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	<title>Gerty Spies - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:55:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerty_Spies&amp;diff=757951&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Leben und Werk */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-10-21T17:54:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerty Spies&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Januar]] [[1897]] als &amp;#039;&amp;#039;Gertrud Gumprich&amp;#039;&amp;#039; in [[Trier]]; † [[10. Oktober]] [[1997]] in [[München]]) war eine [[deutsche Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Spies war die Tochter des [[Juden|jüdischen]] [[Kaufmann]]s und [[Dialektliteratur|Mundartdichters]] [[Siegmund Gumprich]]. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kindergärtnerin in [[Frankfurt am Main]], kehrte jedoch, als ihr Bruder im September 1918 in Frankreich [[Erster Weltkrieg|fiel]], zu ihren Eltern zurück. 1920 heiratete sie einen Chemiker und zog mit ihm nach [[Freiburg im Breisgau]]. Aus der Ehe, die 1927 geschieden wurde, gingen zwei Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 zog Spies nach [[München-Schwabing]]. Dort begann sie zu schreiben, vor allem Gedichte und Humoristisches. Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] 1933 lebte sie in zunehmender gesellschaftlicher Isolation. 1939 wurde sie zur Arbeit in einem Münchner Verlag verpflichtet und schließlich im Juli 1942 ins [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]] deportiert. Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es ihr, ermutigt von der ebenfalls dort internierten Schriftstellerin [[Elsa Bernstein]], ihre literarische Arbeit zu intensivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 kehrte sie nach München zurück – als eine von nur 200 Überlebenden der ehemals 12.000 jüdischen Einwohner der Stadt. Sie engagierte sich beim &amp;#039;&amp;#039;Bayerischen Hilfswerk für die durch die Nürnberger Gesetze Betroffenen&amp;#039;&amp;#039;. 1947 erschien ihr Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Theresienstadt&amp;#039;&amp;#039; in einem Münchner Kleinverlag. Für ihre autobiographischen Aufzeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Drei Jahre Theresienstadt&amp;#039;&amp;#039; und ihren Roman &amp;#039;&amp;#039;Bittere Jugend&amp;#039;&amp;#039; hingegen fand sich in den 1950er Jahren kein Verleger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1984 erschien &amp;#039;&amp;#039;Drei Jahre Theresienstadt&amp;#039;&amp;#039;, 1987 der Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Im Staube gefunden&amp;#039;&amp;#039;, 1992 die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Das schwarze Kleid&amp;#039;&amp;#039; und kurz vor ihrem Tod 1997 &amp;#039;&amp;#039;Bittere Jugend&amp;#039;&amp;#039;. Daneben verfasste Gerty Spies auch Märchen und Gedichte für Kinder, Satirisches und politisch engagierte Lyrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dichterin starb mit 100 Jahren in München. Ihre Grabinschrift hatte sie selbst verfasst: „Ich liebte, lachte und litt (...)“. Sie liegt auf dem &amp;#039;&amp;#039;Neuen Israelitischen Friedhof&amp;#039;&amp;#039; in München begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerhard Willhalm |url=https://stadtgeschichte-muenchen.de/friedhof/d_grab.php?id=2387 |titel=Münchner Stadtgeschichte - Das Stadtportal zur Geschichte Münchens |sprache=de |abruf=2025-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 benannte die Stadt Trier eine Straße, die zuvor nach [[Paul von Hindenburg]] benannt war, zu Ehren der Schriftstellerin in [[Gerty-Spies-Straße (Trier)|Gerty-Spies-Straße]] um.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rebecca Schaal |url=https://www.volksfreund.de/region/trier-trierer-land/hindenburgstrasse-in-trier-umbenannt-in-gerty-spies-strasse_aid-62897823 |titel=Hindenburgstraße in Trier umbenannt in Gerty-Spies-Straße |werk=volksfreund.de |datum=2021-09-21 |abruf=2024-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In München im Stadtbezirk [[Sendling-Westpark]] gibt es ebenfalls eine Gerty-Spies-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1984 Ernennung zur Ehrenvorsitzenden der [[Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit München]]&lt;br /&gt;
* 1986 [[Schwabinger Kunstpreis]] für Literatur&lt;br /&gt;
* 1987: Verdienstkreuz am Bande des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
* Seit 1996: Vergabe des &amp;#039;&amp;#039;[[Gerty-Spies-Literaturpreis]]es&amp;#039;&amp;#039; der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
