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	<title>Gerhart Weise - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T04:22:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhart_Weise&amp;diff=1955364&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-03-02T18:05:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhart Weise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juni]] [[1913]] in [[Dresden]]; † wahrscheinlich vor dem [[10. Oktober]] [[1945]]) war ein deutscher [[Journalist]] und Mitarbeiter von [[Joseph Goebbels]] für den Bereich der Auslandspropaganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gerhart Weise war Sohn des Lehrers Bruno Weise (* 1883) und dessen Frau Margarethe (* 1891, geborene Hoffmann).&amp;lt;ref name=&amp;quot;ez&amp;quot;&amp;gt;Eva Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Der verschwundene Journalist. Eine deutsche Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8270-0896-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Vater leistete Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]; er wurde 1917 für vermisst und 1918 für tot erklärt. Gerharts Mutter nahm eine Stelle als Bezirkspflegerin in [[Meißen]] an.&lt;br /&gt;
1927 wurde Weise auf dem traditionsreichen [[Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra|St. Afra-Gymnasium]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
Im Oktober 1929 versuchte er, als Schwarzfahrer nach Hamburg und von dort aus als [[blinder Passagier]] in die USA zu gelangen.  Sein [[Steckbrief]] war vor ihm in Hamburg; er wurde dort festgenommen und zurückgeschickt. Danach wurde er vom St. Afra-Gymnasium verwiesen und ging auf das [[Gymnasium Franziskaneum Meißen|Realgymnasium Meißen]]. Am 1. Mai 1930 wurde er in den [[NS-Schülerbund]] aufgenommen; im Januar 1932 trat er auf Druck seiner Mutter aus diesem aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ez&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 24. April 1933 bis zum 25. Juni 1934 absolvierte Weise ein [[Volontariat]] bei der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Dresdner Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ez&amp;quot; /&amp;gt; Danach schrieb er für die Tageszeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[Das 12 Uhr Blatt]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Die HJ]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Der Angriff]]&amp;#039;&amp;#039; sowie für die Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Das Reich]]&amp;#039;&amp;#039; neben Artikeln zu „[[Entartete Kunst|entarteter Kunst]]“ auch Filmkritiken im Sinne des [[Nationalsozialismus]] und diente kurzzeitig bei der [[Wehrmacht]]. Ab dem 16. April 1940 war er [[Unabkömmlichstellung|Uk gestellt]], da er im Interesse der Auslandspropaganda für Goebbels „an der [[Heimatfront]] unabkömmlich“ war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ez&amp;quot; details=&amp;quot;S. 100.&amp;quot; /&amp;gt; Im geheimen, Goebbels unterstellten Propagandabüro [[Hans Schwarz van Berk|Schwarz van Berk]] bestand seine Aufgabe in der Desinformation [[alliierte]]r Kriegsgegner durch Lancieren von NS-freundlichem Material in der Auslandspresse, das dann im Reich als kritische Stimmen des Auslands zitiert werden konnte. Weise lernte im [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaministerium]] seine spätere Frau Eva Müller (Tochter des Velberter Oberstudiendirektors Dr. Julius Müller) kennen. Sie war dort Vorzimmerdame der Abteilung VII Ausland A, die Ministerialdirigent [[Heinrich Hunke (Politiker)|Heinrich Hunke]] unterstand. Die beiden heirateten am 30. August 1941; Trauzeuge war [[Karl-Georg von Stackelberg|Karl-Georg Baron von Stackelberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Oktober 1941 notierte Goebbels in seinem Tagebuch: „Weise schreibt eine Broschüre über den englischen [[Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg|Luftkrieg]]. Sie ist vor allem für das neutrale Ausland berechnet und wird ihre Wirkung nicht verfehlen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;ez&amp;quot; details=&amp;quot;S. 138.&amp;quot; /&amp;gt; Weiterhin arbeitete Weise für die [[Reichsfilmdramaturg]]ie und für die [[UFA]]. Er war [[Ghostwriter]] für den Bestseller des U-Boot-Kapitäns [[Werner Hartmann (Marineoffizier)|Werner Hartmann]] &amp;#039;&amp;#039;Feind im Fadenkreuz. U-Boot auf Jagd im Atlantik&amp;#039;&amp;#039;, die von Goebbels überaus geschätzte U-Boot-Propaganda. Weise war auch Koautor des letzten NS-Propagandafilms &amp;#039;&amp;#039;[[Das Leben geht weiter (Film)|Das Leben geht weiter]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Tod durch [[Suizid]] seines Freundes, des Karikaturisten [[Erich Ohser]] alias E. O. Plauen, trägt Weise eine Mitverantwortung, da er in einer auf den 7. März 1944 datierten Aktennotiz die Glaubwürdigkeit der Denunziationen des Nachbarn von E. O. Plauen, Hauptmann [[Bruno Schultz (Verleger)|Bruno Schultz]], bestätigte und schrieb, sie würden „den Tatsachen entsprechen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ez&amp;quot; details=&amp;quot;S. 227.&amp;quot; /&amp;gt; Das Todesurteil gegen Ohser wäre danach reine Formsache gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weise selbst wurde vier Monate nach Kriegsende, am 21. September 1945, von Agenten der sowjetischen Geheimpolizei [[Gossudarstwennoje polititscheskoje uprawlenije|NKWD]] abgeholt und blieb seither verschwunden. Weises Ehefrau versuchte vergeblich, den von der Roten Armee eingesetzten Bürgermeister und früheren Kollegen ihres Mannes, [[Ernst Lemmer]], zu einer Intervention bei der Militäradministration zu bewegen. Laut den Recherchen von Weises Tochter, der Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Eva Züchner, starb ihr Vater noch vor dem 10. Oktober 1945, vermutlich an [[Diphtherie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Der verschwundene Journalist. Eine deutsche Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8270-0896-1.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sibylle Mulot]]: [https://www.spiegel.de/kultur/literatur/vorgelesen-die-wichtigsten-buecher-der-woche-a-686603.html &amp;#039;&amp;#039;Eva Züchner: „Der verschwundene Journalist. Eine deutsche Geschichte“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 31. März 2010 (Rezension)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wigbert Benz]]: [https://www.ossietzky.net/9-2010&amp;amp;textfile=994 &amp;#039;&amp;#039;Ein ganz unpolitischer Nazi.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ossietzky (Zeitschrift)|Ossietzky]]&amp;#039;&amp;#039; 9/2010 (Rezension zu Eva Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Der verschwundene Journalist. Eine deutsche Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erhard Schütz]]: [https://www.tagesspiegel.de/kultur/propaganda-muss-sein/1874690.html &amp;#039;&amp;#039;Propaganda muss sein : Eva Züchner porträtiert ihren Vater, den Journalisten Gerhart Weise.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Juli 2010 (Rezension zu Eva Züchner: &amp;#039;&amp;#039;Der verschwundene Journalist. Eine deutsche Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Andreas Nachama]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument. Between the lines? The press as an instrument of Nazi power&amp;#039;&amp;#039;. [[Stiftung Topographie des Terrors]], Berlin 2013, ISBN 978-3-941772-11-3 (Kurzbiographie, S. 144).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=141034513|LCCN=no2010079548|VIAF=5929147967365484200008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weise, Gerhart}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialbeamter (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weise, Gerhart&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Mitarbeiter Joseph Goebbels’&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juni 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=vor 10. Oktober 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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