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	<title>Geschichte der englischen Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T08:24:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschichte_der_englischen_Sprache&amp;diff=427799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bhrns am 22. April 2026 um 11:13 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-22T11:13:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der englischen Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in vier [[Sprachstufe|Stufen]] unterteilt,&lt;br /&gt;
die sich wie folgt zeitlich einordnen lassen:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Altenglisch]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angelsächsisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;(Old English &amp;#039;&amp;#039;or&amp;#039;&amp;#039; Anglo-Saxon)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ca. 450 bis ca. 1100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Mittelenglisch]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;(Middle English)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ca. 1100 bis ca. 1500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Frühneuenglisch]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;(Early Modern English)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ca. 1500 bis ca. 1700&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Modernes Englisch|Neuenglisch]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;(Modern English)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ca. 1700 bis heute&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Görlach |Titel=Einführung in die englische Sprachgeschichte |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=2 |Verlag=Quelle &amp;amp; Meyer |Ort=Heidelberg |Datum=1982 |Seiten=28 |ISBN=3-494-02043-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Görlach |Titel=Einführung ins Frühneuenglische |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=2 |Verlag=Winter |Ort=Heidelberg |Datum=1994 |Seiten=8-9 |ISBN=3-494-02043-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Autoren subsumieren das Frühneuenglisch auch unter das Neuenglische, womit die englische Sprachgeschichte dann nur drei Hauptsprachstufen hätte. Neuenglisch beginnt nach dieser Einteilung dann um 1500 und wird unterteilt in Frühneuenglisch (&amp;#039;&amp;#039;Early Modern English&amp;#039;&amp;#039;) 1500–1700 und &amp;#039;&amp;#039;Late Modern English&amp;#039;&amp;#039; ab 1700.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Terttu Nevalainen |Titel=An Introduction to Early Modern English |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Edinburgh University Press |Ort=Edinburgh |Datum=2006 |Seiten=1 |ISBN=978-0748615247}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich wird auch noch feiner zwischen &amp;#039;&amp;#039;Early Modern English&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Late Modern English&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Present-Day English&amp;#039;&amp;#039; (heutiges Englisch) unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Faiß |Titel=Englische Sprachgeschichte |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Francke |Ort=Tübingen|Datum=1989 |Seiten=1 |ISBN=3-7720-1757-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich ist die englische Sprache nach der [[Erste Lautverschiebung|Ersten Lautverschiebung]] aus der [[Westgermanische Sprachen|westgermanischen Gruppe]] zusammen mit [[Scots]] und den [[Friesische Sprache|friesischen Sprachen]] entstanden. Weniger eng verwandt sind [[Niederländische Sprache|Niederländisch]] und [[Niederdeutsche Sprache|Niederdeutsch]] (Plattdeutsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altenglisch ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Altenglisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der [[Englische Sprache|englischen Sprache]] beginnt Anfang des 5. Jahrhunderts, als die [[Germanen|germanischen]] Volksstämme der [[Sachsen (Volk)|Sachsen]], [[Angeln (Volk)|Angeln]] und [[Jüten]] [[England]] erobern. Der Name wurde später von den Angeln (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Anglī&amp;#039;&amp;#039;) übernommen, um sich von den Festlandssachsen abzugrenzen; allerdings wurde zuerst die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;englisc&amp;#039;&amp;#039; geprägt und davon der Name &amp;#039;&amp;#039;Engla land&amp;#039;&amp;#039; (um 1000) abgeleitet. Nach der Eroberung entstanden die sieben Königreiche [[Northumbria|Northumbrien]], [[Mercia|Mercien]], [[Königreich East Anglia|Ostanglien]], [[Königreich Kent|Kent]], [[Königreich Essex|Ostsachsen]], [[Königreich Sussex|Südsachsen]] und [[Königreich Wessex|Westsachsen]], die zusammen die sogenannte angelsächsische [[Heptarchie]] bildeten. Die altenglische Sprache wird in vier [[Dialekt]]e unterteilt:&lt;br /&gt;
* Anglisch mit den Unterdialekten&lt;br /&gt;
