<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Gesemann</id>
	<title>Gerhard Gesemann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_Gesemann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Gesemann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T19:20:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Gesemann&amp;diff=906507&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 8. Oktober 2025 um 21:52 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Gesemann&amp;diff=906507&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-08T21:52:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gerhard Gesemann, 1931.jpg|mini|Gerhard Gesemann im Jahr 1931 (offizielles Foto)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Friedrich Franz Gesemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Dezember]] [[1888]] in [[Lichtenberg (Salzgitter)|Lichtenberg]]; † [[31. März]] [[1948]] in [[Bad Tölz]]) war ein deutscher [[Slawist]], [[Volkskundler]], [[Literaturwissenschaftler]] und [[Universitätsprofessor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gerhard Gesemann war der Sohn eines Braunschweiger Lehrers. Er absolvierte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn ein Studium der [[Germanistik]], [[Slawistik]] und vergleichenden [[Sprachwissenschaft]]en an den Universitäten München, Berlin und Kiel. Nach Erlangung des Doktorgrades der Germanistik im Jahr 1913 verwarf er den Gedanken, bei [[August Leskien]] in [[Leipzig]] Slawistik zu studieren, und begab sich stattdessen 1914 nach [[Belgrad]], um am Belgrader Gymnasium [[Deutsche Sprache|Deutsch]] zu unterrichten. Nach dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] begleitete er als [[Krankenpfleger]] die serbische Armee auf ihrem Rückzug durch [[Albanien]] und wurde über neutralem Gebiet nach Deutschland entlassen. Diese Erfahrung hielt er 1935 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Flucht. Aus einem serbischen Tagebuch&amp;#039;&amp;#039; fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesemann lehrte von 1922 bis 1944 Slavische [[Philologie]] und [[Balkanologie]] am Slavischen Seminar der [[Karl-Ferdinands-Universität|Deutschen Universität in Prag]], zunächst als außerordentlicher und ab 1924 als ordentlicher Professor. Von 1933 bis 1934 war er Rektor der Karl-Ferdinands-Universität in Prag. Er war neben [[Franz Spina]] zweiter [[Lehrstuhl|Ordinarius]] des Seminars. Er begründete 1930 gemeinsam mit Spina die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaft für Slawistische Forschung&amp;#039;&amp;#039;, welche die &amp;#039;&amp;#039;Slavische Rundschau&amp;#039;&amp;#039; herausgab. Sein besonderes Interesse galt den [[Südslawen]], über die er zahlreiche Werke veröffentlichte. Er zählt neben [[Hermann Wendel]], [[Josef Matl]] und [[Alois Schmaus]] zu den bedeutenden Vertretern der deutschen [[Serbokroatistik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Sudetendeutsche Partei|SdP]] trat er zur Wahl 1935 als Spitzenkandidat in Prag an. 1939 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 7.165.065).&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Jahr, Rebecca Schaarschmidt: Die Berliner Universität in der NS-Zeit. Stuttgart 2005. S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 wurde er vom [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] nach Jugoslawien entsandt, um in [[Belgrad]] ein &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wissenschaftliches Institut&amp;#039;&amp;#039; aufzubauen. Nach dem deutschen Überfall auf Jugoslawien im April 1941 verließ er Belgrad im August und nahm seine Lehrtätigkeit an der Universität Prag wieder auf. Er wurde 1941 Direktor des &amp;#039;&amp;#039;Slawischen Instituts&amp;#039;&amp;#039;, das im Februar 1943 Teil der [[Reinhard-Heydrich-Stiftung]] wurde. Aufgrund einer Herzkrankheit ließ sich Gesemann, der sich an der Prager Universität nicht mehr wohlfühlte und vom [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst SD]] als politischer Opportunist bezeichnet wurde, 1944 vorzeitig emeritieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Wiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reinhard-Heydrich-Stiftung in Prag (1942–1945)&amp;#039;&amp;#039;, Dresden 2000, S. 67ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kamen Gesemann große Teile seiner wissenschaftlichen Bibliothek und viele Manuskripte abhanden, so dass er sich schließlich auf das Schreiben von [[Roman]]en beschränkte. Ein [[Nachlass|Teilnachlass]] befindet sich in der Münchner [[Monacensia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Wolfgang Gesemann]] (1925–2014) studierte ebenfalls Slavistik und war von 1972 bis 1987 Professor für Slavistik an der Universität des Saarlandes.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://idw-online.de/pages/de/news380353 &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Gesemann wird 85 Jahre alt&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Informationsdienst Wissenschaft]] vom 22. Juli 2010, abgerufen am 2. August 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Die [[Grundschule]] in [[Salzgitter-Lichtenberg]] ist nach Gerhard Gesemann benannt.&lt;br /&gt;
