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	<title>Geschichte der Landwirtschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12 am 12. März 2026 um 11:14 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| beschreibt die Geschichte der Landwirtschaft, für die geschichtswissenschaftliche Disziplin des ländlichen Raumes siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Agrargeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst die weltweiten Entwicklungen bezüglich der Bewirtschaftung des Bodens und der Viehhaltung, die mit dem Ziel der Gewinnung pflanzlicher und tierischer Produkte ausgeübt wurden, von der [[Neolithische Revolution|Neolithischen Revolution]] bis zur Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühgeschichte der Landwirtschaft ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel| Neolithische Revolution }}&lt;br /&gt;
[[Datei:Centres of origin and spread of agriculture.svg|mini|400px|Ausbreitung des Pflanzenanbaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Die Anfänge der [[Landwirtschaft]] entstanden als Reaktion bereits weitgehend [[Sesshaftigkeit|sesshafter]] [[Jäger und Sammler|Wildbeuterkulturen]] auf saisonale Nahrungsengpässe, die durch Überjagung von Wildbeständen und die Klimaabkühlung der [[Jüngere Dryaszeit|jüngeren Dryaszeit]] verursacht wurden. Die Menschen wählten notgedrungen die (ohne entsprechendes Wissen und Technologie) arbeitsaufwändigeren und unsicheren Formen der neuen produzierenden Wirtschaftsweisen von [[Ackerbau]] und [[Viehzucht]], da eine Rückkehr zur [[Nomade|nomadisierenden]] Lebensweise nicht mehr möglich und/oder nicht mehr gewollt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parzinger&amp;quot;&amp;gt;[[Hermann Parzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kinder des Prometheus. Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck Verlag, München 2015, ISBN 978-3-406-66657-5, S. 113–122: „1 Spezialisierte Wildbeuter der Levante nach dem Ende der Eiszeit“, „2 Erste Schritte zu bäuerlichem Leben im Fruchtbaren Halbmond“, „Die ältere vorkeramische Periode A (PPN A)“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Benz&amp;quot;&amp;gt;Marion Benz: &amp;#039;&amp;#039;Die Neolithisierung im Vorderen Orient&amp;#039;&amp;#039;. Ex oriente, Zweite, kaum veränderte Auflage, Berlin 2008, ISBN 3-9804241-6-2. [https://www.exoriente.org/docs/00085.pdf PDF-Version], S. 18, 32–43, 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit einher ging die zunehmende Umgestaltung der natürlichen [[Umwelt]] mit der Folge, dass ein immer größerer Teil der Pflanzen für den Menschen nutzbar wurde. Dies wiederum verbesserte die quantitative Versorgungslage, so dass mehr Menschen pro Flächeneinheit ernährt werden konnten. Eine sich gegenseitig verstärkende Entwicklung der stetig höher werdenden [[Bevölkerungsdichte]] und immer intensiveren Formen der Landwirtschaft sowie eine nahezu weltweite Ausbreitung der Landwirtschaft kam in Gang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lauk4&amp;quot;&amp;gt;Lauk 2005, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 19. Jahrhundert haben die [[Extensive Landwirtschaft|extensiven Landwirtschaftsformen]] weltweit die [[Biodiversität|biologische Vielfalt]] deutlich erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Radkau: &amp;#039;&amp;#039;Natur und Macht. Eine Weltgeschichte der Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, 2002, ISBN 3-406-48655-X, S. 35, 84 ff. und 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst die [[intensive Landwirtschaft]] sowie die [[Übernutzung]] von Flächen durch den zunehmenden [[Bevölkerungsdruck]] führte zu einer Trendumkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leonid Grinin]] geht davon aus, dass sich die Landwirtschaft in den Regionen entwickelt hat, wo es geeignete Umweltbedingungen gab – zum Beispiel in Südost-Asien. So fand die erste Kultivierung von [[Getreide]] auch im Nahen Osten, also im [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] oder in [[Palästina (Region)|Palästina]] statt. Grinin setzt den erstmaligen Beginn der Agrarkultur in den Zeitraum von 12.000 bis 9.