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	<title>Gerontopsychiatrie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T17:11:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerontopsychiatrie&amp;diff=411413&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chhelp: /* Gegenstand */ noch ein paar Verlinkungen</title>
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		<updated>2026-04-24T22:41:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gegenstand: &lt;/span&gt; noch ein paar Verlinkungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerontopsychiatrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|γέρων|gérōn|de=der Greis}} und {{lang|grc|ψυχιατρική|psychiatrike|de=die Seelenheilkunde}}) ist das Fachgebiet der [[Psychiatrie]], das sich mit den [[Psychische Erkrankungen|psychischen Erkrankungen]] älterer Menschen beschäftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pschyrembel.de/Gerontopsychiatrie/K0GS9 |titel=Gerontopsychiatrie |werk=Pschyrembel Online |abruf=2024-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenstand ==&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie]] (DGGPP) definiert die Gerontopsychiatrie als einen eigenständigen Teilbereich der Psychiatrie, wobei sie jedoch nicht als eine einfache Extrapolation der „Erwachsenen“-Psychiatrie aufzufassen sei, sondern vielmehr unter Bezug auf die Ergebnisse der Forschung der [[Gerontologie]] und der [[Geriatrie]] ihre eigene präventive, diagnostische, therapeutische und rehabilitative Strategien entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dggpp.de/die-dggpp/ |titel=Die DGGPP |werk= |hrsg=Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V. |sprache=de |abruf=2026-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit älteren Menschen und ihren psychischen Erkrankungen, d. h. mit Menschen jenseits des 65. Lebensjahres.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://flexikon.doccheck.com/de/Gerontopsychiatrie |titel=Gerontopsychiatrie |hrsg=DocCheck Community GmbH |sprache=de |abruf=2026-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gerontopsychiatrie befasst sich insbesondere mit psychischen Erkrankungen, die typischerweise erst in dieser späten Lebensphase auftreten, hervorgerufen durch [[Neurodegenerative Erkrankung|neurodegenerative]] Prozesse, [[Multimorbidität]], [[Polypharmazie]], soziale Faktoren, kognitive Defizite oder funktionelle Einschränkungen. Außerdem können altersbedingte Veränderungen im Gehirn und in der Stressverarbeitung auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An großen psychiatrischen Einrichtungen gibt es meistens spezielle Abteilungen für Gerontopsychiatrie. &amp;lt;!----Pardon, aber das ist doch unbelegtes Geschwafel&lt;br /&gt;
Wegen des [[Demografie|demographischen]] Wandels nimmt die Bedeutung dieses Fachgebietes zu. In der Gerontopsychiatrie werden laufend neue Therapiemöglichkeiten entwickelt bzw. verwendet, zum Beispiel [[Psychotherapie]] im Alter oder neue medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Demenz und bei Depression. -----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerontopsychiatrie kann auch als ein Teilbereich der Altersmedizin, der [[Geriatrie]] oder weitergehend der [[Gerontologie]] verstanden werden. Beziehungen hat die Gerontopsychiatrie unter anderem zur Gerontologie, zur Geriatrie und zur [[Neurologie]]. In Deutschland können [[Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie|Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie]], die auf Gerontopsychiatrie spezialisiert sind, einen fakultativen Zusatztitel „klinische Geriatrie“ erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ZfP-Calw_5.jpg|mini|Klinik für Alterspsychiatrie im [[Zentrum für Psychiatrie Calw – Klinikum Nordschwarzwald|Klinikum Nordschwarzwald]] ]]&lt;br /&gt;
Der Terminus Gerontopsychiatrie entwickelte sich erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. &amp;lt;!----wer sind die? was haben die beobachtet? was bedeutet das?&lt;br /&gt;