** Northumbrisch nördlich des Flusses [[Humber (Fluss)|Humber]], bis nach [[Edinburgh]] ([[Schottland]]). Dieser Dialekt führt kulturell und in der Literatur bis zur Invasion der Wikinger im 8. Jahrhundert (s.&amp;amp;nbsp;u.).&lt;br /&gt;
** Mercisch (auch Südhumbrisch; südlich des Flusses Humber, östlich von [[Wales]])&lt;br /&gt;
* Jütisch in seiner Ausprägung Kentisch um [[Canterbury]], südlich von [[London]] und um die [[Isle of Wight|Insel Wight]]&lt;br /&gt;
* Sächsisch mit der Ausprägung Westsächsisch an der Südküste Englands, bis nach [[Cornwall]]. Das Westsächsische übernahm später die kulturelle Führungsrolle („Standard Old English“). Die meisten erhaltenen Texte sind in diesem Dialekt abgefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alphabet ===&lt;br /&gt;
Das [[englisches Alphabet|damalige englische Alphabet]] weist einige besondere Buchstaben auf, die im Neuenglischen nicht mehr verwendet werden. Dazu zählen [[Þ]] (thorn), [[ð]] (eth), [[Wunjo|Ƿ]] (wynn) und die [[Ligatur (Typografie)|Ligatur]] [[æ]] (ash). Die Kombination &amp;#039;&amp;#039;sc&amp;#039;&amp;#039; [ʃ] wird wie das moderne &amp;#039;&amp;#039;sh&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen (z.&amp;amp;nbsp;B. alten. &amp;#039;&amp;#039;scip&amp;#039;&amp;#039; – en. &amp;#039;&amp;#039;ship&amp;#039;&amp;#039;). Außerdem gibt es Unterschiede bei den Vokalen (alten. &amp;#039;&amp;#039;stān&amp;#039;&amp;#039; – en. &amp;#039;&amp;#039;stone&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik ===&lt;br /&gt;
Die [[Grammatik]] ist der des heutigen [[Deutsche Sprache|Deutschen]] in&lt;br /&gt;
vielfacher Hinsicht ähnlicher als der des Neuenglischen. Im Laufe der&lt;br /&gt;
Geschichte lässt sich ein stetiger Rückgang der [[Flexion]] feststellen. Das Altenglische ist eine [[Synthetischer Sprachbau|synthetische Sprache]]. Das [[Substantiv]] hat vier Fälle, während es im Neuenglischen nur einen Unterschied beim [[Genitiv]] gibt. Man unterscheidet zwischen einer starken (vokalischen) und einer schwachen (konsonantischen) [[Deklination (Grammatik)|Deklination]]. Auch beim [[Artikel (Wortart)|Artikel]] wird zwischen drei Geschlechtern differenziert, während es heute nur noch eine Form gibt &amp;#039;&amp;#039;(the)&amp;#039;&amp;#039;. Beim [[Personalpronomen]] blieben die meisten Endungen erhalten. Die Zahl der schwachen Verben war zu jeder Zeit höher als die der starken [[Verb]]en, aber die zweite Gruppe war im Altenglischen deutlich umfangreicher als heute. Die starken Verben werden in sieben Klassen, so genannte [[Ablaut]]reihen, unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wortschatz ===&lt;br /&gt;
Der [[Wortschatz]] des Altenglischen ist zum größten Teil [[Germanische Sprachen|germanisch]]. Durch fremde Einflüsse starben jedoch im weiteren Verlauf der Geschichte rund 85 % des Wortschatzes aus, nur grundlegende Elemente überlebten. Das Altenglische zeichnet sich durch eine große Vielfalt an [[Synonymie|Synonymen]] aus, z.&amp;amp;nbsp;B. bei der Beschreibung von Kriegern und Helden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu späteren Perioden werden neue Wörter vielfach aus eigenem&lt;br /&gt;
Material gebildet. Neue Verwendungen alter Wörter sind ebenso üblich wie die&lt;br /&gt;
[[Derivation (Linguistik)|Derivation]] mit [[Affix (Linguistik)|Affix]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;mōd, mōdig, mōdcræftig&amp;#039;&amp;#039;). Die gleiche Wurzel kann mit vielen verschiedenen Affixen kombiniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Altenglische wurde von drei anderen Sprachen beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Germanen nach England kamen, trafen sie auf die einheimischen [[Kelten]]. Deren Sprache überlebte v.&amp;amp;nbsp;a. in Ortsnamen und [[Geographie|geographischen]] Bezeichnungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Themse]]). Ansonsten gibt es nur geringe Spuren&amp;lt;!--, da die römisch-keltisch geprägten Einwohner weitestgehend die Kultur der einwandernden angelsächsischen Volksstämme übernahmen--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich umfangreicher war der Einfluss des [[Latein]]s, da die [[Römisches Reich|römische]] Zivilisation ein hohes Ansehen genoss. Kaiser [[Claudius]] eroberte im Jahre 43 n. Chr. Britannien, nachdem [[Julius Caesar|Caesar]] 55 v. Chr. einen entsprechenden Plan verworfen hatte. Die ersten Spuren waren [[Inschrift]]en. Vom europäischen Festland wurden Begriffe aus den Bereichen Krieg, Handel und Alltagsleben auf die Insel gebracht. Einige Entlehnungen erfolgten indirekt durch das Keltische. Dazu zählt das vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;castra&amp;#039;&amp;#039; ‚Lager‘ abgeleitete Wort &amp;#039;&amp;#039;ceaster&amp;#039;&amp;#039;, das in Städtenamen wie [[Manchester]] überlebt hat. Der lateinische Anteil am Wortschatz wurde erhöht, als [[Augustinus von Canterbury|Augustinus]] mit seinen [[Mönchtum|Mönchen]] nach England kam, um dem [[Heidentum|heidnischen]] Volk den [[Christentum|christlichen]] Glauben zu bringen. Die [[Christianisierung]] veränderte auch die Sprache. In erster Linie wurden natürlich Begriffe entlehnt, die im Zusammenhang mit der neuen [[Religion]] und ihrer kirchlichen Organisation stehen. Nach der Einführung der [[Regula Benedicti|benediktinischen Regel]] im 10. Jahrhundert wurden auch viele Wörter aus dem Reich der Bildung übernommen. Der Zeitpunkt einer Entlehnung lässt sich durch die Verwendung in Texten und die [[Phonetik|phonetische]] Form des Worts bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das Altenglische beschrieb viele neue Konzepte auch mit einheimischem Vokabular. Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;god&amp;#039;&amp;#039; ‚Gott‘ und &amp;#039;&amp;#039;heaven&amp;#039;&amp;#039; ‚Himmel‘ blieben erhalten. Die heilige Schrift wurde als &amp;#039;&amp;#039;gewritu&amp;#039;&amp;#039; (das Geschriebene) bezeichnet, und für den heiligen Geist benutzte man den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Hālig Gāst&amp;#039;&amp;#039; statt des lateinischen &amp;#039;&amp;#039;Spiritus Sanctus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte fremdsprachliche Einfluss kam aus dem Norden. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert fielen die [[Wikinger]] in England ein. Die Invasion begann 793 mit dem Überfall auf [[Lindisfarne (Insel)|Lindisfarne]]. Nach mehreren Plünderungen wurde im Jahre 886 der Vertrag von [[Wedmore]] geschlossen. Den [[Skandinavien|Skandinaviern]] wurde ein Gebiet namens [[Danelaw]] zugeteilt. Die Räuber wurden zu friedlichen Siedlern, und die beiden Völker vermischten sich. Die Menschen brachten ihre Sprache mit in die neue Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die enge Verwandtschaft der germanischen Sprachen gestaltete sich die&lt;br /&gt;
Entlehnung einfach. Die Einheimischen und die neuen Einwohner konnten sich&lt;br /&gt;
gegenseitig relativ problemlos verständigen. Angesichts der Ähnlichkeit ist es in vielen Fällen schwierig zu entscheiden, ob ein Wort aus dem Altenglischen oder den skandinavischen Sprachen stammt. Einen Hinweis bietet die lautliche Form. So beginnen englische Wörter z.&amp;amp;nbsp;B. mit &amp;#039;&amp;#039;sh-&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(ship)&amp;#039;&amp;#039; und skandinavische mit &amp;#039;&amp;#039;sk-&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(sky)&amp;#039;&amp;#039;. Da die beiden Völker eng zusammenlebten, gab es in allen Lebensbereichen Entlehnung aus der fremden Sprache. Der Einfluss zeigt sich auch bei Namen. In England gab es jetzt auch Nachnamen, die nach skandinavischem Vorbild auf -&amp;#039;&amp;#039;son&amp;#039;&amp;#039; enden (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Jackson&amp;#039;&amp;#039; = Jacks Sohn). Viele altenglische wurden durch die entlehnten Wörter ersetzt, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;niman&amp;#039;&amp;#039; „nehmen“ durch &amp;#039;&amp;#039;take&amp;#039;&amp;#039; (aber veraltet &amp;#039;&amp;#039;nim&amp;#039;&amp;#039; „entwenden, stehlen“), &amp;#039;&amp;#039;weorpan&amp;#039;&amp;#039; „werfen“ durch &amp;#039;&amp;#039;cast&amp;#039;&amp;#039; (aber mit [[Bedeutungswandel]] englisch &amp;#039;&amp;#039;warp&amp;#039;&amp;#039; (sich) „verziehen, krümmen“ (vom Holz)) und &amp;#039;&amp;#039;snīðan&amp;#039;&amp;#039; durch &amp;#039;&amp;#039;cut&amp;#039;&amp;#039; (aber veraltet &amp;#039;&amp;#039;snithe&amp;#039;&amp;#039;). In anderen Fällen kam es zu einer Differenzierung bezüglich der Bedeutung, z.&amp;amp;nbsp;B. bei &amp;#039;&amp;#039;sick&amp;#039;&amp;#039; (altenglisch &amp;#039;&amp;#039;sēoc&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;ill&amp;#039;&amp;#039; (altnordisch &amp;#039;&amp;#039;íllr&amp;#039;&amp;#039;). Der skandinavische Einfluss reichte sogar bis in die Grammatik. Funktionswörter, die eigentlich besonders resistent gegen Veränderungen sind, wurden auch ersetzt, so z.&amp;amp;nbsp;B. die Pronomen &amp;#039;&amp;#039;hīe/hiera/him&amp;#039;&amp;#039; durch &amp;#039;&amp;#039;they/their/them&amp;#039;&amp;#039;. Der verbale Einheitsplural &amp;#039;&amp;#039;sind&amp;#039;&amp;#039; ~ &amp;#039;&amp;#039;sindon&amp;#039;&amp;#039; ‚(sie/wir) sind, ihr seid‘ wurde durch &amp;#039;&amp;#039;earon&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Isländische Sprache|isländisch]] &amp;#039;&amp;#039;erum&amp;#039;&amp;#039; ‚wir sind‘, &amp;#039;&amp;#039;eruð&amp;#039;&amp;#039; ‚ihr seid‘, &amp;#039;&amp;#039;eru&amp;#039;&amp;#039; ‚sie sind‘) ersetzt, das durch [[Analogie (Sprachwissenschaft)|Analogie]] auf andere Personen ausgedehnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelenglisch ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mittelenglisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historischer Hintergrund ===&lt;br /&gt;
