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	<title>Gerd Bucerius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2025-12-05T08:33:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bucerius Gruner Jahr 1968 (cropped).png|mini|Gerd Bucerius (1968)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerd Bucerius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|buˈtseʁius}}] (* [[19. Mai]] [[1906]] als &amp;#039;&amp;#039;Karl Anton Martin Gerhard Bucerius&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamm]], [[Westfalen]]; †&amp;amp;nbsp;[[29. September]] [[1995]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]], [[Verleger]] und [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Der Vater von Gerd Bucerius, [[Walter Bucerius]], war Jurist, leitender Kommunalbeamter und 1920–1922 Bürgermeister in Hannover. 1922 wechselte er in die Direktion der &amp;#039;&amp;#039;[[Hugo Stinnes AG]] für Seeschiffahrt und Überseehandel&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lex&amp;quot;&amp;gt;Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Biografie&amp;#039;&amp;#039;. Personenlexikon. Volume 2. Wallstein Verlag, Göttingen 2003, S. 73, ISBN 3-8353-0099-7; [https://books.google.de/books?id=bgix7BXklY8C&amp;amp;pg=PA73&amp;amp;dq=%22Hamburgische+Biografie%22+%22Gerd+Bucerius%22 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerd Bucerius besuchte aufgrund der berufsbedingten Ortswechsel seines Vaters Schulen in [[Essen]], [[Hannover]] und Hamburg. Nach dem [[Abitur]] 1924 in Hamburg studierte er [[Rechtswissenschaften]] in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]], [[Universität Hamburg|Hamburg]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. 1928 bestand er das erste und 1932 das zweite juristische [[Staatsexamen]]. 1934 erfolgte seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor|Dr. iur.]] an der [[Universität Hamburg]] zum Thema: &amp;#039;&amp;#039;Der Zeitpunkt des Eigentumsverlustes an beschlagnahmten und liquidierten Gütern, rechtsvergleichend dargestellt am englischen, amerikanischen und deutschen Beschlagnahmerecht des Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Arbeit verdankt ihre Entstehung der Initiative des Staatsrechtlers [[Albrecht Mendelssohn Bartholdy]]. Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Biografie&amp;#039;&amp;#039;. Personenlexikon. Volume 2. Wallstein Verlag, Göttingen 2003, S. 73, ISBN 3-8353-0099-7; [https://books.google.de/books?id=bgix7BXklY8C&amp;amp;pg=PA73&amp;amp;dq=%22Hamburgische+Biografie%22+%22Gerd+Bucerius%22 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucerius war zunächst als [[Besoldung|unbesoldeter]] Richter im damals noch preußischen [[Hamburg-Altona|Altona]], in [[Kiel]] und [[Preetz]] und als besoldeter Richter in [[Flensburg]] tätig. Von 1933 bis Anfang 1946 arbeitete er als [[Rechtsanwalt]] in der väterlichen Kanzlei in [[Hamburg-Altona|Altona]]. Dabei verteidigte er 1937 den jüdischen Hamburger [[Reederei#Reeder|Reeder]] [[Arnold Bernstein]] gegen die Anklage wegen „Devisenvergehens“. Vertreter der Anklage war der Erste Staatsanwalt [[Jauch (Hanseatengeschlecht)#Heinrich Jauch, Erster Staatsanwalt zu Hamburg|Heinrich Jauch]]. Das Verfahren machte Bernstein zu einem der ersten Opfer der „[[Arisierung]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wehrmacht]] zog Bucerius 1940 nur für zwei Monate ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lex&amp;quot; /&amp;gt; Von 1943 bis 1945 war er stellvertretender Geschäftsführer und [[Syndikus]] der &amp;#039;&amp;#039;Diago-Werke Moeller &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg. Dieses Unternehmen war in den letzten Kriegsjahren für Baracken- und Notunterkünftebau zuständig und setzte auch jüdische KZ-Häftlinge als [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Außenlager [https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/geschichte/kz-aussenlager/aussenlagerliste/hamburg-tiefstack/ &amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Tiefstack&amp;#039;&amp;#039;.] KZ-Gedenkstätte Neuengamme.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bucerius war jedoch auch Familienanwalt für den späteren Politiker [[Erik Blumenfeld]]. Er versteckte Blumenfeld ab Mitte April 1945 in seinem Haus in [[Hamburg-Othmarschen]] und wurde seinerseits nach Kriegsende von ihm an die Briten empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Jahn: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschsprachige Presse: Ein biographisch-bibliographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. 