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	<title>Geschenk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:37:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geschenk&amp;diff=56444&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HH58: /* Deutschland */ also entweder Singular oder Plural ...</title>
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		<updated>2025-11-06T11:45:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland: &lt;/span&gt; also entweder Singular oder Plural ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Übertragung von Eigentum. Für weitere Bedeutungen siehe [[Das Geschenk]].}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Royal Gardener John Rose and King Charles II - Hendrick Danckerts 1675.jpeg|mini|König [[Karl II. (England)|Karl II.]] erhält eine Ananas als Geschenk vom Royal Gardener John Rose (Gemälde 1675, zugeschrieben Hendrick Danckerts)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschenk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;(ein)schenken&amp;#039;&amp;#039;, also dem Bewirten eines Gastes) ist die freiwillige [[Eigentumsübertragung]] einer [[Sache (Recht)|Sache]] oder eines [[Recht]]s an den Beschenkten ohne [[Gegenleistung]] – also unmittelbar zunächst [[kostenlos]] für den Empfänger. Im übertragenen Sinne kann man auch jemandem &amp;#039;&amp;#039;seine Aufmerksamkeit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sein Vertrauen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;seine Liebe schenken&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schenken kann ein Ausdruck [[Altruismus|altruistischen]] [[Soziales Handeln|Handelns]] sein. In diesem Fall will der Schenkende dem Beschenkten uneigennützig eine [[Freude]] bereiten. Schenken kann aber auch einen gewissen sozialen Druck auf den Beschenkten ausüben, dem Schenkenden seinerseits für eine Gegenleistung („[[Bestechung]]“) verpflichtet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstände werden als Geschenk oft in [[Geschenkpapier]] verpackt. &amp;#039;&amp;#039;Geschenkband&amp;#039;&amp;#039; ist ein farbiges, dekoratives Band, mit dem Geschenke verziert werden. Es ist heutzutage in aller Regel aus [[Kunststoff]] und wird mit dekorativen [[Schleife (Knoten)|Schleifen]] am Geschenk befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Geschenk, das dem Beschenkten nichts Gutes tut, sondern ihm [[Unheil]] bringen soll, ist (in gehobener Sprache) ein [[Danaergeschenk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Karl Friedrich Wilhelm Wander]]s [[Deutsches Sprichwörter-Lexikon]] gibt es 57 Sprichwörter zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Schenken&amp;#039;&amp;#039; und 69 über das &amp;#039;&amp;#039;Geschenk&amp;#039;&amp;#039;; z. B. &amp;#039;&amp;#039;Besser schenken als borgen&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 2; Band 4, S. 142) oder &amp;#039;&amp;#039;Mit Geschenken kann man Mutter und Tochter lenken&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 54; Band 1, S. 1591).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwecke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2019-08-30 Scott Morrison visits Francisco Guterres 2.jpg|mini|Australiens Premierminister [[Scott Morrison]] übergibt ein Gastgeschenk an [[Osttimor]]s Präsidenten [[Francisco Guterres]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angenommene Geschenke verpflichten, denn sie sind vom Schenkenden immer mit einer Erwartung an den Beschenkten verbunden; sie sind also – soziologisch betrachtet – eine [[soziale Sanktion]], die eine soziale Antwort verlangt, etwa eine Dankesgeste, eine Gegengabe, eine freundlichere Einstellung zum Schenkenden oder das Einstellen feindseliger Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Motive:&lt;br /&gt;
* Ausdruck von [[Dank]]barkeit für ein erhaltenes Geschenk&lt;br /&gt;
** Hoffnung auf ein möglichst gleichwertiges oder sogar höherwertiges Gegengeschenk: „Mit der Wurst nach der Speckseite werfen“ ([[Volksmund]]).&lt;br /&gt;
* Ausdruck von [[Liebe]], [[Freundschaft]], Zuneigung oder Verbundenheit, z. B. Brautgeschenk&lt;br /&gt;
