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	<title>Gerhard Wilck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;08Linus: +ND</title>
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		<updated>2025-10-10T21:57:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ND&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1992-0617-506, Walter Model im Kübelwagen.jpg|mini|[[Walter Model|Generalfeldmarschall Model]] besucht am 9. Oktober 1944 mit Oberst Gerhard Wilck (im linken Fond) den vorgeschobenen Gefechtsstand der in und um [[Aachen]] eingesetzten &amp;#039;&amp;#039;246. Volksgrenadier-Division.&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2005-0136, Trent Park Camp, deutsche Offiziere.jpg|miniatur|Oberst Gerhard Wilck (zweiter von links obere Reihe) mit anderen Offizieren im Gefangenenlager Trent Park]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Wilck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Juni]] [[1898]] in [[Lubawa|Löbau in Westpreußen]]; † [[5. April]] [[1985]] in [[Rheinbreitbach]]) war ein deutscher [[Oberst]] der [[Wehrmacht]], der im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die deutsche Stadt [[Aachen]] in der [[Schlacht um Aachen]] verteidigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am [[Thorner Gymnasium]] trat Gerhard Wilck am 20. November 1916 als [[Fahnenjunker]] beim [[Infanterie-Regiment „von Borcke“ (4. Pommersches) Nr. 21|21. Infanterie-Regiment]] in [[Toruń|Thorn]] in das [[Preußische Armee|preußische Heer]] ein und kämpfte in den zwei verbleibenden Jahren des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ost-]] und [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Er wurde im Frühjahr 1918 zum [[Leutnant]] befördert, mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] I.&amp;amp;nbsp;Klasse ausgezeichnet und mehrfach verwundet, unmittelbar vor Kriegsende schwer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Verlustlisten des Ersten Weltkrieges]]: Ausgabe 1772 vom 9. Januar 1918 (Preußen 1033), S.&amp;amp;nbsp;22379 ([https://des.genealogy.net/search/show/7584592 Wilck, Gerhard, Fähnr. – 17.&amp;amp;nbsp;6. Löbau – leicht verw., b.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;Tr.]); Ausgabe 1992 vom 5. Juli 1918 (Preußen 1181), S.&amp;amp;nbsp;24858 ([https://des.genealogy.net/search/show/8518001 Wilck, Gerhard, Ltn. – 17.&amp;amp;nbsp;6. Löbau, Westpr. – l.&amp;amp;nbsp;verw.]); Ausgabe 2202 vom 8. November 1918 (Preußen 1289), S.&amp;amp;nbsp;27598 ([https://des.genealogy.net/search/show/9213247 Wilck, Gerhard, Ltn. – 17.&amp;amp;nbsp;6. Löbau, Marienwerder – schw.&amp;amp;nbsp;v.]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Entlassung aus dem Lazarett schloss er sich dem [[Grenzschutz Ost]] an und wurde anschließend als [[Oberleutnant]] in die [[Reichswehr]] übernommen, wo er beim [[6. Infanterie-Regiment (Reichswehr)|6. Infanterie-Regiment]] in [[Flensburg]] und später als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] und Kompaniechef in [[Schwerin]] und [[Lübeck]] diente. In der [[Wehrmacht]] war er vor Beginn des Zweiten Weltkriegs zuletzt als [[Major]] Inspektionschef und Taktiklehrer an der [[Kadettenschule (Hannover)|Kriegsschule Hannover]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Poll]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.freeaachen44.de/wp-content/uploads/2014/03/Aachen-im-Herbst-1944-II.pdf Das Schicksal Aachens im Herbst 1944]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 12&amp;amp;nbsp;MB). Verlag des [[Aachener Geschichtsverein]]s, Aachen 1962, S.&amp;amp;nbsp;41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. August 1939 wurde er Kommandeur des Infanterie-Feldersatzbataillons 16. Vom 1. März 1940 bis zum 10. August 1941 war er Kommandeur des 2. Bataillons des Infanterie-Regiments 362 (ab 15. Oktober 1942 Grenadier-Regiment 362) bei der [[196. Infanterie-Division (Wehrmacht)|196. Infanterie-Division]]. In dieser Position wurde er am 1. Juli 1940 zum [[Oberstleutnant]] befördert. Ab dem 9. Oktober 1941 war er bis zum 30. September 1943 Kommandeur des Grenadier-Regiments 362. Am 1.&amp;amp;nbsp;April 1942 wurde er Oberst. Von der Aufstellung am 25. November 1943 bis zur Vernichtung in der Nordukraine im Juli 1944 kommandierte er das Grenadier-Regiment 913 bei der [[349. Infanterie-Division (Wehrmacht)|349. Infanterie-Division]]. Anfang September 1944 wurde er zum Kommandeur der in [[Prag]] neu aufgestellten [[565. Volksgrenadier-Division|565.]]/[[246. Volksgrenadier-Division]] ernannt, welche mit der Verteidigung von Aachen beauftragt wurde. Alliierte Truppen begannen am 2. Oktober 1944 die [[Schlacht um Aachen]]. Am 12. Oktober 1944 – die Niederlage war absehbar – ernannte Hitler Wilck zum [[Kampfkommandant]]en von Aachen. Entsprechend dem Befehl [[Gerd von Rundstedt|von Rundstedts]], „diese uralte Stadt bis zum letzten Mann zu halten und sich notfalls unter ihren Trümmern begraben zu lassen“, ließ Wilck den militärisch sinnlosen Kampf weiterführen, bis [[Geschichte der Stadt Aachen#Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg|Aachen zu 85 % zerstört war]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus-Dietmar Henke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die amerikanische Besetzung Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Oldenbourg, München 1995, ISBN 3-486-56175-8, S.&amp;amp;nbsp;353.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er in einem letzten Funkspruch einen pathetischen Treueeid auf Adolf Hitler abgelegt hatte&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter M. Quadflieg]]: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Graf von Schwerin (1899–1980). Wehrmachtgeneral, Kanzlerberater, Lobbyist.&amp;#039;&amp;#039; Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78229-8, S.&amp;amp;nbsp;105.