<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Geryon</id>
	<title>Geryon - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Geryon"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geryon&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T15:36:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geryon&amp;diff=114782&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: BKL erg.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Geryon&amp;diff=114782&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-22T15:01:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die mythologische Gestalt, für die gleichnamige Krabbengattung siehe [[Geryon (Gattung)]]. Siehe auch: [[Mount Geryon]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Heracles Geryon Louvre F55.jpg|250px|mini|Herakles im Kampf mit dem dreileibigen Geryon, attische [[Amphora]] des [[Schwarzfigurige Vasenmalerei|schwarzfigurigen Stils]], [[Gruppe E]], um 540 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geryon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Γηρυών|Gēryṓn}}), auch &amp;#039;&amp;#039;Geryones&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Γηρυόνης|Gēryónēs}}), &amp;#039;&amp;#039;Geryoneas&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Γηρυονέας|Gēryonéas}}) und &amp;#039;&amp;#039;Geryoneus&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Γηρυονεύς|Gēryóneús}}), ist eine Gestalt der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antiker Mythos ==&lt;br /&gt;
Geryon war der Sohn des [[Chrysaor]] und der [[Okeanide]] [[Kallirrhoë (Tochter des Okeanos)|Kallirrhoë]] und lebte auf der Insel [[Erytheia (Insel)|Erytheia]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hesiod, &amp;#039;&amp;#039;[[Theogonie]]&amp;#039;&amp;#039; 287–290; [[Herodot]] 4,8&amp;lt;/ref&amp;gt; („Rotland“, Land der Abendröte), die sich weit im Westen jenseits der [[Säulen des Herakles]] und nahe [[Cádiz|Gadeira (Cádiz)]] oder unter den westlichen Inseln der [[Hesperiden (mythologischer Ort)|Hesperiden]] befunden haben soll. Laut [[Hekataios von Milet|Hekataios]] herrschte Geryon hingegen in der Gegend um den [[Ambrakischer Golf|Ambrakischen Golf]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei [[Arrian]], &amp;#039;&amp;#039;Anábasis Alexándrou&amp;#039;&amp;#039; 2,16,5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geryon besaß drei an der Hüfte zusammengewachsene Leiber&amp;lt;ref&amp;gt;[[Euripides]], &amp;#039;&amp;#039;Herakles&amp;#039;&amp;#039; 423&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird oft gerüstet mit drei Schwertern und Schilden sowie manchmal geflügelt dargestellt. Sein außergewöhnlich schönes Vieh, eine Herde roter Stiere, wurde von dem Hirten [[Eurytion (Riese)|Eurytion]] und dem zweiköpfigen Hund [[Orthos]], einem Bruder des [[Kerberos]], bewacht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Bibliotheke des Apollodor]]&amp;#039;&amp;#039; 2,5,10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehnte Aufgabe des [[Herakles]] bestand darin, diese Herde zu rauben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Diodor]] 4,17–24&amp;lt;/ref&amp;gt; Herakles brachte die Rinder in seine Gewalt, indem er Orthos und Eurytion mit seiner Keule erschlug. Als [[Menoites]], der in der Nähe das Vieh des [[Hades]] weidete, Geryon von diesem Überfall berichtete, eilte dieser herbei und forderte Herakles am Fluss &amp;#039;&amp;#039;Anthemos&amp;#039;&amp;#039; zum Kampf heraus. Herakles tötete ihn mit einem einzigen Pfeil&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hyginus Mythographus|Hyginus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogiae|Fabulae]]&amp;#039;&amp;#039; 30&amp;lt;/ref&amp;gt;, der mit dem Blut der [[Hydra (Mythologie)|Hydra]] getränkt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geryons Grab wurde in [[Cádiz|Gades (Cádiz)]] vermutet, wo laut [[Philostratos von Lemnos|Flavius Philostratos]] (&amp;#039;&amp;#039;Vit. Apollon.