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr., wobei die archäologischen Funde teilweise etwas älter sind.&amp;lt;ref&amp;gt;L. E. Grinin: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.socionauki.ru/journal/articles/129510/ Production Revolutions and Periodization of History: A Comparative and Theoretic-mathematical Approach]&amp;#039;&amp;#039;, Social Evolution &amp;amp; History. Volume 6, Number 2, September 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Moxos-Ebene]] wurden bereits vor über 10.000 Jahren [[Maniok]] und [[Kürbisse]] angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1038/s41586-020-2162-7&amp;quot;&amp;gt;Umberto Lombardo, José Iriarte, Lautaro Hilbert, Javier Ruiz-Pérez, José M. Capriles, Heinz Veit: &amp;#039;&amp;#039;Early Holocene crop cultivation and landscape modification in Amazonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 2020, [[doi:10.1038/s41586-020-2162-7]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2020/medienmitteilungen_2020/landwirtschaft_begann_im_amazonas_vor_10000_jahren/index_ger.html |titel=Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10’000 Jahren |hrsg=[[Universität Bern]] |datum=2020-04-08 |abruf=2020-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike wurden im Mittelmeerraum Weizen, [[Weinbau|Wein]] und [[Olivenbaum|Ölbäume]] angebaut, verbunden mit Viehhaltung in den stark entwaldeten Gebirgen. Dazu kamen [[Obstbau|Obst-]] und [[Gemüsebau]], der wie der Weinbau von den Römern nach Mitteleuropa übertragen wurde. Die Araber führten den [[Baumwolle|Baumwoll]]- und [[Zuckerrohr]]anbau und die Bewässerungstechniken in Spanien ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache [[Werkzeug]]e wie [[Hacke (Werkzeug)|Hacke]], [[Sichel (Werkzeug)|Sichel]] oder [[Sense (Werkzeug)|Sense]] wurden bereits nach Beginn des Feldbaus entwickelt. Die Nutzung von [[Grabstock|Grabstöcken]] zum Ausgraben von Wurzeln, Knollen etc. ist in prähistorischer Zeit belegt. Die ersten [[Pflug|Ritzpflüge]] stammen wohl aus dem 5. Jahrtausend v. Chr., doch blieb die [[Landwirtschaft]] bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in höchstem Maße von der körperlichen Arbeitskraft von Mensch oder Tier geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Erntemesser.jpg|mini|In der Mitte des Bildes ein [[Erntemesser]] um 5000 v. Chr., inklusive Rekonstruktionen; die Klingen bestanden aus bearbeiteten [[Feuerstein]]. Am linken Bildrand verschiedene [[Dechsel (Archäologie)|Dechselklingen]]. Historisches Museum der Pfalz, [[Speyer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor etwa 9000 Jahren ließen sich die ersten europäischen Ackerbauern in den griechischen Ebenen von Thessalien nieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1017/S0003598X00081886&amp;quot;&amp;gt;Tjeerd H. van Andel, Curtis N. Runnels: &amp;#039;&amp;#039;The earliest farmers in Europe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Band 69, Nr. 264, September 1995, S. 481–500, (englisch; [[doi:10.1017/S0003598X00081886]]  Published online by [https://www.cambridge.org/core/journals/antiquity/article/abs/earliest-farmers-in-europe/832C6FD41EEE5E19DD13A5EDC5970A8A Cambridge University Press]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Catherine Perlès: &amp;#039;&amp;#039;The Early Neolithic in Greece: The First Farming Communities in Europe.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2001, ISBN 0-521-80181-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kultur der [[Linearbandkeramische Kultur|Linearbandkeramik]] brachte dann 5700 v. Chr. den Ackerbau vom [[Balkanhalbinsel|Balkan]] entlang der [[Donau]] nach Mitteleuropa. Angebaut wurden bei den Bandkeramikern der [[Emmer (Getreide)|Emmer]] &amp;#039;&amp;#039;(Triticum dicoccum)&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.scribd.com/doc/33365/Vom-Jager-zum-Bauern-Wirtschaftsformen-im-neolithischen-Anatolien Jürgen Franssen: &amp;#039;&amp;#039;Vom Jäger zum Bauern Wirtschaftsformen im neolithischen Anatolien.