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	<title>Gertrud Lutz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gertrud_Lutz&amp;diff=1939691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Feurio! am 3. November 2025 um 10:56 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-03T10:56:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die deutsche Widerstandskämpferin Gertrud Lutz. Für die gleichnamige Schweizer Widerstandskämpferin und UNICEF-Vizepräsidentin siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Gertrud Lutz-Fankhauser]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gertrud Lutz.jpg|mini|Gertrud Lutz mit Tochter 1942]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gertrud „Trude“ Lutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Schlotterbeck&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. September]] [[1910]] in [[Reutlingen]]; † [[30. November]] [[1944]] im [[KZ Dachau]]), war eine deutsche [[Widerstandskämpferin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gertrud Schlotterbeck war die Tochter des Metallarbeiters Gotthilf Schlotterbeck und seiner Frau Maria Schlotterbeck; ihre Brüder waren die Widerstandskämpfer [[Friedrich Schlotterbeck]] (1909–1979) und [[Hermann Schlotterbeck]] (1919–1945). Sie wuchs in [[Luginsland (Stuttgart)|Stuttgart-Luginsland]] auf. Nach ihrer kaufmännischen Ausbildung wurde sie zunächst arbeitslos. Sie wurde Mitglied des [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands (KJVD)]] und trat 1931 in die [[KPD]] ein. Zu dieser Zeit arbeitete sie als Kontoristin bei einem Stuttgarter Verlag, der kommunistische Schriften publizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1932 erfolgte die erste Verhaftung und Untersuchungshaft wegen &amp;#039;&amp;#039;des Verdachtes der kommunistischen Zersetzung&amp;#039;&amp;#039;, am 4. Februar 1933 wurde das Verfahren auf Grund des Straffreiheitsgesetz vom 20. Dezember 1932 eingestellt (Amnestie). Im Frühjahr 1933 flüchtete sie aus [[Stuttgart]] und suchte Arbeit im Untergrund. Am 24. Oktober 1933 folgte eine erneute Verhaftung wegen Verdachts der &amp;#039;&amp;#039;Verbreitung kommunistischer Zersetzungsschriften&amp;#039;&amp;#039;, am 7. September 1934 wurde sie zu 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt wegen &amp;#039;&amp;#039;Vorbereitung zum Hochverrat&amp;#039;&amp;#039;. Ab September 1934 bis zum 21. April 1936 war sie im [[Kloster Gotteszell (Württemberg)|Frauen-KZ Gotteszell]] bei [[Schwäbisch Gmünd]] inhaftiert. Statt einer Freilassung erfolgte danach die direkte Überstellung als [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhäftling]] in das [[KZ Moringen|Frauen-KZ Moringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entlassung am 7. Dezember 1936 wohnte sie wieder in [[Luginsland (Stuttgart)|Luginsland]], Annastr. 6 dann in [[Stuttgart-Degerloch]] (Auf dem Haigst 6) und arbeitete bis März 1939 als Stenotypistin. 1938 heiratete sie den Forstassessor Walter Lutz (* 13. Januar 1906). Im September 1939 bei Kriegsbeginn wurde Gertrud Lutz „vorbeugend inhaftiert“ kam aber nach kurzer Zeit wieder frei, ihr Mann Walter Lutz wurde Anfang 1942 eingezogen. Am 2. August 1942 wurde ihre Tochter Wilfriede Sonnhilde geboren. Mitten im Krieg ein Kind „Will-Friede“ zu rufen, lässt auf den Mut der Mutter schließen. Am 2. Oktober 1942 fiel Walter Lutz in [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Russland]], er hatte seine Tochter nie gesehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Riedlingen - Johann Gottlieb Aberle - Hermann Eugen Schlotterbeck - Andreas Stadler - I.jpg|alternativtext=.|mini|174x174px|links|Gedenkstein für Hermann Schlotterbeck, Gottlieb Aberle und Andreas Stadler am Klärwerk Riedlingen]]&lt;br /&gt;
Seitdem ihr Bruder [[Friedrich Schlotterbeck]] am 28. August 1943 aus dem [[KZ Welzheim]] entlassen worden war, arbeitete die ganze Familie Schlotterbeck im Stadtteil Luginsland in [[Stuttgart-Untertürkheim]] aktiv gegen das [[NS-Regime]]. Gertrud Lutz zog im Januar 1944 nach [[Grabenstetten]] auf die Schwäbische Alb zur Familie des Landwirts und Bäckermeisters Gustav Keller, um sich und ihr Kind vor den zunehmenden Bombenangriffen zu schützen. Im Mai 1944 erfuhr ihr Bruder Friedrich, dass die Widerstandsgruppe Schlotterbeck durch [[Eugen Nesper (Agent)|Eugen Nesper]] an die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verraten worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf getrennten Wegen versuchten Friedrich, sein Bruder Hermann, seine Braut [[Else Himmelheber]] und [[Karl Stäbler]] in die [[Schweiz]] zu fliehen. Friedrich Schlotterbeck gelang als einzigem die Flucht. Gertrud Lutz wähnte sich in Sicherheit, wurde aber am 10. Juni 1944 gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Tochter im Zuge der Sippenhaft verhaftet. Ihre Tochter kam – noch nicht zwei Jahre alt – zunächst in ein [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NSV-Kinderheim]] nach [[Waiblingen]]. Aus dem Gefängnis organisierte Lutz, dass die Familie Gustav Keller sich des Kindes annahm und es nach Grabenstetten holte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Gertrud-Lutz.jpg|mini|Der Stolperstein, verlegt in Stuttgart-Degerloch vor dem Haus Auf dem Haigst 6]]&lt;br /&gt;