2010, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juni 1945 wurde Bucerius als Treuhänder von der britischen Militärverwaltung in Hamburg mit der [[Liquidation|Abwicklung]] der [[Hamburger Tageblatt#Hamburger Zeitung|&amp;#039;&amp;#039;Hamburger Zeitung&amp;#039;&amp;#039;]] beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ralf Dahrendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Liberal und unabhängig. Gerd Bucerius und seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 2000, ISBN 3-596-15942-3, S. 58f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Februar 1946 erhielt er gemeinsam mit [[Lovis H. Lorenz]], [[Richard Tüngel]] und [[Ewald Schmidt di Simoni]] von der [[Britische Besatzungszone|britischen Besatzungsbehörde]] die [[Lizenz]] zur [[Herausgeber|Herausgabe]] der [[Wochenzeitung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;. Von 1949 bis 1951 erwarb er nach und nach die Mehrheit am [[Henri Nannen|Nannen]]-Verlag und wurde damit auch Verleger&amp;lt;!--Herausgeber war bis zu seinem Tode Henri Nannen--&amp;gt; des &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1951 bis 1957 fanden unter den [[Gesellschafter]]n der &amp;#039;&amp;#039;Zeit&amp;#039;&amp;#039; Auseinandersetzungen statt, an deren Ende Bucerius schließlich alleiniger Gesellschafter der &amp;#039;&amp;#039;Zeit&amp;#039;&amp;#039; wurde. Bucerius’ große Leidenschaft galt bis zu seinem Tode der &amp;#039;&amp;#039;Zeit&amp;#039;&amp;#039;, die er mit Gewinnen aus dem &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; finanzierte. Gegen den Widerstand der Redaktion setzte er das &amp;#039;&amp;#039;Zeit Magazin&amp;#039;&amp;#039; als erste farbige Beilage in Deutschland mit Erfolg durch. Seine berufliche Beziehung zur [[Chefredakteur]]in und späteren langjährigen Herausgeberin [[Marion Gräfin Dönhoff]] war gelegentlich gespannt, wie ihr Briefwechsel belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Haug von Kuenheim]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein wenig betrübt, Ihre Marion. Marion Gräfin Dönhoff und Gerd Bucerius:. Ein Briefwechsel aus fünf Jahrzehnten.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-798-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1965 gründete er gemeinsam mit [[Richard Gruner]] und [[John Jahr senior]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Gruner + Jahr]] [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]&amp;#039;&amp;#039;, den damals zweitgrößten deutschen Pressekonzern. Am 1. Januar 1973 übertrug er seine Anteile an &amp;#039;&amp;#039;Gruner + Jahr&amp;#039;&amp;#039; der neu gegründeten [[Bertelsmann]] AG und wurde zeitweilig deren [[Aufsichtsrat]]svorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Dezember 1971 gründete Bucerius die [[Zeit-Stiftung]], die spätere Alleinerbin seines Vermögens. Die Stiftung betreibt unter anderem seit 2000 die [[Bucerius Law School]], die erste deutsche [[private Hochschule]] für [[Rechtswissenschaften]] in Hamburg. 2001 wurden das [[Bucerius Institute for Research of Contemporary German History and Society]] an der [[Universität Haifa]] und 2002 das [[Bucerius Kunst Forum]] durch die Zeit-Stiftung eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-haifa.de/pdf/haifa_3_01.pdf Newsletter, 03/2001.] (PDF; 835&amp;amp;nbsp;kB) Universität Haifa, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2016 vergibt die Zeit-Stiftung zusammen mit der norwegischen [[Fritt-Ord-Preis|Stiftelsen Fritt Ord]] jährlich drei, jeweils mit 15.000&amp;amp;nbsp;€ dotierte Free Media Awards für osteuropäische Medien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.frittord.no/en/aktuelt/free-media-awards-2016 |text=The 2016 Free Media Awards – The Fritt Ord Foundation and the Zeit-Stiftung Free Media Prizes for Independent Journalism in Eastern Europe |wayback=20160804102715}}, abgerufen am 4. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Bertelsmann AG]] herausgelöst und zu diesem Zweck der neue [[Zeitverlag]] gegründet. Von 1977 bis 1982 leitete [[Diether Stolze]] den Verlag. Ab 1985 führte Bucerius’ Lebensgefährtin [[Hilde von Lang]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,755190,00.html &amp;#039;&amp;#039;Langjährige „Zeit“-Verlegerin Hilde von Lang gestorben&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 5. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1990 gemeinsam mit [[Helmut Schmidt]] die Geschäfte des Verlags. Helmut Schmidt war bis zu seinem Tod 2015 Herausgeber und wird seither ehrenhalber weiter als Herausgeber im Impressum geführt. Das Filmproduktionsunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit TV GmbH&amp;#039;&amp;#039; wurde 1988 als 55-prozentige Tochter des Zeitverlags gegründet. Seit dem 1. Juli 1996 gehört &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; und der Zeitverlag zur [[Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck|Holtzbrinck-Verlagsgruppe]]. Ab 2009 liegen 49 % der Anteile des Zeitverlages bei der [[Dieter von Holtzbrinck Medien]] GmbH (DvH Medien) und 51 % bei der &amp;#039;&amp;#039;Georg von Holtzbrinck GmbH &amp;amp; Co KG Zeitverlag Beteiligungsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KEK_Zeitverlag&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kek-online.de/no_cache/information/mediendatenbank.html?&amp;amp;c=8425&amp;amp; |titel=Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH &amp;amp; Co KG |datum=2016 |abruf=2016-02-29 |werk=KEK Mediendatenbank}} Link und Archivlink ohne Inhalt, nur ein Suchfeld wird angezeigt, festgestellt am 28. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit_2009-03-26&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zeit.de/online/2009/14/holtzbrinck-verlag-stiftung-beteiligung-zeit-tagesspiegel Meldung.] [[Die Zeit|Zeit Online]], 26.&amp;amp;nbsp;März 2009. {{Webarchiv |url=http://meedia.de/nc/details-topstory/article/machtwechsel-in-der-familie-holtzbrinck_100018985.html |text=Machtwechsel in der Familie Holtzbrinck. |wayback=20131122162150}} meedia.de, 26.&amp;amp;nbsp;März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1983 gehörte Bucerius dem neu geschaffenen Beirat der [[Bertelsmann Stiftung]] an (ab 1993 als Ehrenmitglied).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ueber-uns/wer-wir-sind/chronik |titel=Chronik |hrsg=Bertelsmann Stiftung |datum= |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200507065403/https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ueber-uns/wer-wir-sind/chronik |archiv-datum=2020-05-07 |abruf=2020-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatte der Bertelsmann-Patriarch [[Reinhard Mohn]] im Jahr 1977 ins Leben gerufen, um sein Lebenswerk zu sichern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bertelsmann-patriarch-mohn-tod-eines-wirtschaftsweisen-a-653111.html |titel=Tod eines Wirtschaftsweisen |werk=Spiegel Online |datum=2009-10-04 |abruf=2016-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KAS-Bucerius, Gerd-Bild-108-2.jpg|mini|Gerd Bucerius auf einem Wahlplakat zur 1. Bundestagswahl am 14. August 1949]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KAS-Bucerius, Gerd-Bild-422-1.jpg|mini|Gerd Bucerius auf einem Wahlplakat zur Bundestagswahl 1957]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucerius gehörte 1946 der von der Besatzungsmacht ernannten [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]] an. Vom 26. Februar bis 15. November 1946 war Bucerius als Parteiloser [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Bausenator der Freien und Hansestadt Hamburg]]. Nach der Bürgerschaftswahl 1946 war er für den Fall einer Regierungsbeteiligung der CDU für den Posten des Kultursenators vorgesehen, dazu kam es jedoch nicht. 1946/47 war er Mitglied des [[Zonenbeirat]]es der britischen Zone, 1948/49 Mitglied des [[Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes|Wirtschaftsrates für die Bizone]] in [[Frankfurt am Main]]. Im Wirtschaftsrat übernahm er den Vorsitz des Ausschusses für den [[Lastenausgleich (Finanzen)|Lastenausgleich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Bucerius trat am 26. Juni 1946 mit einer Gruppe um Bürgermeister [[Rudolf Petersen (Politiker)|Rudolf Petersen]] der CDU bei. Von 1952 bis 1957 war er &amp;#039;&amp;#039;Bundesbeauftragter für die Förderung der Berliner Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. Mit seinem Vorbild [[Konrad Adenauer]] überwarf er sich wegen dessen Ostpolitik, insbesondere seines politischen Verhaltens nach dem Bau der [[Berliner Mauer]] am 13. August 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Februar 1962 verließ er die Partei nach der so genannten [[Höllenfeuer-Affäre]]. Anlass war der Artikel &amp;#039;&amp;#039;Brennt in der Hölle wirklich ein Feuer?