** [[Trost]], bei Kindern z. B. eine Süßigkeit nach einem Sturz; auch Ersatz für etwas Entgangenes&lt;br /&gt;
** Schenklust, Gebefreudigkeit, Großzügigkeit (&amp;#039;&amp;#039;vgl.&amp;#039;&amp;#039; auch [[Verschwendung]])&lt;br /&gt;
* Wirts- oder Gastgeschenke: Gästen wird ein „Herzliches Willkommen“ entboten und der Gast überreicht dem Gastgeber eine Gabe (z. B. Blumen, Wein) als Dank für die Einladung (auch &amp;#039;&amp;#039;Mitbringsel&amp;#039;&amp;#039; genannt); seltener bedeutet Gastgeschenk ein Geschenk des Gastgebers für seinen Gast.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Gastgeschenk |titel=Duden {{!}} Gastgeschenk {{!}} Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft |sprache=de |abruf=2022-09-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Gästen im Wirtshaus eine Runde (Bier oder Schnaps) ausgeben&lt;br /&gt;
* anonyme Schenkungen an weniger Vermögende (&amp;#039;&amp;#039;vgl.&amp;#039;&amp;#039; [[Wohltätigkeit]], [[Almosen]], [[Spende]]). Der Dank erscheint dem Schenkenden als von Gott gegeben („Vergelt’s Gott“) oder seinem „guten Gewissen“, bzw. vom [[Über-Ich]] in der Psychologie ([[Sigmund Freud|Freud]]).&lt;br /&gt;
* Anbahnung einer geschäftlichen bzw. beruflichen Beziehung ([[Werbegeschenk]] – &amp;#039;&amp;#039;vgl.&amp;#039;&amp;#039; auch [[Bestechung]])&lt;br /&gt;
** zur Motivation oder als Belohnung der Belegschaft bzw. des Personals (z. B. Sonderzahlungen);&lt;br /&gt;
** Ressourcen (Lagerkapazität) sollen geschont werden, Ware wird mit [[Werbung|werblichen]] Effekten verschenkt anstatt entsorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlässe ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Leider so gar keine Informationen darüber, wann diese Geschenke in welchen Kulturen üblich geworden sind. Ein bisschen mehr Kulturgeschichte und -geografie würde den Artikel sehr bereichern.}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Widmung mit Autograph Hermann Hiltbrunners.jpg|mini|hochkant=1|Gabe der [[Schweizerische Schillerstiftung|Schweizerischen Schillerstiftung]] zu Ehren des Autors [[Hermann Hiltbrunner]], 1945]]&lt;br /&gt;
Beliebte Geschenkanlässe sind [[Fest]]e und [[Feier]]n:&lt;br /&gt;
* [[Babyparty]] mit Geschenken für die Schwangere&lt;br /&gt;
* Geburt oder [[Taufe]] (das Neugeborene, auch die Wöchnerin, bzw. der Täufling werden beschenkt)&lt;br /&gt;
** [[Geburtstag]] (die Person, deren Geburt sich jährt, wird beschenkt, bewirtet aber auch ihre Gäste)&lt;br /&gt;
** [[Erstkommunion]], [[Konfirmation]] bzw. vergleichbare Feste anderer Glaubensbekenntnisse&lt;br /&gt;
** [[Muttertag]] (auch „[[Vatertag]]“): Die Kinder beschenken ihre Eltern.&lt;br /&gt;
** [[Namenstag]] (derjenige der das Fest seines Namenspatrons feiert erhält kleine Präsente)&lt;br /&gt;
* [[Ostern]]: Für Kinder werden oft Ostereier bzw. Süßigkeiten als Geschenk versteckt.&lt;br /&gt;
* [[Weihnachten]]: Ein Fest gegenseitigen Beschenkens („Bescherung“). Kleinen Kindern gegenüber werden die [[Weihnachtsgeschenk]]e auch als Geschenke Dritter („[[Weihnachtsmann]]“, „[[Christkind]]“) ausgegeben – vergleichbare soziale Bräuche existieren auch sonst, um überreich Beschenkte von der Verpflichtung zu entlasten, das Geschenk zu erwidern.&lt;br /&gt;
* [[Jahresgabe]] eines [[Verein]]s, [[Verlag]]s oder einer [[Institution]] an [[Mitglied]]er&lt;br /&gt;
* [[Valentinstag]] und [[Halloween]] sind teilweise auch in Deutschland als Geschenk-Anlässe adaptiert worden.&lt;br /&gt;
* [[Hochzeitsfeier|Hochzeit]]: Das Brautpaar erhält meist Geschenke. Im Gegenzug werden die Hochzeitsgäste (herkömmlich in Deutschland von den [[Brauteltern]]) auch bewirtet und erhalten manchmal auch kleine Gastgeschenke.&lt;br /&gt;
* [[Hochzeitstag]] (Silberhochzeit, Goldene Hochzeit etc.)&lt;br /&gt;
* eine bestandene [[Prüfung]] (der Abiturient oder der Student erhält Geschenke)&lt;br /&gt;
* ein [[Jubiläum]] (Jahrestag des Arbeitsbeginns, der Firmengründung, der Vereinsgründung, Beginn einer Beziehung etc.)&lt;br /&gt;
* [[Bestattung]]en (Grabkränze für den Toten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sind je nach Kulturkreis und Anlass auch Gastgeschenke bei Besuchen üblich. In der [[Diplomatie]] sind Gastgeschenke bei [[Staatsbesuch]]en obligatorisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schenken in Philosophie und Sozialwissenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Philosophie ===&lt;br /&gt;