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Einkorn]] &amp;#039;&amp;#039;(Triticum monococcum)&amp;#039;&amp;#039;, [[Dinkel]] &amp;#039;&amp;#039;(Triticum aestivum subsp. spelta)&amp;#039;&amp;#039;, [[Gemeiner Lein|Lein]] &amp;#039;&amp;#039;(Linum usitatissimum)&amp;#039;&amp;#039; und die Hülsenfrüchte [[Linse (Botanik)|Linse]] und [[Erbse]] vermutlich im [[Schwendbau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Miedaner: &amp;#039;&amp;#039;Kulturpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-55293-9, S.&amp;amp;nbsp;20 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So weisen geoklimatische bzw. geoökologische Forschungen auf ein sehr mildes Klima während der Ausbreitung der bandkeramischen Kultur in Mitteleuropa hin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexika/images/geogr/stepphe1_w.jpg Bandkeramische Landnahme und Lössgebiete. Steppenheidetheorie – Lexikon der Geographie. Zeichnung aus „Spektrum“ Akademischer Verlag, Heidelberg 2001]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. Hanelt: [https://dialnet.unirioja.es/descarga/articulo/187841.pdf &amp;#039;&amp;#039;The actual flora of cultivated plants: The result of autochthonous developments and introductions&amp;#039;&amp;#039;] Monograf. Jar. Bot. Córdoba, 5, 1997, S. 59–69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Sicht der Klimaentwicklung war das [[Atlantikum]] die wärmste Epoche der letzten 75.000 Jahre, die Europa mit regional zeitlichen Unterschieden und kurzzeitigen Unterbrechungen erlebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew S. Goudie: &amp;#039;&amp;#039;Environmental change.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Flohn: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Klimaänderungen in Vergangenheit und Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1997, ISBN 3-534-80017-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl die Sommer- als auch die Wintertemperaturen lagen 1–2&amp;amp;nbsp;°C höher als im 20. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Bell, Michael J. C. Walker: &amp;#039;&amp;#039;Late Quaternary environmental change: physical and human perspectives.&amp;#039;&amp;#039; Harlow, Essex 1992, ISBN 0-470-21847-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere die Winter waren sehr mild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch bereits zuvor gelangte durch die [[Cardial- oder Impressokultur]] im [[7. Jahrtausend v. Chr.]] der Ackerbau entlang der [[Italien|italienischen]] Mittelmeerküste nach Südfrankreich und von dort ins übrige [[Frankreich]] und nach [[Spanien]]. Eine nach dem französischen Ort [[La-Hoguette-Gruppe|La Hoguette]] benannte Kultur gelangte noch vor der [[Bandkeramik]] an Maas und Rhein. Ackerbau wurde zunächst vor allem auf Flussterrassen und Gebieten mit [[Löss]]böden betrieben. Zunächst wurde die Waldweide ([[Hutewald|Hute]]) und die Laubheugewinnung ([[Schneitelwirtschaft]]) in einem engen funktionellen, saisonalen Zusammenhang zur Viehhaltung betrieben. Die weitere [[Kolonisation|Landnahme]] geschah dann durch [[Rodung|Waldrodung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jörg Breu d. Ä. 002.jpg|mini|Gemälde aus dem Jahr 1500]]&lt;br /&gt;
Ab dem 6. Jahrtausend v. Chr. erfolgte die Ausbreitung von [[Pflug]]bau und später die von Nutzungswechselwirtschaft. Zur Steigerung der [[Fruchtbarkeit|Bodenfruchtbarkeit]] wurde mit [[Mist]] gedüngt, wobei Rasenstücke dem tierischen [[Fäkalien|Dung]] beigemischt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Funden in alten [[Keramik]]en (als Grabbeigaben o.&amp;amp;nbsp;ä.) kennt man einige der von den [[Kelten]] angebauten Pflanzen: [[Dinkel]], [[Emmer (Getreide)|Emmer]], [[Einkorn]], [[Mohn]], [[Ziegenweizen]], [[Gerste]], [[Rispenhirse]], [[Ackerbohne]]n, [[Linse (Botanik)|Linsen]], [[Lein]] zur Öl- und Fasergewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nord- und Osteuropa war neben der Waldrodung das Trockenlegen von Sümpfen und Mooren mittels Entwässerungsgräben eine wichtige Methode zur Gewinnung von Ackerboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Geschichte der Landwirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landleben Darstellung Baeuerlicher Arbeit Holzhacken Graben Srafen Wirkung d planeten 1470 kupferstich.png|mini|Landarbeit in einer Darstellung um 