<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Heberer</id>
	<title>Gerhard Heberer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Heberer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Heberer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T20:49:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Heberer&amp;diff=923784&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wisentablick: /* Leben und Wirken */ Anf.zeichen korr.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Heberer&amp;diff=923784&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-12-21T16:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; Anf.zeichen korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Heberer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. März]] [[1901]] in [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]]; † [[13. April]] [[1973]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Zoologe]], [[Genetiker]] und [[Anthropologe]]. Zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er „[[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Rassenforscher]]“ sowie Mitglied der SS-[[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gerhard Heberer war 1920 Mitbegründer der [[Deutsche Gildenschaft|Deutschen Akademischen Gildenschaft]] und Führer im [[Wandervogel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Lerchenmueller, Gerd Simon, &amp;#039;&amp;#039;Masken-Wechsel: wie der SS-Hauptsturmführer Schneider zum BRD-Hochschulrektor Schwerte wurde und andere Geschichten über die Wendigkeit deutscher Wissenschaft im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Gesellschaft für Interdisziplinäre Forschung 1999, S. 329&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heberer studierte von 1920 bis 1924 an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]] [[Zoologie]] und Genetik bei [[Valentin Haecker]] sowie Anthropologie und Rassenkunde beim [[Ernst Haeckel|Haeckel]]-Schüler [[Hans Hahne (Prähistoriker)|Hans Hahne]]. 1924 wurde er mit einer Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Die Spermatogenese der Copepoden&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Von 1924 bis 1926 war er Assistent an Hahnes Museum für „Volkheitskunde“ in Halle. 1927 nahm er an [[Bernhard Rensch]]s „Sunda-Expedition“ nach Indonesien teil. Von 1928 bis 1938 war er zunächst Dozent, dann außerordentlicher Professor des Zoologischen Instituts der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]], welches von [[Jürgen Wilhelm Harms]] geleitet wurde. 1932 wurde er in Zoologie und vergleichender Anatomie [[Habilitation|habilitiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 trat er in die [[Sturmabteilung|SA]] ein, der er bis 1935 angehörte. Es folgten Eintritte in den [[NS-Dozentenbund]] und den [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NS-Lehrerbund]]. Zum 1. Mai 1937 trat Heberer der [[NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.972.811)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13990118&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 279.992), wo er 1942 [[Hauptsturmführer]] wurde. 1935/1936 hatte er kommissarisch den Lehrstuhl für Zoologie der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität]] in Frankfurt am Main in Vertretung von [[Otto zur Strassen]] inne. Eine ordentliche Professur dort wurde nach seinen dezidiert [[darwinistisch]]en Vorlesungen aufgrund von Protesten einiger katholischer Studenten jedoch vom [[Reichserziehungsministerium]] nicht für zweckmäßig gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Deichmann: &amp;#039;&amp;#039;Biologen unter Hitler&amp;#039;&amp;#039;, Campus, Frankfurt a. M./New York 1992, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf setzte sich [[Heinrich Himmler]] persönlich für Heberer ein und verschaffte ihm eine Stelle im [[Rasse- und Siedlungshauptamt]]-Stab (RuSHA) der SS. Außerdem wurde er Mitglied in Himmlers SS-Forschungsgemeinschaft &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ahnenerbe&amp;#039;&amp;#039;. Von 1938 bis 1945 war er Professor für „Allgemeine Biologie und Anthropogenie“ an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]]. Zusammen mit [[Karl Astel]], [[Hans F. K. Günther]] und [[Victor Julius Franz]] bildete Heberer die laut Hoßfeld sogenannte Jenaer „[[Rassen-Quadriga]]“. Alle vier seien in Thüringen „Hauptprotagonisten einer ‚Deutschen Wissenschaft/Biologie‘“ gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Hoßfeld, &amp;#039;&amp;#039;Universitäten und Hochschulen im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;, Franz Steiner Verlag 2004, S. 198&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1942 war er im Beirat der &amp;#039;&amp;#039;[[Ernst Haeckel]]-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. 1944 hielt er im [[KZ Buchenwald]] Vorlesungen zur „Germanisierung“, also Nazifizierung dorthin verschleppter norwegischer Studenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1947 war Heberer wegen seiner SS-Mitgliedschaft zwei Jahre lang interniert. Nach seiner [[Entnazifizierung]] (1947) war er von 1949 bis 1970 Direktor einer „Anthropologischen Forschungsstelle“ der [[Georg-August-Universität Göttingen]] und 1961/1962 Gastprofessor an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. Heberer konnte in den 1950er- und 1960er-Jahren Wesentliches zur Abstammungsgeschichte des Menschen sowie zur [[Synthetische Evolutionstheorie|Synthetischen Evolutionstheorie]] beitragen, so dass sein gesamtwissenschaftliches Werk nicht ausschließlich mit Bezug auf die NS-Zeit gewertet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Annett Hamann, &amp;#039;&amp;#039;Männer der kämpfenden Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: Uwe Hossfeld (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kämpferische Wissenschaft: Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau Verlag 2003, S. 215 f&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schrieb zahlreiche, auch populärwissenschaftliche Bücher insbesondere über [[Paläoanthropologie]] und Evolutionstheorie. Er bereiste viele Museen weltweit und auch Ausgrabungsstätten früher [[Hominiden]] in Afrika wie die [[Olduvai-Schlucht]] (1961) und konnte in Göttingen eine umfangreiche paläoanthropologische Sammlung von Fossilienabgüssen zusammentragen. Heberer wurde 1970 [[Emeritierung|emeritiert]] und verstarb in Göttingen am 13. April 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Evolution der Organismen: Ergebnisse und Probleme der Abstammungslehre&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Jena 1943, mehrere Bände, 3. Auflage 1967–1974 (darin von Heberer: &amp;#039;&amp;#039;Das Typenproblem der Stammesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was heißt heute Darwinismus?