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	<title>Gerhard Ritzel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Ritzel&amp;diff=2149021&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12 am 20. März 2026 um 21:03 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Ritzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. April]] [[1923]] in [[Michelstadt]]; † Januar [[2000]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Diplomat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ritzel war ein Sohn des Reichstags- und späteren Bundestagsabgeordneten [[Heinrich Ritzel]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Nach der Machtergreifung [[Adolf Hitler]]s 1933 emigrierte die Familie Ritzel in die [[Schweiz]]. Nach einer Zeit der Staatenlosigkeit wurde sie naturalisiert (eingebürgert). Gerhard Ritzel studierte von 1942 bis 1948 [[Rechtswissenschaft]], [[Staatswissenschaft]] sowie [[Philosophie]] in [[Basel]], [[Universität Genf|Genf]], [[Universität Zürich|Zürich]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und wurde 1948 an der [[Universität Basel]] zum &amp;#039;&amp;#039;Dr.&amp;amp;nbsp;rer.&amp;amp;nbsp;pol&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp W. Fabry: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Schah und Ayatollah. Ein Deutscher im Spannungsfeld der Iranischen Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Damals-Verlag, 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war von 1948 bis 1949 kommissarischer Leiter der Wirtschafts- und Sozialhilfe der schweizerischen Europa-Union in Basel und anschließend in der Privatwirtschaft in der Schweiz tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1951 trat Ritzel in den deutschen [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] beim [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] ein. 1952–1953 war er am Generalkonsulat in [[Mumbai|Bombay]], 1953–1955 an der Gesandtschaft [[Colombo]], 1955–1956 am Generalkonsulat [[New York City|New York]], 1957–1960 am Generalkonsulat [[Los Angeles]], 1960–1965 im Auswärtigen Amt in [[Bonn]], dort 1960–1962 in der Abteilung&amp;amp;nbsp;3 (West II) [[Referent (Behörde)|Referent]] im [[Referat (Organisation)|Referat]] 305 ([[Vereinigte Staaten|USA]], [[Kanada]]), 1963–1965 Referent im Planungsstab (Pl), 1965–1966 an der Botschaft in [[Luxemburg]], 1966–1969 erneut in der Zentrale, dort 1966–1967 dem Bundesminister bzw. den [[Staatssekretär (Beamter)|Staatssekretären]] unmittelbar unterstellt, Leiter des Referats L&amp;amp;nbsp;1 (Parlaments- und Kabinettsreferat) und 1968–1969 Leiter des Ministerbüros unter [[Willy Brandt]]. Als Brandt nach der [[Bundestagswahl 1969]] Bundeskanzler wurde, wurde Ritzel Leiter des Kanzlerbüros und Persönlicher Referent des Bundeskanzlers im [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Bundeskanzleramt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=45464936 |Titel=Kanzleramt: Dünne Decke |Jahr=1969 |Nr=45 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritzel kehrte in den Auswärtigen Dienst zurück, war von 1971 bis 1974 deutscher [[Botschafter]] in Oslo, von 1974 bis 1977 Botschafter in Prag und von 1977 bis 1981, während der [[Islamische Revolution|Iranischen Revolution]], Botschafter im [[Iran]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Bösch nachweist, war Ritzel einer der Architekten der Verhandlungen, die letztlich zur Freilassung der 66 US-Botschaftsmitarbeiter führten, die nach der Erstürmung der US-Botschaft ([[Geiselnahme von Teheran]]) im Herbst 1979 bis Januar 1981 als Geiseln in der Gewalt iranischer Revolutionsgarden waren. Ritzel unterhielt vertrauensvolle Beziehungen zum damaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten [[Sadegh Tabatabai]], derer er sich bediente. Tabatabai sprach fließend Deutsch, hatte in Aachen Chemie studiert und in Bochum promoviert und war mit [[Khomeini]] verwandt. Unter Einbeziehung des damaligen bundesdeutschen Außenministers [[Hans-Dietrich Genscher|Genscher]] und algerischer Mittelsmänner war es Ritzel, aus dessen Vorgesprächen im September 1979 in Teheran mit Präsident [[Abolhassan Banisadr|Bani-Sadr]], mit Ayatollah [[Mohammad Beheschti|Beheshti]] und mit Tabatabai „sich dann tatsächlich eine Lösung entwickelte.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Bösch |Titel=Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann. |Auflage=2. |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2020 |ISBN=978-3-406-75496-8 |Seiten=48}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
US-Präsident [[Jimmy Carter]], der die Geiseln begrüßte, die über Algier zu einer US-Militärstation in Wiesbaden ausgeflogen worden waren, dankte vor laufender Kamera und später auch schriftlich besonders dem Deutschen Botschafter Ritzel, dessen „mutiges und feinfühliges Engagement in Teheran... erst die entscheidenden Gespräche ermöglicht (hätte)“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Bösch |Titel=Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann. |Auflage=2. |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2020 |ISBN=978-3-406-75496-8 |Seiten=50 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1981 bis 1983 war Ritzel [[Ministerialdirektor]] und Abteilungsleiter&amp;amp;nbsp;6 im [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Bundeskanzleramt]] und damit [[Koordinator der Nachrichtendienste des Bundes]] ([[Bundesnachrichtendienst]] (BND), [[Bundesamt für Verfassungsschutz]] (BfV) und [[Militärischer Abschirmdienst]] (MAD)).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14334902 |Titel=Guillaume: Stramme Liste |Jahr=1981 |Nr=41 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Kanzlerschaft von [[Helmut Kohl]] wechselte Ritzel zurück in das Auswärtige Amt und war von 1983 bis 1988 Botschafter in [[Schweden]] ([[Stockholm]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritzel war Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/der-grad-von-opportunismus-ist-ungeheuer-a-003f5e51-0002-0001-0000-000042971856 |titel=„Der Grad von Opportunismus ist ungeheuer“ |werk=[[Spiegel Online]] |datum=1972-04-02 |abruf=2026-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Ritzel, Reinhold Ruhr: &amp;#039;&amp;#039;Soweit ich mich erinnere... – Aufzeichnung eines Dieners der Diplomatie über Länder, Erlebtes, Gehörtes, Empfundenes und Gedachtes&amp;#039;&amp;#039;, Michelstadt 1998, ISBN 978-3-924583-29-3, 245 Seiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Ritzel, Gerhard&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&lt;br /&gt;
   |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Verlag=Saur&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1980&lt;br /&gt;
   |Seiten=605}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122419006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Koordinatoren der Nachrichtendienste des Bundes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Richard Balken]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Otto Erich Sigismund Heipertz]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der deutschen Botschafter in Norwegen|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Oslo]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1970–1974&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Otto Erich Sigismund Heipertz]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Jürgen Diesel]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der deutschen Botschafter in Tschechien|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Prag]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1974–1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER3=[[Hans-Georg Wieck]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER3=[[Jens Petersen (Diplomat)|Jens Petersen]]&lt;br /&gt;
|AMT3=[[Liste der deutschen Botschafter im Iran|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Teheran]]&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1977–1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER4=[[Jesco von Puttkamer (Diplomat)|Jesco von Puttkamer]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER4=[[Reinhold Schenk]]&lt;br /&gt;
|AMT4=[[Liste der deutschen Botschafter in Schweden|Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Stockholm]]&lt;br /&gt;
|ZEIT4=1984–1988&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122419006|VIAF=69809822}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ritzel, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Norwegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in der Tschechoslowakei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter im Iran]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundeskanzleramt, Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ritzel, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. April 1923&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Michelstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Januar 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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