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	<title>Gerhard Maurer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T16:08:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Maurer&amp;diff=933582&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-09T14:26:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gerhard Maurer.jpeg|mini|Gerhard Maurer bei seiner Aussage für die Verteidigung beim [[Dachauer Dora-Prozess|Nordhausen-Hauptprozess]] am 17. November 1947. Neben ihm die Dolmetscherin Emily Polyn-Cobb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Maurer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Dezember]] [[1907]] in [[Halle (Saale)]]; † [[2. April]] [[1953]] in [[Krakau]]) war ein deutscher [[Schutzstaffel|SS-Führer]] und stellvertretender Leiter der Amtsgruppe D im [[SS-Hauptämter#SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt|SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt]] (SS-WVHA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
=== Lehre, Parteieintritt, SS-Verwalter ===&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Schule nahm er die Lehre in einem Kaufmannsberuf auf, die er von 1923 bis 1926 in einer Fabrik für Lebensmittel absolvierte. Anschließend arbeitete er dort als Korrespondent, Buchhalter und [[Expedient]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schulte389f&amp;quot;&amp;gt;Jan Erik Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit und Vernichtung: Das Wirtschaftsimperium der SS. Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2001, S. 389f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Dezember 1930 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 387.103) und dann im August 1931 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 12.129).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/542483&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SS stieg Maurer im April 1944 bis zum [[SS-Standartenführer]] der [[Waffen-SS]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dws-xip.pl/reich/biografie/lista5/lista5.html Gerhard Maurer] auf www.dws-xip.pl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer neunmonatigen Phase der Arbeitslosigkeit nahm er Mitte 1932 eine Beschäftigung bei der [[Handelsbank AG]] auf. Als Ende Januar 1933 das [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]] die Macht übernahm, trat er kurzzeitig als stellvertretender Verlagsleiter in den Verlag &amp;#039;&amp;#039;Die braune Front&amp;#039;&amp;#039; in Halle ein, der von den Nationalsozialisten geführt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schulte389f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1934 wechselte er in eine hauptamtliche Tätigkeit bei der SS in die Verwaltung &amp;#039;&amp;#039;SS-Oberabschnitt Mitte&amp;#039;&amp;#039; über. Dabei übernahm er die Verwaltung des &amp;#039;&amp;#039;SS-Übungslagers [[Dachau]]&amp;#039;&amp;#039;, von dessen Umstellung der Buchführung im Juni 1938 noch Akten im Bundesarchiv vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere im WVHA ===&lt;br /&gt;
[[Oswald Pohl]] forderte ihn im August 1939 auf, in den Bereich vom &amp;#039;&amp;#039;Stab des Haushalts Verwaltung und Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039; beim Stab [[Reichsführer SS]] [[Heinrich Himmler]] überzutreten, wobei Maurer zum SS-Sturmbannführer ernannt wurde. Sein Stellvertreter war der SS-Hauptsturmführer [[Karl Sommer (SS-Mitglied)|Karl Sommer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier führte er eine enge Zusammenarbeit mit Pohl als Geschäftsführer des SS-Verlagswesens. Weiterhin leitete er die der SS gehörenden &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Ausrüstungswerke]]&amp;#039;&amp;#039;, womit er seine spätere Haupttätigkeit der Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge in den [[Konzentrationslager]]n aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1941 nahm er im Auftrage von Pohl an einer Besprechung über die &amp;#039;&amp;#039;Lösung von Judenfragen&amp;#039;&amp;#039; teil, die von [[Reinhard Heydrich]] geleitet wurde und bei der auch [[Adolf Eichmann]] anwesend war. Dabei ging es nach dem noch vorhandenen Text des Protokolls darum, einen Befehl [[Adolf Hitler]]s (wörtlich: &amp;#039;&amp;#039;der Führer wünscht...&amp;#039;&amp;#039;) auszuführen, dass bis Ende 1941 alle Juden, aber auch [[Roma]] und [[Sinti]] &amp;#039;&amp;#039;aus dem deutschen Raum&amp;#039;&amp;#039; zu [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|deportieren]] seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Anfang 1942 das SS-WVHA in [[Oranienburg]] mit Pohl als Chef gegründet worden war, ernannte Pohl Maurer im März 1942 zum Chef der WVHA-Amtsabteilung D II mit dem Aufgabengebiet &amp;#039;&amp;#039;Arbeitseinsatz der Häftlinge&amp;#039;&amp;#039;. Damit war eine Beförderung zum SS-Obersturmbannführer verbunden. Jetzt hatte Maurer die Aufgabe, den koordinierten Arbeitseinsatz der [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeit]] aller Häftlinge der Konzentrationslager zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stellvertreter Glücks ===&lt;br /&gt;
