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	<title>Gertrud Bobek - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T07:20:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-28T17:29:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; WP:LIT&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gertrud Bobek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[15. November]] [[1898]] in  [[Bingen am Rhein|Bingen]]; gestorben [[25. Juni]] [[2000]] in [[Bautzen]]) war eine deutsche [[Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]] und in der [[DDR]] ein hochrangiges Mitglied der [[SED]], [[Staatssekretär]]in und stellvertretende [[Ministerium für Volksbildung (DDR)|DDR-Ministerin für Volksbildung]] von 1954 bis 1958. Die Stadt Bautzen verlieh ihr zu Zeiten der DDR die mittlerweile erloschene [[Ehrenbürgerschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gertrud Denner war eine Tochter des approbierten Dozenten für Elektrotechnik Otto Denner und seiner Ehefrau Helene. Sie studierte in [[München]] und promovierte an der Philosophischen Fakultät der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der SPD zur KPD ===&lt;br /&gt;
Schon während des Studiums engagierte sie sich in der linken freien Studentenbewegung. 21-jährig wurde sie Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], erklärte aber 1928 den Parteiaustritt. Mit 28 heiratete sie den deutschjüdischen Physikochemiker Dr. [[Felix Bobek]], der in einem Versuchslaboratorium der Berliner Elektrofirma [[Osram]] beschäftigt war. Sie wurde Mutter zweier Töchter, später mit dem Namen [[Eva Müller (Ökonomin)|Eva Müller]] und Anna Kerstan. Zusammen mit ihrem Ehemann trat sie 1932 der KPD in Berlin bei. Auch nach dem [[Reichstagsbrand]] und der danach verstärkt betriebenen Verfolgung von Regimegegnern waren beide Eheleute weiterhin politisch aktiv tätig. Felix Bobek wurde wegen illegaler antifaschistischer Aktivitäten 1935 verhaftet. Daraufhin floh Gertrud Bobek mit ihren Töchtern und emigrierte mit ihnen in die [[Sowjetunion]]. Ihr Mann wurde am 22. Januar 1938 in [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]] wegen „[[Landesverrat]]es“ hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil in der Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
Vom Mai 1936 bis September 1944 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Moskauer Internationalen Agrarinstitut und im Geographischen Institut der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften]] tätig. Die beiden Töchter ließ sie in staatlichen Kinderheimen erziehen. In diesen Jahren entwickelte sie sich von einer Antifaschistin zu einer überzeugten Kommunistin marxistisch-leninistischer Prägung.&lt;br /&gt;
Dem stalinistischen Terror durch Verhaftungen und Ermordung unter deutschen Emigranten konnte sie entgehen. Im Oktober 1941 wurde das Moskauer Institut nach [[Alma-Ata]] in [[Kasachstan]] evakuiert. Gertrud Bobek blieb dort, bis sie im Herbst 1944 vom Politkomitee angefordert wurde. Nahe Moskau wurde sie für die künftige Tätigkeit im sowjetisch besetzten Gebiet Deutschlands ausgebildet, zum Teil von prominenten Politemigranten wie [[Hermann Matern]], Oelssner oder Winzer. Sie war eine der wenigen Frauen dieser Einheit, die in den sowjetisch besetzten Gebieten möglichst rasch eine funktionierende zivile Verwaltung installieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Funktionärin ===&lt;br /&gt;
Drei Wochen nach Kriegsende, am 28. Mai 1945, kam Gertrud Bobek mit der letzten Gruppe der ausgebildeten Sonderbeauftragten wieder nach Deutschland. Sie wurde als [[Kommissar]]in nach Bautzen gesandt und  bemühte sich, für die Verwaltung von Stadt und [[Amtshauptmannschaft Bautzen|Landkreis]] geeignete kommunistische und antifaschistische Kader zu finden. Da die KPD in Bautzen weitgehend zerschlagen war, war dies ein schwieriges Unterfangen. Sie wirkte bei der Entlassung NS-belasteter Lehrer mit und konnte in dieser Zeit die Hinrichtung aller ehemaligen NSDAP-Mitglieder in Bautzen verhindern, die ein Offizier der [[Rote Armee|Roten Armee]] eigenmächtig durchsetzen wollte. Zunächst in Bautzen als berufsmäßige Stadträtin eingesetzt, gelang ihr dann in der DDR eine politische Karriere. So war sie als Staatssekretärin für die [[Lehrerbildung]] ebenso zuständig wie für Kindergärten, [[Jugendhilfe in der DDR|Jugendhilfe]] und [[Heimerziehung in der DDR|Heimerziehung]]. Von 1954 bis 1958 war sie stellvertretende DDR-Ministerin für Volksbildung. Anschließend wurde sie als Direktorin mit der Leitung der Pädagogischen Schule für Kindergärtnerinnen in Leipzig beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Zeitung vom 12. Juni 1959, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1965 zog sie sich aus dem öffentlichen Leben zurück und schrieb bis 1985 ihre Lebenserinnerungen. 1983 wurde ihr der [[Karl-Marx-Orden]] verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;ND vom 8. Oktober 1983, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 erhielt sie den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Gold, 1973 die Ehrenspange und 1978 den Orden [[Stern der Völkerfreundschaft]] in Gold. Sie starb im Juni 2000 in Bautzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Anna Kerstan; [[Eva Müller (Ökonomin)|Eva Müller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gertrud Bobek. Erinnerungen an mein Leben: aufgeschrieben in den Jahren 1965 bis 1985&amp;#039;&amp;#039;. Taucha: Tauchaer Verlag, 1998 ISBN 3910074936&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Grundmann: &amp;#039;&amp;#039;Felix Bobek – Chemiker im Geheimapparat der KPD (1932–1935).&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 2004.&lt;br /&gt;
* Siegfried Grundmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Geheimapparat der KPD im Visier der Gestapo.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 2008.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bobek, Gertrud.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120994305}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [https://www.dvpb-bayern.de/index.php/buchbesprechunngen/ Rezension ihres Buches] von Prof. Dr. [[Dietrich Grille]] (Erlangen) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/8c6dba93-5f58-4f2b-8179-2cb508cf1238/ Nachlass Bundesarchiv NY 4623]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120994305|VIAF=15614646}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bobek, Gertrud}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdienter Lehrer des Volkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bobek, Gertrud&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Denner, Gertrud (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin und Politikerin (SED)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. November 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bingen am Rhein|Bingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bautzen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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