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	<title>Germaniawerft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-88969-6 am 15. Februar 2026 um 06:33 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-15T06:33:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2007-0104, Kiel, Friedrich Krupp Germaniawerft I.jpg|mini|Germaniawerft, Blick aus Nordosten: rechts die überdachten [[Helling]]en, hinten in der Mitte die große Bauhalle (nördlich der heutigen [[Halle400]]) und die [[Hörn (Kiel)|Hörn]], 1921]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fried. Krupp Germaniawerft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Kiel]] war die erste deutsche [[Werft]], die [[U-Boot]]e in größerem Umfang herstellte. Der Schiffbaubetrieb am Ostufer der [[Hörn (Kiel)|Hörn]] im Kieler Ortsteil [[Gaarden-Ost]] war ab dem Ende des 19. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Auftragnehmer der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] und ab [[Aufrüstung der Wehrmacht|1935]] der [[Kriegsmarine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werftanlagen wurden nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] auf Anordnung der [[Britische Besatzungszone|britischen Besatzungsmacht]] demontiert und das Unternehmen aufgelöst. Ein kleiner Teil des früheren Werftgeländes wird von [[ThyssenKrupp Marine Systems]] (TKMS, früher [[Howaldtswerke-Deutsche Werft|HDW]]) eingenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bruhnsche Werft (Vorgeschichte, Gründung) ===&lt;br /&gt;
Als Vorgängerin der Germaniawerft gilt die in [[Dänemark|dänischer]] [[Konzession]] durch den Schiffbauer Christian Bruhn aus [[Bornhöved]] 1863 in Kiel gegründete &amp;#039;&amp;#039;Bruhnsche Werft&amp;#039;&amp;#039;. Deren Nachfolgerin wurde die &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Schiffbaugesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, als ihr die Stadt Kiel am 8.&amp;amp;nbsp;März 1865 unentgeltlich das Gelände am Gaardener Strand überließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museum&amp;quot;&amp;gt;[http://www.museen-sh.de/Objekt/DE-MUS-075910/lido/113-1999 &amp;#039;&amp;#039;Kiel, Krupps-Werft&amp;#039;&amp;#039;]. Auf: Museumsportal &amp;#039;&amp;#039;Museen Nord&amp;#039;&amp;#039;, des &amp;#039;&amp;#039;Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e. V.&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 13. Oktober 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1867 ging die &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Schiffbau-Actiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039; aus ihr hervor. Das Anlage- und Betriebskapital von 10 Millionen [[Vereinstaler|Talern]] stammte von deutschen Investoren um die [[Hugo zu Hohenlohe-Öhringen|Herzöge von Ujest]] und [[Victor I. Herzog von Ratibor|Ratibor]], sowie englischen Investoren, darunter vor allem Samson Lloyd Foster (1831–1879) aus [[Sandwell|Wednesbury]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Graser: &amp;#039;&amp;#039;Norddeutschlands Seemacht: Ihre Organisation, ihre Schiffe, ihre Häfen und ihre Bemannung&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Friedrich Wilhelm Grunow, Leipzig 1870, S. 327&amp;lt;br /&amp;gt;({{Google Buch| BuchID=M69SAAAAcAAJ| Seite=327| Linktext = Volltext}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Money Market Review. A Weekly Commercial and Financial Journal.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;10, Nr.&amp;amp;nbsp;259 (20.&amp;amp;nbsp;Mai 1865), S.