<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_F%C3%BCrst</id>
	<title>Gerhard Fürst - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gerhard_F%C3%BCrst"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_F%C3%BCrst&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T16:50:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_F%C3%BCrst&amp;diff=1492348&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-17048-33: /* Weblinks */ linkfix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_F%C3%BCrst&amp;diff=1492348&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-18T13:25:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Fürst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Mai]] [[1897]] in [[Berlin]]; † [[27. Juli]] [[1988]] in [[Wiesbaden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Beamter (Deutschland)|Beamter]] und von 1948 bis 1964 [[Präsident (Verwaltung)|Präsident]] des [[Destatis|Statistischen Bundesamtes]] sowie [[Bundeswahlleiter]]. 1959 verlieh ihm die [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] die [[Ehrendoktorwürde]]. Ihm zu Ehren wurde von 1999 bis 2021 der inzwischen umbenannte „Gerhard-Fürst-Preis“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Gerhard Fürst war Sohn eines Architekten und wurde [[Protestantismus|evangelisch]] getauft. Im Dezember 1914 absolvierte er das [[Notabitur|Kriegsabitur]] und trat als Freiwilliger in das Reserve-Infanterie-Regiment Nr.&amp;amp;nbsp;202 der [[43. Reserve-Division (Deutsches Kaiserreich)|43.&amp;amp;nbsp;Reserve-Division]] des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreiches]] ein. Er nahm an den Kämpfen in [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Belgien]], Frankreich, Serbien und [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Russland]] teil und geriet 1917 als [[Offizieranwärter]] in französische Gefangenschaft, aus der er Anfang 1920 zurückkehrte. Ab dem Wintersemester 1920 studierte er an der philosophischen Fakultät der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] und schloss sein Studium 1923 mit [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zur Erlangung der staatswissenschaftlichen Doktorwürde ab. Er studierte u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Heinrich Herkner]], [[Ignaz Jastrow]] sowie [[Rudolf Meerwarth]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Fürst |Titel=Die Lohnpolitik der freien Gewerkschaften nach dem Kriege |Ort=Berlin |Datum=1923-07-28 |Kommentar=Dissertation; Lebenslauf und Danksagung auf der letzten Seite |DNB=363933131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 fing Fürst als [[wissenschaftlicher Mitarbeiter]] im Statistischen Reichsamt Berlin in der Lohnstatistik an und arbeitete anschließend an den Vorbereitungen zur Auswertung der [[Volkszählung|Volks]]- und Berufszählung. 1930 wurde ihm ein Job als Sekretär des „Ausschusses Statistischer Sachverständiger“ des [[Völkerbund]]es in [[Genf]] angeboten, den er bis 1939 ausübte. 1940 war er zwischenzeitlich im [[Generalkonsulat]] in Genf tätig, bis er im gleichen Jahr wieder zurück nach Berlin zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in Deutschland arbeitete Fürst bei den [[I.G. Farben|IG-Farben Industriewerken]] als Marktbeobachter in der [[volkswirtschaft]]lichen Abteilung (Vowi) in Berlin, einer Unterabteilung der Zentralfinanzverwaltung der I.G. Farben (NW 7). Diese wurde von [[Max Ilgner]] geleitet, der 1948 in Nürnberger im [[I.G.-Farben-Prozess]] verurteilt wurde. Fürst war bis 1945 für die Vowi der IG-Farben als Bearbeiter für Russlandfragen tätig. Er absolvierte im Dezember 1942 eine Vortragsreise in den Mittelabschnitt ([[Heeresgruppe Mitte]]) der [[Ostfront (Zweiter Weltkrieg)|Ostfront]] über [[Minsk]], [[Homel|Gomel]], [[Brjansk]] nach [[Orjol|Orel]]. Aus seinem Bericht wird deutlich, dass er über die Behandlung der [[Kommissarbefehl|politischen Kommissare]] und die [[Endlösung der Judenfrage|Ermordung]] der [[Juden in der Sowjetunion|jüdischen Bevölkerung]] durch die [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppen]] informiert war (Seite 3 Absatz 3 Satz 3).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.profit-over-life.org/international/deutsch/rolls.php?roll=28&amp;amp;pageID=826&amp;amp;expand=noe |titel=Bericht über eine Vortragsreise an die Ostfront im Dezember 1942 |hrsg=Beweisstück der Anklage NI-8995 |datum=1943-01-04 |abruf=2013-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vowi wurde aufgrund der Kriegslage von Berlin, [[Unter den Linden]] 78 zu den [[Behringwerke]]n nach Marburg in Hessen verlagert.&lt;br /&gt;
