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	<title>Gerichtsherrschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerichtsherrschaft&amp;diff=875465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T09:34:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerichtsherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein historischer Begriff für das Recht eines [[Grundherrschaft|Grundherrn]], [[Gericht]] zu halten. Diejenige Person, die dieses Recht besaß, wurde &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsherr&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsfrau&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsherrschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft 1773 bis 1858&amp;#039;&amp;#039; [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/ hier online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der [[Grundherrschaft]] war ursprünglich die Befugnis zur Rechtsprechung bei kleineren [[Straftat]]en und bei Klagen um Gut und Geld verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8979|Herrschaftsrechte – 1.2: Grund- und Gerichtsherrschaft|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]|Datum=2006-11-09|Abruf=2019-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundherrschaft ==&lt;br /&gt;
Über die von ihm Abhängigen übte der Leibherr eine Disziplinargewalt aus. Er besaß auch die Schutzgewalt &amp;#039;&amp;#039;([[Munt]])&amp;#039;&amp;#039; über die ihm unterstehenden freien Personen (Angehörige, Hörige und freies [[Gesinde]]). Die Munt ist einerseits Herrengewalt (einschließlich richterlicher) und andererseits Schutz im Sinne von körperlichem Schutz, vor allem aber von Rechtsschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Streit zwischen Angehörigen des Personalverbandes des Grund- und/oder Leibherren konnte ein nichtöffentliches Gericht (ein sogenanntes Hofgericht; früher auch &amp;#039;&amp;#039;Hofgeding&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hofgedinge&amp;#039;&amp;#039;) oder ein öffentliches Gericht eingeschaltet werden. Die nichtöffentliche Gerichtsebene betraf anfangs nur die [[Niedere Gerichtsbarkeit]] für die kleinen Fälle. Die öffentlichen Gerichte unterstanden einem Grafen und waren über die Niedergerichtsbarkeit hinaus für die Hoch- oder Blutgerichtsbarkeit, also für die größeren Fälle, zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglich nicht[[Staat|staatliche]] Justiz der Grundherren wurde später in den Rang einer staatlichen Funktion erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] galt [[Adolf Hitler]] seit den [[Röhm-Putsch|Röhm-Morden]] am 30. Juni 1934 als „oberster Gerichtsherr des deutschen Volkes“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Justiz und innere Verwaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]] und [[Hermann Weiß (Historiker)|Hermann Weiß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des Nationalsozialismus]].&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der zum 1. Januar 1934 wiedereingeführten deutschen [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgerichtsbarkeit]] spielte der Begriff eine Rolle. Ein wesentliches Kennzeichen war die Verbindung der Gerichtsgewalt der [[Militärgericht|Kriegsgerichte]] mit der militärischen [[Befehls- und Kommandogewalt|Befehlsgewalt]]. Die Befehlshaber und Kommandeure der jeweiligen militärischen Strukturen, denen die Gerichte zugeordnet waren, blieben in ihrer Funktion als Gerichtsherren Herren des Verfahrens, die den eigentlichen Militärjuristen und Richtern gegenüber weisungsbefugt waren. Die [[Richter (Deutschland)#Die richterliche Unabhängigkeit|richterliche Unabhängigkeit]] war somit nicht mehr gegeben. Die Oberbefehlshaber ordneten als Gerichtsherren kriegsgerichtliche Untersuchungen an, ließen sie durchführen, entschieden über Verfahrenseinstellung oder Anklage, erließen Strafverfügungen, beriefen und besetzten die Gerichte, bestimmten die Anklagevertretung und den Verteidiger und mussten Entscheidungen der Kriegsgerichte bestätigen bzw. konnten sie abändern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.archivportal-d.de/item/UGIIVD3LPUMETFU6ZOZ3B6CPAYOMUPHS Gerichte der Reichswehr und Wehrmacht (Bestand).]&amp;#039;&amp;#039; [[Bundesarchiv (Deutschland)]], thematische Einleitung zum Bestand, abgerufen am 20. Juli 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Kirschner: &amp;#039;&amp;#039;„Asoziale Volksschädlinge“ und „Alte Kämpfer“. Zu Handlungsmöglichkeiten der Wehrmachtrichter im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: Claudia Bade, Lars Skowronski, Michael Viebig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Militärjustiz im Zweiten Weltkrieg. Disziplinierungs- und Repressionsinstrument in europäischer Dimension&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R Unipress, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8471-0372-1, S. 181–192, hier S. 182 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Form war die Gerichtsherrschaft eine Ausprägung des [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Führerprinzip]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gerichtsherrenstand im Thurgau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Gerichtsherrschaft |Band=5 |Sp=3664 |lemid=G08798}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feudalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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