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	<title>Gernot Wilhelm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:56:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gernot_Wilhelm&amp;diff=1010260&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marcus Cyron am 31. März 2024 um 23:13 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gernot Wilhelm.jpg|mini|hochkant|Gernot Wilhelm im August 2007]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gernot Wilhelm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Januar]] [[1945]] in [[Bad Laasphe]]) ist ein deutscher [[Altorientalistik|Altorientalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gernot Wilhelm wuchs in [[Wilhelmshaven]] auf, wo er auch 1964 das Abitur ablegte. Zum Sommersemester begann er 1964 an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] mit dem Studium der [[Altorientalistik|Assyriologie]], der Altkleinasiatischen Philologie und der [[Vorderasiatische Archäologie|Vorderasiatischen Archäologie]]. Seine Lehrer waren unter anderem [[Einar von Schuler]] und [[Anton Moortgat]]. Zwischenzeitlich wechselte Wilhelm für zwei Semester an die [[Universität Münster|Westfälische Wilhelms-Universität]] in [[Münster]], an der er bei [[Wolfram von Soden]], [[Peter Hartmann (Sprachwissenschaftler)|Peter Hartmann]], [[Roland Harweg]], [[Ruth Altheim-Stiehl|Ruth Stiehl]], [[Max Wegner (Archäologe)|Max Wegner]] und [[Karl Josef Narr]] hörte. Nach seiner Rückkehr nach Berlin kamen Lehrer wie [[Franz Köcher]] oder [[Barthel Hrouda]] hinzu. Schon 1968 begann Wilhelm mit der Mitarbeit am Projekt „Corpus der hurritischen Sprachdenkmäler“ des Instituts. Hier begann eine langjährige Arbeit mit [[Volkert Haas]] und [[Ilse Wegner]]. 1969 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit zum Thema „Untersuchungen zum Ḫurro-Akkadischen von Nuzi“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr später wurde Wilhelm wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichte der Medizin der FU. Hier arbeitete er unter der Leitung von Franz Köcher am Projekt „Babylonisch-assyrische Medizin“. Doch noch im selben Jahr wechselte er als Assistent an die [[Universität des Saarlandes]], an der er nach einer erfolgten [[Habilitation]] eine Professur erhalten sollte. Neben der Lehrtätigkeit fiel der Aufbau einer altorientalischen Bibliothek in seinen Zuständigkeitsbereich. Im Jahre 1972 wurde er einer der ersten Assistenz-Professoren des Saarlandes und blieb es bis 1978. 1972 nahm er auch an der von [[Rolf Hachmann]] geleiteten Ausgrabung auf dem [[Tell Kāmid el-Lōz]] im [[Libanon]] teil. Zudem fungierte er von 1972 bis 1982 in jedem Wintersemester als Lehrbeauftragter an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]], um dort „Kleine Sprachen“ des [[Alter Orient|Alten Orients]] ([[Hurritische Sprache]], [[Urartäische Sprache]], [[Elamische Sprache]] und [[Hattische Sprache]]) zu unterrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilhelms Habilitation erfolgte 1975 an der Universität des Saarlandes mit einer Arbeit zum „Privaten Großgrundbesitz im Königreich [[Arrapcha|Arrapḫa]]“. Diese Arbeit bildete auch die Grundlage für die mehrbändige Edition des „Archivs des Silwatessup“. Im Zuge der Arbeiten an diesem Projekt verbrachte Wilhelm mehrere Monate in [[Harvard University|Harvard]]. Nachdem die Assistenz-Professur 1978 ausgelaufen war, folgte eine dreijährige Anstellung als wissenschaftlicher Angestellter in [[Saarbrücken]]. 1981 wurde er an die [[Universität Hamburg]] auf eine C2-Professur für Altorientalistik berufen. Von 1983 bis 1985 war er auch geschäftsführender Direktor des Archäologischen Instituts. Außerdem war Wilhelm von 1984 bis 1986 mit italienischen Kollegen Grabungsleiter auf dem Tell Karrana-3 in Eski-Mosul-Stauseegebiet im Irak. 1987 lehnte er den Ruf ab, als Nachfolger von [[Annelies Kammenhuber]] in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] Professor für [[Hethitologie]] zu werden. 1988 wurde Wilhelm auf die C4-Professor für Orientalische Philologie (seit 2003 umbenannt in „Altorientalistik“) an der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]] berufen. 2015 trat er in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1988 bis 2016 war Wilhelm Fachherausgeber für den Bereich Hethitologie des [[Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie|Reallexikons für Assyriologie]], von 1994 bis 2005 der [[Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie|Zeitschrift für Assyriologie]]. 