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	<title>Gerhard Kosel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T05:50:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Kosel&amp;diff=2797342&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nawennschon: /* Leben */ Gliederung  durch === Überschriften ===</title>
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		<updated>2026-04-23T11:46:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Gliederung  durch === Überschriften ===&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-50395-0006, Leipzig, III. Bundeskongress Deutscher Architekten.jpg|miniatur|Kosel (Zweiter von links) 1957 während des Kongresses Deutscher Architekten in Leipzig]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard-Heinz Kosel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Februar]] [[1909]] in [[Szklarska Poręba|Schreiberhau]] ([[Riesengebirge]]); † [[21. September]] [[2003]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Architekt, Präsident der [[Bauakademie der DDR]] und stellvertretender Minister für Bauwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kosel, der im [[Provinz Niederschlesien|niederschlesischen]] Schreiberhau, heute das polnische [[Szklarska Poręba]], als Sohn eines Klempnermeisters geboren wurde und dort aufwuchs, machte zunächst eine Lehre als Klempner und Maurer, bevor er in den Jahren 1927 bis 1931 ein Architekturstudium an der [[Technische Universität München|TH München]] und [[Technische Universität Berlin|TH Berlin]] absolvierte. In Berlin zählten [[Bruno Taut]] und [[Hans Poelzig]] zu seinen Lehrern. Während des Studiums arbeitete er zeitweise als Techniker in [[Sevilla]] und Bauführer in [[Herrsching am Ammersee]]. 1930 wurde er Mitglied, später Leiter des 2. Roten Studentenclubs an der TH Berlin und 1931 trat er der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Glückwunsch zum 50. Geburtstag in [[Neues Deutschland]] vom 17. Februar 1959&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== In der Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
Ab 1932 arbeitete er als Architekt für die Bauverwaltung des Volkskommissariats für die Schwerindustrie in der Sowjetunion. Dort war er insbesondere auf der Großbaustelle der sozialistischen Stadt [[Nowokusnezk]] beschäftigt. 1936 siedelte er nach [[Moskau]] über, wo er u.&amp;amp;nbsp;a. am Entwurf von Typenwohnungen arbeitete. 1938 aberkannte ihm Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit, ab 1941 wurde er in der Sonderfahndungsliste der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] arbeitete Kosel für die Verteidigungsindustrie und war Hauptingenieur eines Baubetriebs in [[Tomsk]], wo er auch an einer Ingenieurschule lehrte. Kosel entwarf das 1948 fertiggestellte Opernhaus in der mongolischen Hauptstadt [[Ulaanbaatar]]. Nach dem Krieg wurde er als Mitarbeiter von Projektierungseinrichtungen des [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] bzw. [[Ministerium für Staatssicherheit (UdSSR)|MGB]] auf der Insel [[Seligersee#Geschichte|Gorodomlia]] in der Nähe von [[Ostaschkow]] eingesetzt und entwarf unter anderem Bauten für Kernforschungszentren und Zentren zur Entwicklung von Raketentechnik. In Gorodomlia kam er auch mit deutschen Entwicklern des [[Aggregat 4|deutschen Waffensystems A4/V2]] und deren Angehörigen zusammen. Diese waren, begründet als Reparationsleistung durch die Operation [[Aktion Ossawakim|Ossawakim]] zwischen 1946 und meist 1954 dort für das sowjetische Ministerium für Bewaffnung (unter [[Dmitri Fjodorowitsch Ustinow|Dmitri Ustinow]]) tätig. Ein fingiertes Heiratsversprechen (Ostaschkow, Februar 1950) für die Ehefrau Irmgard des deutschen Chefentwicklers [[Helmut Gröttrup]] ist im Zusammenhang mit seiner Mitarbeit für das [[Ministerium für Staatssicherheit (UdSSR)]] verständlich. Er war zu dieser Zeit mit einer Russin, Marianna Dowgalewskaja, verheiratet und löste auch später das Heiratsversprechen an Irmgard Gröttrup nicht ein.&amp;lt;ref&amp;gt; Alfred Schmidt: Gröttrup und das Universum der erfinderischen Zwerge, STROUX edition, München 2022 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== In der DDR ===&lt;br /&gt;