Die mittelenglische Periode ist von einem enormen Einfluss der [[Französische Sprache|französischen Sprache]] geprägt. Die Geschichte des Mittelenglischen beginnt mit der [[Normannische Eroberung Englands|normannischen Eroberung]] &amp;#039;&amp;#039;(Norman Conquest)&amp;#039;&amp;#039; unter der Führung von [[Wilhelm I. (England)|Wilhelm dem Eroberer]]. Nach dem Tod von König [[Eduard der Bekenner|Eduard dem Bekenner]] wurde [[Harald II. (England)|Harald II.]] zu dessen Nachfolger gewählt, obwohl Wilhelm der Thron angeblich versprochen worden war. Wilhelm fiel daraufhin in England ein und eroberte nach der erfolgreichen [[Schlacht bei Hastings]] im Jahre 1066 den englischen Thron. Da anschließend der englische Adel komplett durch Franzosen (romanisierte Normannen) ersetzt wurde, entstand eine [[Zweisprachigkeit|bilinguale]] Situation. Die Angehörigen der Oberschicht sprachen Französisch, während das einfache Volk Englisch sprach. Das Englische besaß nur noch geringes [[Prestige]] und galt als unkultiviert. Die Kenntnis der englischen Sprache war nur für diejenigen aus den oberen Schichten nötig, die mit Angehörigen der unteren Schichten kommunizieren mussten, z.&amp;amp;nbsp;B. Kaufleute. Das Französische hatte außerdem zu jener Zeit nicht nur in England ein besonders hohes Ansehen: [[Frankreich]] galt in Europa als Vorbild der höfischen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albert C. Baugh, Thomas Cable |Titel=A History of the English Language |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=6 |Verlag=Routledge |Ort=Abingdon, Oxon |Datum=2013 |Seiten=106, 112, 128 |ISBN=978-0-415-65596-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch verschiedene historische Entwicklungen gewann die englische Sprache wieder an Prestige: Ab 1204, dem Verlust der Normandie für England, verloren viele anglonormannische Adlige ihre Besitztümer in Frankreich und sahen sich nun eher als Engländer als als Franzosen. Während des [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Kriegs]] zwischen Frankreich und England wurde Französisch eher als Sprache des feindlichen Landes wahrgenommen. Ab dem 13. Jahrhundert sprachen auch Adlige und Klerus zunehmend Englisch; eine gute Kenntnis des Französischen nahm immer mehr ab. Außerdem wurde die englischsprechende Mittelschicht wirtschaftlich bedeutend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albert C. Baugh, Thomas Cable |Titel=A History of the English Language |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=6 |Verlag=Routledge |Ort=Abingdon, Oxon |Datum=2013 |Seiten=122-138 |ISBN=978-0-415-65596-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz dieser Entwicklungen löste die englische Sprache nach und nach die französische Sprache in Kirche, Verwaltung und Parlament ab. Außerdem wurde Englisch zur Sprache bei Gericht, Schulen und Universitäten. Immer mehr Autoren schrieben in englischer Sprache. Das 14. Jahrhundert wird als Blüte der mittelenglischen Literatur betrachtet, als &amp;#039;&amp;#039;Period of Great Individual Writers&amp;#039;&amp;#039;, zu denen auch [[Geoffrey Chaucer]], [[William Langland]] und [[John Wyclif]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufstieg des Englischen wurde durch die Etablierung eines [[Standardsprache|Standards]] ab Ende des 14. Jahrhunderts begünstigt. In der mittelenglischen Periode gab es vier Hauptdialekte: Northern, East Midland, West Midland und Southern. Der neue Standard basierte auf dem Dialekt, der in der Hauptstadt [[London]] gesprochen wurde, und bildete somit einen Kompromiss zwischen dem konservativen Süden und dem radikalen Norden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albert C. Baugh, Thomas Cable |Titel=A History of the English Language |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=6 |Verlag=Routledge |Ort=Abingdon, Oxon |Datum=2013 |Seiten=150, 184-189 |ISBN=978-0-415-65596-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wortschatz ===&lt;br /&gt;
Die größte Veränderung der englischen Sprache in der mittelenglischen Zeit zeigt sich beim Wortschatz, wo sich der starke französische Einfluss bemerkbar macht. Zahlreiche Wörter wurden aus der Sprache der französischsprechenden Oberschicht übernommen. Alle Bereiche des Lebens waren davon betroffen, z.&amp;amp;nbsp;B. Regierung und Verwaltung, Kirche, Recht, Militärwesen, Mode, Medizin und Küche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1250 war der französische Einfluss noch gering: Es wurden nur etwa 900 Wörter ins Englische übernommen, die hauptsächlich den Bereichen Adel, Literatur und Kirche zuzuordnen sind. Das englische Volk lernte Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;baron, noble, dame, servant, messenger, feast, ministrel, juggler, largesse&amp;#039;&amp;#039; im Kontakt mit dem französischsprachigen Adel. Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;story, rime, lay, douzepers&amp;#039;&amp;#039; fanden ihren Weg über die Literatur ins Englische. Eine weitere große Gruppe der Lehnwörter vor 1250 sind aus dem kirchlichen Bereich. Ab etwa 1250 änderte sich die Situation, weil nun viele bisher französischsprechende Adelige zunehmend Englisch sprachen und dabei viele französische Wörter in die englische Sprache transferierten. Es gibt Schätzungen, dass etwa 40 % des Gesamtanteils französischer Wörter im heutigen Englisch in den Jahren zwischen 1250 und 1400 ins Englische übernommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Wörter altenglischen Ursprungs und französische Wörter aufeinandertrafen, wurde entweder das altenglische Wort ersetzt, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;æþele&amp;#039;&amp;#039; durch &amp;#039;&amp;#039;noble&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ēam&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich wie das deutsche &amp;#039;&amp;#039;Ohm, Oheim&amp;#039;&amp;#039;) durch &amp;#039;&amp;#039;uncle&amp;#039;&amp;#039;, oder es kam zu einer [[Bedeutungsdifferenzierung]]. Ein interessantes Beispiel bieten die Begriffspaare &amp;#039;&amp;#039;cow&amp;#039;&amp;#039; ‚Rind‘ – &amp;#039;&amp;#039;beef&amp;#039;&amp;#039; ‚Rindfleisch‘, &amp;#039;&amp;#039;sheep&amp;#039;&amp;#039; ‚Schaf‘ – &amp;#039;&amp;#039;mutton&amp;#039;&amp;#039; ‚Hammelfleisch‘, &amp;#039;&amp;#039;pig&amp;#039;&amp;#039; ‚Schwein‘ – &amp;#039;&amp;#039;pork&amp;#039;&amp;#039; ‚Schweinefleisch‘ und &amp;#039;&amp;#039;calf&amp;#039;&amp;#039; ‚Kalb‘ – &amp;#039;&amp;#039;veal&amp;#039;&amp;#039; ‚Kalbfleisch‘. Das erste Wort der Begriffspaare ist angelsächsischen Ursprungs und bezeichnet das Tier, das zweite Wort ist aus dem Französischen entlehnt und bezeichnet das Fleisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albert C. Baugh, Thomas Cable |Titel=A History of the English Language |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=6 |Verlag=Routledge |Ort=Abingdon, Oxon |Datum=2013 |Seiten=163-176 |ISBN=978-0-415-65596-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik ===&lt;br /&gt;
In grammatischer Hinsicht ist die Periode vom Verfall der [[Flexion]] geprägt. Während man im Altenglischen noch eine deutliche Markierung von [[Kasus]], [[Numerus]] und [[Genus]] bei Substantiven und Adjektiven findet, ist dies im Mittelenglischen stark reduziert. Ferner gingen viele starke Verben verloren oder wurden zu schwachen Verben. In der mittelenglischen Zeit verschwand das [[Grammatisches Geschlecht|grammatische Geschlecht]], Pronomen werden nun verwendet, um sich auf das natürliche Geschlecht einer Person oder Sache zu beziehen. Durch die geringe Flexion von Substantiven und Adjektiven wurde es zwingender notwendig, durch die Satzstellung anzuzeigen, ob ein Satzteil Subjekt oder Objekt ist. Deshalb wurde die Reihenfolge [[Subjekt-Verb-Objekt]] (SVO) in der mittelenglischen Zeit immer mehr zur Regel, während im Altenglischen wie im Deutschen die Reihenfolge der Satzglieder noch relativ frei war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albert C. Baugh, Thomas Cable |Titel=A History of the English Language |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=6 |Verlag=Routledge |Ort=Abingdon, Oxon |Datum=2013 |Seiten=154-163 |ISBN=978-0-415-65596-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühneuenglisch ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Frühneuenglisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zeit, die nicht in allen Darstellungen als eigene Periode aufgeführt wird, ist von veränderten äußeren Bedingungen geprägt. Der [[Buchdruck]] unterstützte die Entwicklung der Standardsprache. Die [[Alphabetisierung (Lesefähigkeit)|Alphabetisierung]] ermöglichte mehr Menschen den Zugang zum schriftlich fixierten Wissen, das durch die verbesserten Möglichkeiten der [[Kommunikation]] leichter vermittelt werden konnte. Außerdem beschäftigten die Menschen sich jetzt bewusst mit dem Phänomen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wortschatz ===&lt;br /&gt;
Da der Zugang zum Wissen während der [[Renaissance]] zu einem wichtigen Allgemeingut wurde, wurden zahlreiche Wörter entlehnt und neu geschaffen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Als wichtigste Quelle diente das [[Latein]]. Manche Wörter wurden unverändert übernommen &amp;#039;&amp;#039;(climax)&amp;#039;&amp;#039;, bei anderen wurde die lateinische Endung entfernt &amp;#039;&amp;#039;(consult-are)&amp;#039;&amp;#039; oder verändert (&amp;#039;&amp;#039;-tas&amp;#039;&amp;#039; wird zu &amp;#039;&amp;#039;-ty&amp;#039;&amp;#039;). In vielen Fällen wurde der lateinische Begriff indirekt über das Französische in die englische Sprache übernommen. Oft kann man den Weg der Entlehnung nicht nachvollziehen. Während &amp;#039;&amp;#039;fact&amp;#039;&amp;#039; vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;factum&amp;#039;&amp;#039; und nicht vom französischen &amp;#039;&amp;#039;fait&amp;#039;&amp;#039; abstammt, können &amp;#039;&amp;#039;consist&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;explore&amp;#039;&amp;#039; aus beiden Sprachen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der neuen Wörter stieg immer mehr an. [[William Shakespeare|Shakespeare]] gilt als der Autor mit dem größten Vokabular. Da viele der neuen Begriffe als überflüssig angesehen wurden, entwickelte sich ein Streit. Die Puristen wehrten sich gegen die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;inkhorn terms&amp;#039;&amp;#039;, die für die meisten Menschen ohne Lateinkenntnisse unverständlich seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinheitlichung ===&lt;br /&gt;