1470]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-468-1419-16A, Bauern bei der Heuernte.jpg|mini|Bauern bei der Ernte von Gerste 1943]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-N0820-0027, KAP Bartow, Haferernte.jpg|mini|Haferernte im Jahr 1974]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 8. Jahrhundert setzte sich in Europa die [[Dreifelderwirtschaft]] mit Winter- und Sommergetreide sowie einer [[Brache]] (einjährige Ruhe der Böden) durch, aber regional gab es durchaus auch noch zahlreiche andere Formen der [[Fruchtfolge]]. Die sommerliche [[Heuernte]] wurde ein wichtiger Bestandteil der bäuerlichen Arbeitswelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marburg&amp;quot;&amp;gt;Hans Friebertsäuser: &amp;#039;&amp;#039;Land und Stadt im Wandel – Mundart und bäuerliche Arbeitswelt im Landkreis Biedenkopf-Marburg.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Grummet&amp;#039;&amp;#039; für ‚zweite Mahd‘ ist seit dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nachweisbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm-Grummet&amp;quot;&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=GRUMMET |Wortart=n. |Band=9 |Sp=637 |lemid=G29915}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;König dtv-Atlas Deutsch&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner König |Titel=dtv-Atlas Deutsche Sprache |Reihe=dtv-Atlas |BandReihe=3025 |Auflage=1. |Verlag=dtv |Ort=München |Datum=1978 |ISBN=3-423-03025-9 |Kapitel=&amp;#039;&amp;#039;Grummet&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=215 |Spalten=1 |Kommentar=Karte S. 214}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuere Geschichte der Landwirtschaft ist seit dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] durch steigende Getreidepreise, zwischenzeitliche Hungerkrisen und eine Zunahme der Bevölkerung geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Christian Pallach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hunger – Quellen zu einem Alltagsproblem in Europa und der Dritten Welt, 17. bis 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, dtv dokumente, München 1986, S. 11–26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 16. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, die traditionelle Dreifelderwirtschaft wurde im 18. Jahrhundert zu einem kontinuierlichen Fruchtwechsel weiterentwickelt. In diese Zeit fällt auch die Verbesserung vorhandener und die Einführung neuer landwirtschaftlicher Techniken (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pflug|Bodenwendepflug]] und Hufbeschlag der Pferde, die zunehmend die vorher als [[Zugtier]]e verwendeten [[Ochse]]n ersetzten). Durch die gezielte Auswahl von Saatgut und Zuchttieren wurden die Erträge gesteigert. Dazu kamen die Kultivierung von bisherigem [[Ödland]] und die Verbreitung neuer Feldfrüchte wie der [[Kartoffel]] in [[Europa]] – teilweise durch staatliche Maßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/Auststellung-ueber-Friedrich-II-und-die-Knolle/!5088602/ Neues vom Kartoffelkönig. Ausstellung über Friedrich II. und die Knolle].&amp;#039;&amp;#039; taz.de, 19. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.pfaelzer-grumbeere.de/news/pfalzer-bauern-brachten-die-kartoffeln-nach-preusen/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Pfälzer Bauern brachten die Kartoffeln nach Preußen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151001193152}}, Webseite der &amp;#039;&amp;#039;Pfälzischen Früh-, Speise- und Veredlungskartoffel-Erzeugergemeinschaft w. V.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zeit ab etwa 1700 wird der Begriff [[Landwirtschaftliche Revolution]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Weißenborn: &amp;#039;&amp;#039;Der Liberalismus von Mill und Bentham – Unterschiede und Parallelen.