<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Lotz</id>
	<title>Gerhard Lotz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Lotz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Lotz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T08:19:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Lotz&amp;diff=1833170&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-54879-4: Weblinks: Autor, Linkfix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Lotz&amp;diff=1833170&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-13T20:49:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblinks: Autor, Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-K0208-0031-001, Berlin, Präsidiumstagung des CDU-Hauptvorstands.jpg|mini|Präsidiumstagung des CDU-Hauptvorstands in Berlin am 8. Februar 1971. Gerhard Lotz 1. Reihe 2. v. l.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Lotz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. April]] [[1911]] in [[Altenburg]]; † [[10. Dezember]] [[1981]] in [[Eisenach]]) war ein deutscher [[evangelisch-lutherisch]]er [[Kirchenrecht|Kirchenjurist]] und Funktionär der [[Blockpartei]] [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Lotz erwarb nach dem Besuch des [[Gymnasium]]s in Eisenach 1928 seine [[Hochschulreife]]. Danach studierte er [[Evangelische Theologie]], [[Philosophie]] und [[Rechtswissenschaft|Jura]] an den Universitäten [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt am Main]], [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]], [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]]. Im Jahr 1934 legte er das [[Jurist|Erste juristische Staatsexamen]] ab. Danach wurde er zum [[Doktor]] der Rechtswissenschaften [[promoviert]] an der Universität von Königsberg, wo er als [[Amtsbezeichnung|Assistent]] an der Fakultät für [[Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft|Rechts- und Staatswissenschaft]] angestellt war. 1938 absolvierte er das [[Jurist|Zweite juristische Staatsexamen]] und trat anschließend in den Dienst der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen|Thüringer evangelischen Kirche]]. Im Jahr 1940 wurde er zum [[Kirchenrat]] ernannt. Seit 1942 war er Angehöriger der [[Wehrmacht]] und geriet zuletzt im Rang eines [[Leutnant]]s in [[Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus]] wurde Lotz 1946 [[Oberkirchenrat]] und Leiter der Rechtsabteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen, seit 1948 stellvertretender Vorsitzender des [[Landeskirchenrat]]es und Mitglied der Thüringer [[Synode (evangelische Kirchen)|Synode]]. 1969 trat er in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Spruchkammerverfahren]] zur kirchlichen [[Entnazifizierung]] sprach er sich gegen eine Wiederübernahme NS-belasteter Theologen in den Kirchendienst aus. Als dem durch [[Judenfeindlichkeit #Der Begriff Antisemitismus|antisemitische]] Forschungen hervorgetretenen Theologieprofessor [[Walter Grundmann]] wieder eine Pfarrstelle übertragen werden sollte, bemerkte er auf einer Sitzung des LKR:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Er hat als Leiter des [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben|Entjudungsinstitutes]] den ‚[[Rassismus]]‘ in der Kirche verfestigt, ausgebaut und wissenschaftlich unterlegt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas A. Seidel (Hrsg.): Thüringer Gratwanderungen. Beiträge zur fünfundsiebzigjährigen Geschichte der evangelischen Landeskirche Thüringens, S. 177, Anm. 48, ISBN 3-374-01699-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lotz arbeitete seit 1955 als [[inoffizieller Mitarbeiter]] für das [[Ministerium für Staatssicherheit]] unter dem Decknamen IM „Karl“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Neubert: &amp;#039;&amp;#039;Lotz, Gerhard&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei kirchenpolitischen Beratungen und Beschlüssen suchte er durch Information und Absprache die Zustimmung der staatlichen Stellen zu erlangen. Zusammen mit Landesbischof [[Moritz Mitzenheim]] entwarf und verfolgte er den sogenannten „Thüringer Weg“, der auf eine Zusammenarbeit mit dem [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Staat setzte. Er gehörte zum „Weimarer Arbeitskreis“, in dem sich Theologen und Kirchenmitglieder zu Gesprächen über den Standort der Kirche in der DDR zusammen fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Gründung wurde er Mitglied der CDU und bald danach Mitglied des Bezirksvorstands [[Bezirk Erfurt|Erfurt]] seiner Partei. Im Jahr 1956 wurde er in den Hauptvorstand gewählt. Daneben war er Mitglied des [[Friedensrat der DDR|DDR-Friedensrates]] und arbeitete auch im [[Weltfriedensrat]]. Mit ihrer Gründung wurde er Mitglied in der [[Christliche Friedenskonferenz|Christlichen Friedenskonferenz]]. 