<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Germania_Judaica</id>
	<title>Germania Judaica - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Germania_Judaica"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Germania_Judaica&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T08:20:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Germania_Judaica&amp;diff=716352&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CamelBot: Bot: linkfix: taz.de; siehe user:CamelBot.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Germania_Judaica&amp;diff=716352&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-06T06:41:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: linkfix: taz.de; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CamelBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CamelBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;user:CamelBot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1959 gegründet. Zu den Mitbegründern gehörte [[Heinrich Böll]]. Die Bibliothek ist als eingetragener Verein konstituiert und wird von der [[Zentralbibliothek Köln|Zentralbibliothek der Stadt Köln]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Bestand von etwa 85.000 Bänden und rund 500 Zeitungen ist sie die größte wissenschaftliche [[Fachbibliothek|Spezialbibliothek]] zur Geschichte und Kultur des deutschsprachigen [[Judentum]]s in Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1959 fand sich in [[Köln]] eine [[Bürgerinitiative]] zusammen, die nach einem Besuch von [[Martin Buber]] im Jahre 1958 den Verein und gleichzeitig die [[Bibliothek]] Germania Judaica gründete, um ein wirksames Instrument gegen den immer noch herrschenden [[Judenfeindlichkeit|Antisemitismus]] in [[Deutschland]] zu schaffen. Buber riet allerdings davon ab, &amp;#039;&amp;#039;gegen&amp;#039;&amp;#039; Antisemitismus zu kämpfen, sondern empfahl, &amp;#039;&amp;#039;eine Sache richtig darzustellen&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Darstellen hat die Bibliothek in das Programm ihrer Arbeit übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schriftsteller]] Heinrich Böll und [[Paul Schallück]], der Journalist [[Wilhelm Unger (Autor)|Wilhelm Unger]], der Verleger [[Ernst Brücher]], der Kulturdezernent der Stadt Köln, [[Kurt Hackenberg]], sowie der Chef der Uni-Buchhandlung und Buchhändler Karl Keller,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.buergerverein-koeln-muengersdorf.de/k%C3%BCnstler-grosse-namen/heinrich-b%C3%B6ll-bp-30/ |titel=Heinrich Böll in der Belvederestraße |zugriff=2020-12-21 |archiv-datum=2021-01-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210123100156/https://www.buergerverein-koeln-muengersdorf.de/k%C3%BCnstler-grosse-namen/heinrich-b%C3%B6ll-bp-30/ |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; später auch [[Klaus von Dohnanyi]] waren der Überzeugung, dass die Öffentlichkeit nur sehr unzureichend über die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums informiert sei und dass Unkenntnis Vorurteile begünstige. Die [[Schändung der Synagoge in Köln]] Ende 1959 lieferte einen weiteren Beweis für die Notwendigkeit des Vorhabens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ardmediathek.de/video/wdr-retro-hier-und-heute/ein-besuch-in-der-bibliothek-germania-judaica-in-koeln/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTE0NDc2ZTI1LTNiZDktNDQ3Zi04MDI0LTBiNmM4YjJkMTBlNw |titel=Ein Besuch in der Bibliothek &amp;quot;Germania Judaica&amp;quot; in Köln |zugriff=2020-12-21   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/juttabohnkekollwitz100.html |titel=Erlebte Geschichten mit Jutta Bohnke-Kollwitz |zugriff=2020-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibliothek &amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica&amp;#039;&amp;#039; ist von dem gleichnamigen Forschungs- und Publikationsprojekt zu unterscheiden, das seit 1903 in alphabetischer Ordnung und nach Epochen Artikel zu „allen Ortschaften des deutschen Reiches, an denen von den ältesten Zeiten bis zu den Wiener Verträgen jüdische Ansiedlungen bestanden haben“, erarbeitet und sich deren wissenschaftliche Beschreibung aus den Quellen zum Ziel gesetzt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;vergleiche &amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica&amp;#039;&amp;#039; I, S. IX&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Literaturbestand der Germania Judaica bestand zu Beginn aus nur 180 Druckwerken. Die Bibliothek war im [[Hansahochhaus]] untergebracht. Seit 1979 befindet sie sich in den Räumen der [[Stadtbibliothek Köln]] am Neumarkt. Im Freihandbereich stehen 45.000 Bände; etwa dieselbe Menge befindet sich im Keller-Magazin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/die-aufheller/ |titel=Die Aufheller |zugriff=2020-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Leitung und Geschäftsführung wurden von Anfang an wissenschaftlich qualifizierte, promovierte Kolleginnen berufen. Die Germanistin [[Jutta Bohnke-Kollwitz]] leistete seit 1960 als zweite Geschäftsführerin wesentliche Aufbauarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://uschi-ben.de/BENS-FAMILIE/Jutta-Bohnke-Kollwitz |titel=Jutta Bohnke, geb. Kollwitz |zugriff=2020-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1984 übernahm die Sozialhistorikerin [[Monika Richarz]] die Leitung. Ihr folgte von 1993 bis zu ihrem Tod 2017 die Judaistin [[Annette Haller]]. Seit April 2018 wirkt die Historikerin und Judaistin Ursula Reuter als Geschäftsführerin der Germania Judaica.