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Schriftenreihe, GRIN Verlag 2007, ISBN 978-3-638-66796-8, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Prass: &amp;#039;&amp;#039;Reformprogramm und bäuerliche Interessen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 1997 (Band 132 von Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, Max-Planck-Institut für Geschichte Göttingen), ISBN 3-525-35447-9, ISBN 978-3-525-35447-6, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1800 waren in [[Bayern]] noch etwa 75 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Rankl |Titel=Landvolk und frühmoderner Staat in Bayern 1400–1800 |Verlag=Kommission für Bayerische Landesgeschichte |Datum=1999 |ISBN=3-7696-9692-1 |Seiten=8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 19. und 20. Jahrhundert waren geprägt durch die weitere Technisierung und Spezialisierung der Landwirtschaft. 1840 beschrieb [[Justus von Liebig]] in seinem Werk „Die organische Chemie in ihrer Anwendung auf Agricultur und Physiologie“, kurz „Agriculturchemie“ genannt, die Möglichkeit des Einsatzes von [[Mineraldünger]]. Ab Ende des 19. Jahrhunderts konnte synthetischer Dünger hergestellt werden. Während des Ersten Weltkriegs wurde das [[Haber-Bosch-Verfahren]] zur bevorzugten großindustriellen Lösung auf diesem Gebiet. Es ermöglichte ebenso wie Erfolge in der Pflanzen- und Tierzüchtung und die Entwicklung neuer Maschinen eine Steigerung der Erträge um ein Vielfaches. Allerdings öffnete sich die Produktivitätsschere zwischen Gebieten mit moderner und traditioneller Landwirtschaft mit dem [[Höfesterben]] als anhaltende Folge. Wegen der Knappheit an menschlicher Arbeitskraft bei großen zu bearbeitenden Flächen begann auch die [[Mechanisierung der Landwirtschaft]]. Diese Entwicklung war ein längerer Prozess.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marburg&amp;quot; /&amp;gt; Die Abwanderung vieler Arbeitskräfte vom Land in die Industriestädte erfasste zunächst die Industrieländer und seit den 1960er-Jahren im Rahmen der [[Grüne Revolution|Grünen Revolution]] auch die Entwicklungsländer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die europäische [[Kolonisation]] war auch der Beginn einer globalen Ausweitung der Agrarwirtschaft und des [[Welthandel]]s mit Agrarprodukten. Dies umfasste die Übertragung von Produktionsformen in andere Kontinente, die Entstehung einer neuen export- und kapitalorientierten Betriebsform ([[Plantage]]nwirtschaft) – oft auf Kosten der [[Selbstversorgung]] der Bevölkerung – und die Verbreitung von Kulturpflanzen und Nutztieren weit über ihre ursprünglichen Herkunftsgebiete hinaus ([[Columbian Exchange]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz verschiedener [[Bodenreform]]en nahm die landwirtschaftliche Nutzfläche der einzelnen Betriebe immer wieder zu. In Deutschland wurde Anfang der 1930er Jahre ein Viertel des Ackergrundes von nur 0,2&amp;amp;nbsp;Prozent aller Bauernhöfe bestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Adam Tooze]] |Titel=Ökonomie der Zerstörung |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=2007 |ISBN=978-3-88680-857-1 |Seiten=212 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite wurde von staatlicher Seite versucht, durch das Festlegen einer Mindestgröße die wirtschaftliche Zukunft der Betriebe zu sichern. So legte das [[Reichserbhofgesetz]] in Deutschland 1933 folgendes fest:„Als Ackernahrung ist diejenige Menge Landes anzusehen, welche notwendig ist, um eine Familie unabhängig vom Markt und der allgemeinen Wirtschaftslage zu ernähren und zu bekleiden sowie den Wirtschaftsablauf des Erbhofs zu erhalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;siehe § 2 Abs. 2 im Reichserbhofgesetz vom 29. September 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der Einzelbetriebe nahm langfristig ab.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Das war ein großes Unrecht.“ Zwangskollektivierung vor 50 Jahren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Thüringische Landeszeitung.&amp;#039;&amp;#039; 26. April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; So entwickelten sich bei der [[Landwirtschaft in der DDR]] für die LPGs die Flächen wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Mittelsbach: &amp;#039;&amp;#039;Strukturwandel in der Landwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Forum Deutsche Einheit, Nr. 11, Bonn-Bad Godesberg 1992, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1960 waren es 280 ha je Betrieb&lt;br /&gt;
* 1970 waren es 599 ha je Betrieb&lt;br /&gt;