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Legende nach mit einer [[Windel|Babywindel]] an einem Stock als [[Parlamentärflagge|Weiße Fahne]] aus dem [[Gefechtsstand|Befehlsbunker]] gekrochen war,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Müllender]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/Jahrestag-der-Befreiung-von-Aachen/!6043208/ Spätes Gedenken an frühe Kapitulation.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Oktober 2024, abgerufen am 8. März 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; kapitulierte er am 21. Oktober 1944 um 12:05 Uhr gegenüber US-Oberstleutnant John T. Corley und Generalmajor [[Clarence R. Huebner]] und ging mit den restlichen deutschen Verteidigern in Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/kriegsende-in-aachen-wie-drei-whisky-zur-befreiung-beitrugen_aid-46427205 |titel=Wie der Krieg zu Ende ging: Nach dem dritten Whisky kapitulierte der Aachener Kommandant |werk=[[Aachener Zeitung]] |datum=2019-10-11 |sprache=de |abruf=2025-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilck war vom 26. Oktober 1944 bis zum 31. März 1945 im Offizier-Gefangenenlager [[Trent Park]] in England. Hier wurde von britischer Seite festgehalten, dass Wilck sich sehr offen gegenüber den britischen Nachrichtenoffizieren verhalte. Seine Entscheidung, Aachen weiterhin zu verteidigen, bekräftigte er und verwies darauf, dass trotz der militärisch aussichtslosen Lage der Befehl eine Kapitulation nicht erlaubte. Wie bereits bei den Kapitulationsverhandlungen in Aachen äußerte er die Befürchtung, dass seine in Deutschland lebende Familie mit Vergeltungsmaßnahmen belegt werden könnte. In Trent Park gehörte er einer Gruppe um u.&amp;amp;nbsp;a. [[Heinrich Eberbach|Eberbach]], [[Gerhard Bassenge|Bassenge]], [[Eberhard Wildermuth|Wildermuth]], [[Friedrich von Broich|Broich]] und [[Friedrich August Freiherr von der Heydte|Heydte]] an, welche sich mit der Frage des Wiederaufbaus Deutschlands beschäftigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sönke Neitzel: &amp;#039;&amp;#039;Abgehört: deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942–1945&amp;#039;&amp;#039;. List, 2007, ISBN 978-3-548-60760-3, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Wilck spielte eine Rolle in den in der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] anhaltenden Kontroversen um das Verhalten seines Vorgängers [[Gerhard Graf von Schwerin]], der als Kampfkommandant von Aachen im September 1944 unter dem Vorwurf abgelöst worden war, er habe die Evakuierung der Bevölkerung behindert und die Stadt kampflos an die Amerikaner übergeben wollen, was tatsächlich aber wohl nicht zutraf. In den Monaten nach der Eroberung Aachens wurde Wilck von der amerikanischen Propaganda in mehreren Flugblättern der [[First United States Army|1. US-Armee]] zu einem Gegenbild Schwerins stilisiert und den adressierten deutschen Soldaten als abschreckendes Beispiel für die fanatische Erfüllung sinnloser Durchhaltebefehle vor Augen geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter M. Quadflieg: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Graf von Schwerin (1899–1980).&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2016, S.&amp;amp;nbsp;111&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Narrativ setzte sich auch in der Aachener Nachkriegsberichterstattung und Lokalgeschichtsschreibung fest und wurde von Schwerin selbst zeitweilig gefördert, indem er andeutete, seinem Handeln habe eine politische Motivation zugrunde gelegen, die ihn in die Nähe des [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstands]] rückte, dem er in Wirklichkeit nicht angehört hatte. In Veteranenkreisen wurde Schwerin deswegen teilweise angefeindet. Wilck verurteilte Schwerins angenommenes Handeln noch 1964 ausdrücklich als unehrenhaft und stellte sein eigenes Verhalten als „Weg der Zucht und der Pflicht“ positiv dagegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter M. Quadflieg: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Graf von Schwerin (1899–1980).&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2016, S.&amp;amp;nbsp;121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die 246. Volksgrenadier-Division in der Zeit von September bis November 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Bernhard Poll (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Schicksal Aachens im Herbst 1944.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Aachener Geschichtsvereins, Aachen 1962, S.&amp;amp;nbsp;97–139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stephen Ambrose]]: &amp;#039;&amp;#039;Citizen soldiers: the U.S. Army from the Normandy beaches to the Bulge to the surrender of Germany, June 7, 1944–May 7, 1945.&amp;#039;&amp;#039; Simon &amp;amp; Schuster, New York 1997, ISBN 0-684-84801-5.&lt;br /&gt;
* Ian Dear, Michael Foot (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford companion to World War II&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 2005, ISBN 0-19-280666-1.&lt;br /&gt;
* [[Sönke Neitzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Abgehört: deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942–1945&amp;#039;&amp;#039;. [[List Verlag|List]], 2007, ISBN 978-3-548-60760-3, S. 480.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1319486479|VIAF=981170868743822930001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wilck, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Deutsches Heer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptmann (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur eines Grenadier-Regiments (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur einer Volksgrenadier-Division (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wilck, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Befehlshaber im Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juni 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lubawa]], [[Westpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. April 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rheinbreitbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;08Linus</name></author>
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