&amp;#039;&amp;#039; V, 5) auf dem Grabhügel Geryons zwei wundersame Bäume von einer durch Kreuzung aus Fichte und Pinie entstandenen dritten Art standen, von deren Rinde Blut tropfte. Gebeine Geryons sollen auch in Heiligtümern in [[Olympia (Griechenland)|Olympia]] und [[Theben (Böotien)|Theben]] aufbewahrt worden sein. Ein [[Orakel]] des Geryon befand sich in [[Padua|Patavium (Padua)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Dreileibigkeit wurde Geryon in der klassischen lateinischen Literatur gerne mit Beiwörtern wie &amp;#039;&amp;#039;tricorpor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;triformis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;tergeminus&amp;#039;&amp;#039; apostrophiert. Die christlichen Autoren führten ihn teils als historisch verbürgtes Monstrum an, oder erklärten ihn auch als Fabelwesen, wobei im letzteren Fall dann in der Tradition von [[Isidor von Sevilla]] (&amp;#039;&amp;#039;Etym.&amp;#039;&amp;#039; XI, iii, 28) der wahre historische Kern der Fiktion („fictum“) so gesehen wurde, dass es sich in Wirklichkeit um drei Brüder gehandelt habe, zwischen denen solche Eintracht bestand, dass gleichsam eine einzige Seele in drei Leibern lebte („tres fratres tantae concordiae ut in tribus corporibus quasi una anima esset“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geryon bei Dante ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geryon Landino 1497.jpg|250px|mini|Vergil besteigt Geryon, Dante noch ängstlich zögernd - Auszug aus dem Holzschnitt der Ausgabe von [[Cristoforo Landino|Landino]], Venedig 1497]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandro Botticelli - Drawings for Dante´s Divine Comedy - Google Art Project.jpg|miniatur|Dante und Vergil am 8. Höllenschlund mit Geryon als Wächter, Illustration von Sandro Botticelli, 1481–88.]]&lt;br /&gt;
Seit dem späten Mittelalter stehen künstlerische und literarische Darstellungen Geryons vielfach unter dem Einfluss der von der antiken Tradition stark abweichenden Behandlung in [[Dante Alighieri|Dantes]] &amp;#039;&amp;#039;Inferno&amp;#039;&amp;#039;, wo Geryon (ital. &amp;#039;&amp;#039;Gerione&amp;#039;&amp;#039;) als Wächtergestalt am Übergang vom siebten zum achten Höllenkreis, dem Höllenkreis des Betruges, erscheint und als eine [[Allegorie]] des Betruges („imagine di froda“) ausgeführt ist (&amp;#039;&amp;#039;Inf.&amp;#039;&amp;#039; XVI-XVII). Statt dreier menschlicher Oberkörper vereint Geryon nunmehr in sich die drei Naturen von Mensch, Schlangenwesen und löwenähnlichem Raubtier. Statt dreier Häupter besitzt er jetzt nur noch ein einziges, mit dem Gesicht eines „gerechten“ und „gütigen“ Menschen („La faccia sua era faccia d&amp;#039;uom giusto / tanto benigna avea di fuor la pelle“). Der übrige Leib ist der einer Schlange („serpente“), am Rücken, an der Brust und an den Seiten gezeichnet mit buntschillernden „Knoten und kleinen Kreisen“ („dipinti ... di node e di rotelle“), und ausgestattet „wie ein Skorpion“ mit einem langen giftigen und an der Spitze gegabelten Stachelschwanz („la venenosa forca / ch&amp;#039;a guisa di scorpion la punta armava“). Die raubtierähnliche Natur schließlich ist angedeutet durch zwei „bis zu den Achseln mit Pelz behaarte Pranken“ („due branche avea pilose insin l&amp;#039;ascelle“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den späteren Illustratoren wird Geryon zuweilen mit Flügeln ausgestattet, die Dantes Text nicht erwähnt. Geryon besitzt jedoch die von Dante eindrucksvoll geschilderte Fähigkeit zu fliegen, nämlich wie ein Schwimmer oder Taucher durch die „dicke Luft“ („aere grosso“) der Hölle zu schwimmen, indem er mit den Pranken Luft schaufelt („con le branche l&amp;#039;aere a sé raccolse“) und seine serpentinenförmige Flugbewegung „wie ein Aal“ („come anguilla“) mit dem Schwanz steuert. Dank dieser Fähigkeit kann er den Jenseitswanderer Dante und dessen Führer [[Vergil]] auf seinen Schultern durch die Luft vom klippenartigen Rand des siebten hinab auf den Grund des achten Höllenkreises tragen, wobei Vergil seinen Schützling Dante vor sich aufsitzen lässt und ihn mit den Armen umschlingt, um ihn, wie die Kommentatoren erklären, vor dem tückischen Schwanz des Untiers zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorbilder Dantes hat man verschiedene Fabelwesen in der mittelalterlichen Naturkunde und [[Heraldik]] angeführt, so besonders das &amp;#039;&amp;#039;Marintomorium&amp;#039;&amp;#039; (lat.) