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	<title>Gerhard Sandner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T08:46:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Sandner&amp;diff=2885594&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-07-20T17:14:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Sandner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. März]] [[1929]] in [[Keetmanshoop]], [[Südwestafrika]]; † [[16. April]] [[2013]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://trauer.abendblatt.de/trauer.php?v=a1&amp;amp;titel=ab&amp;amp;t=1&amp;amp;w=1&amp;amp;d=2366595401.jpg |archive-is=20130630194405 |text=Traueranzeige |archiv-bot=2022-11-07 11:13:13 InternetArchiveBot }}, [[Hamburger Abendblatt]], 27. April 2013, abgerufen am 28. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Geograph]] und [[Hochschullehrer]]. Er war ordentlicher Professor für [[Wirtschaftsgeographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gerhard Sandner, Sohn von Margarete Sandner, geborene Keller, und des im Ruhestand befindlichen evangelischen Pfarrers Fritz Sandner, verbrachte seine Kindheit zunächst in Südwestafrika, [[Ostpommern]] und ab 1939 [[Guatemala]], wo er 1938 bis 1943 Höhere Schulen besuchte. Danach führte sein Weg über Potsdam (1943) und Stolp (1943 bis 1944) nach [[Einbeck]] (1946), wo Sandner 1949 sein Abitur erhielt. Er studierte von 1949 bis 1955 die Fächer [[Geographie]] und [[Biologie]] ([[Botanik]] und [[Zoologie]]) an der [[Universität Marburg]], wo er 1955 zum Doktor der Philosophie [[promoviert]] wurde und anschließend als wissenschaftlicher Assistent am Geographischen Institut tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1957 war er maßgeblicher Mitautor der 4./5.&amp;amp;nbsp;Lieferung des von der [[Bundesanstalt für Landeskunde]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands|Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]]&amp;#039;&amp;#039;, bei dem er alleiniger Autor der [[Naturräumliche Großregionen Deutschlands|Haupteinheitengruppe]] des [[Osthessisches Bergland|Osthessischen Berglands]] war und in der Gruppe [[Westhessisches Berg- und Senkenland]] die Gruppe insgesamt sowie die Haupteinheit [[Habichtswälder Bergland]] vorstellte.{{GeoQuelle|DE|HNGD}} Für die Bundesanstalt schrieb er auch im Jahr 1960 das Buch (nebst Karte) [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|&amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt&amp;#039;&amp;#039;]] &amp;#039;&amp;#039;125 Marburg&amp;#039;&amp;#039;, das die Gliederung rund um Marburg im Maßstab 1:200.000 verfeinerte.{{GeoQuelle|DE|BfL-125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1961 war er an der [[Universität Kiel]] tätig, habilitierte sich dort 1962 und wurde 1963 Dozent. 1965 trat er an der [[Universität Hamburg]] eine ordentliche Professur für Geographie an.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Sandner: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Sandner 1929–1949. Eine nicht nur geographisch bewegte Jugendzeit.&amp;#039;&amp;#039; Ellerbek 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er leitete als Lehrstuhlinhaber die Abteilung für Wirtschaftsgeographie und war von 1974 bis 1976 Dekan der Geowissenschaftlichen Fakultät. Zudem unternahm Gerhard Sandner Forschungsreisen nach Zentralamerika, war von 1969 bis 1979 Vorstandsvorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;Instituts für Iberoamerikakunde&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg und von 1969 bis 1971 Sprecher des Sonderforschungsbereichs Lateinamerikaforschung der Universität Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Sandner: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Sandner 1949–1965. Illustrierter Werdegang vom Abitur bis zum Lehrstuhl an der Universität Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Ellerbek 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein 1969 ergangenen Ruf an den Lehrstuhl für Geographie der Universität Kiel lehnte er ab. 1995 war er Gastprofessor an der Universidad de Costa Rica. Sandner war zwischen 1963 und 1965 Schriftführer und von 1977 bis 1979 Vorstandsvorsitzender des Zentralverbandes der Deutschen Geographen. Zudem war er von 1973 bis 1993 federführender Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Geographische Zeitschrift|Geographischen Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;. Er lebte in [[Ellerbek]]. Seine Tochter, Verena Sandner Le Gall, ist ebenfalls promovierte Geographin, zurzeit &amp;lt;!-- ? --&amp;gt;an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Dr. Verena Sandner Le Gall|Sammelwerk=AG Bevoelkerungsgeographie|Online=https://www.stadtgeo.uni-kiel.de/de/team/dr-verena-sandner-le-gall|Abruf=2017-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Schüler von Gerhard Sandner in Hamburg waren unter anderem [[Jürgen Oßenbrügge]] und [[Beate Ratter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung und Lehre ==&lt;br /&gt;
Von 1958 bis 2003 unternahm Sandner im Rahmen unterschiedlicher Projekte und Forschungsaufträge 36 Forschungsreisen nach [[Lateinamerika]] mit einem Schwerpunkt auf [[Costa Rica]]. Sandner gilt bis heute als führender Vertreter der Geographie Mittelamerikas und als guter Kenner Lateinamerikas. Auf dieser Grundlage veröffentlichte er mit [[Hanns-Albert Steger]] eine umfassende Regionalgeographie Lateinamerikas. Gegen Ende seiner Forschungstätigkeit wandte er sich Fragen des Seerechts und der (kritischen) Geopolitik zu.&lt;br /&gt;
