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	<title>Gerhard Ludwig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Leuni am 8. Februar 2026 um 16:15 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Ludwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Juni]] [[1909]] in [[Berlin]]; † [[19. April]] [[1994]] in [[Köln]]) war ein deutscher Unternehmer. Er erhielt im Juni 1946 von der [[Control Commission for Germany (British Element)|britischen Militärverwaltung]] die [[Lizenz]] für den Presseverkauf im [[Köln Hauptbahnhof|Kölner Hauptbahnhof]] und eröffnete im Dezember 1949 die erste Sortimentsbuchhandlung auf dem Gebiet der Deutschen Bundesbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kölner Mittwochgespräche ==&lt;br /&gt;
Damit entstand eine der bekanntesten deutschen [[Bahnhofsbuchhandlung]]en, die mit den &amp;#039;&amp;#039;Mittwochgesprächen&amp;#039;&amp;#039; in den 1950er Jahren zum Schauplatz einer ersten deutschen [[Talkshow]] avancierte und Ludwig damit auch überregional bekannt machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 6. Dezember 1950 organisierte Gerhard Ludwig auf Anregung des Schriftstellers [[Jakob Kneip]] im so genannten „Dritten Wartesaal“ – der Bahnhofsbuchhandlung – seine zur Instanz gewordenen politisch-kulturellen &amp;#039;&amp;#039;Mittwochgespräche&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Motto „Freier Eintritt, Freie Fragen, Freie Antworten“ lud Ludwig auch unter dem Titel „Der grüne Teppich“ Gäste in seine [[Buchhandlung]] ein. Prominente Gäste aus der ganzen Republik hielten Vorträge oder lasen aus ihren neuesten Veröffentlichungen. Die Themen dieser öffentlichen und zunächst als [[Werbung]] gedachten Gesprächsrunden fanden große Resonanz bei Publikum und Medien. Zu den Teilnehmern der teilweise hitzigen Debatten gehörten zum Beispiel [[Heinrich Böll]], [[Joseph Beuys]], [[Erich Mende]], [[Ludwig Erhard]], [[Werner Finck]], [[Peter Bamm]], [[Bernhard Grzimek]], [[Peter Lorre]], [[Gottfried Benn]], [[Theodor W. Adorno]], [[Rudolf Augstein]], [[Gustaf Gründgens]], [[Caterina Valente]], [[Heinz Rühmann]], [[Horst Buchholz]] oder [[Ernst von Salomon]]. Es ging um brisante Themen wie „Pressefreiheit“ (21. Mai 1952), „Der Rowohlt-Verlag und seine Autoren“ (7. Oktober 1953), die „Wiederbewaffnung“ (3. November 1954) oder „Todesstrafe ja oder nein?“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ausschnitt in |url=https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/586165?set_lang=de# |titel=Neue Deutsche Wochenschau 269/1955 – Filme des Bundesarchivs |abruf=2018-05-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (16. März 1955). Am 4. Juli 1956 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Mittwochgespräche&amp;#039;&amp;#039; nach 260 Folgen umbaubedingt beendet. [[Carlo Schmid]] schrieb dazu einen Abschiedsgruß ins Gästebuch. Zu den Streitgesprächen kamen teilweise über 800 Zuschauer in den Bahnhof. Am 23. September 1957 war der Umbau beendet und die neue Bahnhofshalle wurde eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Fuchs, &amp;#039;&amp;#039;Chronik zur Geschichte der Stadt Köln&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1991, S. 295&amp;lt;/ref&amp;gt; 1990 sendete der [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] im Hörfunkprogramm Ausschnitte aus den seinerzeitigen Tonbandmitschnitten von Gerhard Ludwig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
140 Kopien verschiedener Tonbandmitschnitte befinden sich im [[Haus der Geschichte]] der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Jedermann kann sie sich dort anhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taschenbücher ==&lt;br /&gt;
Am 25. Juli 1957 Jahre eröffnete Ludwig im Kölner Hauptbahnhof Deutschlands ersten [[Taschenbuch]]laden und setzte damit eine Idee, die er mit dem Verleger [[Heinrich Maria Ledig-Rowohlt]] und dem Kasseler Bahnhofsbuchhändler Vaternahm entwickelt hatte, in die Tat um: „[[Weltliteratur]] zu einem erschwinglichen Preis einem breiten Publikum zugänglich zu machen.