1965 wurde er Vizepräsident des DDR-Friedensrates. Von 1967 bis 1976 war er mit dem Mandat der CDU der DDR Mitglied der [[Volkskammer]]. Lotz gehörte zu den CDU-Abgeordneten, die 1972 gegen die [[Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft|Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches in der DDR]] stimmten.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Roßberg: &amp;#039;&amp;#039;Das Kreuz mit dem Kreuz. Ein Leben zwischen Staatssicherheit und Kirche&amp;#039;&amp;#039; (Aufgezeichnet von Peter Richter). Berlin: Edition Ost, 1996. ISBN 3-929161-60-5, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Friedensmedaille]], 1958&lt;br /&gt;
* [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze 1959&lt;br /&gt;
* Vaterländischer Verdienstorden in Silber 1965&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neue Zeit]], 7. Mai 1965&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Stern der Völkerfreundschaft]] in Silber 1976&lt;br /&gt;
* Vaterländischer Verdienstorden in Gold 1981&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]], 2. Mai 1981, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verleihung der [[Ehrendoktorwürde]] durch die [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]] 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Moritz Mitzenheim&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Union Verlag 1966&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirchen in der D[eutschen] D[emokratischen] R[epublik] – Standort und Weg / Unterthema 2. Kirchlicher Dienst für Sicherheit in Europa&amp;#039;&amp;#039;, 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Herausgeber ===&lt;br /&gt;
* Moritz Mitzenheim: &amp;#039;&amp;#039;Politische Diakonie. Reden, Erklärungen, Aufsätze 1946–1964&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: VOB Union Verl., 1964&lt;br /&gt;
* Aimé Bonifas: &amp;#039;&amp;#039;Häftling 20801. Ein Zeugnis über die faschistischen Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, 1968&lt;br /&gt;
* Moritz Mitzenheim: &amp;#039;&amp;#039;Aus christlicher Verantwortung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Union-Verl. VOB, 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=gerhard-lotz|lemma=Lotz, Gerhard|autor=Ehrhart Neubert|band=1|idNum=2153}}&lt;br /&gt;
* [[Clemens Vollnhals]]: &amp;#039;&amp;#039;Oberkirchenrat Gerhard Lotz und das Ministerium für Staatssicherheit. Zur IM-Akte „Karl“&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland-Archiv]]&amp;#039;&amp;#039; 27 (1994), S. 332–336&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128618701}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Gerhard Besier]] |url=https://www.welt.de/print-welt/article655102/Die-Kirche-gehorsamer-Diener-des-Staates.html |titel=Die Kirche, gehorsamer Diener des Staates |werk=[[Die Welt]] |datum=1996-09-11 |abruf=2026-02-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/politik/opposition-bringt-nichts-a-2e391bb1-0002-0001-0000-000013682296?context=issue |titel=Opposition bringt nichts: Das geheime Leben des ostdeutschen Oberkirchenrats „Karl“ alias Gerhard Lotz |werk=[[Der Spiegel]] |hrsg=26/1992 |datum=1992-06-22 |abruf=2026-02-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/erklaerung-von-oberkirchenrat-gerhard-lotz-zum-vvn-prozess-in-der-brd/ard/YnJpZDovL2RyYS5kZS9tZWRpYXRoZWsvcHVibGljYXRpb24vODU2ODI |titel=Erklärung von Oberkirchenrat Gerhard Lotz zum VVN-Prozess in der BRD |werk=[[Deutscher Fernsehfunk]] |datum=1962-12-25 |format=Streming-Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot der [[ARD Mediathek]]; 1:56&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2026-02-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128618701|VIAF=303184480}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lotz, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im Kirchendienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Funktionär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lotz, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kirchenjurist und Politiker (CDU der DDR), MdV&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. April 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Altenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Dezember 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eisenach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-54879-4</name></author>
	</entry>
</feed>