Beobachtungen bei alten Menschen wurden schon 1812 von Rush und 1833 von Esquirol et al. berichtet.-----&amp;gt; [[Carl Friedrich Canstatt|C.F. Canstatt]] gab allerdings bereits 1839 die ersten zusammenhängenden Beschreibungen &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten des höheren Alters und ihre Heilung&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1975 hat die [[Psychiatrie-Enquête]], die im Auftrag des Bundestages von einer Sachverständigenkommission durchgeführt wurde, sowie 1988 eine Expertenempfehlung die Gerontopsychiatrie als „die [[Wissenschaft]] von der Krankheitslehre, [[Diagnostik]], [[Therapie]] und [[Krankheitsprävention|Prävention]] psychischer Erkrankungen des hohen und höheren Alters“ definiert. Dabei wird davon ausgegangen dass, da es eine biologisch definierbare Altersgrenze nicht gibt, alle Bereiche der Alternsforschung an eine variable Pensionierungsgrenze gebunden sind. Durch die [[Demografie|demografische]] Entwicklung erhält dieses Fachgebiet eine zunehmende Bedeutung, da psychische Erkrankungen im Alter auch [[volkswirtschaft]]lich stärker berücksichtigt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptkrankheitsbilder der Gerontopsychiatrie ==&lt;br /&gt;
=== Demenz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Demenz}}&lt;br /&gt;
[[Demenz]] leitet sich aus dem lateinischen {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;mens&amp;#039;&amp;#039;|de=Verstand}} und {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;de&amp;#039;&amp;#039;|de=abnehmend}} her und beschreibt einen Zustand fortschreitenden Hirnabbaus. Unter dem Begriff Demenz wird im Allgemeinen der Verlust erworbener Fähigkeiten durch organische Hirnkrankheiten definiert. Die Beeinträchtigungen umfassen das Wissen und Denken, aber auch die Urteils- und Anpassungsfähigkeit an neue Situationen. Somit stehen die [[Kognition|kognitiven]] Funktionen im Mittelpunkt des [[Psychopathologie|psychopathologischen Befundes]]. In der Vergangenheit umfasste der Begriff Demenz alle irreversiblen Prozesse mit zunehmender intellektueller Beeinträchtigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[ICD-10]] werden hauptsächlich vier Kriterien als Nachweis für die Diagnose herangezogen. Kriterium A1 beschreibt die Abnahme amnestischer und Kriterium A2 die Abnahme anderer kognitiver Leistungen. Die Beeinträchtigung der Alltagskompetenz wird als Grenzwert bei der Diagnose herangezogen. Eine intakte Umgebungswahrnehmung unterscheidet die Demenz von einem [[Delir]] (Kriterium B). Zum Nachweis einer Demenz wird weiterhin das Vorliegen von mindestens einer nicht-kognitiven Störung auf den Gebieten Antrieb, Affekt und Sozialverhalten gefordert (Kriterium C). Für eine sichere klinische Diagnose sollten die beschriebenen Symptome mindestens sechs Monate lang (Kriterium D) vorhanden sein. In der Regel wird die Diagnose in drei Schweregrade unterteilt, leichte, mittelgradige und schwere Beeinträchtigungen. Demenz ist in höherem Alter die häufigste Ursache von Pflegebedürftigkeit, dabei sind die häufigsten Formen die [[Alzheimersche Krankheit]] und die [[vaskuläre Demenz]]. Demenzen nehmen mit steigendem Alter stark zu: von weniger als 2 % mit 65 Jahren auf mehr als 35 %, bei Einbeziehung auch leichter Demenzen auf bis zu 60 % bei über 90 Jahren. Die Prävalenz vaskulärer Demenz scheint im Vergleich zur Prävalenz der Alzheimer-Demenz einen geringeren Altersanstieg zu haben und bei Frauen relativ geringer zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschieden wird zwischen degenerativen, primären Demenzen (durch Hirnschädigung) und potenziell behebbaren, sekundären Demenzen. Zu den degenerativen, primären Demenzen zählen die Alzheimer-Demenz (AD) oder Demenz vom Alzheimer Typ (DAT) und die vaskuläre Demenz (VD). Die potenziell behebbaren, sekundären Demenzen sind Folge-Demenzen anderer Erkrankungen, die Ursachen reversibler (umkehrbarer, heilbarer) Demenzen sind nach Beyreuther (2002) in abnehmender Häufigkeit. Nach der Berliner Altersstudie (1996) ist Demenz nach Depressionen die zweithäufigste psychische Erkrankung im Alter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland leiden etwa eine Million Menschen an Demenz, etwa 20.000 an präseniler Demenz bei Alzheimer mit frühem Beginn (zwischen 40 und 64). Etwa zwei Drittel erkranken an Alzheimer mit spätem Beginn, 15 bis 20 % an vaskulärer Demenz und 10 bis 20 % an Mischformen: Frauen überwiegen bei Alzheimer, Männer bei vaskulärer Demenz. Die Alzheimer-Dauer beträgt bei 65- bis 80-Jährigen fünf bis sieben Jahre, bei über 80-Jährigen drei bis vier Jahre; Patienten mit vaskulärer Demenz haben eine kürzere Überlebenszeit oder Lebenserwartung. Die Therapierbarkeit der Demenz ist abhängig von der zugrundeliegenden Ursache, so sind Demenzen aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn ([[vaskuläre Demenz]]) recht gut durch Medikamente behandelbar. In den meisten Fällen jedoch hat die Therapie lediglich eine aufschiebende Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Delir ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Delir}}&lt;br /&gt;
In der deutschsprachigen Literatur wird der Begriff Verwirrtheitszustand häufig synonym mit [[Delir]] benutzt. Nach der [[ICD-10]] werden mit dem Terminus Delir alle akuten psychischen Störungen beschrieben, die eine organische Ursache haben oder durch exogene Substanzen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Medikamente oder Alkohol, bedingt sind und mit einer kognitiven Störung und einer [[Qualitative Bewusstseinstrübung|Bewusstseinstrübung]] einhergehen. Die Dauer eines Delirs wird allgemein mit weniger als 14 Tagen angegeben, kann aber auch bis zu einem Jahr betragen. Delirien treten in allen Altersgruppen auf, jedoch gehäuft bei alten Patienten. Sie können postoperativ oder im Rahmen internistischer Behandlungen auftreten. Bei der Diagnostik (nach ICD-10) werden die Delirien mit Hilfe von essentiellen und fakultativen Kriterien unterschieden, auch die Dauer ist hierbei ausschlaggebend. Ein Delir kann sich akut, subakut oder fluktuativ entwickeln. Fünf verschiedene psychopathologische Symptomgruppen sind nach ICD-10 erforderlich, wobei die Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten, vor allem der Aufmerksamkeit dabei entscheidend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit von Delirien ist stark von der verwendeten Definition und von der Stichprobe abhängig und kann sehr stark schwanken, bei den über 65-Jährigen von 0,8 % bis 16 %. Eine spezifische Therapie für ein Delir gibt es nicht, wenn möglich ist zunächst die Ursache zu ermitteln, um so die somatischen Grunderkrankungen behandeln zu können, danach erfolgt die symptomatische Behandlung der deliranten Symptomatik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Depression ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Depression}}&lt;br /&gt;
Im Alter gehören depressive Syndrome nach den dementiellen Syndromen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Der Begriff [[Depression]] stammt vom lateinischen {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;depressio&amp;#039;&amp;#039;}} und bedeutet ‚Niederdrücken‘, in der Medizin meist als depressive Episode bezeichnet, ist die Depression eine psychische Störung, die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, gehemmter Antrieb, Interesselosigkeit und Freudlosigkeit sowie ein gestörtes Selbstwertgefühl gekennzeichnet ist.&lt;br /&gt;
Neben den bereits genannten Hauptsymptomen leiden viele Betroffene an Minderwertigkeitsgefühlen, Hilf- und Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühlen, Müdigkeit, verringerter Konzentrations- und [[Entscheidungsfähigkeit]], sinnlosem Gedankenkreisen, langsamerem Denken, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, vermindertem Gefühlsleben bis hin zur Unfähigkeit eine Gefühlsreaktion zu zeigen und verringertem sexuellem Interesse. Häufig tritt bei einer akuten Depression eine völlige Demotivation auf. Die Betroffenen werden passiv und sind zum Teil nicht in der Lage, einfachste Tätigkeiten wie Einkaufen und Abwaschen zu verrichten. Bereits das morgendliche Aufstehen kann dann Probleme bereiten. Negative Gedanken und Eindrücke werden häufig überbewertet und positive Aspekte nicht wahrgenommen oder für zufällig gehalten. Depressionen äußern sich oft auch in körperlichen Symptomen (Vitalstörungen) wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Verspannungen, Schmerzempfindungen im ganzen Körper, Kopfschmerzen und verlangsamten Bewegungen. Auch kann eine verstärkte Infektionsanfälligkeit beobachtet werden. Die Schlafstörungen äußern sich dabei meist in großer Tagesmüdigkeit, Durch- und Einschlafstörungen sowie frühmorgendlichem Aufwachen und Wachbleiben mit Kreisdenken. Je nach Schwere der Depression kann diese mit latenter oder akuter Suizidalität verbunden sein. Es wird vermutet, dass der größte Teil der jährlich zirka 12.000 Suizide in Deutschland auf Depressionen zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-----statt weiter über Depression allgemein zu referieren (dafür gibt es eigene Artikel) wären hier konkrete Angaben zu Prävalenz und Verlauf im Alter sowie spezifische Therapiemöglichkeiten angebracht&lt;br /&gt;
Nach ICD-10 werden depressive Syndrome hinsichtlich ihrer Verlaufscharakteristika, Schweregrad- und Merkmalscharakteristika und ihren Auslösungsbedingungen in „Major Depression“, Dysthymie, Anpassungsstörung und in organisch- affektive Syndrome eingeteilt. Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme ICD-10 unterscheidet zwischen Episoden (einzelnen Vorkommen von Depression beziehungsweise Manie) und rezidivierenden Störungen (wiederholtes Vorkommen von Episoden). Die Schwere der Depression wird mit leicht, mittelgradig oder schwer bezeichnet, hinzu können psychotische Störungen kommen. Depressionen können durch Psychotherapie, durch physikalische Maßnahmen und medikamentös ([[Antidepressiva]]) oftmals wirksam behandelt werden. Häufig wird auch eine Kombination aus medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung angewandt.&lt;br /&gt;
Die Depression ist eine der wenigen psychischen Erkrankungen, die gänzlich geheilt werden kann. Eine Depression kann aber immer wieder kommen (wie eine Erkältung). Deswegen wird in der zweiten Episode einer Depression gerne ein Phasenschutzmittel verabreicht um den Beginn der erneuten Depression schneller und im Sinne des Patienten weniger kompliziert (kürzerer Klinikaufenthalt) behandeln zu können.&lt;br /&gt;
----&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!----Das spielt doch allenfalls eine marginale Rolle. Auf die Bedeutung für das Lemma wird überhaupt nicht eingegangen&lt;br /&gt;
=== Schizophrenie ===&lt;br /&gt;
Der Begriff [[Schizophrenie]] wurde 1911 von [[Eugen Bleuler]] eingeführt und bezeichnet schwerwiegende Beeinträchtigungen wichtiger psychischer und kognitiver Fähigkeiten, die zu einer deutlichen Störung des Realitätsbezuges führen. Die Schizophrenie spielt neben der Demenz und der Depression eine eher untergeordnete Rolle. Schizophrenie kommt vom Griechischen skizein = spalten und phren = eigentlich Zwerchfell (für die Griechen Sitz der Seele), d.&amp;amp;nbsp;h. Schizophrenie bezeichnet eine Spaltung der psychischen Funktionen, eine mangelnde Einheit, eine Zersplitterung und Aufspaltung des Denkens, Fühlens und Wollens und des subjektiven Gefühls der Persönlichkeit, oft begleitet von inadäquater oder verflachter Affektivität (Gefühlslage). Eine Schizophrenie führt also zu Störungen und Veränderungen des Denkens, Fühlens, Handelns und des Ich-Erlebens. Schizophrene Störungen treten meist erstmals im Alter von 20 bis 40 Jahren auf, die Symptomatik ist im Alter weniger ausgeprägt. Liegt das Ersterkrankungsalter höher, spricht man von einer [[Spätschizophrenie]]. Strittig ist, ob schizophrene Erkrankungen erstmals auch im hohen Alter (nach dem 65. Lebensjahr) auftreten können, oder ob es sich hierbei um eine andere Erkrankung unklarer Genese handelt (z.&amp;amp;nbsp;B. das Vorstadium einer beginnenden Demenz). Eine eindeutige Ursache für Schizophrenie ist bis heute nicht bekannt. Man geht derzeit von einem multifaktoriellen Modell aus, bei dem weder genetisch-biologische noch psychosoziale Ursachen allein eine Schizophrenie auslösen, sondern viele Faktoren zusammen für den Ausbruch dieser Erkrankung verantwortlich sind. Die wesentlichen diagnostischen Merkmale können nach ICD-10 wie folgt zusammengefasst werden:&lt;br /&gt;
* Gedankenlautwerden, -eingebung, -entzug&lt;br /&gt;
