverfolgt, doch 1907 war für das Projekt endgültig das Aus durch verschiedene wieder entzogene Genehmigungen und Konzessionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.purkersdorf-online.at/museum/eine-eisenbahn-durch-den-wienerwald.php Eine Eisenbahn durch den Wienerwald] auf [[Purkersdorf]]-online (abgerufen am 14. September 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spezialkarte 4756 aus 1876 Baden und Neulengbach.jpg|mini|Der südliche Wienerwald Ende des 19. Jahrhunderts (Spezialkarte 1:75.000 der [[Franzisco-Josephinische Landesaufnahme|Landesaufnahme]])]]&lt;br /&gt;
Aber auch andere Projekte wurden betrieben. So wollten die [[Wiener Lokalbahnen]] eine Bahn durch das [[Helenental]] nach [[Alland]]. Übriggeblieben von diesen Projekten sind nur die [[Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl]] und die [[Kaltenleutgebner Bahn]], die auch wirklich gebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehrsverbindungen im Wienerwald stehen durch [[ÖBB-Postbus|Postbusse]] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Frühling 1945 wurde der Wienerwald zum Kampfgebiet zwischen den Resten der [[Heeresgruppe Süd]] und der [[3. Ukrainische Front|3. Ukrainischen Front]] der [[Sowjetunion]] in der Schlussphase des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den späten 1950er Jahren befand sich im Zuge des Autobahnbaues die größte Baustelle Österreichs bei [[Hochstraß (Gemeinde Klausen-Leopoldsdorf)|Hochstraß]]. Es befanden sich gleichzeitig bis zu 3.000 Bauarbeiter auf der Baustelle der [[West Autobahn|Westautobahn A1]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://noe.orf.at/v2/news/stories/2817616/ &amp;#039;&amp;#039;Westautobahn war größte Baustelle Österreichs.&amp;#039;&amp;#039;] ORF.at vom 7. Jänner 2017, abgerufen am 7. Jänner 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1987 unterzeichneten die [[Landeshauptmann|Landeshauptleute]] von Wien, Niederösterreich und dem [[Burgenland]] die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Wienerwald-Deklaration&amp;#039;&amp;#039; zum Schutz des Wienerwaldes. Außerdem wurde der Wienerwald im Juni 2005 durch Unterschutzstellung durch die [[UNESCO]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Biosphärenreservat|Biosphärenpark]]&amp;#039;&amp;#039; erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Österreichs]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Niederösterreichs]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Wiens]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Allands]]&lt;br /&gt;
* [[Wiener Operation]]&lt;br /&gt;
* [[Kampf um Alland (1945)|Kampf um Alland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Niederösterreichs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Wiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kontrollstellekundl</name></author>
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