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	<title>Gerhard Neiber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:30:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Catullus26 am 11. Januar 2026 um 11:56 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Neiber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1929]] in [[Nový Jičín|Neu Titschein]]; † [[13. Februar]] [[2008]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Geheimdienstler. Er war von 1980 bis 1989 Stellvertreter des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministers für Staatssicherheit]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Arbeiters besuchte die Mittelschule und verließ sie ohne Abschluss. Nach seiner [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|Zwangsumsiedlung]] in die [[Sowjetische Besatzungszone]] 1945 arbeitete er als Landarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neiber wurde 1948 Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und Hilfspolizist bei der Kriminalpolizei (K 5) im [[Polizeirevier]] [[Erfurt]] der [[Deutsche Volkspolizei|Deutschen Volkspolizei]] (VP). Er kam dann zur Grenzkommandantur [[Gudersleben]] der [[Deutsche Grenzpolizei|Deutschen Grenzpolizei]] und anschließend wieder nach Erfurt zur Kriminalpolizei. 1949 wurde er in der Kreisdienststelle [[Landkreis Weimar|Weimar]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft|Verwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft]] [[Land Thüringen (1920–1952)|Thüringen]]&amp;#039;&amp;#039; eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Februar 1950 wurde Neiber stellvertretender Leiter der Abteilung IV der Länderverwaltung Thüringen des MfS und nach der Bildung der [[Bezirk (DDR)|Bezirke]] in der DDR im Juli 1952 in der Abteilung Politkultur der MfS-Bezirksverwaltung Erfurt beschäftigt. Nach dem Besuch der SED-Bezirksparteischule [[Masserberg]] 1952 wurde er 1. Sekretär der SED-Kreisleitung der MfS-Bezirksverwaltung Erfurt. Nach dem [[Aufstand des 17. Juni]] 1953 wurde er als stellvertretender Leiter der Abteilung Politkultur der Bezirksverwaltung [[Bezirk Schwerin|Schwerin]] eingesetzt. Im folgenden Jahr wurde er Leiter der Abteilung II (Spionageabwehr) und 1955 Stellvertreter Operativ des Leiters der Bezirksverwaltung. Als Nachfolger von [[Alfred Schönherr]] war er von 1959 bis 1960 zunächst Stellvertreter Operativ und ab 1960 als Nachfolger von [[Helmut Grubert]] Leiter der Bezirksverwaltung [[Bezirk Frankfurt (Oder)|Frankfurt (Oder)]] des MfS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1960 bis 1965 absolvierte Neiber ein Fernstudium an der [[Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit]] mit dem Abschluss eines [[Diplom-Jurist|Diplomjuristen]], 1970 wurde er zum [[Dr. jur.]] promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/neiber-gerhard/ Kurzbiografie im MfS-Lexikon.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1961 bis 1980 gehörte er der SED-Bezirksleitung Frankfurt (Oder) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 wurde Neiber zum Oberst befördert. Im Februar 1970 wurde er von [[Walter Ulbricht]] zum Generalmajor ernannt. Im Februar 1979 holte ihn [[Erich Mielke]] zur Bildung des &amp;#039;&amp;#039;Anleitungsbereiches Neiber&amp;#039;&amp;#039; in die MfS-Zentrale. Am 8. Januar 1980 wurde er zu einem der vier Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit ernannt. In dieser Eigenschaft war er unter anderem auch Disziplinarvorgesetzter der [[Verwaltung 2000]], der größten Diensteinheit des MfS und der Hauptabteilung XXII („Terrorabwehr“). Am 4. Oktober 1982 wurde er vom Vorsitzenden des [[Nationaler Verteidigungsrat der DDR|Nationalen Verteidigungsrates der DDR]], [[Erich Honecker]], zum Generalleutnant befördert. Im Dezember 1989 wurde er von seinen Funktionen entbunden und im Januar 1990 in den Ruhestand entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge seiner Tätigkeit für das MfS war Neiber maßgeblich für die [[Aufnahme von RAF-Aussteigern in der DDR]] verantwortlich. Er beschaffte diesen eine falsche Identität. Nach dem Ende des SED-Regimes wurden die Terroristen enttarnt, u. a. [[Susanne Albrecht]] alias Ingrid Becker, die an der Ermordung des [[Vorstandsvorsitzender|Vorstandssprechers]] der [[Dresdner Bank|Dresdner-Bank]] [[Jürgen Ponto]] beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neiber