“ Es handelte sich gleichzeitig um den ersten Selbstbedienungsladen im deutschen Buchhandel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chroniknet.de/daly_de.0.html?year=1957&amp;amp;month=7&amp;amp;day=25 ChronikNet, Eintrag für den 25. Juli 1957]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stuttgarter Bahnhofsbuchhändler [[Adam-Claus Eckert]] erwarb 1988 die Kölner Buchhandlung und baute sie zur Marke aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=qAGZRHsTM-kC&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;lpg=PA105&amp;amp;dq=Adam-Claus+Eckert+1988+bahnhof+k%C3%B6ln&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=QI6Wqw8ncH&amp;amp;sig=L5HsbHU-uoCq2mZ723mnDXSA49U&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=gwnBUOj-CYrKswackoHAAQ&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CGAQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=Adam-Claus%20Eckert%201988%20bahnhof%20k%C3%B6ln&amp;amp;f=false Richard Deiss, &amp;#039;&amp;#039;Kaufhaus der Worte: 222 Buchläden, die man kennen sollte&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 105]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gehört nun zur Stuttgarter [[Unternehmensgruppe Dr. Eckert]], die auf insgesamt zehn großen Bahnhöfen in Deutschland mit Büchern und Zeitschriften vertreten ist. 2016 wurde bekannt, dass die zehn Meter weiter liegende Wache der [[Bundespolizei (Deutschland)|Bundespolizei]] vergrößert werden und in die Räume der Buchhandlung umziehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerhard Ludwig -Grab.jpg|mini|Grab auf dem Kölner Friedhof Junkersdorf]]&lt;br /&gt;
[[Fritz Sänger]] beschäftigte sich in seinem Buch &amp;quot;Verborgene Fäden&amp;quot; mit dem Schicksal Gerhard Ludwigs während des Zweiten Weltkriegs. Wegen einer Nichtigkeit, die ihm als &amp;quot;[[Wehrkraftzersetzung]]&amp;quot; vorgeworfen wurde, wurde Gerhard Ludwig zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde später in eine Zeitstrafe umgewandelt. So überlebte er, wenn auch nur sehr knapp, die Nazizeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Ludwig war mit dem Schriftsteller [[Herbert Rittlinger]] bekannt. Im Verzeichnis der Mittwochgespräche ist bei der 155. Veranstaltung vom 11. November 1953 vermerkt: &amp;#039;&amp;#039;Herbert Rittlinger „Der Zivilisierte und das Abenteuer“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Zu Rittlingers Afrikareise im Jahre 1954 flog Ludwig nach Addis Abeba mit Zelt- und Faltbootausrüstung und nahm während einiger Wochen an den Faltbootfahrten auf dem Tanasee teil. Von Anfang Dezember 1953 bis März 1954 hatte er deshalb seine Mittwochgespräche ausfallen lassen. Rittlinger beschreibt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Schwarzes Abenteuer&amp;#039;&amp;#039; die gemeinsamen Wochen mit dem „bekanntesten Bahnhofsbuchhändler Deutschlands“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 heiratete er in [[Hannover]] Gesa-Maria Löbbecke (1927–1968).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://historischesarchivkoeln.de:8081/MetsViewer/view.html?fileName=http%3A%2F%2Fhistorischesarchivkoeln.de%3A8080%2Factaproweb%2Fmets%3Fid%3D8f85f96b-d5a2-4869-ba4d-7813660c0299_21.0S1969.0r1.0_Orig_n2009_20200623111225.xml&amp;amp;fileId=dig22d95cbc-b39f-402e-9ad6-2aaf374d657e&amp;amp;imageResizeFactor=0.8&amp;amp;imageRotationFactor=0&amp;amp;key= |titel=Sterbeurkunde Nr. 14 vom 2. Januar 1969, Standesamt Köln-Ost |werk=LAV NRW R Personenstandsregister |hrsg= |datum= |sprache= |abruf=2022-03-26 |archiv-datum=2022-03-26 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220326204126/http://historischesarchivkoeln.de:8081/MetsViewer/view.html?fileName=http%3A%2F%2Fhistorischesarchivkoeln.de%3A8080%2Factaproweb%2Fmets%3Fid%3D8f85f96b-d5a2-4869-ba4d-7813660c0299_21.0S1969.0r1.0_Orig_n2009_20200623111225.xml&amp;amp;fileId=dig22d95cbc-b39f-402e-9ad6-2aaf374d657e&amp;amp;imageResizeFactor=0.8&amp;amp;imageRotationFactor=0&amp;amp;key= |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerhard Ludwig starb 1994 im Alter von 84 Jahren und wurde im Grab seiner Frau auf dem Kölner Friedhof [[Junkersdorf (Köln)|Junkersdorf]] (Flur 6 Nr. 13/14) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Dörstel, Wilfried., Historisches Archiv (Köln) |Titel=Die Kölner Mittwochgespräche : 1950–1956 ; freier Eintritt, freie Fragen, freie Antworten |Verlag=Histor. Archiv |Ort=Köln |Datum=1991 |ISBN=3-87519-126-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119113228|REMARK=[[viaf:23931492]] mischt mit einer weiteren Person (Stand: September 2021)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ludwig, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ludwig, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juni 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. April 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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