<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Scheumann</id>
	<title>Gerhard Scheumann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Scheumann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Scheumann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T07:56:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Scheumann&amp;diff=511127&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Scheumann&amp;diff=511127&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-21T13:27:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-G1018-0025-001, Berlin, 13. DDR-Staatsratsitzung.jpg|mini|Vorn v.&amp;amp;nbsp;r.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;l.: [[Bruno Apitz]], [[Walter Heynowski]], Gerhard Scheumann und [[Michael Tschesno-Hell]] als Gäste auf der 13.&amp;amp;nbsp;Sitzung des [[Staatsrat der DDR|Staatsrates der DDR]] am 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1968.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Scheumann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Dezember]] [[1930]] in [[Szczytno|Ortelsburg]], [[Ostpreußen]]; † [[30. Mai]] [[1998]] in [[Berlin]]) war zusammen mit [[Walter Heynowski]] einer der bekanntesten [[Dokumentarfilm]]er der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Von 1941 bis 1945 besuchte Scheumann die [[Nationalpolitische Erziehungsanstalt]] in [[Stuhm]] in [[Westpreußen]]. 1945 floh er nach [[Nordhausen]], wo er das Abitur ablegte. 1949 trat er in die [[SED]] ein. Nach einem Praktikum bei der Tageszeitung „Thüringer Volk“ arbeitete er zwischen 1950 und 1953 als [[Redakteur]] beim [[Berliner Rundfunk]]. Von 1953 bis 1955 lehrte er an der Fachschule für Rundfunkwesen in [[Weimar]]. Von 1956 bis 1962 war er Leiter der Redaktion Kultur und Wissenschaft im [[Deutschlandsender (DDR)|Deutschlandsender]]. Seit 1962 arbeitete er beim [[Deutscher Fernsehfunk|DFF]], wo er u.&amp;amp;nbsp;a. 1963 die Sendung [[Prisma (DDR)|„Prisma“]] (ein innenpolitisches Magazin über Probleme in der DDR) entwickelte und bis 1965 moderierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1965 arbeitete Scheumann mit [[Walter Heynowski]] als „investigative[r] Filmemacher aus der DDR“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cargo (Filmzeitschrift)|cargo]] 6 Juni 2010 S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammen, mit dem er 1969 das von der [[DEFA]] unabhängige [[Studio H &amp;amp; S]] gründete. In den 1960er und 1970er Jahren waren es drei große Themen, mit denen sich das Filmteam beschäftigte: [[Vietnam]], [[Chile]] unter der [[Augusto Pinochet|Pinochet-Diktatur]] und [[Demokratisches Kampuchea|Kampuchea]]. Nach einer kritischen Rede Scheumanns zur „Medienpolitik der SED“ vor dem vom 15. bis 17. September 1982 stattgefundenen IV. Kongress des [[Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR|Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR]] wurde die Auflösung des Studios verfügt. Heynowski und Scheumann gingen zurück zur DEFA. Gleichzeitig wurde den beiden Autoren auch die Verwendung ihres Signets „H &amp;amp; S“ untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheumann und Heynowski arbeiteten von 1983 bis 1991 weiter unter dem Dach des DEFA-Studios, wobei sich das Filmteam nach anfänglichen Problemen, etwa bei der Ausreise ins westliche Ausland, langsam wieder die alte bevorzugte Stelle erarbeitete und ab 1986 die Filme erneut mit dem Signet der „Werkstatt H &amp;amp; S“ gezeichnet werden durften. Unter diesem Namen stellten sie vierzehn Filme her. 1991 wurde die Werkstatt im Zuge der Auflösung der DEFA ebenfalls aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Kamerad Krüger&amp;#039;&amp;#039; porträtierten sie den in der Bundesrepublik lebenden, ehemaligen [[Schutzstaffel|SS]]-Sturmbannführer Walter Krüger und zeigten, wie attraktiv nationalsozialistisches Gedankengut immer noch ist. Dieses Thema beschäftigte sie auch in den Filmen &amp;#039;&amp;#039;Die Lüge und der