&amp;amp;nbsp;660 ([https://books.google.de/books?id=jmU9AQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA660 Google-Buchsuche]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://www.gracesguide.co.uk/Sampson_Lloyd_Foster &amp;#039;&amp;#039;Sampson Lloyd Foster&amp;#039;&amp;#039;] auf gracesguide.co.uk&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren kurz vor der [[Deutsche Reichsgründung|Deutschen Reichsgründung]] von 1871 erfolgten an der deutschen Küste zahlreiche Werftgründungen. Hintergrund war die unter Marineminister [[Albrecht von Roon]] betriebene Politik, eine Kriegsflotte aus Eisenschiffen mit Dampfantrieb aufzubauen und dabei die einheimische Schiffbauindustrie zu fördern, die im Gegensatz zu fortschrittlicheren, vor allem [[Vereinigtes Königreich|britischen]] Werftbetrieben, bislang nur auf den Bau von Holzschiffen ausgerichtet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinsius&amp;quot;&amp;gt;[[Paul Heinsius (Autor)|Paul Heinsius]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Übergang zum Maschinenantrieb und vom Holz- zum Eisenschiffbau an den deutschen Ost- und Nordseeküsten im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Schiffahrtsarchiv&amp;#039;&amp;#039;, 1. Ausgabe 1975, S. 115 ([https://ww2.dsm.museum/DSA/DSA01_1975_105122_Heinsius.pdf PDF-Datei (S. 105–122): 1,4 MB])&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Georg Howaldt]], ein studierter [[Maschinenbau]]er und Sohn des Industriellen [[August Howaldt]], hatte mit dem Bau der &amp;#039;&amp;#039;Vorwärts&amp;#039;&amp;#039; auf der ehemaligen Schleswig-Holsteinischen Marinewerft in [[Kiel-Ellerbek|Ellerbek]] bereits 1865 einen Einstieg in den Eisenschiffbau geschafft. Nach zwei Jahren und sieben Schiffen lief jedoch 1867 sein Pachtvertrag aus. Die Marine des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]] übernahm das Gelände in Ellerbek, um die &amp;#039;&amp;#039;Königliche Werft Kiel&amp;#039;&amp;#039; zu errichten, aus der 1871 die [[Kaiserliche Werft Kiel]] hervorging. Georg Howaldt übernahm die Leitung der &amp;#039;&amp;#039;Norddeutschen Schiffbau-Actiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, an der sich die Familie und das Maschinenbauunternehmen seines Vaters, &amp;#039;&amp;#039;Schweffel &amp;amp; Howaldt&amp;#039;&amp;#039; in Kiel, finanziell beteiligten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Norddeutsche Werft (1867 bis 1880) ===&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände in Gaarden wurde umgehend ein neuer Werftbetrieb für den Bau von Eisenschiffen errichtet, der schon im Juni 1867 die Arbeit aufnehmen konnte und bald unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Werft&amp;#039;&amp;#039; bekannt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinsius&amp;quot; /&amp;gt; Das erste dort gebaute Schiff war der Frachtdampfer &amp;#039;&amp;#039;Holsatia&amp;#039;&amp;#039; für [[August Sartori (Reeder)|Sartori &amp;amp; Berger]] in Kiel. Bis 1879 wurden insgesamt 83 Schiffe auf Kiel gelegt, unter anderem auch die Kaiserjacht &amp;#039;&amp;#039;[[Hohenzollern (Schiff, 1880)|Hohenzollern]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Fertigstellung sich jedoch bis 1880 verzögerte. Ein Jahr zuvor, im Jahr 1879 war das Unternehmen in Konkurs gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Germaniawerft (bis 1902) ===&lt;br /&gt;
Neuer Eigentümer der Werft wurde die &amp;#039;&amp;#039;Märkisch-Schlesische Maschinenbau und Hütten-Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, ein 1822 gegründeter Hersteller von Dampfmaschinen aus [[Berlin]]. Diese übernahm den in Bau befindlichen Restbestand aus der Konkursmasse und führte den Betrieb als &amp;#039;&amp;#039;Germaniawerft&amp;#039;&amp;#039; weiter. Der erste Neubau der Germaniawerft war der [[Aviso (Schiffstyp)|Aviso]] &amp;#039;&amp;#039;[[Blitz (Schiff, 1883)|Blitz]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1881. Die finanziellen Schwierigkeiten dauerten jedoch auch unter den neuen Eigentümern