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	<title>Gerhard Maywald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:35 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Kurt Maywald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. April]] [[1913]] in [[Pokój|Carlsruhe]], [[Oberschlesien]];&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Kuhlmann: &amp;#039;&amp;#039;Maywald, Arajs und andere ... 60 Jahre NSG-Justiz in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 17 (2006), S. 135–171, hier S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[26. Dezember]] [[1998]] in [[Neunkirchen (Saar)|Neunkirchen]]) war ein deutscher [[SS-Obersturmführer]] und [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]]. Maywald war zuständig für den Bau des [[Salaspils (Lager)|Arbeitslagers Salaspils]] nahe [[Riga]] und Kommandant des [[Vernichtungslager Maly Trostinez|Lagers Trostinez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Maywald, Sohn eines Lokomotivführers, erlernte nach dem [[Abitur]] an der [[Pädagogische Hochschule#Schleswig-Holstein|Pädagogischen Schule Kiel]] den Beruf des [[Volksschule|Volksschullehrers]]. Maywald war als Volksschullehrer in [[Ostfriesland]] und [[Preetz]] bis Mitte 1938 tätig. Danach wechselte er seinen Beruf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Maywald trat 1925 zunächst dem [[Bismarckjugend|Deutschen Jugendbund Bismarck]] bei. Am 3. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.665.155).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/27440978&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;LG Hamburg, 2. August 1977&amp;#039;&amp;#039; in [[Justiz und NS-Verbrechen]]: Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1999, Bd. XLII, bearbeitet von C. F. Rüter. Amsterdam: University Press, 2010, Nr. 843, S. 397.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1933 war er der [[Sturmabteilung|SA]] sowie 1935 dem [[Nationalsozialistisches Kraftfahrerkorps|NSKK]] beigetreten. Später wechselte er von der SA zur [[Schutzstaffel|SS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte 1938 schlug Maywald die [[polizei]]liche Laufbahn ein. Zunächst war Maywald als Hilfskommissar in [[Kiel]] tätig, bevor er 1940 nach [[Zwickau]] abkommandiert und im selben Jahr dort Kriminalkommissar wurde. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gehörte Maywald der [[Einsatzgruppen#Einsatzgruppe A|Einsatzgruppe A]] an, die Judenerschießungen durchführte. Maywald traf mit Männern der Einsatzgruppe A Anfang Juli 1941 in Riga ein. Dort half er u.&amp;amp;nbsp;a. bei Aufbau der [[Kriminalpolizei]]. Ab Oktober 1941 richtete Maywald im Auftrag von [[Rudolf Lange (SS-Mitglied)|Rudolf Lange]] zwanzig Kilometer südöstlich von Riga das [[Salaspils (Lager)|Arbeitslager Salaspils]] ein, das für [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportierte Juden]] aus dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] vorgesehen war. Das Lager Salaspils wurde im Frühjahr 1942 durch jüdische [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeiter]] und russische Kriegsgefangene fertiggestellt. Maywald gilt als Mitinitiator der [[Aktion Dünamünde]], bei der nicht mehr arbeitsfähige und alte Menschen [[Selektion (Konzentrationslager)|selektiert]] und ermordet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Mai 1942 wurde Maywald nach [[Minsk]] versetzt, wo er bis Oktober 1942 Kommandant des Lagers Trostinez war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mehany-Mitterrutzner23&amp;quot;&amp;gt;Christa Mehany-Mitterrutzner: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung – Deportationen nach Maly Trostinec, 1942&amp;#039;&amp;#039;. In: DÖW (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Deportation und Vernichtung – Maly Trostinec&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2019 (=Jahrbuch 2019), S. 23, FN 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach einer [[Fleckfieber]]erkrankung kehrte Maywald im Oktober 1942 ins [[NS-Staat|Deutsche Reich]] nach Zwickau zurück. Von dort wurde er bald darauf nach [[Opole|Oppeln]] zur Kriminalpolizei versetzt, wo er bis kurz vor [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] Wirtschafts- und Vermögensdelikte bearbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit und Verurteilung ===&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende tauchte er mit dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Gerd Hansen&amp;#039;&amp;#039; unter, geriet aber in amerikanische [[Kriegsgefangenschaft]], aus der er bereits Anfang Mai 1945 entlassen wurde. Danach zog er nach [[Hamburg]], wo er 1950 Selbstanzeige aufgrund falscher Namensführung erstattete. Maywald, der als Kaufmann im Bereich Kosmetik tätig wurde, war zweimal verheiratet und hatte aus erster Ehe einen Sohn. Ab 1965 nahm er seinen Wohnsitz in [[Neunkirchen (Saar)|Neunkirchen]], wo er ein Kosmetikgeschäft betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verfahren gegen Maywald im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Lagerkommandant in Maly Trostinez wurde 1970 durch die Staatsanwaltschaft Koblenz eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmann24&amp;quot;&amp;gt;Jens Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;„Aktion 1005“ – Die Auslöschung der Spuren von Massenverbrechen in Malyj Trostenez durch deutsche Täter&amp;#039;&amp;#039;. In: Peter Junge-Wentrup, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung. Materialien zur internationalen Konferenz vom 21.–24. März 2013 in Minsk&amp;#039;&amp;#039;, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt; Maywald wurde erst 1976/77 angeklagt und verurteilt. Bis dahin lebte er unbehelligt. Obwohl einige Zeugen ihn schwer belastet hatten, konnte ihm nach Ansicht des [[Schwurgericht]]s Hamburg keine direkte Beteiligung an den Morden nachgewiesen werden, die ihm die Staatsanwaltschaft zur Last legte. Es verurteilte ihn zu vier Jahren Haft (auf die die Untersuchungshaft von 16 Monaten angerechnet wurde) für [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum Mord in mindestens 320 Fällen wegen einer Selektion im Rahmen der Aktion Dünamünde am 5. Februar 1942. Die Teilnahme an weiteren Selektionen während der Aktion Dünamünde galt dem Gericht als nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Auf [[Befehlsnotstand]] konnte Maywald sich nicht berufen, da er durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, sich versetzen zu lassen, wie die Richter im Urteil feststellten.&lt;br /&gt;
Ausschlaggebend für das Urteil war vor allem, dass einige Zeugen nicht auffindbar oder verstorben waren und sich die übrigen Zeugen über 30 Jahre nach den Ereignissen nicht mehr genügend erinnern konnten, ihn offensichtlich mit seinem Vorgesetzten [[Rudolf Lange (SS-Mitglied)|Rudolf Lange]] verwechselten und teilweise widersprüchliche Aussagen machten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andrej Angrick]], Peter Klein: &amp;#039;&amp;#039;Die „Endlösung“ in Riga. Ausbeutung und Vernichtung 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-19149-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jochen Kuhlmann: &amp;#039;&amp;#039;Maywald, Arajs und andere ... 60 Jahre NSG-Justiz in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Geschichte. Jahrbuch für Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, ISSN 0932-1632, Jg. 17 (2006), S. 135–171 ([https://www.beirat-fuer-geschichte.de/fileadmin/pdf/band_17/Demokratische_Geschichte_Band_17_Essay_5.pdf online]) mit Bild von Maywald.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Hamburg, 2 August 1977.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1999, Bd. XLII, bearbeitet von [[C. F. Rüter]]. Amsterdam: University Press, 2009, Nr. 843, S. 397–422. ([https://junsv.nl/westdeutsche-gerichtsentscheidungen im Internet])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106863779X|LCCN=no2013000808|VIAF=295200203}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maywald, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maywald, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maywald, Gerhard Kurt (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Obersturmführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. April 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pokój|Carlsruhe]], [[Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neunkirchen (Saar)|Neunkirchen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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