* Kontrollwahn, Beeinflussungswahn&lt;br /&gt;
* Kommentierende oder dialogische Stimmen, die über den Patienten und dessen Verhalten sprechen&lt;br /&gt;
* Anhaltender, unrealistischer Wahn&lt;br /&gt;
* Anhaltende Halluzinationen&lt;br /&gt;
* Gedankenabreißen oder Einschiebungen in den Gedankenfluss&lt;br /&gt;
* Apathie, Sprachverarmung&lt;br /&gt;
* Erregung, Haltungsstereotypien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute sind schizophrene Störungen nicht im eigentlichen Sinne „heilbar“. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die es den Betroffenen ermöglichen, ein weitgehend an die Lebensumwelt angepasstes Leben zu führen.------&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Suchterkrankungen ===&lt;br /&gt;
Seit der Jahrtausendwende wurde ein deutlicher Anstieg der [[Suchtmedizin|Suchterkrankungen]] im höheren Lebensalter beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-due.de/suchtklinik/KOALA-Presse.pdf Pressemitteilung zur KOALA Therapiestudie.] LVR-Klinikum Essen. Abgerufen am 21. Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Alkohol und dem oft vernachlässigten Tabakkonsum spielen dabei Medikamente eine besondere Rolle. Suchtprobleme im Alter werden allerdings häufig nicht bzw. fehldiagnostiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;symposium&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dggpp.de/dggpp2015/Symposien/Dem4.htm |wayback=20150314071333 |text=Symposium „Sucht im Alter“ am 5. März 2015, XII. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.&amp;amp;nbsp;V. |archiv-bot=2022-11-07 15:21:24 InternetArchiveBot }} auf dggpp.de. Abgerufen am 21. Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den 60- bis 64-Jährigen nehmen 1,2 % täglich Schlafmittel und 1,5 % täglich Beruhigungsmittel ein. Viele dieser Medikamente haben ein hohes Suchtpotenzial. Eine Befragung von Pflegekräften in stationären und ambulanten Einrichtungen ergab, dass sie bei 14 % der zu pflegenden [[Geriatrie|geriatrischen]] Patienten Alkohol- und/oder Medikamentenprobleme annehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Suchtprobleme_im_Alter.pdf &amp;#039;&amp;#039;Suchtprobleme im Alter&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen]] 2014 (Seite 6). Abgerufen am 21. Juni 2017 (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Viertel der Männer über 60 trinkt so viel Alkohol, dass das Risiko für andere Krankheiten deutlich erhöht ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rundschau-online.de/11285262 &amp;#039;&amp;#039;Sucht und Alter. Alkoholismus bleibt oft unerkannt&amp;#039;&amp;#039;.] [[Kölnische Rundschau]], 4. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entgegen der demographischen Entwicklung sind Menschen über 60 jedoch sowohl in ambulanten wie in stationären [[Suchthilfe]]einrichtungen deutlich unterrepräsentiert; nur 4,5 % der Nutzer von Suchtberatungsstellen und 5 % der Patienten von Suchtfachkliniken haben das 60. Lebensjahr überschritten, verglichen mit einem Bevölkerungsanteil von über 27 %. Zur Behandlung von Suchtstörungen im Alter existieren spezielle Angebote,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Suchtprobleme_im_Alter.pdf &amp;#039;&amp;#039;Suchtprobleme im Alter&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen]] 2014 (Seite 32). Abgerufen am 21. Juni 2017 (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch müssen weitere spezielle Konzepte für diese Altersgruppe erst noch entwickelt bzw. erprobt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;symposium&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Förstl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch Gerontopsychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dggpp.de/index.html Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)]&lt;br /&gt;
* [http://www.eagp.net/ European Association of Geriatric Psychiatry (EAGP)] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4001475-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizinisches Fachgebiet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chhelp</name></author>
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