an. Im November 1882 wurden Werft und Maschinenfabrik in die mit einem Stammkapital von drei Millionen [[Mark (1871)|Goldmark]] ausgestattete &amp;#039;&amp;#039;Schiff- und Maschinenbau Aktiengesellschaft Germania&amp;#039;&amp;#039; zusammengelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Museum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fried. Krupp Germaniawerft (bis zum Ersten Weltkrieg) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:U-forelle.jpg|mini|1902 Germaniawerft, Experimental-U-Boot Forelle mit E-Antrieb]]&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1896 wurde die Werft von der [[Friedrich Krupp AG]] zunächst gepachtet, ab 1902 dann übernommen und ihr Name in &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Krupp Germaniawerft&amp;#039;&amp;#039; geändert. Bei der Germaniawerft entstanden für die [[Kaiserliche Marine]] das Küstenpanzerschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Siegfried (Schiff, 1890)|Siegfried]]&amp;#039;&amp;#039; (Stapellauf 1889), das Panzerschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Wörth (Schiff)|Wörth]]&amp;#039;&amp;#039; (1892), die [[Einheitslinienschiff|Linienschiffe]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kaiser Wilhelm der Große (Schiff, 1901)|Kaiser Wilhelm der Große]]&amp;#039;&amp;#039; (1899), &amp;#039;&amp;#039;[[Zähringen (Schiff)|Zähringen]]&amp;#039;&amp;#039; (1901), &amp;#039;&amp;#039;[[Braunschweig (Schiff, 1904)|Braunschweig]]&amp;#039;&amp;#039; (1902), &amp;#039;&amp;#039;[[Hessen (Schiff, 1905)|Hessen]]&amp;#039;&amp;#039; (1903), &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland (Schiff, 1906)|Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; (1904) und &amp;#039;&amp;#039;[[Schleswig-Holstein (Schiff, 1908)|Schleswig-Holstein]]&amp;#039;&amp;#039; (1906), die [[Dreadnought|Schlachtschiffe]] &amp;#039;&amp;#039;[[Prinzregent Luitpold (Schiff, 1913)|Prinzregent Luitpold]]&amp;#039;&amp;#039; (1912) und &amp;#039;&amp;#039;[[Kronprinz (Schiff, 1914)|Kronprinz]]&amp;#039;&amp;#039; (1914); die &amp;#039;&amp;#039;[[Sachsen (Schiff, 1916)|Sachsen]]&amp;#039;&amp;#039; (1916) wurde nicht mehr fertiggestellt. Für die Kaiserliche Marine baute die Germaniawerft auch den [[Großer Kreuzer|Großen Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kaiserin Augusta]]&amp;#039;&amp;#039; (1892) und die [[Kleiner Kreuzer|Kleinen Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gazelle (Schiff, 1898)|Gazelle]]&amp;#039;&amp;#039; (1898), &amp;#039;&amp;#039;[[Nymphe (Schiff, 1900)|Nymphe]]&amp;#039;&amp;#039; (1899), &amp;#039;&amp;#039;[[Amazone (Schiff, 1901)|Amazone]]&amp;#039;&amp;#039; (1900), &amp;#039;&amp;#039;[[Cöln (Schiff, 1911)|Cöln]]&amp;#039;&amp;#039; (1909), &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburg (Schiff, 1912)|Magdeburg]]&amp;#039;&amp;#039; (1911) und &amp;#039;&amp;#039;[[Karlsruhe (Schiff, 1914)|Karlsruhe]]&amp;#039;&amp;#039; (1912).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 wurde mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Forelle (U-Boot)|Forelle]]&amp;#039;&amp;#039; eines der ersten U-Boote in Deutschland gebaut, das später vom [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]] gekauft wurde. 1905 wurde mit &amp;#039;&amp;#039;[[U 1 (U-Boot, 1906)|U&amp;amp;nbsp;1]]&amp;#039;&amp;#039; auch das erste U-Boot an die [[Kaiserliche Marine]] übergeben. 