* 1980 waren es 1276 ha je Betrieb&lt;br /&gt;
* 1989 waren es 1391 ha je Betrieb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland war die Entwicklung der Landwirtschaft von einer zunehmenden Technisierung, einer zurückgehenden Zahl von Betrieben ([[Höfesterben]]) und daraus folgend einer wachsenden Flächengröße und Viehanzahl der einzelnen Betriebe geprägt. Zudem wuchs die Bedeutung der [[Landpacht]]. Im Gebiet der Bundesrepublik hatte der Anteil der Pachtflächen 1949 rund 12 Prozent betragen und war damit auf einem verglichen mit anderen europäischen Ländern geringen Niveau wie in den Jahrhunderten zuvor verblieben. Bis 1990 wuchs der Pachtanteil auf rund 38 Prozent an. Besonders stark wuchs der Pachtanteil in Regionen mit [[Realteilung]]. Einen weiteren Schub erhielt der Pachtflächenanteil durch die deutsche Wiedervereinigung und die Privatisierung ehemals kollektivierter Betriebe. Im Jahr 2016 wurde ein Pachtflächenanteil von 58,5 Prozent erreicht, etwas weniger als in den Jahren zuvor.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Halm: Rechtsökonomie und Bodenmarkt. Nomos, 2022, S. 77–79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialökologische Betrachtung ==&lt;br /&gt;
Die Verdichtung der Landwirtschaftsgeschichte durch die Wissenschaft der [[Soziale Ökologie|Sozialen Ökologie]] ergibt vor allem Veränderungen bei den Dimensionen Energie, Zeit und Fläche.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauk 2005, S. 4, 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie ===&lt;br /&gt;
Beim [[Energiefluss]] in Agrarsystemen wird zunächst zwischen Energieeinsatz und Energieertrag unterschieden. Unter Energieeinsatz wird die Energiemenge subsumiert, die zum Zwecke der Pflanzen- und Tierproduktion eingesetzt wird, d.&amp;amp;nbsp;h. etwa der Einsatz von menschlicher (und ggf. tierischer) Muskelkraft aus [[Stoffwechsel|metabolisierten]] Nahrungsmitteln &amp;#039;&amp;#039;(interner Energieeinsatz)&amp;#039;&amp;#039; oder der direkte Einsatz von [[Fossile Energie|fossilen Energieträgern]] für die Landmaschinen und der indirekte Energieeinsatz, der durch die Herstellung der Maschinen und anderer [[Produktionsmittel]] (Werkzeuge, Futtermittel, Düngemittel, Pestizide usw.) verursacht wurde &amp;#039;&amp;#039;(externer Energieeinsatz)&amp;#039;&amp;#039;. Für [[Traditionelle Wirtschaftsform|traditionelle Agrarsysteme]] ist vor allem [[Biomasse]] aus der Nahrung relevant, die wiederum in einem [[Kreislaufwirtschaft|Kreislaufsystem]] in die Produktion zurückfließt. Für [[Industrielle Landwirtschaft|industrialisierte Agrarsysteme]] spielen alle anderen Energieträger (Öl, Gas, Kernbrennstoffe, Wasser, Wind, Sonne usw.) &amp;#039;&amp;#039;mit Abstand&amp;#039;&amp;#039; die größte Rolle. Der Energieertrag bezeichnet die Menge an genutzter Energie, die aus der entsprechenden Fläche gewonnen wird. Sie entspricht der zur direkten Ernährung, zur Herstellung von Produkten oder zur Wärmeerzeugung genutzten Biomasseentnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauk 2005, S. 23–24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Energieeinsatz hat mit der Entwicklung neuer Landwirtschaftsformen drastisch zugenommen. Konventionelle Wildbeuter, [[Pastoralismus|Weidetierhalter]] und [[Hackbau]]ern setzen ausschließlich Muskelkraft ein, so dass der Energieeinsatz mit rund 0,5 bis unter 400 Megajoule pro Hektar und Jahr (MJ/ha/a) extrem gering ist. Doch selbst hier sind bereits deutliche Unterschiede vorhanden: [[Nomadismus|Hirtennomaden]] wenden bereits 35 mal soviel Energie wie Wildbeuter auf, [[Wanderfeldbau]]ern das 330-fache und [[Transhumanz|Wanderweidehirten]] 855 mal soviel. Der Energieertrag ist bei beiden Tierhüteformen mit rund 390 bis knapp über 1.000 MJ/ha/a zwar bedeutend höher als bei Jägern und Sammlern (2,9 MJ/ha/a), die [[Energieeffizienz]] ist jedoch nur ein Fünftel bis knapp halb so hoch. Der Hackbau hingegen ist etwa doppelt bis gut neunmal effizienter als das Jagen und Sammeln und ermöglicht Ausbeuten von 15.000 bis 25.000 MJ/ha/a.