Im September 1954 übersiedelte er in die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und wurde Abteilungsleiter im Ministerium für Aufbau. 1955 stieg er zum Staatssekretär und Ersten Stellvertreter des Ministers auf und war für die Forrcierung der Typenprojektierung und der Industrialisierung des Bauwesens in der DDR verantwortlich. Im selben Jahr wurde er als Mitglied in die [[Bauakademie der DDR|Deutschen Bauakademie]] (DBA) berufen. Ab 1958 war er Mitglied des ZK der SED. 1961 wurde er als Nachfolger von [[Kurt Liebknecht]] Präsident der DBA. 1963 berief man ihn als Mitglied in den Vorstand des Forschungsrates. Weiterhin leitete er im Auftrag des Politbüros der SED die Projektierung des Berliner Fernsehturms.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 endete seine Tätigkeit als Präsident der DBA, nachdem es zu einem Konflikt mit der SED-Führung gekommen, war. Gleichzeitig entzog man Kosel die Gesamtverantwortung für den Bau des [[Berliner Fernsehturm]]s. Infolge endeten auch seine Mitgliedschaften im ZK der SED und im Forschungsrat. Bis 1972 war er erneut [[Ministerrat der DDR (1958–1963)|stellvertretender Minister für Bauwesen]]. Im Rentenalter war er als „Berater des Ministers für Bauwesen“ tätig, 1977 bis 1984 als Vertreter der DDR in der [[HABITAT|UNO-Kommission für menschliche Siedlungen]]. Im Juni 1989 begleitete er [[Erich Honecker]] während eines UdSSR-Besuches und weilte mit ihm auch an seinem alten Wirkungsort [[Magnitogorsk]].&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland vom 29. Juni 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Nach 1989 ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Berliner Mauer#Mauerfall|Fall der Mauer]] trat Kosel in einen Rechtsstreit mit [[Hermann Henselmann]] und der Architektengruppe des VEB Industrieprojektierung Berlin, in dem er das alleinige [[Berliner Fernsehturm#Urheberrechtsstreit|Urheberrecht am Entwurf des Berliner Fernsehturms]] beanspruchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosel war mit der Sowjetbürgerin russischer Nationalität Marianna Dowgalewskaja (1912 – 2007) verheiratet. Beide wurden auf dem [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Zentralfriedhof Friedrichsfelde#Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes|Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes]]&amp;#039;&amp;#039; beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]]&lt;br /&gt;
* 1959: [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&lt;br /&gt;
* 1963: [[Nationalpreis der DDR]]&lt;br /&gt;
* 1974: Vaterländischer Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
* 1979: [[Karl-Marx-Orden]]&lt;br /&gt;
* 1984: Orden [[Stern der Völkerfreundschaft]] in Gold&lt;br /&gt;
* 1989: Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
;Autor&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fernsehturm Berlin: zur Geschichte seines Aufbaus und seiner Erbauer&amp;#039;&amp;#039;, Nova Verlag, 2003, ISBN 978-3-936735-34-5.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.) Deutsche Bauakademie: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der komplexen Fließfertigung im Industriebau&amp;#039;&amp;#039;, Verlag für Bauwesen, Berlin 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beteiligung&lt;br /&gt;
* (Hrsg.) Ministerium für Bauwesen, Deutsche Bauakademie: &amp;#039;&amp;#039;Technisch begründete Materialverbrauchsnormen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1960.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.) Ministerium für Bauwesen, Deutsche Bauakademie: &amp;#039;&amp;#039;Wohnungsbau: Typen-Baukarteiblätter&amp;#039;&amp;#039;,  Verlag für Bauwesen, Berlin 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=gerhard-kosel|lemma=Gerhard Kosel|autor=Simone Hain, Peter Erler|band=1|idNum=1857}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an Gerhard Kosel, einem der Väter des Berliner Fernsehturms&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Bautechnik&amp;#039;&amp;#039;, 81 (2004), Heft 11, S. 910.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118854658}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/8215f6ff-9247-4913-8836-2fbc05abb7a4/ Nachlass Bundesarchiv N 2504]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118854658|LCCN=n/89/663989|VIAF=96422919}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kosel, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Sterns der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Fernsehturm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kosel, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kosel, Gerhard-Heinz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt und Präsident der Bauakademie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Februar 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Szklarska Poręba|Schreiberhau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. September 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nawennschon</name></author>
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