1907 wurde eine Serie von drei U-Booten für Russland fertiggestellt, weitere U-Boote auch für Norwegen, Italien und die [[Österreichische Marine|Österreichisch-Ungarische Kriegsmarine]] hergestellt, die in zerlegtem Zustand per Bahn in den [[Marinestützpunkt|Kriegshafen]] [[Pula|Pola]] geliefert und dort montiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der 1908 fertiggestellten [[Schoner]]yacht &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Schiff, 1908)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039;, nach Entwurf von [[Max Oertz]] für [[Gustav Krupp von Bohlen und Halbach]], wurde erstmals eine Rennyacht dieser Größe in Deutschland gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv DVM 10 Bild-23-63-14, Kiel, Kreuzer &amp;quot;Prinz Eugen&amp;quot;, Stapellauf.jpg|mini|Stapellauf des [[Schwerer Kreuzer|Schweren Kreuzers]] &amp;#039;&amp;#039;[[Prinz Eugen (Schiff, 1940)|Prinz Eugen]]&amp;#039;&amp;#039; am 22.&amp;amp;nbsp;August&amp;amp;nbsp;1938]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] infolge der Bestimmungen des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrages]] größere Aufträge der [[Reichsmarine]] ausblieben, geriet das Unternehmen zu Beginn der 1920er Jahre in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten. Der Betrieb sah sich nach neuen Tätigkeitsfeldern um. Nachdem 1921 aus vier nicht verschrotteten U-Boot-Hüllen zunächst [[Typ Ostpreussen|zwei Tanker]] gebaut wurden, verlegte sich die Werft später auf den Bau von Luxusjachten. Durch die Bremer Reederei [[F. A. Vinnen &amp;amp; Co.]] gab es 1922 einen Auftrag für fünf &amp;#039;&amp;#039;Fünfmaster&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;[[Vinnen-Schoner]]n&amp;#039;&amp;#039; zur Stärkung der Südamerika-Aktivitäten sowie der Weizen-Linie von Australien. Zusammen mit zwei anderen deutschen Großwerften wurde zudem durch die Gründung der Tarnorganisation &amp;#039;&amp;#039;[[Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw]]&amp;#039;&amp;#039; in den Niederlanden das im Versailler Vertrag festgelegte Verbot des Baus von U-Booten unterlaufen. In den Jahren der [[Weimarer Republik]] liefen auf der Germaniawerft zahlreiche größere und kleinere Dampf- und Segeljachten vom Stapel, die hauptsächlich an amerikanische Millionäre geliefert wurden. So fertigte der Schiffbaubetrieb beispielsweise die Viermastbark &amp;#039;&amp;#039;Hussar&amp;amp;nbsp;II&amp;#039;&amp;#039; (1931) –&amp;amp;nbsp;die heutige &amp;#039;&amp;#039;[[Sea Cloud]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– oder die Motorjacht &amp;#039;&amp;#039;Orion&amp;#039;&amp;#039; (1929), die als Kreuzfahrtschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Regina Maris (Schiff, 1929)|Regina Maris]]&amp;#039;&amp;#039; bis zu Beginn des 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im [[Mittelmeer]] und im [[Rotes Meer|Roten Meer]] verkehrte.&lt;br /&gt;
[[File:Kurt Hielscher Deutschland 1924 Kiel Germaniawerft.jpg|thumb|left|[[Kurt Hielscher]]: Deutschland. Baukunst und Landschaft. Berlin: Ernst Wasmuth, 1924]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten Anfang 1933 wurde die Germaniawerft im Zuge der [[Aufrüstung der Wehrmacht]] zu einem bedeutenden Auftragnehmer von Reichs- bzw. [[Kriegsmarine]]. Bereits im Juli 1934 wurden die ersten sechs U-Boote der [[Liste deutscher U-Boot-Klassen|Klasse]] [[U-Boot-Klasse II|II&amp;amp;nbsp;B]] bestellt; im Sommer 1938 lief der [[Schwerer Kreuzer|Schwere Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Prinz Eugen (Schiff, 1940)|Prinz Eugen]]&amp;#039;&amp;#039; vom Stapel. Auch der Auftrag für den [[Flugzeugträger B|Flugzeugträger&amp;amp;nbsp;B]] ging an die Kieler Werft, allerdings wurde nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] der unfertige Rumpf noch auf der [[Helling]] wieder abgewrackt, da der U-Boot-Bau Priorität hatte. Die Germaniawerft lieferte insgesamt 131 U-Boote der Klassen II&amp;amp;nbsp;B, [[U-Boot-Klasse VII|VII]], [[U-Boot-Klasse X|X&amp;amp;nbsp;B]], [[U-Boot-Klasse XIV|XIV]], [[U-Boot-Klasse XVII|XVII]] und [[U-Boot-Klasse XXIII|XXIII]] an die Kriegsmarine; weitere 240 waren bestellt. 