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	<title>Gerhard von Prosch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:35 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:35:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Ernst Wilhelm Erdmann Gerhard von Prosch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Januar]] [[1895]] in [[Sohland am Rotstein|Obersohland]]; † [[16. Juli]] [[1937]] in [[Istanbul]])&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Brauer: &amp;#039;&amp;#039;Das oberlausitzer Leinwandhändlergeschlecht Christoph von Linnenfeld und seine Anverwandten (Fortsetzung und Schluss).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Johann Christoph Gatterer, der Begründer der wissenschaftlichen Genealogie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete mit Praktischer Forschungshilfe&amp;#039;&amp;#039;. 39. Jahrgang, Heft 51 (1973), C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1973, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher paramilitärischer Aktivist und [[Sturmabteilung|SA]]-Führer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch meldete Prosch sich im Oktober 1914, kurz nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], als Kriegsfreiwilliger bei der [[Sächsische Armee|Sächsischen Armee]], in die er als [[Fahnenjunker]] eintrat. Nachdem er im Februar 1915 an die Front gekommen war, tat er Dienst als [[Unteroffizier]], [[Zugführer (Militär)|Zug-]] und [[Kompaniechef|Kompanieführer]] sowie als [[Ordonnanzoffizier]]. 1917 meldete Prosch, der im September 1915 zum [[Leutnant]] befördert worden war, sich zur Fliegertruppe, bei der er bis Kriegsende blieb. Für seine Leistungen als Pilot und als Überlebender eines Abschusses wurde Prosch mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] beider Klassen ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges war Prosch zunächst Regimentsadjutant, bevor er dann als Leutnant in die [[Polizei Sachsen|Sächsische Landespolizei]] eintrat und nach [[Dresden]] versetzt wurde. Aufgrund seiner Aktivitäten in illegalen Formationen und der von ihm unterstützten Weiterschleusung von irregulären Kombattanten nach [[Oberschlesien]], wo zu dieser Zeit [[Aufstände in Oberschlesien|Grenzkämpfe]] tobten, kam es vor dem Sächsischen Landtag zu Anhörungen in der Sache Prosch, die dieser zum Anlass nahm, den Dienst bei der Sächsischen Polizei zu quittieren. Er ging stattdessen nach [[München]], wo er sich [[Franz von Epp]], als einem der führenden Vertreter der parlamentarischen Rechten in Süddeutschland, zur Verfügung stellte. Epp machte Prosch mit seinem Adjutanten [[Ernst Röhm]] vertraut und beschaffte ihm außerdem eine Anstellung bei der [[Bayerische Landespolizei (1920–1935)|Bayerischen Landespolizei]], in die er im Februar 1922, wieder im Rang eines Leutnants aufgenommen wurde. Nach einer Beschäftigung als Ausbilder von Polizeianwärtern in [[Fürth]] wurde Prosch im Dezember 1922 nach München versetzt, wo er Aufgaben als Polizei-Nachrichtenoffizier übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München lernte Prosch zu dieser Zeit [[Hermann Göring]], [[Adolf Hühnlein]] und nicht zuletzt auch [[Adolf Hitler]] kennen. Für diesen bildete er im Frühjahr 1923 den so genannten [[Stoßtrupp Adolf Hitler]], einen Vorläufer der späteren [[Schutzstaffel|SS]], aus, den er auch beim Aufzug der Völkischen Verbände auf dem Münchener [[Oberwiesenfeld]] am 1. Mai 1923 anführte. Anlässlich eines Überfalls durch politische Gegner im September 1923 erlitt Prosch, der inzwischen zum Oberleutnant der Landespolizei befördert worden war, einen Schädelbruch, was zur Folge hatte, dass er sechs Wochen im Lazarett Nymphenburg zubringen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. November 1923 wurde Prosch nach München gerufen, um an einem Appell der nationalen Wehrverbände im [[Bürgerbräukeller]] teilzunehmen. Als dieser im Aufruf zum gewaltsamen Umsturz mündete, stellte sich Prosch noch im Bürgerbräukeller den Anführern des als [[Hitlerputsch|Hitler-Putsch]] bekannt gewordenen Unternehmens, zur Verfügung. Prosch erledigte im Rahmen des Putsches einige Aufträge für Göring, bevor er, kurz vor dem Zusammenbruch des Staatsstreiches, auf dem Rückweg nach Nymphenburg verhaftet wurde: Er kam zunächst in Untersuchungshaft ins [[Justizvollzugsanstalt München|Gefängnis Stadelheim]] und dann als Schutzhäftling ins [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Gefängnis in Landsberg]], bevor er im Februar 1924 entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im so genannten Kleinen [[Hitler-Prozess|Hitler-Putsch-Prozess]] wurde Prosch schließlich am 16. April 1924 durch das [[Volksgericht (Bayern)|Volksgericht]] München I wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Hochverrat]] zu einem Jahr und drei Monaten [[Festungshaft]] und zu einer Geldstrafe von 100 [[Goldmark]] verurteilt. Da die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt war, brauchte Prosch diese nicht anzutreten, wurde aber natürlich zuvor aus dem Polizeidienst entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nadja Krüll |Titel=Die nationalsozialistische Disziplinaramnestie des Jahres 1933 |Sammelwerk=[[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]] |Band=98 |Nummer=I. Vierte Fallgruppe: Beamte als teilnehmer am sog. Hitler-Putsch. 11. Gerhard von Prosch |Verlag=Mohr Siebeck |Ort=Tübingen |Datum=2018 |ISBN=978-3-16-155833-7 |Seiten= |Online=[https://www.google.de/books/edition/Die_nationalsozialistische_Disziplinaram/CgxgDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Gerhard+von+Prosch&amp;amp;pg=PA207&amp;amp;printsec=frontcover S. 207 ff.]