Tod&amp;#039;&amp;#039; (1988), in dem sie – unter Mitarbeit von [[Stephan Hermlin]] – die Nazipropaganda zur [[Deportation]] der Juden in Deutschland thematisierten, sowie &amp;#039;&amp;#039;Der Mann an der Rampe&amp;#039;&amp;#039; (1989). Hier fanden sie jenen Mann, der den Zugverkehr in [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] organisierte und nun unbehelligt in der Bundesrepublik lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1967 bis 1988 war Scheumann Mitglied des Vorstands des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR, von 1969 bis 1991 Mitglied der [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste]] und von 1983 bis 1990 Mitglied des [[Schriftstellerverband der DDR|Schriftstellerverbandes der DDR]]. Im Jahre 1989 erhielt Scheumann einen Professorentitel. 1980 und 1989 erhielt er einen [[Nationalpreis der DDR]] I. Klasse für Kunst und Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Scheumann starb als 67-Jähriger im Mai 1998 in Berlin an [[Krebs (Medizin)|Krebs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurde und wird die Arbeit von Gerhard Scheumann und Walter Heynowski ambivalent bewertet: „Neben Enthüllungsjournalismus, grober [[Polemik]] und ideologischer [[Propaganda]] zeichnen sich ihre Filme durch Engagement und Einfallsreichtum aus, die gepaart mit analytischer Schärfe auf zeithistorische Probleme verweisen“, schreibt die [[DEFA-Stiftung]] auf ihrer Personen-Seite zu Scheumann&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.defa-stiftung.de/defa/kuenstlerinnen/kuenstlerin/gerhard-scheumann// |titel=Gerhard Scheumann |abruf=2021-03-27 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dennoch überwiegt in der Regel die Kritik: „Aus heutiger Sicht wird ihnen Polemik, grobe Agitation und ein ideologischer Kurs vorgeworfen.“, heißt es an gleicher Stelle&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Arbeitsmethoden von Heynowski &amp;amp; Scheumann werden rückwirkend oft als umstritten gekennzeichnet: „Bei der Herstellung ihrer Filme verstoßen sie wiederholt gegen die Minimalregeln dokumentarischer Ethik, indem sie zum Beispiel ihre Identität verschleiern oder den Interviewpartner alkoholisieren“ (rororo-Lexikon, Regisseure und Kameraleute, 1999). Allerdings kann zu dieser Einschätzung angemerkt werden, dass es in den 1960er Jahren und später nicht unüblich war, während Film- und Fernsehinterviews oder auch in Talkshows Alkohol zu konsumieren und zu rauchen. Hinzu kam, dass DDR-Film- und Fernsehgesellschaften in der Regel nicht selbst in der Bundesrepublik tätig werden konnten und deshalb oft Filmsequenzen oder Interviews, die in der Bundesrepublik oder West-Berlin aufgenommen werden sollten, regulär bei bundesdeutschen oder Westberliner Firmen als Auftragnehmer bestellten. Dieser Umstand kam Heynowski und Scheumann insofern zugute, als dass sie persönlich meist nicht nach ihrer Herkunft gefragt wurden. Der Vorwurf, Interviewpartner zu alkoholisieren, zielt vor allem auf den Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der lachende Mann]]&amp;#039;&amp;#039; ab, einem Interview mit [[Siegfried Müller (Söldner)|Siegfried Müller]]. Dieser sprach während des Gesprächs vor laufenden Kameras in nicht unerheblichem Maße dem Alkohol zu, was in ähnlichem Umfang allerdings auch Scheumann als Interviewer tat, der im Film allerdings nur zu hören und nicht zu sehen ist. Dementsprechend standen die Methoden in der zeitgenössischen Berichterstattung weit weniger in der Kritik. So veröffentlichte beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; im Dezember 1966 Auszüge aus dem Interview mit [[Siegfried Müller (Söldner)|Siegfried Müller]] (im Film &amp;#039;&amp;#039;Der lachende Mann&amp;#039;&amp;#039;) ohne Kritik an den Umständen, unter denen es entstanden war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46415552.html |titel=Vietnam : „MIT VERGNÜGEN NACH VIETNAM“ – Der Spiegel 53/1966 |abruf=2021-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. In einem anderen Beitrag aus dieser Zeit beschrieb &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; den Zustand Müllers während dieses Interviews als „vom Anis-Apéritif animiert, doch noch wachen Geistes“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46251963.html |titel=BEHÖRDEN / DDR-FILM : Lachender Mann – Der Spiegel 24/1967 |abruf=2021-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* 1966: [[Der lachende Mann]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Geisterstunde (1967)|Geisterstunde]] (Fernseh-Dokumentation)&lt;br /&gt;