Mit der Entwicklung der Standardsprache entstand auch der Wunsch nach einer Vereinheitlichung der Sprache. Bisher gab es kein allgemein akzeptiertes System. Außerdem war es durch die fremden Einflüsse zu einer deutlichen Diskrepanz zwischen Laut und Symbol gekommen. Die Wörter wurden nicht mehr so geschrieben, wie sie ausgesprochen wurden. Alle Bemühungen um eine durchgreifende [[Orthographie]]-Reform scheiterten jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im 18. Jahrhundert entstehende wissenschaftliche [[Rationalismus]] verlangte eine geregelte Sprache. Vermeintliche Fehler sollten verbessert werden. Die bereinigte Sprache sollte in einer permanenten Form festgehalten werden, die immun gegen Veränderungen ist. Dass die menschliche Sprache ein lebendiges Phänomen ist, ignorierten die Menschen damals. Nach dem Vorbild der &amp;#039;&amp;#039;[[Académie française]]&amp;#039;&amp;#039; und der italienischen &amp;#039;&amp;#039;[[Accademia della Crusca]]&amp;#039;&amp;#039; sollte auch in England eine Institution für die Pflege der Sprache geschaffen werden. Die Pläne scheiterten jedoch. Dennoch betrachten sich die [[Grammatik]]er des 18. Jahrhunderts als entscheidende Instanzen, die Urteile über den „korrekten“ Gebrauch der Sprache fällen konnten. [[Samuel Johnson]] veröffentlichte 1755 ein Wörterbuch, das jedoch aus heutiger Sicht mangelhaft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste Entwicklung vollzog sich in der Phonetik. Mit der sogenannten [[frühneuenglische Vokalverschiebung|frühneuenglischen Vokalverschiebung]] veränderte sich die Aussprache der [[Vokal]]e. Die langen Vokale wurden angehoben und die höchsten zu [[Diphthong]]en. Außerdem wurden unbetonte Vokale zu einem [[Schwa]] ({{IPA-Phon|ə}}) abgeschwächt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuenglisch oder modernes Englisch ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Modernes Englisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Neuzeit wurden die Möglichkeiten für die Reise und Kommunikation weiter verbessert. Die historische Entwicklung, v.&amp;amp;nbsp;a. die beiden Weltkriege und ihre Folgen, sorgte für viele neue Wörter. Durch den [[wissenschaft]]lichen Fortschritt besteht immer wieder Bedarf nach neuen Begriffen. Auch Laien kommen in Kontakt mit technischen Begriffen, z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Medizin]] oder bei der [[Computer]]technik. In der Wissenschaft werden neue Begriffe häufig mit lateinischen oder [[Griechische Sprache|griechischen]] Elementen gebildet, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;tele&amp;#039;&amp;#039;. Alte Ausdrücke erhalten eine neue Bedeutung (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;stand by&amp;#039;&amp;#039;). Durch intensive Benutzung verlieren Wörter ihre spezielle Bedeutung, z.&amp;amp;nbsp;B. drücken &amp;#039;&amp;#039;nice&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;great&amp;#039;&amp;#039; nur noch allgemeine positive Einschätzungen aus. Es kommt auch zu Bedeutungsverengungen. So wurde &amp;#039;&amp;#039;doctor&amp;#039;&amp;#039; vom wissenschaftlichen Titel zur allgemeinen Bezeichnung für den Arzt, nachdem es volkstümliches &amp;#039;&amp;#039;leech&amp;#039;&amp;#039; verdrängt hatte. Ein typisches Phänomen der Neuzeit ist die Ableitung neuer Wörter von Eigennamen, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Sandwich, Colt, Boycott&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lynch&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste Werk der englischen Sprachgeschichte entstand von Ende des 19. Jahrhunderts an. Das &amp;#039;&amp;#039;[[Oxford English Dictionary]]&amp;#039;&amp;#039; (OED) sollte die unbrauchbaren Wörterbücher ablösen. Um ihrem Anspruch, jedes englische Wort mit seiner Geschichte zu dokumentieren, gerecht zu werden, sammelten die Verfasser enorme Textmengen. Das Werk umfasste schließlich rund 240.000 Einträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige grammatische Entwicklungen sind die [[Konversion (Linguistik)|Konversion]], d.&amp;amp;nbsp;h. der Übergang von einer Wortart in die andere ohne formale Änderung, und die zahlreichen Wortverbindungen in festen Fügungen, die als [[Redensart]]en bzw. [[Partikelverb]]en von Nicht-Muttersprachlern gelernt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Englisch weltweit ===&lt;br /&gt;