Er hielt in Hamburg insgesamt 62 Vorlesungen mit den Schwerpunkten Wirtschafts-, Agrar-, Verkehrs- und Industriegeographie sowie allein 10 über Lateinamerika. Er betreute 14 Doktorarbeiten, veröffentlichte 144 wissenschaftliche Werke in Deutsch, Englisch und Spanisch und hielt von 1961 bis 2002 insgesamt 245 Vorträge im In- und Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Schriften ===&lt;br /&gt;
* {{GeoQuelle|DE|HNGD|ref=nein}}; darin in der 4./5.&amp;amp;nbsp;Lieferung (1957): &amp;#039;&amp;#039;35 [[Osthessisches Bergland]]&amp;#039;&amp;#039; nebst Haupteinheiten (S.&amp;amp;nbsp;544–559) und &amp;#039;&amp;#039;34 [[Westhessisches Berg- und Senkenland]]&amp;#039;&amp;#039; (Einleitung und Haupteinheit &amp;#039;&amp;#039;[[Habichtswälder Bergland]]&amp;#039;&amp;#039;; S.&amp;amp;nbsp;526–529 und 533)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geographische Landesaufnahme: [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands#Einzelblätter|Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 125]] Marburg.&amp;#039;&amp;#039; [[Bundesanstalt für Landeskunde]], Bad Godesberg 1960. → [http://geographie.giersbeck.de/karten/125.pdf Online-Karte] (PDF; 4,9 MB)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Agrarkolonisation in Costa Rica. Siedlung, Wirtschaft und Sozialgefüge an der Pioniergrenze.&amp;#039;&amp;#039; Kiel 1961.&lt;br /&gt;
* mit [[Erich Obst]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Wirtschafts- und Verkehrsgeographie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1965.&lt;br /&gt;
* mit [[Hanns-Albert Steger]]: &amp;#039;&amp;#039;Fischer Länderkunde. Lateinamerika.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Hauptstädte Zentralamerikas;. Wachstumsprobleme, Gestaltwandel und Sozialgefüge.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1976.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zentralamerika und der ferne karibische Westen. Konjunkturen, Krisen und Konflikte, 1503-1984.&amp;#039;&amp;#039; F. Steiner, Stuttgart 1985.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Konflikte um den Golf von Venezuela. Historische Wurzeln, politische Zusammenhänge, fortwirkende Spannungen.&amp;#039;&amp;#039; Wayasbah, Hamburg 1992.&lt;br /&gt;
* mit [[Beate M. W. Ratter]]: &amp;#039;&amp;#039;Territorialkonflikte im Karibischen Meeresraum. Interessenhintergründe, Stilformen und Lösungsansätze.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Geographie der Universität Hamburg, Arbeitsbereich Wirtschaftsgeographie, Hamburg 1993.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geopolitik. Ein altes Konzept wird neu befragt.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Forschung und Publizistik, Berlin 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Globale Trends zur Neustrukturierung des internationalen politischen und ökonomischen Systems aus europäischer Sicht. Die Herausbildung neuer Großräume.&amp;#039;&amp;#039; Vervuert, Frankfurt am Main 1995.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiederbegegnung nach 40 Jahren. [[Peter Schöller]] und der Start der Auseinandersetzung der Geographie mit der Geopolitik im „Dritten Reich“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Irene Diekmann]], [[Peter Krüger (Historiker)|Peter Krüger]], [[Julius H. Schoeps]]: &amp;#039;&amp;#039;Geopolitik: Grenzgänge im Zeitgeist.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1.2. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000, S. 403–418.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seerechtsabgrenzung und Management der marinen Ressourcen im Karibischen Großraum.&amp;#039;&amp;#039; X COLACMAR [Conferencia Magistral en el Décimo Congreso Latinoamericano de Ciencias del Mar, San José Costa Rica, 22 al 26 sept. de 2003]. Hamburg 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobiographische Schriften ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Sandner 1929–1949. Eine nicht nur geographisch bewegte Jugendzeit&amp;#039;&amp;#039;. Ellerbek 2004. ({{DNB|1010541498}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Sandner 1949–1965. Illustrierter Werdegang vom Abitur bis zum Lehrstuhl an der Universität Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Ellerbek 2004. ({{DNB|101436373X}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Oßenbrügge]], Beate M. W. Ratter: &amp;#039;&amp;#039;Inseln im Kopf.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sandner, Gerhard.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1048.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20130620172011/http://www.uni-hamburg.de/geographie/personal/entpflichtete/sandner.html Gerhard Sandner auf der Website der Universität Hamburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=105248436|LCCN=n/82/158942|VIAF=15227714}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sandner, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geograph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sandner, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geograph und Hochschullehrer an der Universität Hamburg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Keetmanshoop]], [[Südwestafrika]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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