Im selben Jahr wurde ihm der Aufbau und die Leitung des [[Hessisches Statistisches Landesamt|Hessischen Statistischen Landesamtes]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahre später, 1948, entstand das Statistische Amt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes mit Gerhard Fürst als Leiter. 1949 wurde das Amt in „Statistisches Bundesamt“ umbenannt. Der Leiter dieser Behörde nennt sich seither „Präsident des Statistischen Bundesamtes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den damaligen Vorschriften wurde Fürsts Amtszeit dreimal verlängert. Dies wurde mit seinen herausragenden Diensten um die deutsche Statistik begründet. Fürst schied erst Ende 1964 aus dem Amt aus, er war 16 Jahre Präsident und hatte von allen bisherigen Präsidenten die längste Amtszeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Ueber-uns/Geschichte/praesident-fuerst.html |titel=Dr. Dr. h.c. Gerhard Fürst |abruf=2020-04-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seine Amtszeit fiel damit die Versetzung von fünf belasteten ehemaligen SS-Angehörigen vom [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] zum [[Statistisches Bundesamt|Statistischen Bundesamt]] zum 1. April 1964 – darunter [[Wilhelm Rohrmann]] und [[Otto Martin (Biologe)|Otto Martin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Publikationsreihen/PolizeiUndForschung/Sonderband2011SchattenDerVergangenheit.html |titel=BKA – Buchreiche „Polizei + Forschung“ – Schatten der Vergangenheit – Das BKA und seine Gründungsgeneration in der frühen Bundesrepublik |werk= |hrsg= |datum= |seiten=ab Seite 112 |abruf=2020-04-11 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bevölkerungsstatistiker [[Kurt Horstmann]] war ein enger Mitarbeiter von Gerhard Fürst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Publikation von [[Götz Aly]] wird die verlängerte Amtszeit von Gerhard Fürst mit der NS-Vergangenheit seines potentiellen Nachfolgers, dem Abteilungsleiter [[Siegfried Koller]] begründet, der 1963 an die Universität Mainz wechselte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Götz Aly, Karl Heinz Roth |Titel=Die restlose Erfassung – Volkszählen, Identifizieren, Aussondern im Nationalsozialismus |Verlag= |Ort= |Datum=1984 |ISBN= |Online=[http://books.google.de/books?ei=v1-SUsu7GtG0hAfO04CIBg&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=TRZoAAAAMAAJ&amp;amp;dq=g%C3%B6tz+aly+die+restlose+erfassung&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=f%C3%BCrst books.google.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fürsts Verdienste um die deutsche Statistik ==&lt;br /&gt;
Gerhard Fürst hat es nicht nur geschafft, in den [[Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland|Nachkriegsjahren]] ein funktionstüchtiges Amt aufzubauen, er war maßgeblich daran beteiligt, dass sich das Arbeitsprogramm sowie die organisatorischen und rechtlichen Gestaltungen der deutschen [[Statistik]] weiterentwickeln konnten. Ihm ist es zu verdanken, dass die amtliche Statistik eine der wichtigsten Informationsquelle für [[Staat]], [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] und [[Wissenschaft]] geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der amtlichen Statistik arbeitete Fürst auf ein eigenes Gebäude für das Statistische Bundesamt hin. Der Neubau wurde 1956 in Wiesbaden eingeweiht und wird noch heute von den Statistikern benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124483852}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundeswahlleiterin.de/ueber-uns/bundeswahlleiter/fruehere-bundeswahlleiter.html#8a94b68f-98ef-4216-8e63-e742c472feef Beschreibungsseite Fürsts] bei bundeswahlleiter.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Statistischen Bundesamtes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124483852|LCCN=n/85/163698|VIAF=67400334}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Furst, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Statistischen Bundesamtes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statistiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fürst, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Beamter, Präsident des Statistischen Bundesamtes sowie Bundeswahlleiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Mai 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juli 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-17048-33</name></author>
	</entry>
</feed>