Durch die [[Kolonisation]] und Ausdehnung des [[Britisches Weltreich|Empires]] verbreitete sich die englische Sprache weltweit, u.&amp;amp;nbsp;a. nach [[Indien]], [[Ozeanien]], [[Afrika]] und Südostasien. Nach der [[Besiedlung Amerikas]] entstand in den [[Vereinigte Staaten|USA]] eine eigene Varietät der englischen Sprache, die sich zum Teil bewusst vom britischen Englisch absetzte. Auch in den anderen Regionen entwickelten sich eigene Varietäten. 28 Prozent der 125 [[Pidginsprachen|Pidgin-]] und [[Kreolsprachen]] basieren auf der englischen Sprache. Andererseits ist Englisch spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts zur wichtigsten [[Gebersprache]] der europäischen und vieler außereuropäischer Sprachen geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Grzega: &amp;#039;&amp;#039;Latein – Französisch – Englisch: Drei Epochen europäischer Sprach- und Wortschatzgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: Joachim Grzega: [http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/ELiX/note.htm &amp;#039;&amp;#039;EuroLinguistischer Parcours: Kernwissen zur europäischen Sprachkultur.&amp;#039;&amp;#039;] IKO, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-88939-796-4, S. 73–114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt übernimmt das Englische auch Begriffe aus mehr als 50 Sprachen, darunter aus anderen europäischen Sprachen wie [[Italienische Sprache|Italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;(volcano, violin)&amp;#039;&amp;#039;, [[Spanische Sprache|Spanisch]] &amp;#039;&amp;#039;(alligator, sombrero)&amp;#039;&amp;#039;, [[Portugiesische Sprache|Portugiesisch]] &amp;#039;&amp;#039;(fetish, tank)&amp;#039;&amp;#039;, [[Deutsche Sprache|Deutsch]] &amp;#039;&amp;#039;(kindergarten, blitz&amp;#039;&amp;#039;(krieg)&amp;#039;&amp;#039;, zeitgeist, uber, angst)&amp;#039;&amp;#039;, [[Schweizerdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;(putsch, [[Müesli|muesli]])&amp;#039;&amp;#039;, [[Russische Sprache|Russisch]] &amp;#039;&amp;#039;(samovar, troika)&amp;#039;&amp;#039;, aber auch aus dem [[Arabische Sprache|Arabischen]] &amp;#039;&amp;#039;(magazine, coffee)&amp;#039;&amp;#039;, [[Persische Sprache|Persischen]] &amp;#039;&amp;#039;(naphtha, chess)&amp;#039;&amp;#039;, [[Hindi]] &amp;#039;&amp;#039;(guru, chutney)&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Japanische Sprache|Japanischen]] &amp;#039;&amp;#039;(sake, soy)&amp;#039;&amp;#039;, [[Chinesische Sprache|Chinesischen]] &amp;#039;&amp;#039;(sampan, [[ginseng]])&amp;#039;&amp;#039;, aus [[Indianersprachen]] &amp;#039;&amp;#039;(coyote, wigwam)&amp;#039;&amp;#039; und [[Australische Sprachen|australischen Sprachen]] &amp;#039;&amp;#039;(kangaroo, boomerang)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik ===&lt;br /&gt;
==== &amp;#039;&amp;#039;thou&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ye&amp;#039;&amp;#039; ====&lt;br /&gt;
Die Grammatik der neuenglischen Sprache unterscheidet sich von der des Frühneuenglischen kaum noch, bis auf die Tatsache, dass das Pronomen &amp;#039;&amp;#039;you&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich „euch“) die Pronomen &amp;#039;&amp;#039;thou&amp;#039;&amp;#039; („du“, heute nur noch veraltet und in wenigen Dialekten als „tha“ genutzt), &amp;#039;&amp;#039;thee&amp;#039;&amp;#039; („dir/dich“), &amp;#039;&amp;#039;thy&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;thine&amp;#039;&amp;#039; („dein“) und &amp;#039;&amp;#039;ye&amp;#039;&amp;#039; („ihr“) verdrängte. Der Grund für dieses Phänomen ist der, dass &amp;#039;&amp;#039;ye&amp;#039;&amp;#039; nach der normannischen Eroberung nach dem Vorbild des französischen &amp;#039;&amp;#039;vous&amp;#039;&amp;#039; auch für einzelne Personen verwendet wurde, um Respekt zu bekunden. Ab dem 15. Jahrhundert empfand man &amp;#039;&amp;#039;thou&amp;#039;&amp;#039; plötzlich als unangebracht intim und verwendete es nur noch in sehr engen Freundschaften und wenn man z.&amp;amp;nbsp;B. mit Kindern redete. Ein Ehemann redete Frau und Kinder demzufolge mit &amp;#039;&amp;#039;thou&amp;#039;&amp;#039; an, während sie mit &amp;#039;&amp;#039;ye&amp;#039;&amp;#039; antworteten. So engte sich der Gebrauch von &amp;#039;&amp;#039;thou&amp;#039;&amp;#039; immer mehr ein, bis es im 17. Jahrhundert nur noch als Beleidigung gesehen wurde und schließlich ausstarb. Allerdings werden &amp;#039;&amp;#039;thou&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;thee&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;thy&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;thine&amp;#039;&amp;#039; nach wie vor in traditioneller liturgischer Sprache zur Anrede Gottes verwendet, wie z. B. im Beginn des Vaterunsers: &amp;#039;&amp;#039;Our Father, which art in Heaven, hallowed be Thy name&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für die Pronomen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thou art good. = Du bist gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ye think, what ye want. = Ihr denkt, was ihr wollt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
That is a good thing for you all. = Das ist ein gutes Ding für euch alle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
That is my thing and that is thy thing. = Das ist mein Ding und das ist dein Ding. (Vergleiche deutsche Umgangssprache: Das is&amp;#039; mei&amp;#039; Ding und das is&amp;#039; dei&amp;#039; Ding.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