* 1968: [[Piloten im Pyjama]] (TV, 4 Teile)&lt;br /&gt;
* 1969: Der Präsident im Exil (Eine Polemik gegen [[Walter Becher]])&lt;br /&gt;
* 1970: Der Mann ohne Vergangenheit&lt;br /&gt;
* 1971: Bye-Bye Wheelus&lt;br /&gt;
* 1974: Yo he sido, yo soy, yo seré&lt;br /&gt;
* 1974: Bürger meines Landes!&lt;br /&gt;
* 1974: Der Krieg der Mumien&lt;br /&gt;
* 1974: [[Ich war, ich bin, ich werde sein]]&lt;br /&gt;
* 1975: [[El Golpe Blanco (Der Weiße Putsch)]]&lt;br /&gt;
* 1975: Eine Minute Dunkel macht uns nicht blind&lt;br /&gt;
* 1976: Die Teufelsinsel&lt;br /&gt;
* 1977: Die eiserne Festung / Vietnam 4 – Die eiserne Festung&lt;br /&gt;
* 1978: Psalm 18&lt;br /&gt;
* 1978: Die Toten schweigen nicht&lt;br /&gt;
* 1978: Im Feuer bestanden&lt;br /&gt;
* 1979: Phoenix&lt;br /&gt;
* 1980: [[Kampuchea – Sterben und Auferstehen]]&lt;br /&gt;
* 1981: Die Angkar&lt;br /&gt;
* 1986: Die Generale (über die [[Generale für den Frieden]])&lt;br /&gt;
* 1989: Kamerad Krüger&lt;br /&gt;
* 1989: Die Dritte Haut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claudia Böttcher, Judith Kretzschmar, Corinna Schier: &amp;#039;&amp;#039;Heynowski &amp;amp; Scheumann – Dokumentarfilmer im Klassenkampf. Eine kommentierte Filmographie&amp;#039;&amp;#039;. Leipziger Uni-Vlg, 2003, ISBN 3-936522-53-7&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=gerhard-scheumann|lemma=Scheumann, Gerhard|autor=[[Bernd-Rainer Barth]]|band=2|idNum=3024}}&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Steinmetz]], Tilo Prase: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentarfilm zwischen Beweis und Pamphlet: Heynowski &amp;amp; Scheumann und Gruppe Katins&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Band 2 von Materialien, Analysen, Zusammenhänge&amp;#039;&amp;#039;. Leipziger Universitätsverlag, 2002, ISBN 3-936522-46-4&lt;br /&gt;
* [[Frank Hörnigk]]: &amp;#039;&amp;#039;„… es ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt.“. Das geteilte Leben des Gerhard Scheumann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Berlin und Brandenburg, Berlin 2017, ISBN 978-3-945256-96-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118607324}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0771209}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|fabdc2c8128145e6a70b88c81d6e765f}}&lt;br /&gt;
* [https://www.defa-stiftung.de/defa/kuenstlerin/gerhard-scheumann/ Gerhard Scheumann] Biografie auf der Website der [[DEFA-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* [https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-5054 Das H&amp;amp;S-Studio.Rezension eines Standardwerks]&lt;br /&gt;
* [https://www.fotokritik.de/index.php?art=88&amp;amp;page=1 Fotokritik zum Buch Kannibalen von H&amp;amp;S]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118607324|LCCN=n/80/123230|VIAF=261049837}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheumann, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörfunkjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehmoderator (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Medien, Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scheumann, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dokumentarfilmer der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Dezember 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Szczytno|Ortelsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>