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Mantikor|Mantricors]]&amp;#039;&amp;#039; (altfranz.) bei [[Albertus Magnus]] und [[Brunetto Latini]], das sich durch einen menschlichen Kopf, einen löwenähnlichen Leib mit Löwenfüßen und einen Skorpionenschwanz sowie durch große Geschwindigkeit auszeichnet. Ferner aus dem Bereich der biblischen Tradition mittelalterliche Darstellungen [[Satan]]s bei der Verführung [[Adam und Eva|Evas]] im [[Garten Eden|Paradies]] als Schlange mit menschlichem Antlitz, sowie die geflügelten Heuschreckenwesen („lucustae“) der [[Offenbarung des Johannes|Johannesapokalypse]], die mit goldenen Kronen gekrönt, wie Rösser in der Schlacht mit Panzern gerüstet und [[Abaddon]], dem Engel des Abgrunds, unterstellt sind: sie besitzen Menschengesichter, Haare wie Frauen, Zähne wie Löwen: „Sie haben Schwänze und Stacheln wie Skorpione und in ihren Schwänzen ist die Kraft, mit der sie den Menschen schaden, fünf Monate lang“ (&amp;#039;&amp;#039;Apc&amp;#039;&amp;#039; 9,10 - Einheitsübersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Antiker Mythos ===&lt;br /&gt;
* {{Roscher|1,2|1630|1638|Geryoneus|[[Friedrich Adolf Voigt]]}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Kerényi]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mythologie der Griechen – Die Götter- und Menschheitsgeschichten&amp;#039;&amp;#039;, dtv, München 1994, ISBN 3-423-30030-2.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grant]] und John Hazel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der antiken Mythen und Gestalten&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 2004, ISBN 3-423-32508-9.&lt;br /&gt;
* [[Robert von Ranke-Graves]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Mythologie – Quellen und Deutung&amp;#039;&amp;#039;. rororo, Hamburg 2001, ISBN 3-499-55404-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geryon bei Dante ===&lt;br /&gt;
* Ausonio De Wit: &amp;#039;&amp;#039;Il Gerione di Dante&amp;#039;&amp;#039;. In: L&amp;#039;Alighieri 4 (1893), S. 199–204.&lt;br /&gt;
* F. Cipolla: &amp;#039;&amp;#039;Il Gerione di Dante&amp;#039;&amp;#039;. In: Atti del Reale [[Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti]], serie VII, tomo 53 (1894–95), S. 706–710.&lt;br /&gt;
* A. C. Chrisholm: &amp;#039;&amp;#039;The Prototype of Dante&amp;#039;s Geryon&amp;#039;&amp;#039;. In: Modern Language Review 24,4 (1929), S. 451–454.&lt;br /&gt;
* Hermann Gmelin: &amp;#039;&amp;#039;Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie&amp;#039;&amp;#039;, Band IV, Ernst Klett, Stuttgart, 1954, S. 269–270.&lt;br /&gt;
* John Block Friedman: &amp;#039;&amp;#039;Antichrist and the Iconography of Dante&amp;#039;s Geryon&amp;#039;&amp;#039;. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 35 (1972), S. 108–122.&lt;br /&gt;
* M. Bregoli Russo: &amp;#039;&amp;#039;Per la figura di Gerione&amp;#039;&amp;#039;. In: L&amp;#039;Alighieri 18,2 (1977), S. 51–52.&lt;br /&gt;
* Dante Nardo: &amp;#039;&amp;#039;Gerione da Virgilio a Dante&amp;#039;&amp;#039;. In: Paideia 39 (1984), S. 161 ff.&lt;br /&gt;
* Roberto Ubbidiente: «Ecco la fiera con la coda aguzza»: su Inferno XVII e il Gerione botticelliano, simbolo dell’“anti-Ragione”. In: Dante e Botticelli. Atti del Convegno internazionale di Potsdam (29.–31. Oktober 2018). Firenze: Franco Cesati Editore, 2021 (Dante visualizzato; Bd. IV). C. Klettke (Hrsg.), S. 109–132.&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Geryon|Geryon}}&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w673}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118538926|LCCN=sh87001242|VIAF=15560969}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreatur der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herakles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
	</entry>
</feed>