Der Begriff der Gabe spielt besonders in den Philosophien von [[Emmanuel Levinas|Emmanuel Lévinas]] und [[Jacques Derrida]] eine wichtige Rolle. Er wird hier insbesondere diskutiert im Zusammenhang mit Begriffen wie [[Gastfreundschaft]], [[Wirtschaft|Ökonomie]] und [[Philosophie der Zeit|Zeit]] (vgl. die französische Polysemie von &amp;#039;&amp;#039;présent&amp;#039;&amp;#039; [[Präsenz|gegenwärtig/anwesend]] und Geschenk).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. u.&amp;amp;nbsp;a. Jacques Derrida: &amp;#039;&amp;#039;Zeit geben I. Falschgeld&amp;#039;&amp;#039;, München 1993&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Gabe, so Derrida, sei ohne Erwartung einer Gegengabe praktisch nicht denkbar, gleichzeitig aber schlösse das Konzept „Gabe“ in Reinform eine solche Erwartung gerade aus. Diese „unmögliche Möglichkeit“ (vgl. [[Paradoxon]], [[Aporie]]) ist Grundlage einer [[Ethik]] der [[Dekonstruktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Analysen von Derrida beziehen sich besonders auf [[Martin Heidegger]] und dessen Begriff des „es gibt“ sowie den berühmten &amp;#039;&amp;#039;Essai sur le don&amp;#039;&amp;#039; des französischen Soziologen [[Marcel Mauss]] von 1925 (&amp;#039;&amp;#039;siehe unten&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethnologie, Soziologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bronisław Malinowski]] erforschte in einer bahnbrechenden Studie die Grundlagen von [[Schenkökonomie|Geschenkökonomien]] anhand von Völkern der Südsee (&amp;#039;&amp;#039;vgl.&amp;#039;&amp;#039; [[Kula (Ritual)|Kula]]), in denen eine Kultur der Gabe besteht, die jenseits der Tauschökonomie funktioniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bronislaw Malinowski: &amp;#039;&amp;#039;Argonauten des westlichen Pazifik&amp;#039;&amp;#039;, [1922], ISBN 3-88074-450-5&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Marcel Mauss]] erläuterte mit solchen Forschungen, dass viele westliche Ideen von Geben, Nehmen, Schenken, Empfangen usw. auf denselben logischen Grundlagen ruhen wie der freie Markt und entsprechend nur einige Aspekte des Schenkens erfassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Mauss: &amp;#039;&amp;#039;Die Gabe. Form und Funktion des Austauschs in archaischen Gesellschaften&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1968 (zuerst 1925). Auch abgedruckt in: M. Mauss, Soziologie und Anthropologie, Bd. 2, Frankfurt am Main: Fischer 1989. Im Original &amp;#039;&amp;#039;Essai sur le don&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Sociologie et anthropologie&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tradition der indianischen [[First Nations|Kwakiutl]] am Unterlauf des [[Columbia River]] war es unter Häuptlingen unabweislich, Geschenke reichlicher zu erwidern. Das hatte nicht selten zur Folge, dass sich einer (oder beide) am Ende ruinierte.&amp;lt;br /&amp;gt;Noch heute wird bei vielen Stämmen Amerikas das Schenken in Form des s.g. „give away“ (vergleiche [[Potlatch]]) gepflegt und bei Veranstaltungen und Zeremonien werden Verwandte und Freunde reich beschenkt. Dies sind häufig Decken, Pferde, sogar Autos oder einfach praktische Dinge des täglichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychologie ===&lt;br /&gt;
Dem Grundsatz entsprechend, dass Belohnung (Schenken) für Lernen sorgt,&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Spitzer: Lernen - Gehirnforschung und die Schule des Lernens, Spektrum Verlag, Heidelberg, Berlin 2002; S. 180 f, 183&amp;lt;/ref&amp;gt; ist Schenken oder das Geschenk u. a. eine Einflussnahme auf Lernprozesse. Indem so für positive Emotionen gesorgt wird, wird Lernen initiiert. Auch wenn es der Schenkende nicht beabsichtigt, sorgt er für die „Änderungen kortikaler Repräsentationen“ ([[Manfred Spitzer]]); er beeinflusst Lernen beim Beschenkten (siehe dazu: [[Verstärkung (Psychologie)]] und [[Lernen]]). Wird in diesem Sinne geschenkt, erhält das Schenken einen strategischen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Bereits in primitiven Kulturen wurden Geschenke gemacht. Diese sollten Liebe und Zuneigung ausdrücken oder dienten als Statussymbol.