1990 bis 1992 war Wilhelm Mitglied des Senats der Universität Würzburg und von 1992 bis 2000 Fachgutachter für den Bereich Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]], bis 1998 auch als Vorsitzender des Fachausschusses für Orientalische Kulturen. 1994 bis 2000 war er zudem Vorsitzender der [[Deutsche Orient-Gesellschaft|Deutschen Orientgesellschaft]], danach bis 2003 stellvertretender Vorsitzender. Von 1994 bis 2003 war er Grabungsphilologe der von [[Andreas Müller-Karpe]] geleiteten Ausgrabung in [[Kuşaklı]], Von 2001 bis 2009 war er auch für die Grabungsphilologie bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Hattusa / Boghazköy zuständig. Von 1998 bis 2000  war Wilhelm Dekan der Philosophischen Fakultät I der Universität Würzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2000 ist Gernot Wilhelm korrespondierendes Mitglied des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]] und Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur]] in [[Mainz]]. 2001 wurde er an der Akademie Vorsitzender der Kommission für den Alten Orient und Leiter des Projekts „Hethitische Studien“, das die Ausgrabungen in [[Ḫattuša]] auswertet. 2006 wurde er zum Vizepräsidenten der Akademie gewählt, von 2013 bis 2017 war er Präsident der Akademie.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitgliedseintrag von [https://www.adwmainz.de/mitglieder/profil/prof-dr-phil-dr-hc-gernot-wilhelm.html Gernot Wilhelm] bei der [[Akademie der Wissenschaften und der Literatur|Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz]], abgerufen am 6.11.17&amp;lt;/ref&amp;gt; 2008 erhielt er die [[Ehrendoktor|Ehrendoktorwürde]] der [[University of Chicago]] sowie die Ehrenmitgliedschaft in der [[American Oriental Society]] und der [[Deutsche Orient-Gesellschaft|Deutschen Orient-Gesellschaft]], 2013 verlieh ihm die Julius-Maximilians-Universität Würzburg „für herausragende wissenschaftliche Leistungen“ die [[Röntgen-Medaille]]. 2017 erhielt er den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum Ḫurro-Akkadischen von Nuzi&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Alter Orient und Altes Testament]].&amp;#039;&amp;#039; 9). Neukirchener Verlag des Erziehungsvereins u. a., Neukirchen-Vluyn u. a. 1970, (Zugleich: Berlin, Universität, Dissertation, 1969).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Geschichte und Kultur der Hurriter.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1982, ISBN 3-534-08151-X.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Die orientalische Stadt. Kontinuität, Wandel, Bruch. 1. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft, 9. – 10. Mai 1996 in Halle, Saale&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Colloquien der Deutschen Orient-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; 1). SDV – Saarbrücker Druck und Verlag, Saarbrücken 1997, ISBN 3-930843-24-2.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Tigris und Nil. 100 Jahre Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in Vorderasien und Ägypten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Zaberns Bildbände zur Archäologie]]&amp;#039;&amp;#039;. = &amp;#039;&amp;#039;[[Antike Welt]]. Sonderheft.&amp;#039;&amp;#039;). von Zabern, Mainz 1998, ISBN 3-8053-2491-X.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Akten des IV. Internationalen Kongresses für Hethitologie. Würzburg, 4. – 8. Oktober 1999&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Studien zu den Boǧazköy-Texten|Studien zu den Boğazköy-Texten]].&amp;#039;&amp;#039; 45). Harrassowitz, Wiesbaden 2001, ISBN 3-447-04485-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107805316}}&lt;br /&gt;
* [https://www.phil.uni-wuerzburg.de/altorientalistik/team/wilhelm/ Biografie mit Schriftenverzeichnis auf der Website der Universität Würzburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107805316|LCCN=n/83/182432|VIAF=12320431}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wilhelm, Gernot}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität des Saarlandes, Saarbrücken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der University of Chicago]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wilhelm, Gernot&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Altorientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1945&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Laasphe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marcus Cyron</name></author>
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