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	<title>Gerhard Besier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinere formale Änderungen, Verlinkung Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit</title>
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		<updated>2026-03-27T23:03:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinere formale Änderungen, Verlinkung &lt;a href=&quot;/index.php/Gruppenbezogene_Menschenfeindlichkeit&quot; title=&quot;Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit&quot;&gt;Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gerhard besier 3591684683.jpg|mini|Gerhard Besier, 2009]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Adolf Besier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. November]] [[1947]] in [[Wiesbaden]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Evangelische Kirche|evangelischer]] [[Theologe]], [[Historiker]] und [[Politiker]] ([[parteilos]], zuvor [[Die Linke]]). Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind [[Kirchenhistoriker|Kirchengeschichte]] und europäische [[Zeitgeschichte]]. Vor allem seine drei Bände zu &amp;#039;&amp;#039;Der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Staat und die Kirche&amp;#039;&amp;#039; (1993–1995) sind Standardwerke zur Aufarbeitung der Geschichte der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Kirchen im 20. Jahrhundert. Von 2009 bis 2014 war Besier Mitglied des [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur an der [[Gutenbergschule Wiesbaden]] begann Besier 1968 ein Studium der evangelischen Theologie und bestand 1973 das [[Theologisches Examen|Erste theologische Examen]]. Er wurde Assistent des Tübinger Kirchenhistorikers [[Klaus Scholder]], promovierte 1976 bei ihm zum [[Doctor Theologiae|Dr. theol.]], empfing 1977 die [[Ordination]] und legte 1978 das [[Theologisches Examen|Zweite theologische Examen]] ab. Ein parallel absolviertes Zweitstudium der [[Psychologie]] schloss er 1980 mit der [[Psychologe|Diplomprüfung]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Habilitation]] im Fach Kirchengeschichte (1982) und einer weiteren Promotion (1986 in Geschichtswissenschaften am [[Friedrich-Meinecke-Institut]] der [[Freie Universität Berlin|FU Berlin]]) sowie Tätigkeiten als Lehrbeauftragter an der [[Pädagogische Hochschule Ludwigsburg|Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg]] und als Rektor des [[Religionspädagogisches Institut Loccum|Religionspädagogischen Instituts Loccum]] folgte er 1987 einem Ruf der [[Kirchliche Hochschule Berlin|Kirchlichen Hochschule Berlin (West)]] auf den Lehrstuhl für &amp;#039;&amp;#039;Neuere und Neueste Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde Besier auf den Lehrstuhl für [[Historische Theologie]] an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] berufen. 2003 wechselte er an die [[Technische Universität Dresden]], wo er als Professor für [[Totalitarismus]]forschung und Direktor des [[Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung|Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung]] (HAIT) tätig war. Nachdem sein Vertrag vom Kuratorium des HAIT infolge eines Misstrauensvotums der Mitarbeiter sowie öffentlicher Kritik nicht verlängert wurde, lehrte Besier seit 2008 als Professor für [[Europastudien]] an der TU Dresden. Zum Ende des Wintersemesters 2012/13 wurde er [[Emeritierung|emeritiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://sigmund-neumann-institut.eu/images/stories/pdf/BIOGRAMM-Englisch_BesierMarch_September_2013.pdf |wayback=20151222021107 |text=Gerhard Besier: Vita  }}, sigmund-neumann-institut.eu, abgerufen am 11. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997/98 erhielt Besier für seine Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Gespaltene Kirchen im totalen Staat, 1934–1939&amp;#039;&amp;#039; das Forschungsstipendium des [[Historisches Kolleg|Historischen Kollegs]]. Im Mai 2009 verlieh ihm die [[Universität Lund]] (Schweden) für seine außerordentlichen Leistungen auf den Gebieten der Geschichte und Kirchengeschichte sowie aufgrund seines Engagements für [[Religionsfreiheit]] in Europa die Ehrendoktorwürde.&amp;lt;ref&amp;gt;Steffi Eckold: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Besier erhält schwedische Ehrendoktorwürde&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dresdner Universitätsjournal]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Jg., Nr. 11, 23. Juni 2009, S. 1 ([https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/ressourcen/dateien/universitaetsjournal/uj_pdfs/uj_2009/UJ11-09.pdf?lang=de#page=1 online als PDF]; 4,1&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Besier war Gastprofessor der [[Stanford University]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tec.fsi.stanford.edu/people/gerhard-besier Gastprofessor der Stanford University, Kalifornien], stanford.edu, abgerufen am 11. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den USA, in Polen und in Schweden. Er ist Mitherausgeber der Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchliche Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Religion – Staat – Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; sowie der Buchreihen &amp;#039;&amp;#039;Historisch-Theologische Studien zum 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mittel- und Ostmitteleuropastudien&amp;#039;&amp;#039;. Besier ist im Vorstand des Sigmund-Neumann-Institutes tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://sigmund-neumann-institut.eu/index.php/mitarbeiter |wayback=20151222021113 |text=Vorstand des Sigmund Neumann Institutes }}, sigmund-neumann-institut.eu, abgerufen am 11. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2014 ist Besier auch als Rechtspsychologe tätig, hat dazu an der Psychologischen Hochschule Berlin ein zweijähriges postgraduales Studium absolviert und dieses mit dem Master of Science (M.Sc.) abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Besier gehörte ab April 2009 der Partei Die Linke an und wurde im Juni desselben Jahres als Mitglied von deren [[Kompetenzteam]] in [[Sachsen]] für die Bereiche Wissenschaft und Religion vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-is=20120712075153 |url=http://portal.dielinke-in-sachsen.de/default.asp?mid=1&amp;amp;iid=24&amp;amp;dtlpresse=T&amp;amp;lid=288&amp;amp;jahr=2009 |text=&amp;#039;&amp;#039;Statements von Dr. André Hahn und Dr. Cornelia Ernst zur Vorstellung weiterer Mitglieder des Kompetenhzteams&amp;#039;&amp;#039;}}, Pressekonferenz der Partei DIE LINKE am 3. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Landtagswahl in Sachsen 2009|Landtagswahl 2009]] wurde er über die [[Landesliste]] [[Die Linke Sachsen|seiner Partei]] in den Sächsischen Landtag gewählt – obwohl er nach eigener Aussage viele sozialpolitische Vorstellungen der Linken nicht teile.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-is=20120905155421 |url=http://www.linksfraktionsachsen.de/index.php?page=767 |text=Liste der Abgeordneten der Partei DIE LINKE im 5. Sächsischen Landtag}}; vgl. auch [[Jan Fleischhauer]]: {{cite web|url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66567958.html|title=Muffige Wärme. Der frühere Kohl-Berater und SED-Kritiker Gerhard Besier will für die Linke in den sächsischen Landtag ziehen|publisher=[[Spiegel Online]]|date=2009-08-24|accessdate=2011-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Zeit als Abgeordneter war Gerhard Besier wissenschafts- und hochschulpolitischer Sprecher der &amp;#039;&amp;#039;Fraktion Die Linke&amp;#039;&amp;#039; und zugleich Vorsitzender des Wissenschafts- und Hochschulausschusses des Sächsischen Landtages. Nachdem er beim Parteitag der [[Die Linke Sachsen|Landesverbands Die Linke Sachsen]] für die [[Landtagswahl in Sachsen 2014|Landtagswahl 2014]] nicht auf einen aussichtsreichen Listenplatz nominiert wurde, erklärte er am 6. April 2014 seinen Austritt aus der Partei und gehörte der Fraktion als parteiloser Abgeordneter bis zum Ende der Legislaturperiode an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.freiepresse.de/SACHSEN/Kein-Listenplatz-Hochschulexperte-Besier-verlaesst-die-Linke-artikel8774737.php|title=Kein Listenplatz: Hochschulexperte Besier verlässt die Linke|publisher=[[Freie Presse]]|date=2014-04-08|accessdate=2014-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende August 2014, kurz vor der Landtagswahl, zog Besier eine kritische Bilanz&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2014/36/gerhard-besier-linke-sachsen &amp;#039;&amp;#039;Die haben kein politisches Ziel&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 36/2014; [https://www.sz-online.de/sachsen/ex-linker-besier-haelt-seine-partei-fuer-nicht-regierungsfaehig-2914460.html In: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 27. August 2014].&amp;lt;/ref&amp;gt; und veröffentlichte Anfang September das Buch &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre unter Linken. Über einen Selbstversuch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-is=20140908191710 |url=http://www.edition-ost.de/programm-2/titel/1786-fuenf-jahre-unter-linken.html |text=Verlagsseite}}; Auszug in &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 6./7. September 2014, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2017 rückte Besier für die Partei Die Linke von Listenplatz vier in den Dresdner Stadtrat nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Baumann-Hartwig |url=https://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Besier-zieht-fuer-die-Linken-in-den-Dresdner-Stadtrat |titel=Wissenschaftler – Besier zieht für die Linken in den Dresdner Stadtrat |werk=DNN-Online |zugriff=2017-10-17 |archiv-datum=2017-10-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171018133554/http://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Besier-zieht-fuer-die-Linken-in-den-Dresdner-Stadtrat |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 2018 trat er zur Stadtratsfraktion der FDP über.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.saechsische.de/wechsel-von-den-linken-zur-fdp-5010875.html Stadtrat wechselt von den Linken zur FDP]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 12. Dezember 2018, abgerufen am 12. