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	<title>Germanenorden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Germanenorden&amp;diff=724337&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-11-01T09:01:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Germanenorden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine deutsche [[Geheimbund|Geheimgesellschaft]], die 1912 in [[Leipzig]] zusammen mit dem [[Reichshammerbund]] gegründet wurde und [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitische]] Ziele verfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Gründung des Ordens kursierte in [[Völkische Bewegung|völkischen Kreisen]] das Gerücht, es gebe in Deutschland eine ausgedehnte geheime jüdische Verschwörung, der die [[Juden]] ihren Einfluss in der Gesellschaft verdankten. Daher kam der Gedanke auf, eine anti-jüdische Geheimorganisation aufzubauen, wobei die [[Freimaurerei]] als Vorbild dienen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GC115&amp;quot;&amp;gt;[[Nicholas Goodrick-Clarke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. Wiesbaden 2004, S. 115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptziel wurde formuliert, Juden und ihre Aktivitäten zu überwachen, entsprechende Informationen zu sammeln und diese zu verbreiten. Als „schärfste Waffe im Kampf gegen das Judentum und andere Volksfeinde“ wurde die von [[Theodor Fritsch]] herausgegebene antisemitische Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Hammer – Blätter für deutschen Sinn|Der Hammer]]&amp;#039;&amp;#039; betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GC116&amp;quot;&amp;gt;Goodrick-Clarke, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dem Orden beitreten wollte, musste eine tadellose „[[Germanen|germanische]]“ Abstammung nachweisen, durfte nicht [[Körperbehinderung|körperlich behindert]] sein und sollte idealerweise blondes Haar, blaue bis hellbraune Augen und eine helle Haut aufweisen. Auch bezüglich des Ehepartners wurden entsprechende Angaben verlangt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GC116&amp;quot; /&amp;gt; Als „Sippenwahrer“ wurde 1919 [[Bernhard Koerner]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Hufenreuter: Germanenorden. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: De Gruyter Saur 2012, S. 280–282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Germanenorden entstand als geheime Organisation parallel zu dem öffentlichen [[Reichshammerbund]] innerhalb der Leserschaft der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Hammer&amp;#039;&amp;#039; und war nach dem Vorbild der Freimaurer [[Logenvereinigung|logenartig]] aufgebaut. Die erste Loge des späteren Germanenordens wurde bereits im April 1911 unter der Leitung von [[Hermann Pohl (Eichmeister)|Hermann Pohl]] als „[[Odin|Wotanloge]]“ in [[Magdeburg]] gegründet. Sie gab die Regeln und Rituale für die Organisation vor, die am 12. März 1912 den Namen „Germanenorden“ erhielt und ab Mai von Pohl geführt wurde. In einem Manifest von Januar 1912 propagierte dieser eine „[[Arier|arisch]]-germanische religiöse Wiedergeburt“. Mit dem Ziel einer [[Rassentheorie|rassisch]] reinen deutschen Nation forderte er bereits die [[Deportation]] von „Juden, [[Anarchismus|anarchistischen]] [[Mischling]]e[n] und [[Zigeuner]][n]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke, S. 114–116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Koerner gehörten zu den bekannteren Ordensmitgliedern [[Konstantin von Gebsattel]], [[Ludwig Müller von Hausen]] und [[Arthur Prüfer]]. In diesem Jahr erreichte der Orden durch Gründung etlicher Logen in Nord- und Ostdeutschland die Zahl von 316 Mitgliedern, 1913 zählte er 451 Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uwe Puschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache - Rasse - Religion&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2001, S. 386.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Süden des Reiches entstanden dagegen nur wenige unbedeutende Logen. Nachdem der Orden rasch auf über 1.000 Mitglieder angewachsen war, stagnierte während des Ersten Weltkriegs die Mitgliederzahl.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Leicht: [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/antisemitismus/reichshammerbund Der Reichshammerbund] auf [[LeMO]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 kam es zur Spaltung des Ordens, da Hermann Pohl wegen aufkommender Kritik den Orden verließ und einen eigenen „Germanenorden Walvater“ gründete. Mit der Gründung der [[Thule-Gesellschaft]] 1918 verlor der Germanenorden rasch an Bedeutung; seine Mitglieder wanderten dorthin ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jungen [[Weimarer Republik]] war der Germanenorden an der Rekrutierung politischer Attentäter beteiligt, so bei der Ermordung des ehemaligen Ministers [[Matthias Erzberger]] 1921 und bei einem Anschlag auf den Publizisten [[Maximilian Harden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 wurde der Verein verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rituale und Symbole ==&lt;br /&gt;
Nach einer erhaltenen Darstellung der [[Initiation]] eines [[Novize]]n des Ordens verband das [[Ritual]] Elemente der Freimaurerei mit solchen der [[Völkische Bewegung|völkischen]] [[Ariosophie]] ([[Guido von List]]) und mit Musik von [[Richard Wagner]]. Zu den verwendeten Symbolen gehörte die [[Swastika]] („Hakenkreuz“). Diese war damals in völkischen Kreisen allgemein gebräuchlich, aber es war der Germanenorden, über dessen Nachfolgeorganisation Thule-Gesellschaft dieses Symbol in das Repertoire des [[Nationalsozialismus]] Eingang fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke, S. 116–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Nicholas Goodrick-Clarke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Germanenorden“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-48-7, S. 112–120.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|44859|link|Hermann Gilbhard|Germanenorden|2010-01-25|2015-02-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=10011932-3|VIAF=141637155}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1934]]&lt;/div&gt;</summary>
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