Weitere Festnahmen im Zuge der [[Sippenhaft#Nationalsozialismus|Sippenhaft]] aus dem Freundeskreis erfolgten Anfang Juni in Stuttgart. Verhaftet wurden Erich Heinser, Emil Gärttner, Sofie Klenk, Emi Seitz und Hermann Seitz sowie Frieda Schwille aus Pfullingen. Else Himmelheber, der Braut von Friedrich Schlotterbeck, gelang es zunächst, sich vor der Gestapo zu verstecken, aber auch sie wurde gefasst und inhaftiert. Sie wurde wie die anderen Mitglieder der „Gruppe Schlotterbeck“  monatelang verhört und vermutlich auch gefoltert, ohne dass sie Angaben über ihre Verbindungen und ihre Untergrundtätigkeit machte. Am 27. November 1944 wurden Gertrud Lutz, Else Himmelheber sowie die Eltern Schlotterbeck von Stuttgart ins [[KZ Dachau]] transportiert und dort ohne Gerichtsverhandlung am 30. November 1944 ermordet. Ihr Bruder Hermann Schlotterbeck wurde erst im September 1944 verhaftet und monatelang im KZ Welzheim gefoltert. Auf dem Rückzug vor den Franzosen wurden die Insassen des KZ Welzheim Richtung Oberschwaben gebracht, in einem Wald bei [[Riedlingen]] nahe der Donau wurde Hermann Schlotterbeck am 21. April 1945 durch den SS-Mann Albert Rentschler erschossen. [[Friedrich Schlotterbeck]]  nahm sich mit seiner Frau Anna des Kindes seiner Schwester an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1948 Ehrengrab auf dem Friedhof Stuttgart-Untertürkheim für die Widerstandsgruppe Schlotterbeck.&lt;br /&gt;
* In [[Leipzig]] wurde 1950 eine Straße nach ihr benannt.&lt;br /&gt;
* In [[Freist]] bei Eisleben trug ein Kinderheim den Namen „Gertrud Lutz“.&lt;br /&gt;
* Am 5. Oktober 2009 wurde zur Erinnerung an Gertrud Lutz vor dem Haus in Stuttgart-Degerloch Auf dem Haigst 6 ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt.&lt;br /&gt;
* Seit 2023 besteht in Tübingen das „Linke Zentrum Trude Lutz“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://linkeszentrum-tuebingen.org/ueber-uns/ |titel=Linkes Zentrum Trude Lutz |sprache=de-DE |abruf=2025-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Randecker, Michael Horlacher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;»Mein Gott, Grabenstetten ist mir doch wie ein kleines Paradies in Erinnerung« - »100 Jahre Gertrud Lutz, geb. Schlotterbeck«, Briefe, Dokumente, Bilder.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2010&lt;br /&gt;
* Friedrich Schlotterbeck: &amp;#039;&amp;#039;Wegen Vorbereitung zum Hochverrat hingerichtet...&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Zukunft, Reutlingen 1947&lt;br /&gt;
* Friedrich Schlotterbeck: &amp;#039;&amp;#039;Je dunkler die Nacht... Erinnerungen eines deutschen Arbeiters 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; Gabriele Walter Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3-925440-10-0&lt;br /&gt;
* Julius Schätzle: &amp;#039;&amp;#039;Stationen zur Hölle – Konzentrationslager in Baden und Württemberg 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; Röderberg-Verlag, Frankfurt 1974, ISBN 3-87682-035-9&lt;br /&gt;
* Jutta von Freyberg, Ursula Krause-Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Moringen, Lichtenburg, Ravensbrück Frauen im Konzentrationslager 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Akademische Schriften, ISBN 3-88864-215-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wirtemberg.de/stolperstein.htm Stolperstein für Gertrud Lutz]&lt;br /&gt;
* [http://www.wirtemberg.de/widerstandsgruppe-schlotterbeck.htm Die Widerstandsgruppe Schlotterbeck aus Luginsland]&lt;br /&gt;
* [http://www.bv-untertuerkheim.de/pdf/Friedrich-Schlotterbeck.pdf Friedrich Schlotterbeck … Wegen Vorbereitung zum Hochverrat hingerichtet] (PDF-Datei; 3,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://linkeszentrum-tuebingen.org/ Linkes Zentrum Trude Lutz in Tübingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=144049309|VIAF=170444419}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lutz, Gertrud}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Moringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Stuttgart ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stuttgart)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandsgruppe Schlotterbeck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lutz, Gertrud&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lutz, Trude; Schlotterbeck, Gertrud (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. September 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Reutlingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. November 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Feurio!</name></author>
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