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Ende der Wahlperiode schied er 2019 aus dem Stadtrat aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Schon mit der Veröffentlichung seines Buchs &amp;#039;&amp;#039;[[Der SED-Staat und die Kirche]] – Der Weg in die Anpassung&amp;#039;&amp;#039; wurde Besier von anderen Kirchenhistorikern kritisiert. Das Buch, das auf Forschungen aus den Unterlagen der [[Stasi]] basierte, beschuldigte [[Karl Barth]] und andere Vertreter des [[Bruderrat der EKD|Bruderrats]] aus der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] sowie deren Anhänger in der folgenden Generation, dass sie aus einer [[Politische Linke|linkspolitischen]] Motivation heraus zur Zusammenarbeit mit einem totalitären Staat bereit gewesen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.humanist.de/kultur/literatur/religion/besier2.html Rezension zu „Der SED-Staat und die Kirche – Der Weg in die Anpassung“.] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Humanist.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 17. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlass für Kritik war seine Methodik, da die Unterlagen der SED ihrer Natur nach nur Zusammenarbeit dokumentieren können, nicht aber Motivationen oder weitere Tätigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besier blieb auch später wegen seines Engagements für [[Religionsfreiheit]] bis hin zur strikten [[Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen|Trennung von Staat und Kirche]] (siehe auch [[Laizismus]]) weiterhin umstritten. So setzte er sich unter anderem für die [[Scientology#Scientology-Organisationen|Scientology-Kirche]] ein, indem er im September 2003 bei der Eröffnung eines Büros dieser Organisation in Brüssel eine Rede hielt, in der er die Ansicht vertrat, diese Kirche stehe „in der ersten Reihe derjenigen, die für die Akzeptanz von religiösem Pluralismus kämpfen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Herzinger]]: {{cite web|url=https://www.zeit.de/2004/27/HannahArendt|title=Farcen gibt es immer wieder. Das Dresdner Hannah-Arendt-Institut macht vor allem durch bizarre ideologische Raufereien Schlagzeilen.|publisher=[[Die Zeit|Zeit Online]]|date=2004-06-24|accessdate=2011-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter [[Freimut Duve]], [[Daniel Cohn-Bendit]] und [[Antonia Grunenberg]], forderten daraufhin vom [[Hannah-Arendt-Institut]], dass es sich von seinem Direktor distanzieren solle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131210133035/http://www.uni-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/haz/download/Presseerklaerung.pdf Presseerklärung des Hannah Arendt-Zentrums Oldenburg] (PDF; 179&amp;amp;nbsp;kB) vom Juni 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rückblick distanzierte sich Besier noch einmal ausdrücklich von Scientology und bezeichnete seinen Auftritt in Brüssel als „politischen Fehler“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Besier: &amp;#039;&amp;#039;Unangepasstes Verhalten und soziale Kontrolle. Erlebnisbericht über eine erfolgreiche Skandalisierung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Religion – Staat – Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Heft 1, 2008, {{ISSN|1438-955X}}, S. 93–107, hier S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Kollegen Besiers kritisierten die Nichtverlängerung von Besiers Vertrag. Der Historiker [[Jürgen Kocka]] sieht den wahren Grund dafür darin, dass Besier, einst Wunschkandidat der CDU, sich konsequent einer „politischen Indienstnahme verweigert“ habe. Der Theologe [[Klaus Berger (Theologe)|Klaus Berger]] vertrat die Auffassung, dass die &amp;#039;&amp;#039;Scientology-Affäre&amp;#039;&amp;#039; nur als Vorwand diene: „Kollege Besier [hat] sich durch drei Dinge Feinde gemacht: Er hat es gewagt, das Verhalten der deutschen Christentümer unter den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts zu erforschen, und er hat Fragen zum Thema Religionsfreiheit in Deutschland aufgeworfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Leserbriefe von Kocka und Berger in der &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. April 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Besier |Titel=Die neuen Inquisitoren |TitelErg=Religionsfreiheit und Glaubensneid Teil 2 |Hrsg=Erwin K. Scheuch |Verlag=A. Fromm |Ort=Osnabrück |Datum=1999 |ISBN=3-7201-5278-2 |Seiten=33,34 |Zitat=Die Sektenjagd lebt von der in der Öffentlichkeit erzeugten Vorstellung, sie schütze Bürger vor unheimlichen Bedrohungen. In Wahrheit bedroht die inquisitorische Arbeit der Sektenjäger die Religions- und Gewissensfreiheit in einer offenen Gesellschaft.