<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Geschichte_Omans</id>
	<title>Geschichte Omans - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Geschichte_Omans"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschichte_Omans&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T02:34:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschichte_Omans&amp;diff=99632&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Oman im Mittelalter */ BKL Fix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschichte_Omans&amp;diff=99632&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-27T12:02:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Oman im Mittelalter: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschichte Omans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet des [[Oman|Sultanats Oman]] von der Urgeschichte bis zur Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altertum ==&lt;br /&gt;
Im südöstlichen [[Arabische Halbinsel|Arabien]] entstanden schon im [[3. Jahrtausend v. Chr.]] hochentwickelte Kulturen. Die bedeutendste davon ist die [[Umm-an-Nar-Kultur]] (2700–2000 v. Chr.), welche nach einem Fundort bei [[Abu Dhabi]] benannt wurde und sich auf den heutigen Gebieten der [[Vereinigte Arabische Emirate|Vereinigten Arabischen Emirate]] und [[Oman|Nordoman]] ausdehnte. Sie pflegte enge Handelskontakte zu den [[Sumerer]]n in [[Mesopotamien]] sowie zur [[Induskultur]] im heutigen [[Pakistan]]. In der sumerischen Überlieferung wird als wichtiger Handelspartner das Land [[Magan]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Makan&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Makkan&amp;#039;&amp;#039;) genannt, das nach derzeitigem Forschungsstand das Gebiet des heutigen Nordoman umfasste. Für den Handel zwischen Sumerern und der Induskultur stellte Magan eine wichtige Zwischenstation dar. Im Inneren des Landes blühte die bronzezeitliche [[Wadi-Suq-Kultur]], die von verschiedenen Fundstätten, wie den [[Friedhöfe bei Salut|Friedhöfen bei Salut]] bekannt ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:World Heritage Grave Al Ayn Oman.JPG|miniatur|Eines der sog. [[Bienenkorbgräber von al-Ain]] aus dem 3. Jt. v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nakhal.fort.jpg|miniatur|Die Grundlage für die Festung von Nachal wurde in der Zeit der sassanidischen Besatzung gelegt.]]&lt;br /&gt;
Eine große Bedeutung im damaligen Handelssystem hatte das Land außerdem wegen seines umfangreichen [[Kupfer]]bergbaus, da Kupfer ein Grundmetall für die Herstellung von [[Bronze]] war. Auf dem Höhepunkt der Kupferproduktion zwischen 2200 v. Chr. und 1900 v. Chr. sollen 2000 bis 4000 [[Tonne (Einheit)|Tonne]]n Kupfer produziert worden sein. Darüber hinaus wurden aus Magan auch Steine exportiert. So berichtet [[Gudea von Lagasch]] von [[Diorit]]-Importen aus Magan zur Herstellung von Statuen. Der Handel wurde mit Schiffen abgewickelt, die eine Ladekapazität von bis zu 20&amp;amp;nbsp;t hatten. Wenn auch über die handelspolitische Bedeutung von Magan einiges bekannt ist, so sind die Kenntnisse über die politische Organisation des Landes gering. Es scheint aber zumindest ein Fürstentum oder Königreich gegeben zu haben, da [[Naram-Sin (Akkad)|Naram-Sin]] von [[Akkad]] um 2200 v. Chr. von einem Sieg über König Manium von Magan berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1800 v. Chr. verlor Magan mit dem Untergang der Induskultur und dem Ende direkter Handelsverbindungen nach Mesopotamien seine Bedeutung. Zwar wurde weiter Kupfer abgebaut und exportiert, doch zog [[Dilmun]]/[[Bahrain]] nun den Zwischenhandel an sich. Zu dieser Zeit verschwindet Magan aus den sumerischen Quellen. Ein Grund war wohl auch, dass der Kupferbedarf Mesopotamiens zunehmend von [[Zypern]] gedeckt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bewässerungssystem der [[Afladsch]] einführend, eroberten im [[6. Jahrhundert v. Chr.]] erstmals die [[Achämenidenreich|Perser]] die Küsten Omans. Im 2. Jahrhundert n. Chr. vertrieb dann der aus dem [[Jemen]] kommende [[Araber]]stamm der [[Azd (Stamm)|Azd]] die [[Parther]] aus dem Land und siedelte sich in Oman an. Nachdem die Küstengebiete später wieder von den persischen [[Sassaniden]] beherrscht worden waren, unter denen Mazun/[[Suhar (Oman)|Suhar]] zu einem bedeutenden Handelszentrum in der Golfregion aufstieg, wurde das Reich der Azd mit dem Zentrum Nizwa im 7. Jahrhundert von den [[Islamische Expansion|Muslimen]] unterworfen. Die zu den Azd gehörende [[Dschulanda-Dynastie]] hielt sich unter den [[Kalif]]endynastien der [[Umayyaden]] und [[Abbasiden]] allerdings noch bis zum Ende des 8. Jahrhunderts an der Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Früher Islam ==&lt;br /&gt;
Die islamische Geschichte Omans beginnt mit der Ankunft einer Delegation der Azd in [[Medina]] und der Entsendung des Prophetengefährten [[ʿAmr ibn al-ʿĀs]] nach Oman, die auf die Zeit zwischen 627 und 632 datiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. al-Rawas 36–41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tode [[Mohammed]]s im Jahre 632 kam es in dem omanischen Ort Dibā zu einem Aufstand gegen die islamische Regierung in Medina, der von Laqīt ibn Mālik aus dem Stamm der Azd angeführt wurde. Die islamischen Quellen berichten, dass er selbst wie ein Prophet auftrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. al-Rawas 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 8. Jahrhundert breitete sich in Oman die [[Charidschiten|charidschitische]] Lehre der [[Ibaditen]] aus, deren erster [[Imam]] noch aus der Dschulanda-Dynastie stammte und 751 im Rahmen einer Strafexpedition des [[Abbasiden]]kalifen [[as-Saffah]] getötet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das zweite ibaditische Imamat (793–893) ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 793 errichteten die Ibaditen ein zweites Imamat in Oman, das bis 893 bestand und zeitweise auch den [[Hadramaut]] mitumfasste. Zu den ibaditischen Imamen, die in dieser Zeit über Oman herrschten, gehörten Muhammad ibn Abī ʿAffān (reg. 793–795), al-Wārith ibn Kaʿb (reg. 795–807), Ghassān ibn ʿAbdallāh al-Yahmadī (reg. 808–823), ʿAbd al-Malik ibn Humaid (reg. 823–840) und al-Muhannā ibn Dschaifar (reg. 840–851) und as-Salt ibn Mālik (reg. 851–886).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu al-Rawas 129–163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Herrschaft von Imam as-Salt kam es in Oman zu heftigen politischen Auseinandersetzungen, die schließlich 886 zur Absetzung as-Salts und Einsetzung von Rāschid ibn an-Nadr durch Mūsā ibn Mūsā, den führenden Gelehrten aus der Banū-Sama-Familie, führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Wilkinson 1987, 79, 173–175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Gelehrte, die mit der Absetzung von as-Salt ibn Mālik nicht einverstanden waren, Ibn Chumais al-Charūsī und Abū Qahtān al-Haddschārī, verfassten in dieser Zeit politische Pamphlete, in denen sie as-Salts Anspruch auf das Imamat mit historischen Argumenten verteidigten. Diese Werke stellen wichtige Quellen zur frühen islamischen Geschichte des Omans dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. al-Rawas 4–5.