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	<title>Gert Jeschonnek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-10-13T08:21:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F030710-0030, Bonn, Bundeskanzler Brandt mit Bundeswehrführung.jpg|mini|Gert Jeschonnek (links hinten) während eines Gesprächs zwischen Bundeskanzler [[Willy Brandt]] mit der Führung der Bundeswehr im Dezember 1969]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gert Jeschonnek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Oktober]] [[1912]] in [[Legnica|Liegnitz]]; † [[18. April]] [[1999]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Marineoffizier (Deutschland)|Marineoffizier]], zuletzt [[Vizeadmiral]] der [[Bundesmarine]] sowie von 1967 bis 1971 [[Inspekteur der Marine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gert war der Sohn des promovierten Gymnasialdirektors Friedrich Jeschonnek und dessen Ehefrau Anny Jeschonnek, geb. Gardiewski. Sein älterer Bruder war der spätere Generalstabschef der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] und [[Generaloberst]] [[Hans Jeschonnek]]. Gert Jeschonnek heiratete später Elisabeth Crüsemann, mit der er vier Kinder hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsmarine ===&lt;br /&gt;
Jeschonnek trat 1930 in die [[Reichsmarine]] und erhielt seine Grundausbildung bei der II. Schiffsstammdivision der Ostsee in [[Stralsund]] und anschließend vom 1. Juli bis 9. Oktober die seemännische Grundausbildung auf dem [[Segelschulschiff]] &amp;#039;&amp;#039;[[Niobe (Schiff, 1913)|Niobe]]&amp;#039;&amp;#039;. Vom 10. Oktober 1930 bis zum 4. Januar 1932 war er zur Ausbildung auf dem [[Leichter Kreuzer|Leichten Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Emden (Schiff, 1925)|Emden]]&amp;#039;&amp;#039;, dann bei der Schiffsstammdivision Ostsee in Stralsund und schließlich an der [[Marineschule Mürwik]]. Ab 28. März 1933 nahm er an verschiedenen Waffenlehrgängen an den Waffenschulen [[Kiel]], [[Flensburg]]-[[Mürwik]] und [[Wilhelmshaven]] teil. Abschließend erhielt er ab 2. Oktober 1933 die Bordausbildung zum [[Fähnrich zur See|Fähnrich]] und [[Oberfähnrich zur See|Oberfähnrich]] auf dem Schulschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Schleswig-Holstein (Schiff, 1908)|Schleswig-Holstein]]&amp;#039;&amp;#039;, mit dem er 1934 an einer Norwegen-Reise nach [[Oslo]] und zum [[Hardangerfjord]] teilnahm. Es folgte vom 15. Februar bis 29. Mai 1935 der Artillerie-Offizier-Lehrgang B an der [[Schiffsartillerieschule]] Kiel. Am 1. Oktober 1934 wurde er zum [[Leutnant zur See]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsmarine ===&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1935 wurde Jeschonnek als Zug-Offizier wieder auf der &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt, die seit dem 2. Mai 1935 das erste Flottenflaggschiff der [[Kriegsmarine]] wurde. Vom 28. September 1935 bis zum 27. September 1937 war Jeschonnek Ausbildungsoffizier und Lehrer an der Schiffsartillerieschule Kiel. Vom 28. September 1937 bis 25. Juni 1939 war er II. Artillerie-Offizier auf dem Leichten Kreuzer &amp;#039;&amp;#039;[[Nürnberg (Schiff, 1935)|Nürnberg]]&amp;#039;&amp;#039;, wo er am 1. April 1939 zum [[Kapitänleutnant]] befördert wurde. Anschließend absolvierte er den Artillerie-Offizier-Lehrgang A an der Schiffsartillerieschule in Kiel und kehrte dann auf die &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg&amp;#039;&amp;#039; zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg&amp;#039;&amp;#039; nahm nach dem [[Überfall auf Polen]] an Minenunternehmungen in der Nordsee teil, wo sie in der Nacht vom 12. zum 13. Dezember 1939 von dem britischen U-Boot &amp;#039;&amp;#039;[[Salmon (U-Boot, 1935)|Salmon]]&amp;#039;&amp;#039; torpediert und beschädigt wurde. Von Dezember 1939 bis Mai 1940 musste das Schiff in einer Werft instand gesetzt werden. Nach Abschluss der Reparaturen wurde es nach [[Trondheim]] in [[Norwegen]] verlegt, wo sich bereits die [[Schlachtschiff]]e &amp;#039;&amp;#039;[[Scharnhorst (Schiff, 1939)|Scharnhorst]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Gneisenau (Schiff, 1938)|Gneisenau]]&amp;#039;&amp;#039; sowie der [[Schwerer Kreuzer|Schwere Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Admiral Hipper]]&amp;#039;&amp;#039; befanden. Am 25. Juli 1940 geleitete das Schiff die beschädigte &amp;#039;&amp;#039;Gneisenau&amp;#039;&amp;#039; nach Kiel und blieb dann ab August 1940 in deutschen Gewässern. Am 15. Oktober 1940 verließ Jeschonnek den Kreuzer und wurde wieder Ausbildungsoffizier und Lehrer an der Schiffsartillerieschule Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 1. März 1941 bis 1. November 1943 diente er als Artillerieoffizier auf dem Schweren Kreuzer &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland (Schiff, 1933)|Lützow]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Schiff lief nach Reparaturarbeiten am 10. Juni 1941 in Begleitung von fünf Zerstörern aus Kiel aus, um im Atlantik im Rahmen des „Unternehmens Sommerreise“ Kreuzerkrieg zu führen. An der Südwestspitze Norwegens erhielt sie am 12. Juni durch eine [[Bristol Beaufort]] einen Torpedotreffer an der Backbordseite, musste nach Kiel zurückkehren und wurde bis zum 17. Januar 1942 instand gesetzt. Zwischenzeitlich war Jeschonnek als Ausbildungs-Offizier und Lehrer an der Schiffsartillerieschule Kiel tätig. Im Mai 1942 erfolgte die Verlegung nach Narvik und ab Juli 1942 nahm die &amp;#039;&amp;#039;Lützow&amp;#039;&amp;#039; dann als Flaggschiff am [[Unternehmen Rösselsprung (Kriegsmarine)|Unternehmen Rösselsprung]] teil, wurde aber durch eine Grundberührung beschädigt und kehrte wieder für Werftarbeiten nach Kiel zurück. Sie wurde ab 8. Dezember 1942 wieder nach Norwegen beordert, wo das Schiff an der [[Schlacht in der Barentssee]] teilnahm. Am 1. April 1943 wurde Jeschonnek zum [[Korvettenkapitän]] befördert. Im September 1943 erfolgte die Rückkehr der &amp;#039;&amp;#039;Lützow&amp;#039;&amp;#039; von Norwegen nach Kiel. Jeschonnek nahm vom 2. November 1943 bis 29. Februar 1944 an einem Lehrgang an der Marinekriegsakademie in [[Bad Homburg vor der Höhe]] teil und war anschließend bis Kriegsende 1945 Führungsstabsoffizier 1. [[Seekriegsleitung]] (Skl) beim [[Oberkommando der Marine|Oberkommando der Kriegsmarine]] (OKM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesmarine ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F030710-0028, Bonn, Bundeskanzler Brandt mit Bundeswehrführung.jpg|mini|Jeschonnek und andere Angehörige der Bundeswehrführung im Gespräch mit Bundeskanzler Willy Brandt im Dezember 1969]]&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Jeschonnek bis November 1947 als Referent in der [[Deutscher Minenräumdienst|Deutschen Minenräumdienstleitung]] tätig und anschließend bei der Wasserstraßendirektion Rheinland-Pfalz in [[Mainz]] für die Erfassung und verwaltungsmäßige Betreuung der Rheinflotte unter Kontrolle der französischen Besatzungsmacht zuständig. Auf eigenen Wunsch wechselte er danach zur Hauptverwaltung des Seeverkehrs, später Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes und ab 1949 in das [[Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung|Bundesverkehrsministerium]], Abteilung Seeverkehr in [[Hamburg]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Besuch von Bundespräsident Gustav Heinemann auf dem Tender WERRA (A 68) im Tirpitzhafen zur Kieler Woche 1971 (Kiel 49.142).jpg|mini|Gert Jeschonnek (Zweiter von rechts) beim Besuch von Bundespräsident [[Gustav Heinemann]] auf dem Tender WERRA (A 68) im Tirpitzhafen zur [[Kieler Woche]], 20. Juni 1971]]&lt;br /&gt;