* Eine Straße in [[Salzgitter-Lebenstedt]] führt seinen Namen (Gesemannstraße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Regenzauber in Deutschland. Kiel, Phil. Diss., 1913. Braunschweig, 1913.&lt;br /&gt;
* Fünfundzwanzig Jahre Slavistik an der Deutschen Universität in Prag (1903–1928): Eine Denkschrift. (Von Franz Spina und Gerhard Gesemann.) Prag, J. G. Calve 1928.&lt;br /&gt;
* Die serbokroatische Literatur. Wildpark-Potsdam, Akademische Verlagsgesellschaft. Athenaion 1930.&lt;br /&gt;
* Der montenegrinische Mensch: Zur Literaturgeschichte und Charakterologie der Patriarchalität. Prag, Calve 1934.&lt;br /&gt;
* Das Königreich Südslawien (Von Gerhard Gesemann u. a.) Leipzig, Univ. Verl. Noske 1935.&lt;br /&gt;
* Die Flucht: Aus einem serbischen Tagebuch 1915 und 1916. München, Albert Langen/Georg Müller 1935.&lt;br /&gt;
* Kultur der slawischen Völker. (Von Gerhard Gesemann, Michael Antonowytsch u. a.) Potsdam, Akademische Verlags-Gesellschaft Athenaion 1936.&lt;br /&gt;
* Neue bulgarische Erzähler. (Von Ziwka Dragnewa und Gerhard Gesemann.) München, Albert Langen/Georg Müller 1936.&lt;br /&gt;
* Helden, Hirten und Hajduken: Montenegrin; Volksgeschichten. München, Albert Langen/Georg Müller 1935.&lt;br /&gt;
* Heroische Lebensform: Zur Literatur und Wesenskunde der balkanischen Patriarchalität. Berlin, Wiking-Verlag 1943. Ins Serbische 1968. Unveränderter Nachdruck 1980.&lt;br /&gt;
* Zweiundsiebzig Lieder des bulgarischen Volkes: Übersetzt und nachgedichtet. Berlin, Wiking-Verlag 1944.&lt;br /&gt;
* Germanoslavica, „Geschichten aus dem Hinterhalt“: 5 balkan. u. 1 Prager Novelle aus dem Nachlass. Kommentar, Lebensabriss und Schriftenverzeichnis, erstellt von Wolfgang Gesemann. Frankfurt am Main, Bern, Cirencester/U.K., Lang 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|339|339|Gesemann, Gerhard Friedrich Franz|Wilhelm Emil Mühlmann|11871712X}}&lt;br /&gt;
* {{BioLexSOE|872|2|41|42|Gesemann, Gerhard Friedrich Franz|Gerhard Grimm}}&lt;br /&gt;
* Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Hannover 1996, S. 207 f.&lt;br /&gt;
* Andreas Wiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reinhard-Heydrich-Stiftung in Prag (1942–1945)&amp;#039;&amp;#039;. Berichte und Studien Nr. 28. Herausgegeben vom [[Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung]] e. V. an der [[Technische Universität Dresden|Technischen Universität Dresden]]. Dresden 2000, ISBN 3-931648-31-1 [http://hait.tu-dresden.de/dok/bst/Heft_28_Wiedemann.pdf (PDF; 943&amp;amp;nbsp;kB)]&lt;br /&gt;
* [[Frank-Rutger Hausmann]]: &amp;#039;&amp;#039;„Auch im Krieg schweigen die Musen nicht“. Die Deutschen Wissenschaftlichen Institute im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35357-X.&lt;br /&gt;
* Petra Himstedt-Vaid: „Gerhard Gesemann über die Serben – unter besonderer Berücksichtigung von &amp;#039;Die Flucht. Aus einem serbischen Tagebuch 1915 und 1916&amp;#039;“. In: Gabriella Schubert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Serben und Deutsche im 20. Jahrhundert – im Schatten offizieller Politik&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden. S. 255–276.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11871712X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11871712X}}&lt;br /&gt;
* Klaas-Hinrich Ehlers: {{Webarchiv | url=http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www/doc/Publikationen%20Ehlers/Leuven.htm | wayback=20070518144621 | text=Zeit der Zirkel. Deutsche Slawistische Forschung nach dem organisatorischen Modell des Moskauer und Prager Linguistik-Zirkels.}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gs-lichtenberg.de/ Grundschule Lichtenberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11871712X|LCCN=n/82/143284|VIAF=64802291}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gesemann, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balkanologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskundler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Karl-Ferdinands-Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Reichsuniversität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SdP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gesemann, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gesemann, Gerhard Friedrich Franz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Slawist, Volkskundler, Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Dezember 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lichtenberg (Salzgitter)|Lichtenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. März 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Tölz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>