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Rāschids Herrschaft (886–890) verschärften sich die politischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern und nahmen den Charakter eines Stammeskrieges an. Die Anhänger von Rāschid betrachteten sich hierbei als Nordaraber und nannten sich nach deren Vorfahren Nizār ibn Maʿadd als Nizāriten, seine Gegner, die von den Banū Hināʾ angeführt wurden, sahen sich als Südaraber und bezeichneten sich dementsprechend als Yamaniten. Nachdem Mūsā ibn Mūsā 890 Rāschid abgesetzt und durch den Imam ʿAzzān ibn Tamīm ausgetauscht hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Wilkinson 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; änderte sich die politische Konstellation. Opposition gegen das Imamat kam nun von der nizāritischen Partei. Diese wählte sich mit al-Hauwārī ibn ʿAbdallāh einen eigenen Imam, der in Suhar residierte. 891 kam es bei einem Ort namens al-Qāʿ zu einer Schlacht zwischen den beiden Lagern, die mit einer Niederlage der Nizāriten endete. Zwei Scheiche der Nizāriten wandten sich daraufhin hilfesuchend an die Abbasiden. Diese sandten 893 Truppen nach Oman und bereiteten dem zweiten ibaditischen Imamat ein Ende.&amp;lt;ref&amp;gt;Al-Rawas 190–197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oman im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Im frühen 10. Jahrhundert waren die [[Qarmaten]] in Oman aktiv und bedrohten von hier aus das [[Bagdad]]er Kalifat. Seit sich das Zentrum des Kalifenreichs durch die Gründung von Bagdad in den [[Irak]] verlagert hatte, gewann die Golfregion, und damit auch Oman, wieder verstärkte Bedeutung im internationalen Handel. Vom 8. bis ins 10. Jahrhundert war [[Suhar (Oman)|Suhar]] einer der bedeutendsten Handelshäfen der islamischen Welt. Der Handel erstreckte sich bis nach [[Ostafrika]] und [[Hinterindien]], sowie vor dem [[Aufstand des Huang Chao|Huang Chao-Aufstand]] (ca. 878) regelmäßig bis [[Kaiserreich China|China]], wobei&amp;lt;!-- (laut Mas&amp;#039;udi) //--&amp;gt; auch chinesische Schiffe nach Oman und in den Golf kamen.&amp;lt;!-- (Danach lief er rund hundert Jahre über die malaiischen Zwischenhändler von &amp;#039;&amp;#039;Kalah&amp;#039;&amp;#039; bzw. des Seereichs Srivijaya.) //--&amp;gt; Ein schwerer Schlag für den omanischen Seehandel war die Zerstörung von Suhar durch die persischen [[Buyiden]] (965&amp;lt;!-- (andere: 971) //--&amp;gt;), die damit die Konkurrenz für die von ihnen beherrschten Häfen [[Basra]] und [[Siraf]] ausschalten wollten. Mit Suhar kamen um 972 auch andere Küstengebiete Omans unter die Herrschaft der Buyiden, welche hier um 1000 die einheimische Gouverneursdynastie der [[Mukramiden]] einsetzten, während im Landesinneren weiterhin die ibaditischen Imame regierten.&lt;br /&gt;
[[Datei:View over Bahla.jpg|miniatur|Die Nabhani-Festung Hisn Tamah in [[Bahla]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Mukramiden infolge einer Revolte 1042 wieder abgesetzt worden waren, löste sich die direkte Buyiden-Herrschaft über Oman ca. 1050 in einem Aufstand der Ibaditen auf, woraufhin das Land von dem [[Kerman-Seldschuken]] [[Qawurd]] erobert wurde. Auf die Seldschukenherrschaft (etwa 1064–1153) folgte die der einheimischen [[Nabhani-Dynastie]] (1153–1436). Aus der Zeit der Nabhani-[[Malik (Titel)|Maliks]] sind keine Imame bekannt. Im späten 12. Jahrhundert intervenierten die [[Atabeg]]s von [[Fars]] (die [[Salghuriden]]) in Oman, 1225 wurde Suhar erneut zerstört und nach 1250 geriet die nördliche Küste&amp;lt;!-- zwischen Bahrain und Ras al-Hadd //--&amp;gt; unter die Herrschaft der Fürsten von [[Hormus (Insel)|Hormuz]]&amp;lt;!-- (Hormuz löste sich anscheinend aus dem Vasallenstatus zu Fars) //--&amp;gt;, die eine Kette befestigter Stützpunkte errichteten und bis zur Ankunft der Portugiesen Anfang des 16. Jh. den [[Persischer Golf|Golf]] kontrollierten&amp;lt;!-- (u. a. Qalhat in Ost-Oman, Maskat) //--&amp;gt;. Für das frühe 15. Jahrhundert belegen die Quellen wieder Imame als Herrscher Omans, obwohl die Beni Nabhan noch bis ins 17. Jahrhundert beträchtlichen Einfluss ausübten. Um 1500 rückte [[Maskat]] an die Stelle von Suhar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Vorherrschaft Portugals und der Aufstieg der Yaruba-Dynastie ==&lt;br /&gt;
