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	<title>Gerhard Ruden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pallaskatz1 am 8. Juni 2025 um 14:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-08T14:14:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Ruden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. August]] [[1946]] in [[Haldensleben]]) war von 2005 bis 2010 Landesbeauftragter für die [[Stasi-Unterlagen|Unterlagen der Staatssicherheit]] von [[Sachsen-Anhalt]]. Er war vom Juni 1993 bis Juli 1994 erster Landesvorsitzender von [[Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt]] und als [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-Mitglied von 2002 bis 2005 Mitglied des [[Landtag Sachsen-Anhalt|Landtages von Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Ruden besuchte die [[Erweiterte Oberschule]] und machte eine Ausbildung zum Schlosser. Später studierte er Bauingenieurswesen an der [[Bauhaus-Universität Weimar|Hochschule für Architektur und Bauwesen]] in [[Weimar]] und war nach dem Abschluss ein Jahr als wissenschaftlicher Assistent tätig. Anschließend arbeitete er als Ingenieur. Er leistete den Grundwehrdienst in der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] ab und arbeitete in mehreren Volkseigenen Betrieben als Projekt- und Forschungsingenieur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Engagement ==&lt;br /&gt;
Ruden war gegen Ende der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] Mitglied in dem evangelischen Friedensarbeitskreis der Martinsgemeinde bei Pfarrer [[Rainer Bohley]] in Magdeburg und von dort kommend auch in der [[Initiative Frieden und Menschenrechte]] aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Dezember 1989 half er bei der Gründung des „Runden Tisches Magdeburg“ im Rathaus Magdeburg. Hier wurde der Vorschlag von [[Norbert Bischoff (Politiker)|Norbert Bischoff]] vom Koordinierungsausschuss der Katholischen Kirche angenommen, ein Bürgerkomitee (BK) zu benennen, welches Hinweisen auf Aktenvernichtung beim [[AfNS]] nachgehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende und friedlichen Revolution]] war Ruden für das [[Bündnis 90]] und aus der [[Initiative Frieden und Menschenrechte]] kommend&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gruene-magdeburg.de/ueber-uns/geschichte/ offizielle Webseite von Bündnis 90/Die Grünen Magdeburg: „Zur Geschichte des Kreisverbandes“]: „Zur ersten freien Kommunalwahl in der DDR im Mai 1990 schlossen sich die drei Gruppen des Bündnis 90 mit der Grünen Partei und dem Unabhängigen Frauenverband (UFV) zur Listenvereinigung Bündnis 90 - Frauen - Grüne zusammen... Das Bündnis 90 stellte mit Gerhard Ruden (ehemals IfM) einen Dezernenten... Mit der Stadtratswahl 1994 entstand dann eine einheitliche Ratsfraktion... In der Legislaturperiode verließ der Stadtrat und langjähriges Mitglied Gerhard Ruden die Partei und trat zur CDU-Fraktion über.“ (abgerufen am 7. Dezember 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt; von Mai 1990 bis Dezember 1994 Beigeordneter und Dezernent für Umwelt der Stadt [[Magdeburg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Urabstimmung über einen Assoziationsvertrag zwischen den Grünen und Bündnis 90 im April 1993 fand vom 26.–27. Juni eine Landesdelegiertenkonferenz Bündnis 90/Die Grünen in [[Wernigerode]] statt. Ein gemeinsamer Landesverband mit Vorstand und Satzung wurde gebildet und daraufhin Gerhard Ruden zusammen mit [[Beate Thomann]] zu den Landesvorsitzenden von [[Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt]] gewählt. Beide bildeten bis Juli 1994 die erste grün-alternative [[Doppelspitze#Politische Parteien|Doppelspitze]] des Landes Sachsen-Anhalt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1993-1994. [[Beate Thomann]], Landesvorsitzende. Gerhard Ruden, Landesvorsitzender. [[Steffi Lemke]], Beisitzerin. [[Ute Scheffler]], Beisitzerin. Michael Rost, Beisitzer. [[Mathias Weiland]], Beisitzer. Heidrun Frobel, Beisitzerin seit März 1994. Christel Seidel-Zapris, Nachrücker seit März 1994. Frank Tillmann, Nachrücker seit März 1994.&amp;#039;&amp;#039; Zitiert nach: gruene-partei.de: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Frühere Landesvorstände&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.sachsen-anhalt.gruene-partei.de/cms/default/rubrik/11/11539.fruehere_landesvorstaende.htm |wayback=20100523092444 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die grüne Basis Ruden auf Grund seiner Amtsführung das Vertrauen entzogen hatte, engagierte er sich zunächst verstärkt ehrenamtlich im [[Bürgerkomitee]] Magdeburg. Aber erst der Übertritt zur [[CDU]] im Vorfeld des [[Liste der CDU-Parteitage|Bundesparteitages in Hannover (21./22. Oktober 1996)]] ermöglichte Ruden den [[Vitamin B (Karriere)|Antritt des Geschäftsführers]] des Abwasserbetriebes der Stadt Magdeburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Landesparlament|Landtagswahl]] 2002 trat Gerhard Ruden im Wahlkreis Magdeburg&amp;amp;nbsp;II an gegen [[Reinhard Höppner]], den damaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, und gewann das [[Direktmandat]]. Er