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	<title>Germanophilie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Germanophilie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|Germani}} „[[Germanen]]“ und {{grcS|φιλία|philia}} „Freundschaft“), im negativen Sinne auch als Deutschtümelei bezeichnet, beschreibt eine allgemeine [[Affinität (Philosophie)|Affinität]] zur [[Deutschland|deutschen]] [[Kultur]], [[Geschichte]] oder zum [[Deutsche|deutschen Volk]] und steht somit im Gegensatz zur &amp;#039;&amp;#039;[[Germanophobie]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/gesundheit/medizin/index,page=1108670.html |titel=Germanophilie |werk=.wissen.de |hrsg=Wissen Media Verlag |datum=2010-06-07 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111201163258/http://wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/gesundheit/medizin/index,page=1108670.html |archiv-datum=2011-12-01 |archiv-bot=2018-04-12 04:04:36 InternetArchiveBot |abruf=2011-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gleichsetzung von „Germanen“ und „Deutschen“ erfolgte erstmals im 16. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Aventinus: &amp;#039;&amp;#039;Chronica vom ursprung, thaten und herkommen der uralten Teutschen.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1541.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch den Historiker [[Johannes Aventinus|Johannes Turmayr, bekannt als Aventinus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Wurm: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung antiker Berichte über die Germanen für den deutschen Nationalismus und die germanophile Anthropologie in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1996, S. 369–401; hier: S. 376.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] existiert der Begriff jedoch hauptsächlich als wörtliche [[Übersetzung (Sprache)|Übersetzung]] des im [[Englische Sprache|Englischen]] häufiger verwendeten Begriffs &amp;#039;&amp;#039;germanophilia&amp;#039;&amp;#039; und wird für unterschiedliche kulturgeschichtliche, soziale und literarische Phänomene verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[pejorativ]] verwendeten Begriff „[[Germanomanie]]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1911 |Lemma=Germanomanie |Band=1 |Seite=670 |zenoID=20001139177}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war „Germanophilie“ im 19. Jahrhundert wenig gebräuchlich und wurde in Wörterbüchern und Enzyklopädien wie dem Grimmschen Wörterbuch, dem Brockhaus oder Pierers Universallexikon nicht definiert. Dagegen wurde der Begriff „[[Deutschtum|Deutschthum]]“ im [[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]] von 1860 folgendermaßen erklärt: {{&amp;quot; |Deutschthum n. [nomen] für deutschheit ist erst in der letzten zeit aufgekommen, doch wird es meist ironisch gebraucht: man will damit übertriebene anhänglichkeit an deutsches wesen bezeichnen, so auch Deutschthümelei, f. Deutschthümler, Deutschthümlich und Deutschthümlichkeit. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=deutschthum |Band=2 |Sp=1053}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Besonders deutlich wird dieser Begriff der „Deutschtümelei“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts bei dem umstrittenen Göttinger Orientalisten [[Paul de Lagarde]], der, rückwärts gewandt, Nation und Religion als Einheit betrachtete und andere Völkerschaften (z.&amp;amp;nbsp;B. Osteuropäer und Juden, aber auch allgemein den Liberalismus) im deutschen Kaiserreich ablehnte und in Schriften bekämpfte. Juden sah er vergleichend als eigene Nation mit eigener Religion an, die aus dem Reich verschwinden (Auswanderung) oder gar vernichtet werden sollten, es sei denn, sie gäben ihre Religion auf und reihten sich bewusst in die deutsche Nation und deren zukünftige „völkisch-nationale Religion“ ein; das galt prinzipiell auch für andere Minderheiten. Er war ansonsten ein Vertreter eines sehr gehässigen [[Antisemitismus]]. Als Rassisten kann man ihn jedoch nur eingeschränkt bezeichnen. Hierin und in der völkischen Sichtweise war de Lagarde sich zeitweise einig mit dem Antisemiten [[Julius Langbehn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literarische germanophile Bestrebungen wurden insbesondere durch die Literatur des [[Sturm und Drang]] geprägt. So gründeten zum Beispiel um 1800 junge russische Literaten in Moskau die „literarische Freundesgesellschaft“, zu der es heißt: „Empfindsamkeit und Sturm und Drang, emotionalistische Ästhetik und das Pathos der Leidenschaft in den Werken Goethes und Schillers waren die Leitsterne dieser Gruppe. (…) Im Gefühl der Kongenialität oder doch wenigstens der Seelenverwandtschaft wurden Übersetzungen der Werke Goethes, Schillers, Kotzebues und andere als geistige Freundschaftsdienste angefertigt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sandra Kersten, Manfred F. Schenke: &amp;#039;&amp;#039;Spiegelungen. Entwürfe zu Identität und Alterität.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, 2005, S. 163 ([https://books.google.de/books?id=-RsMqYkukkoC&amp;amp;lpg=PA163&amp;amp;dq=Germanophilie&amp;amp;pg=PA163#v=onepage&amp;amp;q=Germanophilie&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso gab es im deutschen [[Geschichte der Juden in Deutschland#Blütezeit im Kaiserreich und der Weimarer Republik 1871–1933|Judentum des 19. Jahrhunderts]] germanophile Bestrebungen als Prozess der nationalen Identitätsbildung und [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]]. Nach [[Dirk Baecker]]&amp;lt;ref&amp;gt;Baecker, Kultur 2003, S. 65&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; impliziert Germanophilie „ein Wissen um andere Sitten und Verhaltensweisen außerhalb der eigenen Kultur, das durch die Operation des Vergleichs menschlicher Lebensformen produziert ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Marquardt |url=https://www.ieg-ego.eu/de/threads/modelle-und-stereotypen/germanophilie-und-germanophobie/joerg-marquardt-germanophilie-im-deutschen-judentum-im-19-jahrhundert |titel=Germanophilie im deutschen Judentum im 19. Jahrhundert |hrsg=EGO European History Online |datum=2011-03-18 |abruf=2011-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Marquardt: &amp;#039;&amp;#039;Germanophilie im deutschen Judentum im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Mainz, 18. März 2011 ([https://www.ieg-ego.eu/marquardtj-2011-de ieg-ego.eu]).&lt;br /&gt;
* Helmut Wurm: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung antiker Berichte über die Germanen für den deutschen Nationalismus und die germanophile Anthropologie in Deutschland im 19. und frühen 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1996, S. 369–401.&lt;br /&gt;
* Ulrich Sieg: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Prophet, Paul de Lagarde und die Ursprünge des modernen Antisemitismus&amp;#039;&amp;#039;, Carl Hanser Verlag, München, 2007; Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Prophet des Deutschtums&amp;#039;&amp;#039;, S. 292 und &amp;#039;&amp;#039;Ein Vordenker des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, S. 326&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Nationalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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