1507 kamen Portugiesen nach Oman, nachdem sie 1498 den [[Seeweg nach Indien]] erschlossen hatten. Sie eroberten Maskat, [[Sur (Oman)|Sur]] und Suhar, mussten sich aber gegen [[Osmanisches Reich|Osmanen]], [[Königreich England|Engländer]], [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|Niederländer]] und [[Safawiden|Perser]] verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1624 gelangte die [[Yaruba-Dynastie]] an die Macht und vertrieb schließlich die Portugiesen nach der Vereinigung des Landes unter ihrer Herrschaft. Darauf entwickelte sich Oman schnell zur bedeutenden Seemacht im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] und begann, die Portugiesen aus ihren ostafrikanischen Kolonien zu vertreiben. Von ihren Stützpunkten in Ostafrika betrieben die omanischen Händler einen gewinnbringenden [[Sklavenhandel]] mit der islamischen Welt. Als auf Grund von Machtkämpfen in der Yaruba-Dynastie ein Bürgerkrieg ausbrach (1720–1746), versuchten die Perser, das Land zu erobern, wurden aber von [[Ahmad ibn Said]] abgewehrt. Dieser gründete darauf 1746 die bis heute regierende [[Said-Dynastie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oman unter der Said-Dynastie ==&lt;br /&gt;
Unter der Said-Dynastie wurde Oman befriedet und Teile Ostafrikas wieder unterworfen. Erneut stieg Oman zu einer bedeutenden Seemacht im Indischen Ozean auf. Unter [[Said ibn Sultan]] (1804–1856) verlagerte sich der Schwerpunkt des Reichs aber an die wirtschaftlich prosperierende Küste Ostafrikas (Sklavenhandel, Anbau von [[Gewürznelke]]n), wobei [[Sansibar]] neue Residenz der Herrscher wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Machtkämpfen innerhalb der Dynastie erreichte [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] 1861 die Teilung des Reichs in das Sultanat Oman und das [[Sultanat Sansibar]]. Dies führte zum wirtschaftlichen Niedergang Omans, da die Zolleinnahmen aus den afrikanischen Häfen entfielen. Seine Handelsflotte konnte mit den neuen europäischen Dampfschiffen nicht konkurrieren, der Sklavenhandel wurde verboten. Oman geriet dadurch in die Abhängigkeit von Großbritannien, das sich durch Verträge von 1891 Exklusivrechte in Oman sicherte, welche vollständig erst 1958 aufgehoben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Isolation ===&lt;br /&gt;
Durch den Niedergang der Wirtschaft und die Verarmung des Landes kam es zur Stagnation der Gesellschaft in weiten Bereichen. Diese wurde durch die bewusste Isolationspolitik der Sultane, besonders von [[Said ibn Taimur]] (1932–1970), verschärft. Hinzu kam die Teilung des Landes zwischen dem Sultan in Maskat und den gewählten Imamen der Ibaditen in Nizwa. Nach einem Aufstand der Stämme unter dem Imam (1915) wurde 1920 ein Friedensvertrag, der Vertrag von [[Sib (Oman)|Sib]], zwischen beiden Parteien geschlossen. Der Frieden dauerte bis 1954, als ein neuer Imam mit Unterstützung [[Ägypten]]s und [[Saudi-Arabien]]s einen neuen Aufstand heraufbeschwor und die Unabhängigkeit anstrebte. Mit Hilfe der Briten gelang es Said ibn Taimur jedoch, die Rebellen 1959 zu unterwerfen und das Land wieder zu vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. September 1958 wurde die seit 1792 omanische Enklave [[Gwadar]] in [[Belutschistan]] an [[Pakistan]] abgetreten, nachdem [[Aga Khan III.]] dafür drei Millionen [[Britisches Pfund|Pfund]] gezahlt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oman.org/bonn_007.htm Oman.