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	<title>Gerhard von Frankenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:50:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_von_Frankenberg&amp;diff=1294652&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: /* Die Zeit nach 1945 */ erg.</title>
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		<updated>2026-03-21T13:26:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Zeit nach 1945: &lt;/span&gt; erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Hermann Robert Ludwig Ernst von Frankenberg und Ludwigsdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Dezember]] [[1892]] in [[Braunschweig]]; † [[30. November]] [[1969]] in [[Hannover]]) war ein deutscher [[Zoologe]], [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|sozialdemokratischer]] Politiker, Landtagsabgeordneter des [[Freistaat Braunschweig|Freistaates Braunschweig]] und aktiver [[Monist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Juristen und Stadtrats [[Hermann von Frankenberg]] und Ludwigsdorf entstammte einer alten [[Schlesien|schlesischen]] Familie. Sein Urgroßvater [[Wilhelm von Frankenberg]] schloss sich im Jahre 1809 Herzog [[Friedrich Wilhelm (Braunschweig-Lüneburg-Oels)|Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Oels]] in seinem Kampf gegen Napoleon an und wurde Offizier in der sogenannten „[[Schwarze Schar|Schwarzen Schar]]“. 1815 wurde von Frankenberg in [[Schlacht bei Quatre-Bras|Quatrebras]] verwundet und siedelte sich danach im [[Braunschweiger Land|Braunschweigischen]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard von Frankenberg machte 1911 auf dem [[Wilhelm-Gymnasium (Braunschweig)|Wilhelm-Gymnasium]] in Braunschweig sein [[Abitur]] und studierte anschließend in [[Heidelberg]], Braunschweig und [[Leipzig]] Naturwissenschaften. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde er am 5. August 1915 verwundet, deshalb ab dem 31. August 1916 wegen eines Herzleidens als „kriegsunbrauchbar“ und als zu 25 % erwerbsunfähig eingestuft, erhielt von da an eine Kriegsbeschädigtenrente. Trotzdem wurde er im Mai 1917 wieder zu Kriegs- bzw. Heeresdienstaufgaben herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Karriere ==&lt;br /&gt;
Sein Studium der Naturwissenschaften hatte er mit seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] am 4. September 1914 in Leipzig bei [[Otto Hermann Steche]] als Dr. phil. abgeschlossen. Schon während seines Studiums hatte er in den Semesterferien im [[Naturhistorisches Museum (Braunschweig)|Naturhistorischen Museum Braunschweig]] gearbeitet und wurde dort Ende 1920 für einige Monate Volontärassistent. Nach einer Tätigkeit als Leiter des staatlichen Presseamtes Braunschweig (1920–1924) wurde er am 6. Dezember 1924 Museumsinspektor und stellvertretender Leiter des Naturhistorischen Museums. Am 1. Juli 1928 wurde er schließlich zum Museumsdirektor des Naturhistorischen Museums ernannt. Im gleichen Jahr erhielt er einen Lehrauftrag für [[Zoologie]] an der [[Technische Universität Braunschweig|Technischen Hochschule Braunschweig]]. Er machte sich als Zoologe vor allem einen Namen mit populärwissenschaftlichen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politiker im Freistaat Braunschweig ==&lt;br /&gt;
Bereits 1919 trat von Frankenberg, der stets an die Ideale von Gleichheit und Gerechtigkeit glaubte, in die SPD ein. Dadurch geriet er in Konflikt mit dem konservativen Familienverband. Zwar wurde er stets von seinen Eltern unterstützt, doch Anfeindungen durch Onkeln und Vettern ließen ihn 1921 aus dem Familienverein austreten. 1922 wurde er in den [[Braunschweigischer Landtag|Braunschweigischen Landtag]] gewählt, dem er bis 1933 angehörte. Dort setzte er sich stets für die sozial Schwachen ein und kämpfte auch gegen die Bonzen in der eigenen Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1922 war er Mitglied der [[Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen|Deutschen Friedensgesellschaft]]. 1928 wurde er Gauführer des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung durch das NS-Regime ==&lt;br /&gt;
Der Sozialdemokrat Frankenberg war den Nationalsozialisten stets ein Dorn im Auge, was er ab 1930, dem Jahr, in dem die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] in einer Koalition mit der [[Bürgerliche Einheitsliste|Bürgerlichen Einheitsliste]] (BEL) die Regierung in Braunschweig übernahm, zu spüren bekam. Er erhielt anonyme Drohbriefe&amp;lt;ref&amp;gt;Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel 284 N Nr. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; und fühlte sich derart bedroht, dass er bereits im Februar 1931 einen Abschiedsbrief an seine Kinder für den Fall seines Todes hinterließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel 284 N Nr. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ablauf des Sommersemesters 1932 wurde er durch Verordnung des nationalsozialistischen Volksbildungsministers [[Dietrich Klagges]] von seinem Lehrauftrag an der TH Braunschweig, ohne Angabe von Gründen und ohne Anhörung, entbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Universitätsarchiv Braunschweig, B 7 F:3&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. Mai 1933 wurde er nach §&amp;amp;nbsp;4 des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]] wegen politischer Unzuverlässigkeit mit Wirkung zum 1. Juni aus dem braunschweigischen Staatsdienst und somit aus seiner Stelle als Museumsdirektor entlassen. Er erhielt nur 75 % der ihm zustehenden Ruhebezüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf des Jahres 1933 mussten er und seine Familie eingeworfene Fenster, Haussuchungen, Verhaftungen durch die [[Sturmabteilung|SA]], Denunziationen und Pöbeleien über sich ergehen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel 284 N Nr. 46 (Tagebuch Frankenbergs).