&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, der von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 7. Februar als eine „Verletzung christlicher Empfindungen schärfstens mißbilligt“ wurde. Bucerius verwahrte sich dagegen, dass religiöse Empfindungen in eine politische Auseinandersetzung hineingezogen würden und lehnte es ab, sich von dem Artikel zu distanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Bucerius: [https://www.zeit.de/1962/07/warum-ich-aus-der-cdu-austrat &amp;#039;&amp;#039;Warum ich aus der CDU austrat. Gründe und Hintergründe einer politischen Entscheidung&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 7/1962. {{Der Spiegel |ID=45139175 |Autor=Gerd Bucerius, [[Henri Nannen]], [[Erik Blumenfeld]] |Titel=Ihr nennt das eine Sünde |Jahr=1962 |Nr=9 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentsabgeordneter ===&lt;br /&gt;
Gerd Bucerius wurde bei der [[Bundestagswahl 1949]] im Wahlkreis [[Bundestagswahlkreis Hamburg III|Hamburg III]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;MdB304&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder des Deutschen Bundestages 1.–13. Wahlperiode. Alphabetisches Gesamtverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Materialien.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;127). Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Bonn 1998, {{ISSN|0344-9130}}, S.&amp;amp;nbsp;28, lfd. Nr.&amp;amp;nbsp;304; [https://webarchiv.bundestag.de/archive/2007/0206/ftp/pdf_arch/mdb_ges.pdf bundestag.de] (PDF; 1,20&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; als gemeinsamer Kandidat von CDU und FDP erstmals in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gewählt. In der ersten Wahlperiode war er Vorsitzender des Berlin-Ausschusses, vom 10.&amp;amp;nbsp;November 1954 bis 3.&amp;amp;nbsp;Juli 1957 Vorsitzender des [[Untersuchungsausschuss]]es zum &amp;#039;&amp;#039;[[Otto John|Fall John]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er plädierte während einer Schwächephase des Ostblocks im Herbst 1956 dafür, diese zu nutzen und die deutsche Hauptstadt nach Berlin zu verlegen. Kurz danach wurde beschlossen, dass der Bundespräsident einen zweiten Amtssitz in Berlin hatte und der Bundestag im wiederhergerichteten Reichstag regelmäßig tagen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Peter Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Adenauer. Der Staatsmann. 1952–1967.&amp;#039;&amp;#039; DVA, Stuttgart 1988, S. 468.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bundestagswahl 1953]] errang er im [[Bundestagswahlkreis Hamburg I|Wahlkreis Hamburg I]] das Direktmandat, danach zog er über die Landesliste der CDU ins Parlament ein. Im März 1962 legte er sein Mandat nieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MdB304&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RK 2006 Friedhof Reinbek Grab Bucerius P1800827.jpg|mini|Grabstätte von Gerd Bucerius in Reinbek]]&lt;br /&gt;
Gerd Bucerius heiratete am 11. Oktober 1932 Detta (&amp;#039;&amp;#039;Gretel&amp;#039;&amp;#039;) Goldschmidt (1910–1970), eine [[Juden|Jüdin]]. Diese emigrierte im Dezember 1938 nach [[England]]. Am 19. Dezember 1945 wurde die Ehe geschieden. Am 12. April 1947 heiratete er Gertrud Ebel (1911–1997), genannt Ebelin, geb. Müller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerd und [[Ebelin Bucerius]] sind auf dem Friedhof Klosterbergen in [[Reinbek]] beerdigt. Das Grab liegt auf der Rückseite der Friedhofskapelle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://friedhof-reinbek.de/geschichte.html |text=Friedhof Reinbek. |wayback=20151209054334}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde 2011 auch [[Hilde von Lang]] beigesetzt, die Gerd Bucerius und dem Verlag ebenfalls sehr verbunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der angeklagte Verleger. Notizen zur Freiheit der Presse.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München 1974, ISBN 3-492-00392-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Adenauer. Subjektive Beobachtungen eines unbequemen Zeitgenossen.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1976, ISBN 3-455-00736-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ratschläge für Einsteiger.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sonja Schmid-Burgk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben für die Politik? Briefe an jüngere Mitbürger.&amp;#039;&amp;#039; Herder-Taschenbuch-Verlag, Freiburg im Breisgau 1988, ISBN 3-451-08573-9, S. 9–13.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischenrufe und Ordnungsrufe. Zu Fragen der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 1984, ISBN 3-88680-034-2.&lt;br /&gt;