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besiers Vertrag mit dem Hannah-Arendt-Institut lief 2008 aus und wurde wegen seiner speziellen Sicht der Religionsfreiheit in Deutschland nicht verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franziska Augstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die neueste Entlassung. Das Hannah-Arendt-Institut trennt sich von seinem Direktor&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 7. April 2007, S. 13; {{cite web|url=https://www.tagesspiegel.de/kultur/nachwirkungen-des-scientology-eklats/831820.html|title=Nachwirkungen des Scientology-Eklats? Das Dresdner Hannah-Arendt-Institut bekommt eine neue Leitung|publisher=[[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel Online]]|date=2007-04-05|accessdate=2011-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl Besiers Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut als auch mehrere Professoren an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden haben sich inzwischen von ihm distanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Wiegrefe]], Steffen Winter: {{cite web|url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51448988.html|title=Der Professor und die Sekte. Der Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts, Gerhard Besier, muss gehen|publisher=[[Spiegel Online]]|date=2007-05-07|accessdate=2011-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings war auch der Vertrag von Besiers Vorgänger, [[Klaus-Dietmar Henke]], nicht verlängert worden. Als Besiers Nachfolger wurde [[Günther Heydemann]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der brandenburgische Innenminister [[Jörg Schönbohm]] eine Debatte entfacht hatte, ob am „[[Werteverfall]]“ in den ostdeutschen Bundesländern ihre [[Christen und Kirchen in der DDR|bis 1989 erfolgte „Entkirchlichung“]] schuld sei, verwies Besier auf eine 2006 erfolgte Untersuchung zum [[Rassismus]] („[[Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]] in Sachsen“), die ergeben habe, dass sich „Angehörige einer der beiden großen christlichen Konfessionen […] über ganz Deutschland hinweg im Vergleich zu Konfessionslosen insgesamt als feindseliger“ erweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Annette Binninger]]: {{cite web |url=http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2239248|title=Besier: „Christen neigen stärker zum Rassismus als Konfessionslose“ |publisher=[[Sächsische Zeitung|Sächsische Zeitung Online]] |date=2009-08-20 |accessdate=2011-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preußische Kirchenpolitik in der Bismarckära. Die Diskussion in Staat und Evangelischer Kirche um eine Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse Preußens zwischen 1866 und 1872&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1979, ISBN 3-11-007176-2 (zugleich: Diss. theol., Tübingen 1976).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seelsorge und Klinische Psychologie. Defizite in Theorie und Praxis der Pastoralpsychologie&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1980, ISBN 3-525-62182-5 (zugleich: Dipl.-Arb., Tübingen 1980).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krieg – Frieden – Abrüstung. Die Haltung der europäischen und amerikanischen Kirchen zur Frage der deutschen Kriegsschuld 1914–1933 – Ein kirchenhistorischer Beitrag zur Friedensforschung und Friedenserziehung&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1982, ISBN 3-525-55385-4 (zugleich: Habil.-Schr., Bethel 1981).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Selbstreinigung“ unter britischer Besatzungsherrschaft. Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und ihr Landesbischof Marahrens 1945–1947&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1986, ISBN 3-525-55241-6 (zugleich: Diss. phil., Berlin 1986).&lt;br /&gt;
* mit Stephan Wolf: &amp;#039;&amp;#039;„Pfarrer, Christen und Katholiken“. Das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR und die Kirchen.&amp;#039;&amp;#039; Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 1991.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion, Nation, Kultur. Die Geschichte der christlichen Kirchen in den gesellschaftlichen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Neukirchen-Vluyn 1992, ISBN 3-7887-1405-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche in Ost und West und ihr Verhältnis zum SED-Regime am Beispiel des Wiederaufbaus des [[Berliner Dom]]s – Eine Analyse des Kirchenhistorikers Prof. Dr. Gerhard Besier (Heidelberg) zum Zusammenwirken zwischen EKD, Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR und der DDR-Regierung beim größten evangelischen Kirchenbauprojekt in der Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Informationsdienst der Evangelischen Allianz e.&amp;amp;nbsp;V. (Idea). Wetzlar 1993 (16 Seiten).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der SED-Staat und die Kirche.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. München/Berlin 1993&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;1945–1969. Der Weg in die Anpassung&amp;#039;&amp;#039;. München 1993, ISBN 3-570-02080-0.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1969–1990. Die Vision vom „dritten Weg“&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1995, ISBN 3-549-05454-8.&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;1983–1991. Höhenflug und Absturz&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1995, ISBN 3-549-05455-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die evangelische Kirche in den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Gesammelte Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. Neukirchen-Vluyn 1994, {{DNB|940750651}}.