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen beteiligte er sich an dem Aufbau der von Röhm gegründeten Wehrorganisation [[Frontbann]], weswegen er erneut kurzzeitig in Haft genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1924 wanderte Prosch, der nun „genug vom Sitzen […] hatte“, in die [[Türkei]] aus, wo er im Eisenbahnbau tätig war. Aus der Türkei hielt er ständigen Kontakt nach Deutschland: So stand er unter anderem in Korrespondenz mit [[Elsa Bruckmann]] und Röhm, mit dem er seit 1923 auf Duzfuß stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Wenige Monate nach der [[Machtergreifung|nationalsozialistischen Machtübernahme]] im Frühjahr 1933 wurde Prosch im Juni 1933 von Röhm in die [[Oberste SA-Führung]] (OSAF) berufen und zu diesem Zweck von ihm persönlich mit dem Flugzeug in der Türkei abgeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der OSAF erhielt Prosch bei seinem Dienstantritt am 1. Juli 1933 die Funktion eines Sturmbannführers zur besonderen Verwendung. Nachdem er eine Weile Aufgaben in der Adjutantur übernommen hatte, wurde er zur [[Reichsführerschule]] versetzt und dann mit einem Kommando in [[Dortmund]] betraut. Im Herbst 1933 wurde er außerdem rückwirkend zum Hauptmann der Landespolizei a.&amp;amp;nbsp;D. befördert. Auf Veranlassung von Röhm konnte Prosch außerdem rückwirkend zum 1. Mai 1933 in die NSDAP eintreten (Mitgliedsnummer 1.750.676).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/832730&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März 1934 befand Prosch sich krankheitsbedingt – er hatte Probleme mit dem Klima in Dortmund – in [[Mittenwald]]. Als ihn dort am 30. Juni 1934 die Nachricht von einem angeblichen Putschversuch Röhms gegen die Reichsregierung erreichte, reiste er nach München, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. In München, wo sich der vermeintliche [[Röhm-Putsch]] als eine gegen die SA und andere Kräfte gerichtete politische Säuberungswelle der Reichsregierung erwies, wurde Prosch dann am 2. Juli in [[Schutzhaft]] genommen. Da bei den nachfolgenden Ermittlungen herauskam, dass Prosch, der angab, [[Bisexualität|bisexuell]] veranlagt zu sein, nach seiner Rückkehr aus der Türkei zusammen mit Röhm homosexuelle Beziehungen zu mehreren Heranwachsenden unterhalten hatte, wurde er im Herbst 1934 zusammen mit drei weiteren, darunter [[Karl Leon Du Moulin-Eckart]], vor einem Münchener Schöffengericht wegen gleichgeschlechtlicher Unzucht und Kuppelei angeklagt. Am Ende des Verfahrens wurde er zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt und nach Dachau überführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Albert Knoll, Carina Baganz, Jörg Osterloh, Dirk Riedel |Titel=&amp;quot;Es muß alles versucht werden, um dieses widernatürliche Laster auszurotten.&amp;quot; Homosexuelle Häftlinge in den frühen Konzentrationslagern |Sammelwerk=&amp;quot;... der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert&amp;quot; : Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933–1936/37 |Auflage=Online-Ress. |Verlag=Campus Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2017 |ISBN=978-3-593-42759-1 |Seiten= |Online=[https://www.google.de/books/edition/der_schrankenlosesten_Willk%C3%BCr_ausgelief/xzprEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Gerhard+von+Prosch&amp;amp;pg=PA234&amp;amp;printsec=frontcover S. 234.]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der NSDAP war Prosch bereits im September 1934 von [[Rudolf Heß]] ausgeschlossen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivarische Überlieferung ==&lt;br /&gt;
* [[Institut für Zeitgeschichte]]: Gm 07.95: Verfahren gegen einen Angeklagten wegen Kuppelei und widernatürlicher Unzucht vor dem Schöffengericht München am 13. September 1934 (vii 3343-53/34 München I)  (Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft München 1 Js Gen 1ff/49 vom 28.1.52).&lt;br /&gt;
* Staatsarchiv München: Polizeidirektion (PD) 15540: Polizeiakte zu Prosch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John Dornberg: &amp;#039;&amp;#039;Munich 1923. The Story of Hitler&amp;#039;s first Grab for Power&amp;#039;&amp;#039;, [[Harper &amp;amp; Row]], New York 1982, ISBN 0-06-038025-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Röhms Vermächtnis an die Reichswehr. Die Oberste SA-Führung vor der Mordaktion des 30. Juni 1934.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hitler treibt zum Krieg. Antifaschistische Literatur in der Bewährung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Reprint. 1. Akademie-Verlag Berlin 1979. [https://d-nb.info/800248864 DNB]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser B (Briefadel) 1939&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 31. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]], [[Justus Perthes]], Gotha 1938, S. 470.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1907&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 1, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 620. [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/1198901 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fgda.bayern.de%2Fmets%2F2f87bafc-9f67-4c35-90ed-7dbde95004ba&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=19&amp;amp;cHash=3f0349db86f7a1f9ca5c735fc6e2babf Abschrift &amp;#039;&amp;#039;München, den 10. Dezember 1923&amp;#039;&amp;#039; Hitler-Prozess.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116305061|VIAF=49973227}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Prosch, Gerhard Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdpilot im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Prosch, Gerhard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prosch, Carl Ernst Wilhelm Erdmann Gerhard von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SA-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Januar 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sohland am Rotstein|Obersohland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juli 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Istanbul]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
	</entry>
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