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	<title>Gerda Weiler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T15:42:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-12T13:28:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerda Weiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Dezember]] [[1921]] in [[Berlin]]; † [[6. Oktober]] [[1994]] in [[Freiburg im Breisgau]]) war eine deutsche [[Psychologie|Psychologin]] und [[Pädagogik|Pädagogin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe ihrer Lehrer und gegen den Widerstand ihres Vaters besuchte sie eine weiterführende Schule, machte Abitur, heiratete und bekam eine Tochter, die nach 1 ½ Jahren starb. Ihr Mann starb in sowjetischer Gefangenschaft. In der [[Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland|Nachkriegszeit]] ließ sich Gerda Weiler in [[Frankfurt am Main|Frankfurt]] zur Lehrerin ausbilden und übte diesen Beruf, der sie und ihre inzwischen geborene zweite Tochter ernährte, ab 1948 in [[Limburg an der Lahn|Limburg]] aus. 1951 heiratete sie ein zweites Mal und gebar drei weitere Kinder. Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie nun ein Hotel in [[Todtmoos]] im Schwarzwald. Später gaben die Eheleute das Hotel auf und siedelten nach [[Breitnau]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerda Weiler studierte in Freiburg Psychologie und war dort in der evangelischen Erwachsenenbildung tätig. Seit 1975 gehörte sie der Freiburger [[Frauenbewegung]] an. 1977 gründete sie gemeinsam mit zwei anderen Frauen den Verein „Frauen lernen gemeinsam“. Es handelte sich dabei um eine Art Volkshochschule für Frauen mit einem auf Frauen ausgerichteten Konzept; dies ohne Lehrer- und Schülerverhältnisse, in Form des gemeinsamen Lernens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1984 löste sich der Verein auf. Gerda Weiler begann nun, sich in die [[Matriarchatsforschung]] einzuarbeiten. Im Laufe der Zeit wurde sie, neben [[Heide Göttner-Abendroth]], die bedeutendste Matriarchatsforscherin in Deutschland. Gerda Weiler entdeckte die Andersartigkeit von Kulturen, in denen weibliche Lebenszusammenhänge bestimmend und die weibliche Kultmacht im Dienst der „großen Göttin“ prägend war. Ihr erstes Buch zu diesem Themenkreis erschien 1984 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ich verwerfe im Lande die Kriege. Das verborgene Matriarchat im Alten Testament&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Matriarchat&amp;quot; /&amp;gt; In ihm führte sie die [[Erzväter]]- und Familiengeschichten der [[1. Buch Mose|Genesis]] auf altorientalische Ritualtexte und Mythen zurück, die der Göttin als Himmelskönigin gewidmet waren. In ihrem Buch deckte Gerda Weiler die Spuren der ehemaligen [[Magna Mater#Vorläuferin weiblicher Gottheiten|Göttin-Verehrung]] auf, die durch die Veränderungen und Umschreibungen im Laufe der Entwicklung des Judentums nicht vollständig verwischt werden konnten. Diese Interpretation brachte Gerda Weiler viel Kritik ein, insbesondere den Vorwurf des Antijudaismus sowie [[Judenfeindlichkeit#Der Begriff Antisemitismus|Antisemitismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina Decke: Antijudaismus im neuen Gewand. Exkurs über feministisch-christlichen Fundamentalismus. In: taz, 31. Januar 1987, S. 16–18, mit zahlreichen Belegen für Antijudaismus in Schriften von Gerda Weiler.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer eingehenden Analyse dieser Vorwürfe entdeckte Gerda Weiler nicht nur deren patriarchale Missdeutung, sondern auch noch Überbleibsel eigener [[Patriarchat (Soziologie)|patriarchaler]] Denkvorgaben, die sie mit ihrem Buch aufdecken wollte. Hilfreich war ihr dabei die Auseinandersetzung mit der [[Archetyp (Psychologie)|Archetypenlehre]] von [[Carl Gustav Jung|C.&amp;amp;nbsp;G. Jung]] und [[Erich Neumann (Psychologe)|Erich Neumann]], deren patriarchale Wurzeln sie in ihrem Werk &amp;#039;&amp;#039;Der enteignete Mythos&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Mythos&amp;quot; /&amp;gt; 1985 offenlegte und als männlich-patriarchale Projektionen auf das Weibliche klassifizierte. Gerda Weiler formulierte daraufhin die Einsichten und Erkenntnisse ihres ersten Buches um und veröffentlichte es mit einem ausführlichen Nachwort zu den Kritiken 1989 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das Matriarchat im Alten Israel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Matriarchat Israel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 erschien eine weitere [[Bibel|biblische]] Spurensuche unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ich brauche die Göttin. Zur Kulturgeschichte eines Symbols&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Göttin&amp;quot; /&amp;gt; Sie untersuchte dazu die Geschichte von [[Tamar (Bibel)#Tamar, Schwiegertochter des Juda|Juda und Tamar]] und zeigte auf, dass sich hinter all den Ungereimtheiten dieser Geschichte der Mythos der Palmengöttin mit ihrem Ziegenbock verbirgt. Die Spuren dieses Symbols – die Palmengöttin und ihr Bock – verfolgte sie weiter durch die Jahrhunderte und fand sie u.&amp;amp;nbsp;a. in der Vorhalle des [[Freiburger Münster]]s in der Gestalt der Voluptas mit einem Ziegenfell um die Schultern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/freiburg/muenster/vhvoluptas.htm |wayback=20140112184328 |text=Freiburg, Münster: Voluptas in der Vorhalle |archiv-bot=2019-04-13 11:16:00 InternetArchiveBot }} Abgerufen am 12. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren beiden letzten Büchern &amp;#039;&amp;#039;Eros ist stärker als Gewalt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Anthropologie I&amp;quot; /&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Der aufrechte Gang der Menschenfrau&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Anthropologie II&amp;quot; /&amp;gt; einer feministischen Anthropologie, wandte sich Gerda Weiler unter anderem dem Thema Biologie zu. Gerda Weiler entkräftete den Mythos von der angeblichen Dominanz des Männlichen und versuchte nachzuweisen, dass die kulturellen Schöpfungen der Frühgeschichte nicht das ausschließliche Werk des Mannes sind. Der aufrechte Gang, die menschliche Sprache sowie die Befreiung ihrer Sexualität von der Brunst sind Kulturleistungen der Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer Bücher war Gerda Weiler im deutschsprachigen Raum sehr bekannt. Sie reiste durch die ganze Bundesrepublik und die Schweiz zu Vorträgen, insbesondere an evangelische Akademien und feministische Einrichtungen. Auch im Hörfunk war sie präsent (z. B. in der Sendung &amp;#039;&amp;#039;Aula&amp;#039;&amp;#039; und im Schulfunk&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swr.de/swr2/aula Aula]&amp;lt;/ref&amp;gt;). Im österreichischen Fernsehen trat sie zusammen mit [[Luisa Francia]] auf. Immer wieder erschienen Buchbesprechungen von ihr, insbesondere über Bücher von Frauen in verschiedenen Zeitschriften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenslauf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gudrun Nositschka: &amp;#039;&amp;#039;Bleibe unerschrocken. Briefwechsel mit der Matriarchatsforscherin Gerda Weiler 1991–1994.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Nebenan, Bad Münstereifel 1994, ISBN 3-9802165-7-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119539667}}&lt;br /&gt;
* {{FemBio|http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/gerda-weiler/}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gerda-weiler-stiftung.de/ Gerda-Weiler-Stiftung e. V. für feministische Frauenforschung]&lt;br /&gt;
* [https://www.vauban-im-bild.de/strassen/gerda-weiler/gerda-weiler.php Gerda-Weiler-Straße in Freiburg im Breisgau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Matriarchat&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Gerda Weiler&lt;br /&gt;
 | Titel=Ich verwerfe im Lande die Kriege. Das verborgene Matriarchat im Alten Testament&lt;br /&gt;
 | Verlag=Frauenoffensive&lt;br /&gt;
 | Ort=München&lt;br /&gt;
 | Jahr=1984&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-927164-02-X&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Mythos&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Gerda Weiler&lt;br /&gt;
 | Titel=Der enteignete Mythos. Eine feministische Revision der Archetypenlehre C.&amp;amp;nbsp;G. Jungs und Erich Neumanns&lt;br /&gt;
 | Verlag=Helmer&lt;br /&gt;
 | Ort=Königstein/Taunus&lt;br /&gt;
 | Jahr=1996&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-927164-02-X&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Matriarchat Israel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Gerda Weiler&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Matriarchat im Alten Israel&lt;br /&gt;
 | Verlag=Kohlhammer&lt;br /&gt;
 | Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
 | Jahr=2006&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-17-010773-9&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Göttin&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Gerda Weiler&lt;br /&gt;
 | Titel=Ich brauche die Göttin. Zur Kulturgeschichte eines Symbols&lt;br /&gt;
 | Verlag=Helmer&lt;br /&gt;
 | Ort=Königstein/Taunus&lt;br /&gt;
 | Jahr=1997&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-927164-01-1&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weiler Anthropologie I&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Gerda Weiler&lt;br /&gt;
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 | Verlag=Helmer&lt;br /&gt;
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 | Autor=Gerda Weiler&lt;br /&gt;
 | Titel=Der aufrechte Gang der Menschenfrau. Eine feministische Anthropologie II&lt;br /&gt;
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 | Ort=Königstein/Taunus&lt;br /&gt;
 | Jahr=1994&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lebenslauf&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |titel=Lebenslauf Gerda Weiler&lt;br /&gt;
 |kommentar=gekürzt und überarbeitet wiedergegeben nach dem bei der Gerda-Weiler-Stiftung veröffentlichten Lebenslauf&lt;br /&gt;
 |url=https://www.gerda-weiler-stiftung.de/weiler_lebenslauf.html&lt;br /&gt;
 |autor=Heide Pasquay&lt;br /&gt;
 |datum=1995-09-26&lt;br /&gt;
 |zugriff=2014-01-12&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119539667|LCCN=n/85/830052|VIAF=76354631}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Weiler, Gerda}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschlechterforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Matriarchatsforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weiler, Gerda&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Psychologin und Pädagogin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Dezember 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Oktober 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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