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Kirche am Übergang vom Wilhelminismus zur Weimarer Republik / Von der Weimarer Republik ins „Dritte Reich“ – der Kirchenkampf&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-7887-1442-5.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Von der ersten Diktatur in die zweite Demokratie, kirchlicher Neubeginn in der Nachkriegszeit / Kirchen, Parteien und Ideologien im Zeichen des Ost-West-Konflikts&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-7887-1496-4.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen „nationaler Revolution“ und militärischer Aggression. Transformationen in Kirche und Gesellschaft während der konsolidierten NS-Gewaltherrschaft 1934–1939&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 48). München 2001, ISBN 978-3-486-56543-0 ([https://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/kolloquien_pdf/Kolloquien48.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konzern Kirche. Das Evangelium und die Macht des Geldes&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1997, ISBN 3-7751-2858-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche, Politik und Gesellschaft im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. München 1998, ISBN 3-486-55709-2.&lt;br /&gt;
* mit Armin Boyens, [[Gerhard Lindemann (Theologe)|Gerhard Lindemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationaler Protestantismus und ökumenische Bewegung. kirchliches Handeln im Kalten Krieg (1945–1990)&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1999, ISBN 3-428-10032-8.&lt;br /&gt;
* mit [[Erwin Scheuch|Erwin K. Scheuch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die neuen Inquisitoren: Religionsfreiheit und Glaubensneid&amp;#039;&amp;#039;. Teil 1 und 2. Edition Interfrom, Zürich. Fromm, Osnabrück 1999, ISBN 3-7201-5277-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche, Politik und Gesellschaft im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, ISBN 3-486-56438-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen und das Dritte Reich.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Spaltungen und Abwehrkämpfe 1934–1937&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2001, ISBN 3-549-07149-3.&lt;br /&gt;
* mit Renate-Maria Besier: &amp;#039;&amp;#039;Die Rufmordkampagne. Kirchen &amp;amp; Co. vor Gericht&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Bergisch Gladbach 2002, ISBN 3-929351-19-6.&lt;br /&gt;
* mit Francesca Piombo: &amp;#039;&amp;#039;Der Heilige Stuhl und Hitler-Deutschland. Die Faszination des Totalitären&amp;#039;&amp;#039;. München 2004, ISBN 3-421-05814-8.&lt;br /&gt;
* mit Gerhard Lindemann: &amp;#039;&amp;#039;Im Namen der Freiheit. Die amerikanische Mission&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2006, ISBN 3-525-36734-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Europa der Diktaturen. Eine neue Geschichte des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. München 2006, ISBN 3-421-05877-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion, State and Society in the Transformations of the Twentieth Century. Modernization, Innovation and Decline&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2007, ISBN 3-8258-0980-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weder Gut noch Böse. Warum sich Menschen wie verhalten&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2012, ISBN 3-643-11610-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fünf Jahre unter Linken. Über einen Selbstversuch.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2014, ISBN 3-945187-05-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Katarzyna Stoklosa, [[Andrea Strübind]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Glaube – Freiheit – Diktatur in Europa und den USA. Festschrift für Gerhard Besier zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2007, ISBN 3-525-35089-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120728605}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|120728605}}&lt;br /&gt;
* {{Kalliope|Person|120728605|TEXT=Autographen von und an}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20131012012131 |url=http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/fak/europa/staff/staff_gerhardbesier_html |text=Persönliche Homepage auf den Seiten der TU Dresden}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20110810083205 |url=http://www.landtag.sachsen.de/de/abgeordnete_fraktionen/sitzordnung/abgeordneter.do/845 |text=Abgeordnetenprofil auf den Seiten des Sächsischen Landtags}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120728605|LCCN=n80035559|VIAF=76328912}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Besier, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenhistoriker (Theologe)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Besier, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Besier, Gerhard Adolf (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe, Historiker und Politiker (Die Linke), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. November 1947&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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