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	<title>Gerhard Becherer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerhard_Becherer&amp;diff=2283681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Roderich Kahn: Den zu dieser Zeit korrekten Namen &quot;Technische Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg&quot; eingesetzt</title>
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		<updated>2025-10-04T09:45:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Den zu dieser Zeit korrekten Namen &amp;quot;Technische Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg&amp;quot; eingesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Gerhard Becherer Physiker.jpg |mini |Gerhard Becherer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Moritz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Becherer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juni]] [[1915]] in [[Ahlsdorf]]; † [[14. Juli]] [[2003]] in [[Rostock]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Experimentalphysik]]er und [[Hochschullehrer]]. Er unterrichtete an der [[Universität Rostock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gerhard Becherer wurde als einiges Kind des [[Steiger (Bergbau)#Hierarchie|Fahrsteigers]] Moritz Becherer (* 13. Januar 1889; † 29. März 1982) und dessen Ehefrau Helene, geborene Sprunk (* 17. April 1893; † 26. Juni 1962), in Ahlsdorf im Mansfelder Land geboren. Vater und männliche Vorfahren waren seit vielen Generationen im [[Mansfeld (Unternehmen)#Kupferschieferbergbau|Mansfelder Kupferschieferbergbau]] tätig. Die Eltern besaßen in Ahlsdorf ein Haus mit einem Gartenhäuschen, in dem Becherer nach seiner Emeritierung im Jahr 1980 und dem Tod seiner Ehefrau Helga, geborene Scheffler (* 29. September 1919; † 2. November 1997), zeitweise lebte. Gerhard und Helga Becherer sind die Eltern dreier Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becherer besuchte ab seinem sechsten Lebensjahr die Grundschule in Ahlsdorf und ab Ostern 1925 die [[Martin-Luther-Gymnasium Eisleben#Oberrealschule|Oberrealschule in Eisleben]] in Eisleben. 1929 wurden das Luthergymnasium und die Oberrealschule zur „Staatlichen Luther-Schule“ vereinigt. Ostern 1934 legte er an dieser Schule das [[Abitur]] ab. Anschließend leistete er einen halbjährigen Pflichtdienst als „Arbeitsmann“ beim [[Reichsarbeitsdienst]] des Gaus Halle-Merseburg an den Baustellen der heutigen [[Bundesautobahn 9]] sowie der inzwischen zerstörten [[Thingstätte (Halle (Saale))|Thingstätte]] in den Halleschen [[Brandberge]]n ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becherer&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Becherer: &amp;#039;&amp;#039;Persönliche Aufzeichnungen&amp;#039;&amp;#039;, Rostock 1958, aufbewahrt von seinem Sohn&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1934 begann Becherer sein Physikstudium an der [[Universität Halle]] und belegte die Fächer Mathematik, Physik und Chemie. Nach sechs Semestern Grundstudium und einer Zwischenprüfung begann er im November 1937 im Institut für Experimentelle Physik mit der Arbeit an seiner Doktorarbeit mit dem Titel „Viskositätsmessungen von anisotropen Flüssigkeiten nach der Helmholtzschen Methode“. Die mündliche Prüfung legte er am 23. Februar 1940 ab und erhielt das Doktordiplom am 2. März 1942. Sein Doktorvater war der Physikochemiker [[Wilhelm Kast]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becherer&amp;quot; /&amp;gt; Einer seiner Hochschullehrer, bei denen er Praktika und Vorlesungen besuchte, war [[Karl Ziegler]], der Erfinder der Normaldrucksynthese des [[Polyethylen]]s. Dieser erhielt im Jahr 1963 zusammen mit [[Giulio Natta]] den [[Nobelpreis]] für Chemie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1940 wurde Becherer zum Wehrdienst einberufen. Er war Funker bei der Artillerie in Nordfrankreich und nahm ab 1941 am [[Deutsch-Sowjetischer Krieg |Deutsch-Sowjetischen Krieg]] teil. Am 12. Januar 1944 wurde er [[Unabkömmlichstellung und Zurückstellung|UK]] gestellt und als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker) an das Institut für Experimentelle Physik der Universität Halle dienstverpflichtet. Im Auftrag des Instituts arbeitete er vom 1. Februar 1944 bis zum 31. Mai 1945 im elektrotechnischen Labor des Unternehmens [[Carl Zeiss AG]] in Jena.