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren entwickelte sich die Erdölförderung zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit trat auch die &amp;#039;&amp;#039;Volksfront für die Befreiung Omans&amp;#039;&amp;#039; vor allem in der südlichen Provinz [[Dhofar]] mit zahlreichen Guerilla-Aktionen in Erscheinung. Sie versuchte, seit 1970 von der Volksrepublik Jemen (siehe: [[Südjemen]]) unterstützt, sozialistische Ideen durchzusetzen. Die Zeit der Isolation und der Stagnation konnte erst mit dem Sturz von Said ibn Taimur durch seinen Sohn [[Qabus ibn Said]] überwunden werden (1970). 1964 kam es in Sansibar zur Revolution gegen die arabischstämmige Oberschicht des Landes. Im Januar 1964 wurden zwischen 5.000 und 20.000 arabischstämmige Sansibaris massakriert. Dies führte zu einer Flüchtlingswelle in den Oman.&amp;lt;ref&amp;gt;Sergey Plekhanov: &amp;#039;&amp;#039;A Reformer on the Throne: Sultan Qaboos Bin Said Al Said.&amp;#039;&amp;#039; Trident Press, 2004, ISBN 1-90072-470-7, S. 91ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch [[Dhofar#Geschichte|Geschichte Dhofars]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Persian Gulf Residency]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modernisierung ===&lt;br /&gt;
Der neue Herrscher Qabus ibn Said leitete die Modernisierung des Staates (in Oman wird selbst von der „Omanischen Renaissance“ gesprochen) und der Gesellschaft ein, wobei er aber seine absolute Herrschaft beibehielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe der [[Erdöl]]&amp;amp;shy;einnahmen gelang in wenigen Jahrzehnten der Aufbau einer modernen [[Infrastruktur]], eines modernen Bildungs- und Gesundheitswesen etc. Im Dezember 1972 scheiterte ein Putschversuch der hauptsächlich in [[Dhofar]] operierenden &amp;#039;&amp;#039;Volksfront für die Befreiung Omans und des Arabischen Golfes&amp;#039;&amp;#039; [[PFLOAG]]. 1975 konnte die Guerillabewegung befriedet werden. Aus Sorge um die Sicherheit des Landes nach der [[Islamische Revolution|islamischen Revolution im Iran]] und der [[Sowjetische Intervention in Afghanistan|sowjetischen Intervention in Afghanistan]] 1979 unterzeichnete Qabus 1980 einen militärischen Beistandspakt mit den USA, der den Amerikanern im Gegenzug Militärbasen in Oman einräumte. 1981 erfolgte die Gründung des [[Golf-Kooperationsrat]]es mit den benachbarten arabischen Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Golfkrieg|ersten Golfkrieg]] 1980–1988 zwischen Irak und Iran blieb Oman neutral. Oman war an der internationalen Allianz beteiligt, die im Auftrag der Vereinten Nationen im [[Zweiter Golfkrieg|Zweiten Golfkrieg]] 1991 Krieg gegen den Irak führte. 1995 nahm das Land offiziell Handelsbeziehungen mit [[Israel]] auf. 1997 fror der Oman diese Beziehungen ein, nachdem Premierminister [[Benjamin Netanjahu]] den Siedlungsbau, unter anderem in [[Har Choma]], wieder aufgenommen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-635667&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.welt.de/print-welt/article635667/Araber-frieren-Beziehungen-zu-Israel-ein.html | titel=Araber frieren Beziehungen zu Israel ein | autor= | werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] | datum=1997-03-31 |zugriff=2018-10-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 wurde Oman neben anderen Staaten vom [[Zyklon Gonu]] heimgesucht, der in der Hauptstadt schwere Schäden anrichtete und landesweit 50 Todesopfer forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frauenwahlrecht ====&lt;br /&gt;
