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	<title>Gerhard Littschwager - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Littschwager&amp;diff=2121166&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 29. August 2024 um 22:29 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-29T22:29:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Littschwager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Oktober]] [[1907]] in [[Belleveaux]], [[Elsass]]; † [[26. November]] [[2001]]) war ein deutscher Jurist, stellvertretender Leiter der [[Geheime Staatspolizei|Stapostelle]] [[Stettin]] und [[Kreishauptmann]] im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutsch besetzten Polen]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Littschwager, dessen Vater Zollsekretär war, schloss seine Schullaufbahn 1927 mit dem [[Abitur]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler455&amp;quot;&amp;gt;Thomas Sandkühler: &amp;#039;&amp;#039;Endlösung in Galizien. Der Judenmord in Ostpolen und die Rettungsinitiativen von Berthold Beitz 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1996, S. 455.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach studierte er [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]], [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]]. Das Studium schloss Littschwager 1931 mit dem ersten Staatsexamen ab. Littschwager [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Ende Februar 1933 in Freiburg zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr.&amp;amp;nbsp;jur.]] mit der [[Dissertation]]: „Eigentumserwerb des Erstehers bei der Versteigerung an einer gepfändeten, aber dem Schuldner nicht gehörigen beweglichen Sache.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth489&amp;quot;&amp;gt;Kurzbiografie bei Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 489.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1931 trat Littschwager der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 544.625)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/646139&amp;lt;/ref&amp;gt; und betätigte sich bis 1933 als Blockwart. Der [[Sturmabteilung|SA]] gehörte er ab 1932 an und wechselte von dort Anfang Dezember 1935 zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 290.017). In der SS stieg Littschwager im April 1939 bis zum [[SS-Sturmbannführer]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler455&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Referendariat legte Littschwager im Mai 1935 das zweite juristische Staatsexamen ab. Danach trat Littschwager in den Polizeidienst ein und war zunächst bei der [[Geheime Staatspolizei|Staatspolizei]] in [[Berlin]] tätig. Von dort wechselte er nach [[Kiel]], wo er als politischer Dezernent des Regierungspräsidenten und stellvertretender Gestapoleiter tätig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth489&amp;quot; /&amp;gt; Als stellvertretender Gestapochef in Kiel verfasste Littschwager unter dem Geschäftszeichen &amp;#039;&amp;#039;II&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;3 -- F&amp;amp;nbsp;2019&amp;#039;&amp;#039; am 28. April 1938 den Ausbürgerungsantrag für den Emigranten Herbert Frahm, der später unter dem Namen [[Willy Brandt]] deutscher Bundeskanzler wurde. In diesem –&amp;amp;nbsp;später vollzogenen&amp;amp;nbsp;– Ausbürgerungsantrag wurde Brandt fälschlicherweise kommunistischer Aktivitäten bezichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41147108 |Titel= Brandt – Nr. F 2019 |Jahr=1976 |Nr=36 |Seiten=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser an das Geheime Staatspolizeiamt in Berlin gerichtete Antrag wurde folgendermaßen eingeleitet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Betrifft: Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit des [[deutschblütig]]en Herbert Ernst Karl Frahm, geb. am 18. 12. 1913 in Lübeck, letzter inländischer Wohnsitz Lübeck, jetziger Aufenthalt Oslo […] Da Frahm, ein ehemaliger kommunistischer Jugendredner, der jetzt in Oslo wohnt, vom dortigen Flüchtlingskomitee unterstützt wird und unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Willy Brandt&amp;#039;&amp;#039; Mitarbeiter der marxistischen Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Arbeiderbladet&amp;#039;&amp;#039; ist, sich als Kurier zwischen den Emigrantenorganisationen in Frankreich und den nordischen Ländern betätigt, sind die Voraussetzungen für die Aberkennung der [[Deutsche Staatsangehörigkeit|deutschen Staatsangehörigkeit]] des Frahm […] erfüllt. Vor der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] hat sich Frahm zuerst in der SAJ ([[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistische Arbeiterjugend]]) und später in dem KJVD ([[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischer Jugendverband Deutschlands]]) betätigt. In dem letzteren Verband tat sich Frahm besonders als Jugendredner hervor.