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	<title>Gerichtsstab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T19:00:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerichtsstab&amp;diff=2567602&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: Nachweis ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-07T12:48:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nachweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei: Sigmund von Fraunberg.jpg|mini|Sigmund von Fraunberg als Kammer&amp;amp;shy;richter. In der rechten Hand hält er den Gerichtsstab. [[Hans Holbein der Ältere|Hans Holbein d. Ä.]], 1512 oder etwas später]]&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Rottweil Stadtmuseum Schwörstab.jpg|292|Gerichtshand aus dem Spätmittelalter aus dem Osterzgebirge.jpg|208|Schwörstab des [[Hofgericht Rottweil|Hofgerichts Rottweil]]|Gerichtshand, Spätmittelalter, [[Erzgebirge|Osterzgebirge]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerichtsstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwörstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein Zeichen der [[Gericht|richterlichen Gewalt]] und Würde des Gerichts in der [[Mittelalter|mittelalterlichen]] und [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichen]] [[Symbol|Rechtssymbolik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gerichtsstab wurde vor allem im Bereich der hohen Gerichtsbarkeit gebraucht:&lt;br /&gt;
* Im Zuge des Amtsantritts eines Richters wurde der [[Eid|Amtseid]] auf den Gerichtsstab geleistet und der Stab dem neuen Amtsinhaber übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;So etwa bei der Einsetzung des [[Reichskammergericht#Kammerrichter|Kammerrichters]] des [[Reichskammergericht]]s, Vgl.: Maria von Loewenich: &amp;#039;&amp;#039;Amt und Prestige. Die Kammerrichter in der ständischen Gesellschaft (1711–1806)&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien u. a. 2019. ISBN 978-3-412-22121-8, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem Rücktritt legte der Richter den Stab nieder.&lt;br /&gt;
* Während eines [[Gerichtsverfahren|Verfahrens]] konnte der Stab ebenfalls niedergelegt werden, um eine Unterbrechung der Sitzung einzuleiten. Wollte der Richter inmitten eines Verfahrens abtreten, konnte er den Stab einem [[Beisitzer|Beisitzenden]] übergeben, ohne eine Unterbrechung zu bewirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Schempf |Hrsg=Albrecht Cordes [u. a.] |Titel=Niederlegen |Sammelwerk=Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte (HRG) |Band=3 |Auflage=2. |Verlag=Schmidt |Ort=Berlin |Datum=2004 |Seiten=1926-1928}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Richter „stabte“ den [[Eid]], indem er ihn auf den Gerichtsstab leisten ließ. &lt;br /&gt;
* Nach der [[Maximilianische Halsgerichtsordnung|Tiroler Halsgerichtsordnung]] von 1499 und der [[Constitutio Criminalis Carolina]] von 1532 wurde der Gerichtsstab nach Verlesen eines [[Todesstrafe|Todesurteils]] zerbrochen. Daher stammt auch der Ausdruck „den Stab über jemand brechen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gerichtsstab kam noch im frühen 20. Jahrhundert zum Einsatz. Bei der Verurteilung des Mörders von [[Wilhelm Busse (Politiker)|Wilhelm Busse]] gab es 1922 z.&amp;amp;nbsp;B. die Anweisung, dass der Stab dürr, 20 cm lang und an einer Stelle eingekerbt sein solle. Die Kerbe war wohl für ein problemloses Brechen des Stabes gedacht, da man ein Misslingen des Brechens als Zeichen höherer Mächte interpretiert haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Schnepf: &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Mordsteine.&amp;#039;&amp;#039; Hamm am Rhein 2006, S. 260/261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Meyers-1905 |Lemma=Gerichtsstab |Band=7 |Seite=642 |zenoID=2000667304X}}&lt;br /&gt;
* [[Louis Carlen]]: &amp;#039;&amp;#039;Stab.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Sp. 1838 ff.&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Möller]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtssitte des Stabbrechens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Germanistische Abteilung, Band 21 (1900), S. 27–115.&lt;br /&gt;
* [[Walter Müller (Rechtshistoriker)|Walter Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Fertigung und Gelöbnis mit dem Gerichtsstab nach alemannisch-schweizerischen Quellen. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Grundstücksübereignung.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1976, ISBN 3-7995-6682-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4156827-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsinsigne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzprodukt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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