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	<title>Gerhard Kranemann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Kranemann&amp;diff=2007209&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GünniX: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2026-02-11T04:53:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gerhardus.png|mini|Gießerzeichen Gerhard Kranemanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Kranemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Gherard[us] gen. Crapemann&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Cranemann&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Metall- und Glockengießer|Glocken-]] und [[Grapengießer]], der Mitte des 14. Jahrhunderts in [[Lübeck]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Kranemann war in Lübeck als Gießer von 1351 bis 1381 gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder Hinrich tätig. Er ist als Eigentümer des Gießereihauses in der Lübecker [[Engelsgrube]] 46 nachgewiesen, das vorher dem bekannten Gießer [[Hans Apengeter]] gehört hatte und bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts als Gießereihaus genutzt wurde. Von Gerhard Kranemann haben sich zwei bronzene [[Fünte|Tauffässer]] erhalten, die über die Inschriften datiert und signiert sind. Weiter sind noch vier von ihm gegossene Glocken bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Drescher: &amp;#039;&amp;#039;Grapen des 12.–13. Jahrhunderts aus Lübeck, Arbeiten Lübecker Gießer?&amp;#039;&amp;#039; 1976, S. 307.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grapen und Pfannen ===&lt;br /&gt;
Aus der Werkstatt Gerhard Kranemanns ist ein [[Grapen]] erhalten, der gleichzeitig auch für den Export des Lübecker Handwerks in den Ostseeraum steht. Es handelt sich um den &amp;#039;&amp;#039;[[Münztopf]] von Petersborg&amp;#039;&amp;#039;, einen Münzschatz aus [[Skänninge]] in [[Östergötland]]. Lübeck und die Wendischen Städte hatten ab 1354 Gießermarken und Städtemarken eingeführt, wodurch die Identifizierung heute erleichtert wird. Auch eine Pfanne konnte ihm bislang zugeordnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Drescher: &amp;#039;&amp;#039;Grapen des 12.–13. Jahrhunderts aus Lübeck, Arbeiten Lübecker Gießer?&amp;#039;&amp;#039; 1976, S. 307; Abb. S. 311 Nr. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fünten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Siek Bronzetaufe1.jpg|mini|Fünte in Siek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herstellung von [[Gotische Bronzefünten in Nordostdeutschland|bronzenen Tauffässern]] oblag den [[Beckenwerker]]n. Von Gerhard Kranemann haben sich im Lübecker Umland zwei dieser Taufbecken erhalten. 1357 goss er für [[St. Laurentius (Schönberg)|St. Laurentius]] in [[Schönberg (Mecklenburg)]] das dort heute benutzte, eigentlich glockenförmige Taufbecken. Es ruht auf drei knienden Engelsgestalten als Füßen. Die Wandung ist mit zwei Reihen übereinander angebrachter Heiligenfiguren, insbesondere den Kirchenpatronen Laurentius und Katharina, aber auch der Taufe und Kreuzigung Christi, Christus mit den [[Leidenswerkzeug]]en sowie einem Wappen verziert. Eine weitere bronzene Fünte befindet sich in der &amp;#039;&amp;#039;[[Friedenskirche (Siek)|Friedenskirche]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Siek (Holstein)|Siek]] im [[Kreis Stormarn]]. Die Fünte in Siek ist 84&amp;amp;nbsp;cm hoch und hat drei Löwen mit Männerköpfen als Füße. Der Kessel wird von Reliefs geziert (Adlerköpfe und Petrusreliefs). Die lateinische Umschrift in gotischer [[Minuskel]]: &amp;#039;&amp;#039;Magister gherardus fecit me cuius anima et hinrici Wlmctles Requiescant in pace&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Meister Gerhard hat mich gemacht, dessen Seele und die des Heinrich Wlmctles / Ulmtles mögen ruhen in Frieden.&amp;#039;&amp;#039; Es wird vermutet, dass die Taufe als &amp;#039;&amp;#039;Gelegenheitskauf&amp;#039;&amp;#039; erst nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert nach Siek kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Geschichte der Kirche |url=http://www.kirche-siek.de/index.php?Seite=Ueber_Uns_Geschichte |wayback=20130925081457 }}, abgerufen am 23. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stammt vermutlich aus einer Lübecker Kirche. Dazu passt auch, dass ein Heinrich Wullenpunt 1329 als Lübecker Bürger urkundlich nachgewiesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Hach: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Glockenkunde.&amp;#039;&amp;#039; S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glocken ===&lt;br /&gt;
Von Kranemann sind folgende Glocken bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Glocke im ca. 1970 abgerissenen [[St. Jürgen-Siechenhaus (Travemünde)|Siechenhaus St. Jürgen]] vor [[Travemünde]] (heute im [[St.-Annen-Kloster Lübeck|St.-Annen-Museum]])&lt;br /&gt;
* Glocke in der Kirche von [[Skanör med Falsterbo|Skanör]]&lt;br /&gt;
* Glocke in der Klosterkirche in [[Nykøbing Falster]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hikuin.dk/kirkeklokker/liste_stednavne/kirkeklokker_n.htm Nyholm Nr. 2172]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Glocke in der Kirche von Brudager, [[Svendborg Kommune]] auf [[Fünen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hikuin.dk/kirkeklokker/liste_stednavne/kirkeklokker_b-baa.htm Nyholm Nr. 275]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (chronologisch) ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor Hach]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Glockenkunde&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Freien und Hansestadt Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Max Schmidt, Lübeck 1913, S. 111 f. und 192 f.&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Lemma=Gerhard, gen. Crapemann |Band=13 |Seite=450}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes Warncke]]: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Cranemann zu Lübeck, der Meister der Taufen zu Sieck und Schönberg.&amp;#039;&amp;#039; In: ZVLGA 22 (1925), S. 172–178.&lt;br /&gt;
* Gustav Lindtke: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Bronzetaufen des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Wagen&amp;#039;&amp;#039; (1966), S. 53–62.&lt;br /&gt;
* Hartwig Beseler: &amp;#039;&amp;#039;Kunst-Topographie Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Neumünster 1974, S. 857.&lt;br /&gt;
* Hans Drescher: &amp;#039;&amp;#039;Grapen des 12.–13. Jahrhunderts aus Lübeck, Arbeiten Lübecker Gießer?&amp;#039;&amp;#039; In: Olaf Ahlers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lübeck 1226 – Reichsfreiheit und frühe Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1976, S. 307–320.&lt;br /&gt;
* Jochen Hermann Vennebusch: &amp;#039;&amp;#039;Apengeters ›Erbe‹. Der Lübecker Bronzegießer Gerhard Kranemann und seine Gusswerke&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nordelbingen&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 89 (2023), S. 11–43 (https://doi.org/10.38072/2941-3362/p2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gerhard Cranemann}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|512933774}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1339066882|VIAF=4921172398387319440003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kranemann, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glockengießer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gießer (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 14. oder 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kranemann, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gherard, genannt Crapemann; Gherardus, genannt Crapemann; Cranemann, Gerhard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Glocken- und Grapengießer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Jahrhundert oder 15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GünniX</name></author>
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