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Becherer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1951 erhielt Becherer einen Lehrauftrag für Röntgenphysik an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]. Aufgrund der eingereichten Habilitationsarbeit „Über Feinstrukturuntersuchungen zur Klärung des Haftens von Kohleschichten an Porzellan“ und des Vortrags „Radioastronomie“ mit anschließendem Kolloquium am 21. April 1953 erhielt er die [[Lehrberechtigung]] für [[Experimentalphysik]]. Im selben Jahr wurde er vom [[Ministerium für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR |Staatssekretariat für Hochschulwesen]] zum Dozenten ernannt. Die Ernennung zum Professor mit Lehrauftrag für das Fachgebiet Experimentelle Physik an derselben Fakultät erfolgte zum 1. Mai 1957. Außerdem leitete er vom 1. September 1954 bis zum 31. Mai 1956 das Physikalische Institut der [[Technische Hochschule Leuna-Merseburg |Technischen Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstein Gerhard Becherer RK01.jpg|mini|Friedhof Ahlsdorf: Grabstein von Helga und Gerhard Becherer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1958 wurde Becherer als Nachfolger von [[Paul Kunze (Physiker) |Paul Kunze]] auf den Lehrstuhl für Experimentalphysik an der [[Universität Rostock]] berufen. In diese Zeit fallen einerseits die Höhepunkte seiner beruflichen Karriere als Institutsdirektor (1958–1968), [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] (1960) der [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] für Naturwissenschaft/Mathematik und Prodekan (1962–1964) sowie als Mitglied wissenschaftlicher Gesellschaften und Beiräte. Andererseits erfuhr er durch die [[Hochschulreform#Deutsche Demokratische Republik |Hochschulreform]] im Jahr 1968, wie viele seiner Kollegen, Zurücksetzungen aus politischen Gründen. Er verlor das Amt des Institutsdirektors. 1975 gründete er den &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis Nichtkristalline und Partiellkristalline Strukturen&amp;#039;&amp;#039; und wurde als deren Leiter eingesetzt, ferner leitete er  die &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung für Kristallographie&amp;#039;&amp;#039;. Aus Becherers Arbeitsgruppe gingen 70 Promotionen und 26 Habilitationen hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Becherer starb 2003 im Alter von 88 Jahren nach längerer Krankheit in Rostock. Seine Grabstätte sowie die seiner Ehefrau und seiner Eltern befinden sich auf dem Friedhof in Ahlsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Messungen der Viskosität kristalliner Flüssigkeiten nach der Helmholtzschen Methode&amp;#039;&amp;#039;. Dissertationsschrift, Halle 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Feinstrukturuntersuchungen zur Klärung des Haftens von Kohleschichten an Porzellan&amp;#039;&amp;#039;. Habilitationsschrift, Halle 1953. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Bestimmung der Fehler-Erkennbarkeit in der Röntgenmikroskopie&amp;#039;&amp;#039;. Verl. Technik, Berlin 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Becherer war u.&amp;amp;nbsp;a. Mitglied folgender Gesellschaften:&lt;br /&gt;
* [[Kammer der Technik]] 1949&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Physikalische Gesellschaft]] 1954&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Mineralogische Gesellschaft]] 1957&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Gesellschaft für Elektronenmikroskopie]] 1962&lt;br /&gt;
* [[Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte]] 1964&lt;br /&gt;
* Deutscher Hochschullehrerverband 1990&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Urania – Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse]]&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Deutsche Gesellschaft für Kristallographie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1973 [[Dr.-Theodor-Neubauer-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1990 Samuel-Weisz-Medaille der Deutschen Vereinigung für Kristallographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|645953733}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chemie.uni-jena.de/DGK-AK4/b.pdf Bernd Müller: &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Becherer&amp;#039;&amp;#039; bei chemie.uni-jena.de] (PDF; 25&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;ref&amp;gt;Die von Bernd Müller verfasste Darstellung des Lebens von Gerhard Becherer enthält Fehler. So wurde Becherer nicht im Vogtland, sondern im Mansfelder Land geboren. Auch die dort erwähnte schwere Verwundung im Krieg ist nicht belegbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Becherer, Gerhard, Indexeintrag: [[Deutsche Biographie]], [https://www.deutsche-biographie.de/pnd117707848.html (13.09.2025) Online].&lt;br /&gt;
* [https://kxp.k10plus.de/DB=2.1/SET=4/TTL=11/MAT=/NOMAT=T/CLK?IKT=1004&amp;amp;TRM=Becherer,Gerhard Werke von Gerhard Becherer im Gemeinsamen Verbundkatalog]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117707848|VIAF=40162961}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Becherer, Gerhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Becherer, Gerhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Becherer, Gerhard Moritz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Experimentalphysiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juni 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ahlsdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Roderich Kahn</name></author>
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