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er zog schließlich nach Hannover, wo er weitgehend in Ruhe gelassen wurde und sich als selbständiger Schriftsteller und Fotograf betätigte. 1934 wurde sein [[Reisepass]] eingezogen. Schließlich wurde von Frankenberg am 22. August 1944 im Rahmen der [[Aktion Gitter]] von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet und in das [[KZ Neuengamme]] gebracht, aus dem er am 20. September 1944 wieder entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. September 1944 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen (Transport- u. Versandabteilung des Ersatzverpflegungsmagazins Hannover), wegen Krankheit im März 1945 aber wieder vom Dienst befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Zeit nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Gerhard von Frankenberg überlebte die nationalsozialistische Verfolgung und wurde bereits 1945 [[Rehabilitation|rehabilitiert]]. Er erhielt seine alte Stellung als Museumsdirektor zurück sowie an der TH Braunschweig eine planmäßige außerordentliche [[Professur]] und die Stelle des Direktors des Zoologischen Instituts. Auch wurde ihm 1955 eine [[Entschädigung]] für die ihm durch die Kürzung seines Ruhegehaltes von 1933 bis 1945 entgangenen Gelder zuerkannt. 1948 ging er aus gesundheitlichen Gründen (u. a. wegen seines Herzleidens, das durch den Aufenthalt im KZ schwerer geworden war) mit 56 Jahren in den [[Ruhestand]]. Seit 1949 war er Mitglied der [[Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft|Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://bwg-nds.de/%C3%BCber-die-bwg/mitglieder/gedenken/ |titel=Die BWG gedenkt ihrer verstorbenen Mitglieder |werk=bwg-nds.de |hrsg=Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft |abruf=2023-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Hannover hat ihm zu Ehren einen Gerhard-von-Frankenberg-Weg benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]]: 1919–1933 und ab 1945&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Monistenbund]] („Freigeistige Aktion“): 1920–1956, 1947 Ehrenpräsident&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Friedensgesellschaft]]: ab 1922&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Volksbund für Geistesfreiheit]]: 1949–1959 Präsident, ab 1959 Ehrenpräsident&lt;br /&gt;
* [[Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft]]: ab 1949&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kapitalismus und Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Treue um Treue. Ein Wort an denkende Wähler zur Landtagswahl am 14.9.1930&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wesen des Lebens&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aquarienpflege für Jedermann&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1941&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Natur und wir&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1941&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entdeckungen im Stadtwald&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1943&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wunder am Wegesrand&amp;#039;&amp;#039;. Jena 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschenrassen und Menschentum&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zauberreich des Lebens&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Lent: &amp;#039;&amp;#039;Frankenberg, Gerhard von&amp;#039;&amp;#039;. In: Horst-Rüdiger Jarck und Günter Scheel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Hannover 1996, S.&amp;amp;nbsp;185.&lt;br /&gt;
* [[Bettina Gundler]]: &amp;#039;&amp;#039;Catalogus professorum der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Teil. 2: Lehrkräfte 1877–1945&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1991&lt;br /&gt;
* [[Beatrix Herlemann]], Helga Schatz: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier 1919–1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen.&amp;#039;&amp;#039; Band 222). Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2004, ISBN 3-7752-6022-6, S. 111–112.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116716304|VIAF=69689661}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frankenberg, Gerhard von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassentheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Freistaat Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Aktion Gitter (1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Frankenberg (Linie Ludwigsdorf)|Gerhard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frankenberg, Gerhard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Frankenberg und Ludwigsdorf, Gerhard Hermann Robert Ludwig Ernst von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zoologe und Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Dezember 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. November 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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