&amp;#039;&amp;#039;, Musterschmidt, Göttingen 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Abstammungslehre&amp;#039;&amp;#039;, Musterschmidt, Göttingen 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Ergebnisse der menschlichen Abstammungslehre. Ein Forschungsbericht.&amp;#039;&amp;#039; Musterschmidt, Göttingen 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Pierre Marcellin Boule]]. Der Erforscher des fossilen Menschen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Schwerte]], [[Wilhelm Spengler]]: &amp;#039;&amp;#039;Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. 2. Mediziner, Biologen, Anthropologen&amp;#039;&amp;#039;. (= Gestalter unserer Zeit, Band 4.) Stalling, Oldenburg 1955, S. 288–295.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gustav Schwalbe|Schwalbe]] – [[Hermann Klaatsch|Klaatsch]] – [[Theodor Mollison|Mollison]]: Die Abstammung des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Schwerte, Wilhelm Spengler: &amp;#039;&amp;#039;Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. 2. Mediziner, Biologen, Anthropologen&amp;#039;&amp;#039;. (= Gestalter unserer Zeit, Band 4.) Stalling, Oldenburg 1955, S. 296–307.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Tier-Mensch-Übergangsfeld.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studium generale: Zeitschrift für interdisziplinäre Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1958, S. 341–352.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Charles Darwin. Sein Leben und sein Werk&amp;#039;&amp;#039;. Kosmos-Franckh 1959.&lt;br /&gt;
* mit [[Ilse Schwidetzky|Ilse Schwidetzky-Roesing]] und [[Gottfried Kurth]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fischer Lexikon: Anthropologie.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Bücherei, Frankfurt am Main 1959, Neuauflage 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herkunft der Menschheit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Golo Mann]], [[Alfred Heuß]], [[August Nitschke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Propyläen Weltgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Abstammung des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Athenaion 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschliche Abstammungslehre.&amp;#039;&amp;#039; G. Fischer, Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der gerechtfertigte [[Ernst Haeckel|Haeckel]]. Einblicke in seine Schriften aus Anlaß des Erscheinens seines Hauptwerks „Generelle Morphologie der Organismen“ vor hundert Jahren.&amp;#039;&amp;#039; G. Fischer, Stuttgart 1968.&lt;br /&gt;
* als Mithrsg.: &amp;#039;&amp;#039;[[Grzimeks Tierleben]].&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Lebewesen.&amp;#039;&amp;#039; Kindler 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Homo. Unsere Ab- und Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; DVA 1968, Taschenbuchausgabe als &amp;#039;&amp;#039;Moderne Anthropologie&amp;#039;&amp;#039;, rororo, Reinbek bei Hamburg 1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ursprung des Menschen. Unser gegenwärtiger Wissensstand.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, G. Fischer, Stuttgart 1975.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Hölder]], Albrecht Egelhaaf, Jürgen Jacobs, Gerhard Heberer, Hans Querner: &amp;#039;&amp;#039;Vom Ursprung der Arten. Neue Erkenntnisse und Perspektiven der Abstammungslehre.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe Hoßfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Heberer (1901–1973). Sein Beitrag zur Biologie im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaft und Bildung, Berlin 1997&lt;br /&gt;
* ders.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der biologischen Anthropologie in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Franz Steiner Verlag 2005&lt;br /&gt;
* Gottfried Kurth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Evolution und Hominisation&amp;#039;&amp;#039;, G. Fischer 1962, 2. Auflage 1967 (Festschrift zum 60. Geburtstag)&lt;br /&gt;
* Wolf-Ernst Reif: &amp;#039;&amp;#039;Evolutionary theory in German paleontology&amp;#039;&amp;#039;, in M. Grene: &amp;#039;&amp;#039;Dimensions in Darwinism&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press 1983, S. 173–203&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118709372}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118709372|LCCN=n/82/92060|VIAF=54214317}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heberer, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassentheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in der DG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthropologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heberer, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=[[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] „Rassenforscher“, Genetiker, Anthropologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. April 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wisentablick</name></author>
	</entry>
</feed>