* Haug von Kuenheim (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein wenig betrübt, Ihre Marion. Marion Gräfin Dönhoff und Gerd Bucerius; ein Briefwechsel aus fünf Jahrzehnten.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-798-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bucerius-Marke.jpg|mini|hochkant|Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag von Gerd Bucerius]]&lt;br /&gt;
1956 erhielt Bucerius das Große Verdienstkreuz mit Stern und 1986 das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. 1974 war er Preisträger der [[Alexander-Rüstow-Plakette]].&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 1986 ernannte die [[Hamburgische Bürgerschaft]] Gerd Bucerius zum [[Ehrenbürger]] der Freien und Hansestadt Hamburg.&lt;br /&gt;
Er wurde im November 1990 mit der [[Ludwig-Erhard-Medaille]] für Verdienste um die [[Soziale Marktwirtschaft]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich seines 100. Geburtstags am 18. Mai 2006 gab die [[Deutsche Post AG]] 2006 eine Sonderbriefmarke heraus und es wurde die westlich des Hamburger Verlagsgebäudes gelegene Querstraße zum &amp;#039;&amp;#039;[[Speersort]]&amp;#039;&amp;#039; in Buceriusstraße benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Geburtsort Hamm benannte den Veranstaltungssaal im kommunalen Bildungszentrum (Heinrich-von-Kleist-Forum) &amp;#039;&amp;#039;Gerd-Bucerius-Saal&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gero von Boehm]]: &amp;#039;&amp;#039;Gerd Bucerius. 22. April 1983.&amp;#039;&amp;#039; Interview in: &amp;#039;&amp;#039;Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten.&amp;#039;&amp;#039; Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S.&amp;amp;nbsp;18–26.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Dahrendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Liberal und unabhängig. Gerd Bucerius und seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 2000, ISBN 3-596-15942-3.&lt;br /&gt;
* Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Biografie&amp;#039;&amp;#039;. Personenlexikon. Volume 2. Wallstein Verlag, Göttingen 2003, S. 73, ISBN 3-8353-0099-7; [https://books.google.de/books?id=bgix7BXklY8C&amp;amp;pg=PA73&amp;amp;dq=%22Hamburgische+Biografie%22+%22Gerd+Bucerius%22 books.google.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118516515}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118516515}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/002639}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|„Gerd Bucerius“ OR &amp;quot;Bucerius, Gerd&amp;quot;|NAME=„Gerd Bucerius“|SBB=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit-stiftung.de/stiftung/diestifter/dernachlassvongerdbucerius/ Nachlass von Gerd Bucerius.] ZEIT-Stiftung.&lt;br /&gt;
*  [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=nachlass+gerd+bucerius&amp;amp;offset=0 Recherche zum Nachlass von Gerd Bucerius.] Archivportal-D.&lt;br /&gt;
* [https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/gerd-bucerius-v1 Porträt.] [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118516515 |Name=Bucerius, Gerd (eigentlich Karl Anton Martin Gerhard Bucerius) |NDB-online=1 |Autor=Axel Schuster |Datum=2022-10-01 |dbo=020123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Hamburger Bau- und Stadtentwicklungssenatoren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118516515|LCCN=n84126151|VIAF=116372655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bucerius, Gerd}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Die Zeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zonenbeirates]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bucerius, Gerd&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Buz (Autorenkürzel); Karl Anton Martin Gerhard Bucerius (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger und Politiker (CDU), MdHB, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamm]] (Westfalen)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. September 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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