stand nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] mehrfach vor Gericht, unter anderem wegen der Pläne [[Werner Weinhold]], der als NVA-Soldat 1975 über die [[Innerdeutsche Grenze]] in die Bundesrepublik Deutschland entkommen war und dabei zwei Grenzsoldaten der DDR erschossen hatte, ermorden zu lassen und 1991 im Zusammenhang mit dem von dem Terroristen [[Johannes Weinrich (Terrorist)|Johannes Weinrich]] geplanten Anschlag vom 25. August 1983 auf das Kulturzentrum [[Maison de France#Bombenanschlag 1983|Maison de France]] in [[West-Berlin]], bei dem es einen Toten und 23 Verletzte gab; verurteilt wurde er jedoch nie.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/welt_print/article1681621/Stasi-Vizechef-und-Fluchthelfer-der-RAF-gestorben.html „Stasi-Vizechef und Fluchthelfer der RAF gestorben“], [[Die Welt|Welt Online]] vom 16. Februar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde zu seiner MfS-Tätigkeit in dem [[Dokumentarfilm]] „[[Das Ministerium für Staatssicherheit – Alltag einer Behörde]]“ mit acht weiteren hochrangigen ehemaligen MfS-Mitarbeitern interviewt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neiber starb im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in einer Berliner Klinik.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Der Tagesspiegel]] vom 14. Februar 2008: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtleben/nach-schwerer-krankheit-ehemaliger-stasi-general-neiber-ist-tot/1166744.html „Ehemaliger Stasi-General Neiber ist tot“]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsbereich innerhalb des MfS ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neiber unterstanden zuletzt folgende Bereiche&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung I (Abwehrarbeit in der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] und den [[Grenztruppen der DDR|Grenztruppen]])&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung VI (Passkontrolle, Tourismus, [[Interhotel]])&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung VII (Abwehrarbeit in [[Ministerium des Innern (DDR)|MdI]] und DVP)&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung VIII (Beobachtung, Ermittlung)&lt;br /&gt;
* Hauptabteilung XXII (Terrorabwehr)&lt;br /&gt;
* Zentrale Koordinierungsgruppe (Flucht, Übersiedlung)&lt;br /&gt;
* Arbeitsgruppe XVII (Besucherbüros West-Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1988 [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Gold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=gerhard-neiber|lemma=Neiber, Gerhard|autor=[[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]|band=2|idNum=2475}}&lt;br /&gt;
* [[Roger Engelmann]], [[Bernd Florath]], [[Helge Heidemeyer]], [[Daniela Münkel]], [[Arno Polzin]], [[Walter Süß (Historiker)|Walter Süß]]: &amp;#039;&amp;#039;Das MfS-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-96289-139-8, S. 244, [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/neiber-gerhard/ Online-Version].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/stasi-unterlagen-einsehen/hinweise-zum-mfs/mfs-lexikon/detail/neiber-gerhard/ MfS-Lexikon: Gerhard Neiber]&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1915294}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.erfurt-web.de/NeiberGerhard | wayback=20050818222650 | text=„Gerhard Neiber“}} Kurzbiografie auf der Seite Erfurt-Web.de&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/regionales/berlin/article1673447/Mielkes-Stellvertreter-Neiber-ist-tot.html „Staatssicherheit. Mielkes Stellvertreter Neiber ist tot“], &amp;#039;&amp;#039;Die Welt&amp;#039;&amp;#039; vom 14. Februar 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133974324|VIAF=77519124}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neiber, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (SBZ bzw. DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Minister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neiber, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Generalleutnant und Vizeminister für Staatssicherheit der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nový Jičín|Neutitschein]] &lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Februar 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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