1944 hatte die Werft über 10.000 Angestellte, davon waren 11 % [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht]] war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zusammen mit der benachbarten Werft [[Deutsche Werke]] war die bei den [[Luftangriffe auf Kiel|Luftangriffen auf Kiel]] teilweise zerstörte Germaniawerft zur [[Demontage (Reparation)|Demontage]] vorgesehen. Dies hatte wütende Proteste der Bevölkerung der zerbombten Stadt zur Folge. Eine vom Oberbürgermeister [[Andreas Gayk]] mitorganisierte Demonstration gegen die Demontage blieb ohne Erfolg; das Unternehmen wurde aufgelöst und nicht wiederbelebt. Die britischen Besatzer ließen die Anlagen ab Anfang 1949 sprengen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Als-Sprengungen-das-Ende-der-Kieler-Germaniawerft-einleiten,germaniawerft102.html |titel=Demontagen in Kiel 1949: Sprengungen sollten für Frieden sorgen |sprache=de |abruf=2024-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Janine Kühl |url=https://www.tagesschau.de/inland/regional/schleswigholstein/ndr-als-sprengungen-das-ende-der-kieler-germaniawerft-einleiten-100.html |titel=Schleswig-Holstein: Als Sprengungen das Ende der Kieler Germaniawerft einleiten |sprache=de |abruf=2024-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Nutzung des ehemaligen Werftgeländes ==&lt;br /&gt;
Auf dem ehemaligen Areal der [[Helling|Helgen]] befindet sich heute der [[Norwegenkai]]. Ende der 1960er Jahre erwarben die [[Howaldtswerke]] (HDW) den größten Teil des restlichen alten Werftgeländes am Ufer der Hörn und nutzten das Grundstück unter anderem als Lager- und Schrottplatz. Ab 1968 befand sich dort auch der U-Boot-Bau der HDW im Werk Kiel-Süd, das 1989 geschlossen wurde. Seit den 1990er Jahren wird versucht, im Rahmen des Projekts [[Kai-City Kiel]] das brachliegende innenstadtnahe Gelände wiederzubeleben; u.&amp;amp;nbsp;a. mit dem [[Hochhauscenter am Germaniahafen]] und der [[Hörnbrücke]] für Fußgänger und Radfahrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1939 gebaute Halle, in der sich eine Kupferschmiede/Zinnerei und eine Werkstatt für Schiffsmotoren und Kompressoren der Germaniawerft befand, ist als [[Halle400]] ein Veranstaltungszentrum. Nördlich der Halle400 wurde im Rahmen der Umgestaltung des Geländes zur Kai-City Kiel 1998 der [[Germaniahafen]] für Gastsegler und Traditionsschiffe angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekanntere Schiffe ==&lt;br /&gt;
* [[Wörth (Schiff)|&amp;#039;&amp;#039;SMS Wörth&amp;#039;&amp;#039;]], Linienschiff (1893)&lt;br /&gt;
* [[Hessen (Schiff, 1905)|&amp;#039;&amp;#039;SMS Hessen&amp;#039;&amp;#039;]], Linienschiff (1905)&lt;br /&gt;
* [[Deutschland (Schiff, 1906)|&amp;#039;&amp;#039;SMS Deutschland&amp;#039;&amp;#039;]], Linienschiff (1906)&lt;br /&gt;
* [[Schleswig-Holstein (Schiff, 1908)|&amp;#039;&amp;#039;SMS Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;]], Linienschiff (1908)&lt;br /&gt;
* [[Germania (Schiff, 1908)|&amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039;]], Rennyacht (1908)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meteor IV&amp;#039;&amp;#039;, Rennyacht (1909)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meteor V&amp;#039;&amp;#039;, Rennyacht (1914)&lt;br /&gt;
* [[Kronprinz (Schiff, 1914)|&amp;#039;&amp;#039;SMS Kronprinz&amp;#039;&amp;#039;]], Großlinienschiff (1914)&lt;br /&gt;
* [[Deutschland (U-Boot)|&amp;#039;&amp;#039;U Deutschland&amp;#039;&amp;#039;]], Handelsuboot (1916)&lt;br /&gt;
* [[Bremen (U-Boot)|&amp;#039;&amp;#039;U Bremen&amp;#039;&amp;#039;]], Handelsuboot (1916)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Coronet&amp;#039;&amp;#039;, Yacht (1928)&lt;br /&gt;
* [[Regina Maris (Schiff, 1929)|&amp;#039;&amp;#039;Orion&amp;#039;&amp;#039;]], Yacht (1929)&lt;br /&gt;