Im November 1943 wurde er zum Stellvertreter von SS-Gruppenführer [[Richard Glücks]] ernannt, der seit dem 15. November 1939 der &amp;#039;&amp;#039;Inspekteur der Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039; war. Damit übernahm Maurer nach Himmler, Pohl und Glücks die wichtigste Position im Bereich der SS-Verwaltung der Konzentrationslager. Diese Tätigkeit übte Maurer bis zum [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] mit einer kurzen Unterbrechung aus. Im ersten Quartal 1945 war Maurer Intendant von SS-Obergruppenführer [[Hans Kammler]], dem Verantwortlichen für den Einsatz der [[Aggregat 4|V2]]-Rakete. Maurers Posten in der Amtsgruppe D des SS-WVHA übernahm für diesen Zeitraum der SS-Standartenführer [[Hans Moser (SS-Mitglied)|Hans Moser]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schulte389f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945 wurden die Akten der Abteilung D II nach [[Rostock]] ausgelagert und sind seitdem unauffindbar. Die Führungsgruppe des WVHA mit Maurer dabei, setzte sich, der sogenannten [[Rattenlinie Nord]] folgend, in den Raum [[Flensburg]] ab und erhielt dort gefälschte Ausweispapiere und Uniformen der [[Kriegsmarine]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Link: &amp;#039;&amp;#039;„Rattenlinie Nord“. Kriegsverbrecher in Flensburg und Umgebung im Mai 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Paul, Broder Schwensen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mai ’45. Kriegsende in Flensburg.&amp;#039;&amp;#039; Flensburg 2015, S.&amp;amp;nbsp;22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den Entlassungspapieren der Marine konnte die Führungsgruppe sodann untertauchen. Maurer arbeitete im Anschluss bei einem Bauern auf der [[Schleswigsche Geest|Schleswigschen Geest]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Zeit]]: [http://www.zeit.de/1990/05/das-braune-schleswig-holstein Das braune Schleswig-Holstein], vom: 6. Dezember 1989; abgerufen am: 21. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Im März 1947 wurde Maurer festgenommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee396&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 396.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Tuchel: &amp;#039;&amp;#039;Fall 4: Der Prozeß gegen Oswald Pohl und andere.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]]: &amp;#039;&amp;#039;Die alliierten Prozesse gegen Kriegsverbrecher und Soldaten 1943–1952.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-13589-3, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Zeuge der Verteidigung sagte Maurer am 17. November 1947 im [[Dachauer Dora-Prozess|Nordhausen-Hauptprozess]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach wurde Maurer nach Polen ausgeliefert und 1951 in [[Warschau]] in einem Prozess [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]. Am 2. April 1953 erfolgte seine [[Hinrichtung]] in Krakau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee396&amp;quot; /&amp;gt; Insbesondere die Aussage von [[Mieczysław Pemper]] führte zu Maurers Verurteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1968 wurde in das Strafgesetzbuch ein § 50 eingefügt, wodurch bereits weit fortgeschrittene Ermittlungsverfahren gegen 730 „Schreibtisch-Täter“ des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) wegen Verjährung eingestellt wurden. Im Rahmen der [[NS-Prozesse|Bestrafung nationalsozialistischer Verbrechen]] hat daher kein deutsches Gericht einen Angehörigen der Amtsgruppe D im SS-WVHA für seine Taten belangt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Tuchel: &amp;#039;&amp;#039;Fall 4: Der Prozeß gegen Oswald Pohl und andere.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]]: &amp;#039;&amp;#039;Die alliierten Prozesse gegen Kriegsverbrecher und Soldaten 1943–1952.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-13589-3, S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Tuchel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Inspektion der Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1994.&lt;br /&gt;
* Tobias Bütow, Franka Bindernagel: &amp;#039;&amp;#039;Ein KZ in der Nachbarschaft&amp;#039;&amp;#039;, Köln 2003.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/Main 2003.&lt;br /&gt;
* [[Jan Erik Schulte]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit und Vernichtung: Das Wirtschaftsimperium der SS. Oswald Pohl und das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2001, ISBN 3-506-78245-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/a864a1ca-1081-47e7-a415-396dcc1ee84f/ NS 3/942 SS-Übungslager Dachau – Umstellung der bisherigen SS-Buchführung in kaufmännische Durchschreibebuchführung – Bericht mit Bilanzen, Inventarverzeichnissen etc. vom Juni 1938]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1230035567|LCCN=no2015151686|VIAF=24145003662961341114|REMARK=weitere VIAF=922161696235516120003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maurer, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Volksrepublik Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maurer, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Standartenführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Dezember 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Krakau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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