Seit 1994 hatten Frauen ein auf bestimmte Sitze in der [[Beratende Versammlung (Oman)|Beratenden Versammlung]] beschränktes aktives und passives Wahlrecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ipu-713570&amp;quot; /&amp;gt; Gleiche Rechte für Frauen und Männer wurden in Artikel 17 der Verfassung von 1996 verankert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ipu-713570&amp;quot; /&amp;gt; 2003 wurde das allgemeine aktive und passive Wahlrecht auf nationaler Ebene rechtzeitig für die Wahlen von 2003 gewährt und damit das [[Frauenwahlrecht in Nordafrika und im Nahen Osten|Frauenwahlrecht]] eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ipu-713570&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://data.ipu.org/node/127/elections/historical-data-on-women?chamber_id=13570 |titel=– New Parline: the IPU’s Open Data Platform (beta) |werk=data.ipu.org |datum= |sprache=en |abruf=2018-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 2003 wurden bei den ersten Parlamentswahlen, bei denen alle Omanis über 21 wählen durften, zwei Frauen ins Parlament gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ipu-713570&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams426&amp;quot;&amp;gt;Jad Adams: &amp;#039;&amp;#039;Women and the Vote. A World History.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 2014, ISBN 978-0-19-870684-7, Seite 426.&amp;lt;/ref&amp;gt; Davor hatte es Ernennungen von Frauen nach einer beschränkten Wahl gegeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &amp;#039;&amp;#039;Beratende Versammlung&amp;#039;&amp;#039; (Madschlis asch-Schura): Zwei Frauen, 1997. Beide wurden 1997 nach einer beschränkten Wahl ernannt: 50.000 Omanis, darunter zum ersten Mal Frauen, wählten eine Gruppe von Nominierten für die Beratende Versammlung. Der Sultan ernannte aus der Gruppe der so Gewählten 82 Delegierte. Bei der nächsten Wahl, die eine erweiterte Wählerschaft zuließ, wurden beide Frauen wiedergewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martin293&amp;quot;&amp;gt;Mart Martin: &amp;#039;&amp;#039;The Almanac of Women and Minorities in World Politics.&amp;#039;&amp;#039; Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. [[Staatsversammlung (Oman)|Staatsversammlung]] (Madschlis ad-Dawla): Vier Frauen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martin293&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 wurde keine Frau gewählt, 2012 nur eine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams426&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Herrscher von Oman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jeffrey I. Rose, Yamandú H. Hilbert, Anthony E. Marks, Vitaly I. Usik: &amp;#039;&amp;#039;The First Peoples of Oman. Palaeolithic Archaeology of the Nejd Plateau&amp;#039;&amp;#039;, Archaeopress, Oxford 2019.&lt;br /&gt;
* Isam al-Rawas: &amp;#039;&amp;#039;Oman in Early Islamic history&amp;#039;&amp;#039;, Ithaca Press, Reading 2000.&lt;br /&gt;
* Patricia Risso: &amp;#039;&amp;#039;Oman and Muscat. An Early Modern History&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, 2016.&lt;br /&gt;
* Abdulrahman al-Salimi und [[Michael Jansen (Archäologe)|Michael Jansen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Portugal in the Sea of Oman. Religion and Politics&amp;#039;&amp;#039;, 16 Bände mit 7680 Seiten, 1500 Dokumente, Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-8053-4374-9.&lt;br /&gt;
* John C. Wilkinson: &amp;#039;&amp;#039;The Imamate Tradition of Oman&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, Cambridge 1987, 2009.&lt;br /&gt;
* Abdel Razzaq Takriti: &amp;#039;&amp;#039;Monsoon Revolution. Republicans, Sultans, and Empires in Oman, 1965–1976&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2013; ISBN  0198783175.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|History of Oman|Geschichte Omans}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Geschichte nach Staat/Asien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Omans| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorderasiatische Geschichte|Oman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arabische Geschichte|Oman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ibaditen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
	</entry>
</feed>