* [[Prinz Eugen (Schiff, 1940)|&amp;#039;&amp;#039;Prinz Eugen&amp;#039;&amp;#039;]], Schwerer Kreuzer (1938)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltene Schiffe ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[U 1 (U-Boot, 1906)|U 1]]&amp;#039;&amp;#039; (1906), U-Boot der Kaiserlichen Marine, jetzt im [[Deutsches Museum|Deutschen Museum]] in München&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nusret&amp;#039;&amp;#039; (1912), Minenleger, Mersin, Türkei&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sedov (Schiff)|Sedov]]&amp;#039;&amp;#039; (1921), heute Segelschulschiff der Russischen Marine, ex &amp;#039;&amp;#039;Magdalene Vinnen II&amp;#039;&amp;#039;, ex &amp;#039;&amp;#039;Kommodore Johnson&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vanadis&amp;#039;&amp;#039;, Yacht (1924), heute Hotel- und Restaurantschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Lady Hutton]]&amp;#039;&amp;#039; in Stockholm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Caritas&amp;#039;&amp;#039;, Yacht (1925)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Haida&amp;#039;&amp;#039;, Yacht (1929)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Etak&amp;#039;&amp;#039;, Segelyacht (1930)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Talitha&amp;#039;&amp;#039;, Yacht (1930)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sea Cloud]]&amp;#039;&amp;#039; (1931 als Yacht &amp;#039;&amp;#039;Hussar II&amp;#039;&amp;#039; gebaut), Viermastbark&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Argossy]]&amp;#039;&amp;#039;, Yacht (1931)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Évora (Schiff, 1931)|Évora]]&amp;#039;&amp;#039; (1931), erst Fährschiff, heute Ausflugsschiff in Lissabon&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Stadt Kiel]]&amp;#039;&amp;#039; (1934), Fahrgastschiff in Kiel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nordertor&amp;#039;&amp;#039; (1936), Restaurantschiff in Husum, ex Fahrgastschiff &amp;#039;&amp;#039;Kitzeberg&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der Germaniawerft 1920 gebaute Segelschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Carthaginian II]]&amp;#039;&amp;#039;, das mehrere Jahre in [[Lāhainā]], Insel Maui, Hawaii, als Museum zu besichtigen war, wurde 2005 vor der dortigen Küste versenkt und ist seitdem ein beliebtes Ziel von Tauchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Rotorschiff]]&lt;br /&gt;
* [[Buckau (Schiff)]]&lt;br /&gt;
* [[U-Bootbunker Kilian]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emil Foerster: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Germaniawerft in Kiel-Gaarden (Einige Betrachtungen über moderne technische Arbeitsmittel im Stahlschiffbau.)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Velhagen &amp;amp; Klasings Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 17 (1902/03), Bd. 2, Nr. 10, Juni 1903, S. 458–471.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GKD=1|TEXT=Dokumente und Zeitungsartikel zu|GND=2096184-4}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uboat.net/technical/shipyards/germania.htm 1934–45 gebaute U-Boote der Germaniawerft] auf uboat.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2096184-4|VIAF=245700328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rüstungshersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Werft (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germaniawerft| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehr- und Rüstungswirtschaft im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schifffahrt (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1867]]&lt;/div&gt;</summary>
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