That is for me and that is for thee. = Das ist für mich und das ist für dich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Me belongs this and thee belongs that. = Mir gehört dies und dir gehört das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Veränderungen in der Konjugation der Verben ====&lt;br /&gt;
In der 2. und 3. Person Singular gab es ein paar Veränderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=#FFDEAD&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Mittelenglisch&lt;br /&gt;
! Frühneuenglisch&lt;br /&gt;
! Neuenglisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || (thou) thinkest || (thou) thinkest/&amp;lt;br /&amp;gt;(ye/you) think || you think&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|He/she/it || thinketh || thinketh/&amp;lt;br /&amp;gt;thinks || thinks&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John Algeo: &amp;#039;&amp;#039;The Origins and Development of the English Language&amp;#039;&amp;#039;. Wadsworth, Boston 2010.&lt;br /&gt;
* Albert C. Baugh, Thomas Cable: &amp;#039;&amp;#039;A History of the English Language&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage. Pearson, Upper Saddle River (New Jersey) 2013, ISBN 0-13-015166-1.&lt;br /&gt;
* [[Fausto Cercignani]]: &amp;#039;&amp;#039;Shakespeare’s Works and Elizabethan Pronunciation&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1981.&lt;br /&gt;
* E. J. Dobson: &amp;#039;&amp;#039;English Pronunciation 1500–1700&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. 2 Bände. Clarendon Press, Oxford 1968.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Faiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Englische Sprachgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= UTB für Wissenschaft. Große Reihe). Francke, Tübingen 1989, ISBN 3-7720-1757-6.&lt;br /&gt;
* Barbara A. Fennell: &amp;#039;&amp;#039;A history of English. A sociolinguistic approach&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell, Oxford 2001.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Grzega]]: &amp;#039;&amp;#039;Latein – Französisch – Englisch: Drei Epochen europäischer Sprach- und Wortschatzgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: Joachim Grzega: [http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/ELiX/note.htm &amp;#039;&amp;#039;EuroLinguistischer Parcours: Kernwissen zur europäischen Sprachkultur.&amp;#039;&amp;#039;] IKO, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-88939-796-4, S. 73–114.&lt;br /&gt;
* Joachim Grzega, Marion Schöner: [http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/OnOnMon1.pdf &amp;#039;&amp;#039;English and General Historical Lexicology.&amp;#039;&amp;#039;] Universität Eichstätt, Eichstätt 2007. (PDF; 499&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Míša Hejná, George Walkden: &amp;#039;&amp;#039;A history of English&amp;#039;&amp;#039;. Language Science Press, Berlin 2022.&lt;br /&gt;
* Richard M. Hogg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Cambridge History of the English Language&amp;#039;&amp;#039;. 6 Bände. Cambridge University Press, Cambridge MA 1992–2001, ISBN 0-521-80758-1.&lt;br /&gt;
* Seth Lerer: &amp;#039;&amp;#039;Introducing the history of the English language&amp;#039;&amp;#039;. Routledge/Taylor &amp;amp; Francis, New York 2024.&lt;br /&gt;
* Terttu Nevalainen, Elizabeth Closs Traugott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford handbook of the history of English&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 2012.&lt;br /&gt;
* Manfred Scheler: &amp;#039;&amp;#039;Der englische Wortschatz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Anglistik und Amerikanistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Schmidt, Berlin 1977, ISBN 3-503-01250-8.&lt;br /&gt;
* Elly van Gelderen: &amp;#039;&amp;#039;A history of the English language&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. John Benjamins, Amsterdam 2014.&lt;br /&gt;
* [[Richard James Watts]]: &amp;#039;&amp;#039;Language myths and the history of English&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 2011, ISBN 0-19-532761-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://ebbs.english.vt.edu/hel/hel.html History of the English Language] (Linksammlung zum Thema; englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.etymonline.com/ Online Etymology Dictionary] (Herkunftswörterbuch zur englischen Sprache, sehr solide und umfangreich; englisch)&lt;br /&gt;
* [https://bark-fa.github.io/Anglish-Translator/ Online Anglisch Übersetzer] (Englisch Angelsächsisch Übersetzer ohne normannische Wörter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Epochen der Englischen Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Sprache|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Kommunikation|Englisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bhrns</name></author>
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