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Littschwager am 28. April 1938 an das Staatspolizeiamt in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Zitiert nach: {{Der Spiegel |ID=41147108 |Titel=Brandt – Nr. F 2019 |Jahr=1976 |Nr=36 |Seiten=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rang eines [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrates]] war Littschwager ab Juli 1938 bei der Gestapo in [[Stettin]] leitend tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler455&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Littschwager durch das [[Reichsministerium des Innern]] ins [[Generalgouvernement]] versetzt, wo er im Distrikt Warschau Kreishauptmann in [[Grodzisk Mazowiecki|Grodzisk]] wurde. Ab Anfang Dezember 1939 war er Kreishauptmann in [[Ostrów Mazowiecka]]. Von August 1941 bis April 1942 war Littschwager Kreishauptmann in [[Tschortkiw|Czortkow]]. Danach war er bis Juli 1942 in der Abteilung Innere Verwaltung im [[Distrikt Galizien|Distriktamt Galizien]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler455&amp;quot; /&amp;gt; Gegen Littschwager wurde ein Verfahren wegen Lebensmittelkartenbetruges geführt, das jedoch eingestellt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pohl417&amp;quot;&amp;gt;Dieter Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien, 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. München 1997, S. 417.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Juli 1942 war Littschwager als Justiziar bei der Regierung in [[Bydgoszcz|Bromberg]] tätig. Mitte September 1943 wurde Littschwager zur [[Waffen-SS]] eingezogen. Von November 1944 bis April 1945 war Littschwager am SS- und Polizeigericht in München zunächst als Sachbearbeiter und zuletzt als Hilfsrichter tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sandkühler455&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang Mai 1945 bis zum Februar 1948 befand sich Littschwager in [[alliierte]]r [[Internierung]]. Littschwager war nach seiner Entlassung aus der Internierung zunächst mittellos. Eine Geldstrafe aufgrund seiner SS-Zugehörigkeit musste Littschwager nicht begleichen. Ende Juni 1949 wurde Littschager als „Entlasteter“ [[Entnazifizierung|entnazifiziert]]. Danach war Littschwager als [[Syndikus]] beim Verlag [[Walter Dorn]] in [[Frankfurt am Main]] tätig. Anfang Mai 1955 war Littschwager als Sozialgerichtsrat am [[Sozialgericht]] beschäftigt, wo er im April 1963 vorzeitig in Pension ging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth489&amp;quot; /&amp;gt; Hintergrund für Littschwagers Pensionierung war ein gegen ihn bereits 1962 eingeleitetes Ermittlungsverfahren. Den Hinweis sich vorzeitig pensionieren zu lassen hatte Littschwager von [[Ludwig Losacker]] erhalten. Danach war Littschwager als Sachbearbeiter für Schadensfälle bei der [[Krawag-Versicherung]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2009, S. 387.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ermittlungsverfahren gegen Littschwager wurde durch die Staatsanwaltschaft Darmstadt am 19. Februar 1972 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth489&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Pohl (Historiker)|Dieter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien, 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56233-9.&lt;br /&gt;
* [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2009. ISBN 978-3-8353-0477-2.&lt;br /&gt;
* Thomas Sandkühler: &amp;#039;&amp;#039;Endlösung in Galizien. Der Judenmord in Ostpolen und die Rettungsinitiativen von Berthold Beitz 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Nachfolger, Bonn 1996, ISBN 3-8012-5022-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125204612|LCCN=no2012161260|VIAF=5886688}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Littschwager, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Sozialgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat in den besetzten Gebieten (1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Littschwager, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Gestapomitarbeiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Oktober 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Belleveaux]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. November 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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