* 2025: [[FrauenOrte in Bayern|FrauenOrt]] in München für Gerty Spies&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bayerns-frauen.de/orte/gerty-spies.php |autor=Starke Frauen Bayern |hrsg=Starke Frauen Bayern |titel=Gerty Spies |werk=bayerns-frauen.de |sprache=de |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2025-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theresienstadt&amp;#039;&amp;#039;. Gedichte. München: Freitag-Verlag, 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie ich es überlebte. Ein Dokument&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hochland (Zeitschrift)|Hochland]]&amp;#039;&amp;#039;, 50. Jg., Nr. 4, 1958. S. 350–360.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drei Jahre Theresienstadt&amp;#039;&amp;#039;. [Lebenserinnerungen.] München: Kaiser, 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Staube gefunden&amp;#039;&amp;#039;. Gedichte. München: Kaiser, 1987.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das schwarze Kleid&amp;#039;&amp;#039;. Erzählung. München: Kaiser, 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedichte aus dem Konzentrationslager und aus den nachfolgenden Jahren&amp;#039;&amp;#039;. Deggendorf: Weiß, 1993.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bittere Jugend. Ein Roman von Verfolgung und Überleben im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Hans-Georg Meyer. Mit einem Nachwort von [[Sigfrid Gauch]] und autobiographischen Notizen von Gerty Spies. Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M.: Brandes und Apsel, 1997. ISBN 3-86099-456-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Des Unschuldigen Schuld. Eine Auswahl aus dem Werk anlässlich der ersten Verleihung des Gerty-Spies-Literaturpreises der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz&amp;#039;&amp;#039;. Zusammengestellt von Dieter Lamping und Hans-Georg Meyer. Mainz: Landeszentrale für politische Bildung, 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sigfrid Gauch: &amp;#039;&amp;#039;Zu Besuch bei Gerty Spies&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs. Rheinland-pfälzisches Jahrbuch für Literatur&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4. Frankfurt am Main 1997. S. 177–181.&lt;br /&gt;
* Sigfrid Gauch: &amp;#039;&amp;#039;Gerty Spies – ein Jahrhundert Leben&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kurtrierisches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von der Stadtbibliothek Trier und dem Verein Kurtrierisches Jahrbuch e. V., Trier 1998.&lt;br /&gt;
* Sigfrid Gauch: &amp;#039;&amp;#039;Die Schriftstellerin Gerty Spies.&amp;#039;&amp;#039; Aus der Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Blätter zum Land&amp;#039;&amp;#039; der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Nr. 1/2000. ([https://www.politische-bildung.rlp.de/fileadmin/download/d52005.pdf online, PDF-Datei])&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|692|693|Spies, Gerty, geborene Gumprich|Sigfrid Gauch|118752006}}&lt;br /&gt;
* Hans-Georg Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Leben in Deutschland. Der Gerty-Spies-Preis, ein gesellschaftspolitischer Literaturpreis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs. Rheinland-pfälzisches Jahrbuch für Literatur&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4. Frankfurt am Main 1997. S. 182–190.&lt;br /&gt;
* Renate Wall: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen im Exil 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Gießen 2004. S. 417 ff.&lt;br /&gt;
* Josef Zierden: &amp;#039;&amp;#039;Literaturlexikon Rheinland-Pfalz&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Maim 1998. S. 305 ff.&lt;br /&gt;
* Paul Pinchas Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Gerty Spies: Leben und Schreiben einer deutsch-jüdischen Schriftstellerin&amp;#039;&amp;#039;. Jerusalem 2019. ISBN 978-965-572-456-1&lt;br /&gt;
* Gunter Franz: &amp;#039;&amp;#039;Spies, Gerty (Gertrud)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Heinz Monz]] (Hrsg.): [[Trierer biographisches Lexikon]], Trier Wissenschaftlicher Verlag 2000, ISBN 3-88476-400-4, S.&amp;amp;nbsp;441&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118752006}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=pta1254}}&lt;br /&gt;
* [https://politische-bildung.rlp.de/fileadmin/files/Blaetter_zum_Land/gertyspies.pdf Blätter zum Land 1&amp;#039;2000, Die schriftstellerin Gerty Spies, In: politische-Bildung.rlp.de (PDF)]&lt;br /&gt;
* [https://www.gcjz-m.de/geschichte/gerty-spies/ Gerty Spies, von Rachel Salamander, In: gcjz-m.de]&lt;br /&gt;
* [https://politische-bildung.rlp.de/fileadmin/files/downloads/Ref3/Gerty_Spies_Broschuere_LpB_Aufl_2016.pdf Des Unschuldigen Land, Gerty-Spies-Literarturpreis, Landeszentrale Politische Bildung Rheinland-Pfalz (PDF)]&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/viertel-stunde-ich-liebte-lachte-und-litt-1.3226347 “Ich liebte, lachte und litt”, Die Holocaust-Überlebende Gerty Spies erinnerte als Zeitzeugin daran, wozu Menschen fähig sind. Nun erinnert eine Straße an sie, von Berthold Neff] In: Süddeutsche Zeitung, vom 28. Oktober 2016&lt;br /&gt;
* [https://hdbg.eu/zeitzeugen/detail/deportationen/gerty-spies/257 Eintrag im Personenlexikon] vom [[Haus der Bayerischen Geschichte: Museum|Haus der Bayerischen Geschichte.]]&lt;br /&gt;
* [https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/spies-gerty-789 Eintrag im Online-Lexikon] des [[NS-Dokumentationszentrum München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118752006|LCCN=n97008808|VIAF=62344300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spies, Gerty}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spies, Gerty&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gumprich, Gertrud (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Januar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Trier]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Oktober 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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