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	<title>Gerichtssprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:40:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerichtssprache&amp;diff=308910&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lukas Reder: Nur Kleinigkeiten</title>
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		<updated>2019-09-10T13:16:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nur Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerichtssprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Sprache]], in der Gerichtsverhandlungen stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Nach {{§|184|gvg|juris}} GVG ist die Gerichtssprache Deutsch, wobei im [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] in [[Sachsen]] und [[Brandenburg]] Anträge und Verhandlungen auch in [[Sorbische Sprache|sorbischer Sprache]] eingereicht bzw. durchgeführt werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gerichtssprache gehört zu den [[Verfahrensvoraussetzung]]en: Anträge, die nicht in deutscher Sprache verfasst sind, sind grundsätzlich unwirksam.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 14. Juli 1981, AZ 1 StR 815/80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Strafverfahren gelten aber nach einem Urteil des [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshofs]] erhebliche Einschränkungen: Soweit ein Schriftsatz als wesentlich anzusehen ist (wobei dies regelmäßig ohne die Übersetzung nicht festgestellt werden kann), hat das Gericht nach der &amp;#039;&amp;#039;Richtlinie 2010/64/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Oktober 2010 über das Recht auf Dolmetschleistungen und Übersetzungen in Strafverfahren&amp;#039;&amp;#039; den Schriftsatz von Amts wegen in die deutsche Sprache zu übersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015, AZ C-216/14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies gilt indes nur für den nicht durch einen [[Strafverteidiger (Deutschland)|Strafverteidiger]] vertretenen Angeklagten, da dieser ansonsten nach Art. 6 Abs. 3 Buchstabe e der [[Europäische Menschenrechtskonvention|Europäischen Menschenrechtskonvention]] über seinen Verteidiger einen Rechtsanspruch auf eine unentgeltliche Übersetzung seiner Schriftsätze hat.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Beschluss vom 9. Februar 2017, AZ StB 2/17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich müssen auch alle Richter, die an einem Prozess beteiligt sind, die Gerichtssprache (also die deutsche Sprache) beherrschen, einschließlich der [[Ehrenamtlicher Richter|ehrenamtlichen Richter]] bzw. der [[Schöffe (ehrenamtlicher Richter)|Schöffen]]. Ein Verstoß hiergegen kann den absoluten [[Revisionsgrund]] der nicht vorschriftsgemäßen Besetzung des Gerichts erfüllen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 26. Januar 2011, AZ 2 StR 338/10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Strafprozessrecht (Deutschland)|Strafverfahren]] ist unter Umständen ein [[Gerichtsdolmetscher]] von Amts wegen zu bestellen, soweit der Beschuldigte der deutschen Sprache nicht mächtig ist ({{§|187|gvg|juris}} GVG). Das Gleiche gilt in der [[Mündliche Verhandlung|mündlichen Verhandlung]] des Zivilprozesses, wenn an der Verhandlung Personen beteiligt sind, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind ({{§|185|gvg|juris}} GVG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regelung zur Gerichtssprache erstreckt sich nicht auf fremdsprachige [[Urkunde]]n, die im Wege des Urkundenbeweises verwertet werden sollen: Diese dürfen in ihrer Originalsprache in den Prozess eingeführt werden und sind gegebenenfalls über den Sachverständigenbeweis in die deutsche Sprache zu übersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 9. November 2011, AZ 1 StR 302/11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur im Zivilprozess, wo der [[Beibringungsgrundsatz]] gilt, müssen die Parteien (nicht aber Dritte) Urkunden auf eigene Kosten durch einen [[Urkundenübersetzer]] übersetzen lassen, sofern nicht alle Verfahrensbeteiligten einschließlich der Richter der Fremdsprache mächtig sind oder das Gericht dies ausdrücklich anordnet ({{§|142|zpo|juris}} Abs. 3 ZPO).&amp;lt;ref&amp;gt;OLG München, Urteil vom 16. Januar 2008, AZ 15 U 4623/07.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist eine Person der deutschen Sprache nicht mächtig, darf sie einen gesetzlich vorgeschriebenen [[Eid]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Vernehmung als Zeuge) auch in ihrer Muttersprache ablegen ({{§|188|gvg|juris}} GVG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lukas Reder</name></author>
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