war von 2002 bis 2005 Mitglied der CDU-Landtagsfraktion im 4. Landtag von Sachsen-Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stasivorwürfe ==&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Juni 2005 war Gerhard Ruden Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen von Sachsen-Anhalt. Am 31. März 2010 trat er von seinem Amt zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RTE&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=18264#c113157 | archive-is=20120909143928 | text=Presseerklärung: Amt des Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt}} Rücktrittserklärung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund des Rücktritts waren Enthüllungen über Äußerungen Rudens in einer Vernehmung durch die Staatssicherheit im Jahr 1968, in der er einen Freund belastet hatte. Ruden denunzierte ihn als uneinsichtigen Systemkritiker, bescheinigte ihm „Uneinsichtigkeit gegenüber Maßnahmen der Regierung der DDR“ und bezichtigte ihn des Hörens „westlichen Rundfunks“.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Stasi-Landesbeauftragter erklärt Rücktritt vom Rücktritt&amp;#039;&amp;#039;, {{Webarchiv|url=https://www.welt.de/welt_print/politik/article7092805/Stasi-Landesbeauftragter-erklaert-Ruecktritt-vom-Ruecktritt.html |wayback=20161201075657 |text=welt.de  }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ruden erzählte mehr, als der Vernehmer ihn fragte&amp;#039;&amp;#039;, Mitteldeutsche Zeitung, 31. März 2010, online unter [http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&amp;amp;atype=ksArtikel&amp;amp;aid=1269291670686 mz-web.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Freund wurde wegen „[[ungesetzlicher Grenzübertritt|ungesetzlichen Grenzübertritts]]“ später zu fünf Jahren Haft verurteilt, wobei Ruden einräumte, dass seine Aussage „sicher für die Anklage mitverwendet“ wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VS&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kann schon sein, dass ich zuviel erzählt habe&amp;#039;&amp;#039;, Volksstimme vom 31. März 2010, Seite 3&amp;lt;/ref&amp;gt; Als besonders schwerwiegend erwiesen sich Äußerungen Rudens in einem Interview mit der [[Magdeburger Volksstimme]], die als Schuldzuweisungen an Opfer der Staatssicherheit verstanden wurden. Ruden hatte unter anderem geäußert: „Ich meine, wenn einer verhaftet wird, dann hat er ja wohl in erster Linie selbst daran Schuld.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;VS&amp;quot; /&amp;gt; Ruden bedauerte in seiner Rücktrittserklärung diese Äußerungen als missverständlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RTE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. April 2010 zog Ruden überraschend seinen Antrag auf Entlassung zurück. Im Landtag und bei Opferverbänden wurde dies massiv kritisiert. In den deutschen Medien wurden in Folge Spekulationen laut, ob sich Ruden mit seinem Rücktritt vom Rücktritt Versorgungsansprüche sichern wolle, da ihm diese erst nach fünf Jahren im Amt zustehen. Dieser Zeitpunkt liegt bei Ruden im Juni 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sachsen-Anhalt: Eklat um Stasi-Beauftragten&amp;#039;&amp;#039;, 7. April 2010, [http://www.focus.de/politik/deutschland/sachsen-anhalt-eklat-um-stasi-beauftragten_aid_496648.html focus.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Begründung, dass Ruden dem Ansehen des Amtes und der Opferverbände mit öffentlichen Äußerungen geschadet habe, untersagte die Landesregierung ihm die weitere Führung der Amtsgeschäfte des von ihm jedoch formal auch weiterhin bekleideten Amtes.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Bock: &amp;#039;&amp;#039;Stasi-Beauftragter darf Dienstgeschäfte nicht weiter führen&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; vom 9. April 2010, Seite 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 2010 wurde Gerhard Ruden vom Ministerpräsidenten [[Wolfgang Böhmer]] aus seinem Amt entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.mdr.de/nachrichten/7412419.html | wayback=20100617184239 | text= Gerhard Ruden entlassen (www.mdr.de)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Ruden ist verheiratet und hat ein Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikation ==&lt;br /&gt;
* gemeinsam mit Wilfried Lübeck, &amp;#039;&amp;#039;Knüppel, Kerzen, Dialog – Die friedliche Revolution 1989/90 im Bezirk Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale) 2009, ISBN 978-3-89812-646-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=5750 | wayback=20071123020116 | text=Gerhard Ruden}} auf den Seiten von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139476180|LCCN=no/2009/205146|VIAF=101211405}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruden, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen-Anhalt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruden, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. August 1946&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Haldensleben]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Pallaskatz1</name></author>
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