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauk 2005, S. 37–38, 40–45, 46–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Ackerbau|traditionellen Ackerbau]] (der von einigen Autoren schon &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; mehr zu den traditionellen Wirtschaftsformen gerechnet wird&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Haller (Ethnologe)|Dieter Haller]]: &amp;#039;&amp;#039;Dtv-Atlas Ethnologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., vollständig durchgesehene und korrigierte Auflage. dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-03259-9, S. 165–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird bereits durch den Einsatz des Pfluges mit Hilfe von [[Zugtier]]en und in neuerer Zeit durch die Verwendung von Düngemitteln und Geräten aus industrieller Produktion nicht mehr nur menschliche Muskelkraft eingesetzt. Dadurch liegt der Energieeinsatz bereits um 18 mal höher als beim [[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Feldbau (Pflanzbau) und Gartenbau|Feldbau]]. Der Energieertrag hingegen ist im Durchschnitt nur 1,7 mal so hoch. Im ungünstigsten Fall liegt er weniger als halb so hoch wie beim Feldbau, im besten Fall allerdings über 2,5 mal so hoch. Dieses zumeist ungünstige Verhältnis spiegelt sich in der Energieeffizienz wider: In den meisten Fällen ist der primitive Feldbau deutlich effizienter als der traditionelle Ackerbau (im Schnitt mehr als doppelt so hoch, in den Extremen zwischen 0,4 und 16 mal höher).&amp;lt;ref&amp;gt;Lauk 2005, S. 54–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit ===&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Veränderungen im Laufe der Geschichte}}&lt;br /&gt;
Der Zeitfaktor bestimmt sich danach, wie viele Menschen einer Gesellschaft wie lange für die Nahrungsproduktion beschäftigt sind (siehe [[Arbeitszeit]]). Auch hier wird zwischen dem internen Zeiteinsatz der landwirtschaftlichen Beschäftigten und dem externen Einsatz, der für die Herstellung der Produktionsmittel aufgewendet wird, unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauk 2005, S. 18, 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; In vorindustrieller Zeit, in der die Mehrheit der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitete, richtete sich die Arbeitszeit nach natürlichen Grenzen wie etwa der Tageslänge, im [[Sommer]] wurde länger gearbeitet als im [[Winter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fläche ===&lt;br /&gt;
Die Umwandlung natürlicher Flächen ([[Biotop]]e) wird auch als „Kolonisierung von Natur“ bezeichnet. Während Wildbeuter die vorhandenen Biotope fast ausschließlich in ihrer natürlichen Zusammensetzung nutzen, nehmen [[Bodenbau]]ern massive Veränderungen an den bewirtschafteten Flächen vor: Die natürliche Vegetation wird durch züchterisch veränderte Pflanzen ersetzt, der Energie-, Wasser- und Chemiehaushalt wird bewusst beeinflusst, Flächen werden durch Verkehrswege und Gebäude versiegelt usw. Diese Eingriffe sind sehr komplex, so dass ihre Intensität häufig auf die [[Human Appropriation of Net Primary Production]] (HANPP, gesellschaftliche Aneignung der Nettoprimärproduktion) reduziert wird, die die Menge der anthropogen produzierten [[Biomasse]] auf einer bestimmten Fläche zur Entnahme ins Verhältnis setzt. Man kann ebenso sagen, dass der HANPP sich speziell auf den Eingriff in den Energiefluss bezieht: Je höher der Wert, desto weniger erzeugte Energie steht für die nicht-menschlichen Organismen zur Verfügung. Dieser Wert dient als geeigneter Indikator für die gesamten Folgen der &amp;#039;&amp;#039;Kolonisierung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauk 2005, S. 17–18, 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren bildet sich die Intensität der Landwirtschaft und der verwendeten Technologie im Endeffekt in der [[Bevölkerungsdichte]] ab, in der Zahl der Menschen, die von einer bestimmten Flächeneinheit ernährt werden können,&amp;lt;ref name=&amp;quot;lauk4&amp;quot; /&amp;gt; und der spezifischen [[Flächenproduktivität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|History of agriculture|Geschichte der Landwirtschaft}}&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Landwirtschaft in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Abel (Historiker)|Wilhelm Abel]]: &amp;#039;&amp;#039;Agrarkrisen und Agrarkonjunktur in Mitteleuropa vom 13. bis zum 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Hamburg/Berlin 1978.&lt;br /&gt;
* derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Landwirtschaft vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1962.&lt;br /&gt;
* Walter Achilles: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaft in der Frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (= Enzyklopädie Deutscher Geschichte. Nr. 10). Oldenbourg Verlag, München 1991, ISBN 3-486-55702-5.&lt;br /&gt;
* Isabel Alfonso (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Rural History of Medieval European Societies. Trends and Perspectives.&amp;#039;&amp;#039; Brepols, 2007.&lt;br /&gt;
* Edith Ennen, Walter Janssen: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Agrargeschichte. Vom Neolithikum bis zur Schwelle des Industriezeitalters&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1979.&lt;br /&gt;
* [[Günther Franz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Agrargeschichte&amp;#039;&amp;#039;. 6 Bände. Eugen Ulmer, Stuttgart 1993ff.&lt;br /&gt;
* Florian Hurtig: &amp;#039;&amp;#039;Paradise Lost: Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur.&amp;#039;&amp;#039; [[Oekom-Verlag]], 2020.&lt;br /&gt;
* Ulrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Agrarwirtschaft und ländliche Gesellschaft im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= Enzyklopädie deutscher Geschichte. Nr. 73). Oldenbourg Verlag, München 2005, ISBN 3-486-56605-9. ([https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-6724 Inhaltsangabe und Rezension]).&lt;br /&gt;
* {{RE|S IV|83|108|Bauernstand|[[Ernst Kornemann]]|RE:Bauernstand|zur Geschichte der Landwirtschaft im [[Altertum]]}}&lt;br /&gt;
* Christian Lauk: &amp;#039;&amp;#039;Sozial-Ökologische Charakteristika von Agrarsystemen. Ein globaler Überblick und Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Social Ecology Working Paper 78.&amp;#039;&amp;#039; Institute of Social Ecology, Wien 2005, {{ISSN|1726-3816}}.&lt;br /&gt;
* Marcel Mazoyer, Laurence Roudart: &amp;#039;&amp;#039;Histoire des agricultures du monde: Du néolithique à la crise contemporaine.&amp;#039;&amp;#039; Seuil, Paris 2002, ISBN 2-02-053061-9. (engl. &amp;#039;&amp;#039;A History of World Agriculture: From the Neolithic Age to the Current Crisis.&amp;#039;&amp;#039; Monthly Review Press, New York 2006, ISBN 1-58367-121-8)&lt;br /&gt;
* Thomas Miedaner: &amp;#039;&amp;#039;Von der Hacke bis zur Gentechnik – Kulturgeschichte der Pflanzenproduktion in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; DLG Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-7690-0645-3.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Schulze (Agrarwissenschaftler)|Eberhard Schulze]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Agrargeschichte: 7500 Jahre Landwirtschaft in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 3., durchgesehene, verbesserte und ergänzte Auflage. Shaker-Verlag, Aachen 2014, ISBN 978-3-8440-2636-8.&lt;br /&gt;
* Alois Seidl: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Agrargeschichte&amp;#039;&amp;#039;. DLG-Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-7690-0655-0.&lt;br /&gt;
* Tom Standage: &amp;#039;&amp;#039;An Edible History of Humanity.&amp;#039;&amp;#039; Walker &amp;amp; Company, New York 2009, ISBN 978-0-8027-1588-3.&lt;br /&gt;
* [[Frank Uekötter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit ist auf dem Feld : eine Wissensgeschichte der deutschen Landwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010 (zugl.: Bielefeld, Univ., Habil.-Schr., 2008/09), ISBN 978-3-525-31705-1.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Willerding]]: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliche Produktionsstrukturen im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernd Herrmann (Anthropologe)|Bernd Herrmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mensch und Umwelt im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1986; 3. anastatische Aufl. ebenda, S. 244–256.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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