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://overjoyd.de/geschichte-des-schenkens/ |titel=Geschichte des Schenkens |abruf=2023-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im alten Rom wurden während der Neujahrsfeiern Geschenke ([[Apophoreta]]) gemacht. Diese Geste sollte dem Schenkenden viel Glück im kommenden Jahr bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Recht ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Privatrecht]] bedarf ein Geschenk stets der [[Annahme (Recht)|Annahme]], also einer gegenseitigen [[Willenserklärung]] des Schenkenden und des Beschenkten. Erst durch diesen [[Schenkungsvertrag]] tritt der Rechtserfolg ein. Allgemein gilt der volkstümliche Grundsatz „Geschenkt ist geschenkt – wieder holen ist gestohlen“. Juristische Ausnahmen hierzu wie &amp;#039;&amp;#039;grober Un[[dank]]&amp;#039;&amp;#039; findet man unter [[Schenkung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden sind die sofort vollzogene Schenkung (Handschenkung, {{§|516|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]) und das Schenkungsversprechen (z. B. zur Übertragung eines Grundstücks, bei dem [[Form (Recht)|Formerfordernisse]] zu wahren sind {{§|518|bgb|juris}} BGB). Die Schenkung setzt eine unentgeltliche Zuwendung aus dem Vermögen des Schenkers in das Vermögen des Beschenkten voraus, bei dem sich beide Vertragspartner über die Unentgeltlichkeit einig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Schenkungen sind zum Beispiel die Ausstattung des Kindes im Sinne des {{§|1624|bgb|juris}} BGB und die so genannten &amp;#039;&amp;#039;unbenannten Zuwendungen&amp;#039;&amp;#039; unter Ehegatten. Von einer solchen spricht man, wenn sich Ehegatten Vermögensgegenstände zuwenden, die ihren Rechtsgrund in der bestehenden Ehe haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vermeidung erbrechtlicher Unklarheiten kann der Schenker anordnen, dass sich der Beschenkte die Schenkung nach {{§|2315|bgb|juris}} BGB auf den Pflichtteil anrechnen lassen muss oder die Schenkung nach {{§|2050|bgb|juris}} Abs. 3 BGB im Erbfall mit seinen Geschwistern ausgleichen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dienstkraft|Dienstkräften]] wie beispielsweise Beamten ist es nach dem Dienstrecht untersagt, Geschenke anzunehmen bzw. zu behalten. Damit soll vermieden werden, dass die Objektivität in der Erfüllung der Amtsgeschäfte beeinträchtigt wird (siehe auch [[Vorteilsannahme]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schenkungen sind unter Umständen [[Schenkungsteuer|steuerpflichtig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Das österreichische [[Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch|ABGB]] regelt in den §§&amp;amp;nbsp;938–942, 944 und 945 die Schenkung. Danach handelt es sich bei der unentgeltlichen Überlassung einer Sache um eine Schenkung (§&amp;amp;nbsp;938&amp;amp;nbsp;AGBG). Nach §&amp;amp;nbsp;285&amp;amp;nbsp;ABGB umfasst dieser Sachenbegriff aber auch Forderungen und allgemeine Rechte. Wie in Deutschland und der Schweiz handelt es sich um einen gegenseitigen [[Schuldrecht (Österreich)|schuldrechtlichen]] Vertrag. Der Vertrag wird als einseitig den Beschenkenden verpflichtender Vertrag aufgefasst. Damit es sich nach österreichischem Recht um eine Schenkung handelt muss der Schenkende einen Schenkungswillen haben und mit in Schenkungsabsicht handeln. Unentgeltliche Überlassungen, etwa zu Werbezwecken, können daher unter Umständen keine Geschenke sein. Seit 1875 ist ein Schenkungsvertrag, wenn die Sache nicht sogleich übergeben wird, nur gültig, wenn ein Notariatsakt durchgeführt wird (§&amp;amp;nbsp;943&amp;amp;nbsp;ABGB). Diese Vorschrift dient dem [[Gläubiger]]schutz, auch wenn sie dem Rechtsempfinden in der Bevölkerung zu widersprechen scheint.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uibk.ac.at/zivilrecht/buch/kap3_0.xml?section-view=true;section=5#DieSchenkung%C2%A7%C2%A7938ffABGB Heinz Barta (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zivilrecht. Grundriss und Einführung in das Rechtsdenken&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel 3, Abschnitt E. (Schenkung und Gläubigeranfechtung)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Im [[Recht (Schweiz)|Schweizer Recht]] handelt es sich bei Schenkungen um Verträge, die auf die unentgeltliche Erbringung einer Leistung ohne vorbestehenden rechtlichen Anlass gerichtet sind. Im schweizerischen [[Obligationenrecht (Schweiz)|Obligationenrecht]] ist die Schenkung seit einer Revision seit 1911/1912 in den Art. 239–252 geregelt. Die Regelung zeigt starke Einflüsse des deutschen [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]. Schenkungen können nach schweizerischem Recht nicht nur auf Gegenstände (&amp;#039;&amp;#039;Sachschenkung&amp;#039;&amp;#039;), sondern auch auf die [[Abtretung (Schweiz)|Abtretung]] von Forderungen oder ähnliches gerichtet sein. Es handelt sich nach schweizerischem Recht um einen schuldrechtlichen Vertrag. In der Schweiz ist allerdings die Wertung, ob es sich um eine Schenkung handelt, objektiv und nicht nach den Vorstellungen der Parteien zu beurteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eugenbucher.ch/pdf_files/Bucher_ORBT_06.pdf Eugen Bucher: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Zürich (Schulthess) 1988, § 6.] (PDF; 54&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschenkpapier]]&lt;br /&gt;
* [[Unglücksbringer (Geschenk)]] (Aberglaube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Berking]]: &amp;#039;&amp;#039;Schenken. Zur Anthropologie des Gebens&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt am Main 1996.&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Busch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschicktes Geben. Aporien der Gabe bei [[Jacques Derrida]]&amp;#039;&amp;#039;. Fink (Wilhelm), München 2004, ISBN 3-7705-3940-0.&lt;br /&gt;
* Frank Werthmann: Die unbenannte Zuwendung im Privatrechtssystem. Peter Lang GmbH, Frankfurt am Main 1990.&lt;br /&gt;
* [[Alain Caillé]]: &amp;#039;&amp;#039;Die doppelte Unbegreiflichkeit der reinen Gabe&amp;#039;&amp;#039;. In: Frank Adloff/Steffen Mau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Geben und Nehmen. Zur Soziologie der Reziprozität.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 2005. (Übersetzung von Caillé: &amp;#039;&amp;#039;Don, intérêt et désintéressement: [[Pierre Bourdieu|Bourdieu]], Mauss, [[Platon]] et quelques autres&amp;#039;&amp;#039;. La Découverte, Paris 1994, S. 239–248, 251–272.)&lt;br /&gt;
* [[Alain Caillé]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Paradigma der Gabe. Eine sozialtheoretische Ausweitung&amp;#039;&amp;#039;, transcript, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8376-6190-3.&lt;br /&gt;
* [[Iris Därmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Theorien der Gabe zur Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Junius, Hamburg 2010, ISBN 978-3-88506-675-0.&lt;br /&gt;
* [[Stephan Moebius]]/Christian Papilloud (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gift – Marcel Mauss’ Kulturtheorie der Gabe&amp;#039;&amp;#039;. VS, Wiesbaden 2006.&lt;br /&gt;
* [[Marcel Mauss]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gabe. Form und Funktion des Austauschs in archaischen Gesellschaften&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990. (Die bahnbrechende soziologische Studie zu diesem Thema, zuerst 1923/24.)&lt;br /&gt;
* Francois Perroux: &amp;#039;&amp;#039;Zwang, Tausch, Geschenk. Zur Kritik der Händlergesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Schwab, Stuttgart 1961.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schmied]]: &amp;#039;&amp;#039;Schenken. Über eine Form sozialen Handelns&amp;#039;&amp;#039;, Leske + Budrich, Opladen 1996.&lt;br /&gt;
* [[Karl Friedrich Wilhelm Wander]]: [[Deutsches Sprichwörter-Lexikon]], Edition Weltbild/Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion; Band 1–5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gifts|Geschenke}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4020511-3}}&lt;br /&gt;
* [https://taz.de/Soziologe-ueber-das-Schenken/!5471097/ &amp;#039;&amp;#039;Soziologe über das Schenken: Die Beziehung am Laufen halten&amp;#039;&amp;#039;] Holger Schwaiger im Interview mit Paul Wrusch in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung|Die Tageszeitung (taz)]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Dezember 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4020511-3|LCCN=sh/85/54894|NDL=00574949}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbezug]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HH58</name></author>
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