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.steinheim-institut.de/wiki/index.php/Mitarbeiter:Ursula_Reuter Steinheim-Institut Biographie Ursula Reuter], abgerufen am 15. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der öffentlichen Anerkennung wurde die Germania Judaica ab den 1970er Jahren institutionell von der Stadt Köln und dem Land [[Nordrhein-Westfalen]] gefördert. Der Jahresetat für Neuerwerbungen im Jahre 2005 betrug gut 9.000 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Wir-reden-auch-mit-Rechten/!630913/ |titel=„Wir reden auch mit Rechten“ |zugriff=2020-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem sich das Land Nordrhein-Westfalen 2005 aus der Unterstützung der Bibliothek zurückgezogen hat, wird die Germania Judaica ausschließlich von der Stadt Köln gefördert. Allerdings erwartet die Stadt, dass die Bibliothek zur Finanzierung ihres Bücheretats auch Mittel aus weiteren Quellen einwirbt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3337.html Homepage Zentralrat der Juden in Deutschland]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Germania Judaica wird zudem durch die Beiträge ihrer Mitglieder und durch private Spenden getragen. 2008 konnte die Stelle der Bibliothekarin nach fast vier Jahren wieder besetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammelgebiete ==&lt;br /&gt;
Als wissenschaftliche Spezialbibliothek dient die Germania Judaica sowohl Kölner Lesern als auch Forschern aus ganz Deutschland und dem Ausland.&lt;br /&gt;
Sie sammelt primär Literatur zur Geschichte der [[Juden]] in Deutschland seit der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]]. Sammelschwerpunkte sind die Lokal- und [[Regionalgeschichte]].&lt;br /&gt;
Hinzu kommen als weitere zentrale Sammelgebiete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Geschichte des deutschsprachigen Judentums ab der Frühen Neuzeit ([[Schutzjuden]]tum, [[Emanzipation]], Gemeindegeschichte, Organisation, Biographien, Juden im [[Nationalsozialismus]], [[Konzentrationslager]], [[Auswanderung|Emigration]], Exilgeschichte, Juden nach 1945)&lt;br /&gt;
* Allgemeine jüdische Geschichte und Kultur (Religion, Kunst, Erziehungswesen, Soziologie, Juden in außerdeutschen Sprachgebieten)&lt;br /&gt;
* Zionismus und Palästina/Israel ([[Zionismus]], [[Palästina (Region)|Palästina]], Staatsgründung, [[Nahostkonflikt]], Einwanderung, Siedlungsformen, Kultur, Reiseberichte)&lt;br /&gt;
* Antisemitismus (Quellen des Modernen Antisemitismus, [[Rassismus]], Antisemitismustheorien, Abwehrmaßnahmen, [[Neonazismus]])&lt;br /&gt;
* Darstellung von Juden in Literatur und Film (Romane, Dramen, Jugend- und Kinderbücher, Sekundärliteratur)&lt;br /&gt;
* Deutsch-jüdische Periodica (über 500 verschiedene jüdische Zeitungen und Zeitschriften; aktuelle Zeitungen und Zeitschriften)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungserhebung ==&lt;br /&gt;
Alle drei Jahre veröffentlicht die Germania Judaica eine Erhebung über die laufende Forschung zur Geschichte des deutschen Judentums und des Antisemitismus in ihren „Arbeitsinformationen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Compact Memory ==&lt;br /&gt;
Die Germania Judaica war an dem [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]]-Projekt „Jüdische Periodika im deutschsprachigen Raum“ beteiligt. Im Fachportal [[Compact Memory]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.compactmemory.de&amp;lt;/ref&amp;gt; werden die wichtigsten deutsch-jüdischen Zeitungen und Zeitschriften bis 1938 kostenfrei online zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alwin Müller-Jerina: &amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica: Die Entwicklung und Bedeutung einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica, Bestandskatalog I, Regional- und Lokalgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germania Judaica, Bestandskatalog II, Regional- und Lokalgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/stadtbibliothek/germania-judaica-koelner-bibliothek-zur-geschichte-des-deutschen-judentums-ev Germania Judaica Homepage]&lt;br /&gt;
* Emmanuel van Stein: [https://www.ksta.de/-germania-judaica--fuer-ein-besseres-verstaendnis-12685470 &amp;#039;&amp;#039;Für ein besseres Verständnis.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[Kölner Stadt-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; vom 20. Oktober 2009 (zum 50. Geburtstag)&lt;br /&gt;
* [http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3337.der-fundus.html?sstr=Germania|Judaica &amp;#039;&amp;#039;Der Fundus.&amp;#039;&amp;#039;] Heinz-Peter Katlewski in &amp;#039;&amp;#039;Zukunft&amp;#039;&amp;#039; vom 30. Juni 2011.&lt;br /&gt;
* [https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-299104 &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek Germania Judaica.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[KuLaDig]], Kultur.Landschaft.Digital.&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschlandfunk.de/schalom-24-05-2024-neues-medienpaedagogisches-projekt-der-germania-judaica-dlf-2076dd97-100.html Deutschlandfunk Schalom. Jüdisches Leben heute vom 24. Mai 2024: &amp;#039;&amp;#039;Neues medienpädagogisches Projekt der Germania Judaica, von Constanze Baumgart&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=25490-3}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.934181|EW=6.949311|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothek in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spezialbibliothek]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1959]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CamelBot</name></author>
	</entry>
</feed>