Am 15. April 1952 wurde Jeschonnek auf Anforderung des Bundeskanzleramtes Referent in der [[Amt Blank|Dienststelle Blank]]. Hier war er u. a. Leiter von II/PI/M/G 3 „Organisation und Ausbildung“ in der [[Führungsstab der Marine#Gliederung der Gruppe Marine im Amt Blank 1954|Gruppe Marine (II/PI/M)]]. Er gehörte zu den ersten Offizieren der [[Bundeswehr]], die am 12. November 1955 in die neue Bundesmarine aufgenommen wurden, und erhielt den Dienstgrad eines [[Fregattenkapitän]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von August 1956 bis Juni 1957 besuchte Jeschonnek das [[Naval War College]] in Newport, USA und wurde danach Referent im Führungsstab der Marine. Am 1. Juni 1958 wurde er als [[Kapitän zur See]] in den Stab des Alliierten Seebefehlshabers im Alliierten Hauptquartier Europa ([[Supreme Headquarters Allied Powers Europe|SHAPE]]) mit Sitz in Fontainebleau (Frankreich) versetzt, wo er Stellvertreter des Chefs des Stabes war. Von 1962 bis 1963 war er Chef des Stabes im [[Flottenkommando]] und wurde im März 1963 im Dienstgrad [[Flottillenadmiral]] als Leiter der [[Führungsstab der Marine#Von Februar 1958 bis Frühjahr 1965|Unterabteilung II Führung]] wieder in das [[Bundesministerium der Verteidigung]] versetzt. Zum [[Konteradmiral]] befördert war er von 1965 bis 1967 Stellvertretender [[Befehlshaber]] des [[Allied Command Baltic Approaches|NATO-Kommandos Ostseezugänge (BALTAP)]] mit Sitz im dänischen Karup. Am 11. Juni 1967 erhielt er den Dienstgrad eines Vizeadmirals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1967 wurde er Inspekteur der Marine und trat am 30. September 1971 von dieser Position in den Ruhestand. Gert Jeschonnek liegt auf dem Kieler [[Nordfriedhof (Kiel)|Nordfriedhof]] begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Hartwig]]: &amp;#039;&amp;#039;Marinegeschichte auf dem Kieler Nordfriedhof&amp;#039;&amp;#039;. Ludwig, Kiel 202 (Sonderveröffentlichung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte; 97), ISBN 978-3-86935-416-3, S. 133f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1943: [[Eisernes Kreuz]] I. Klasse&lt;br /&gt;
* 1945: [[Kriegsverdienstkreuz]] mit Schwertern II. Klasse&lt;br /&gt;
* 1968: [[Legion of Merit]]&lt;br /&gt;
* 1971: Großes Verdienstkreuz mit Stern des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
* 1971: Kommandeurkreuz der [[Ehrenlegion]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.deutsches-marinearchiv.de/Archiv/1956-1990/Personen/Admirale/i-l/jeschonnek.htm |titel=Deutsches Marinearchiv |abruf=2024-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Admirale der Bundeswehr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000011014}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Dermot Bradley]], Heinz-Peter Würzenthal, [[Hansgeorg Model]] |Titel=Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge |Band=Band 2, Teilband 2, Hoffmann – Kusserow |Reihe=Deutschlands Generale und Admirale |BandReihe=Teil VIb |HrsgReihe=Dermot Bradley |Verlag=Biblio-Verlag |Ort=Osnabrück |Datum=2000 |ISBN=3-7648-2562-6 |Seiten=516–518}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Clemens Range]] |Titel=Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr |Verlag=Translimes Media Verlag |Ort=Müllheim-Britzingen |Datum=2013 |ISBN=978-3-00-043646-8 |Seiten=239}}&lt;br /&gt;
* Marineforum 6-1999 S. 28: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Vizeadmiral a.&amp;amp;nbsp;D. Gert Jeschonnek&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gert Jeschonnek|3=S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Inspekteure der Marine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=112020335X|VIAF=7113148122908395200007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jeschonnek, Gert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant zur See (Reichsmarine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korvettenkapitän (Kriegsmarine der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Deutscher Seeverband 1945–1956)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vizeadmiral (Marine der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inspekteur der Marine (Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jeschonnek, Gert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Marineoffizier und Vizeadmiral&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Legnica|Liegnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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