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	<title>Gerd Arntz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T13:53:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerd_Arntz&amp;diff=320464&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knowledge2need: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-06-30T17:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gerd Arntz 1982 photo by Robert Scheers — HGA001000184.jpg|mini|Gerd Arntz im Jahr 1982]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerd Arntz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Dezember]] [[1900]] in [[Remscheid]]; † [[4. Dezember]] [[1988]] in [[Den Haag]]) war ein [[Gesellschaftskritik|gesellschaftskritischer]] [[Künstler]] und [[Grafiker]]; er gilt als Erfinder und Wegbereiter des modernen [[Piktogramm]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Gerd Arntz – zweites Kind eines Eisenfabrikanten [[Protestantismus|protestantischer]] Konfession – hatte kein Interesse, Unternehmer zu werden und die Nachfolge seines Vaters anzutreten. Für kurze Zeit hatte er zwar in der väterlichen Fabrik gearbeitet, um sich dann 1919 für eine Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Düsseldorfer Kunstschule von [[Lothar von Kunowski]] zu entscheiden. Die Erfahrungen des Arbeiteralltags, der [[Streik]]s im Betrieb des Vaters und der Klassenunterschiede zwischen [[Arbeitgeber]] und [[Arbeitnehmer]] überzeugten Arntz für die Angelegenheiten der Arbeiter. Aus diesem Grund sollte er sich später in seiner Kunst für das [[Proletariat]] engagieren. Ein weiterer Beweggrund für seine gesellschaftskritischen Grafiken war seine Kriegsgegnerschaft im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 heirateten Gerd Arntz und Agnes Thubeauville († 1973). 1925 hatte Arntz eine große Kölner Einzelausstellung, im folgenden Jahr dort eine Gruppenausstellung der &amp;#039;&amp;#039;Progressiven&amp;#039;&amp;#039;, er nahm außerdem an der [[Moskau]]er &amp;#039;&amp;#039;[[Ausstellung revolutionärer Kunst des Westens]]&amp;#039;&amp;#039; teil. Von 1929 bis 1932 war er der graphische Leiter des Wiener Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums, wo er die grafische Umsetzung der von [[Otto Neurath]] erarbeiteten Bildstatistik mit seinem reduzierten Stil prägte. 1932/33 arbeitete er in Moskau und hatte dort Kontakt mit [[Tatlin]] und [[El Lissitzky]]. 1934 emigrierte Arntz in die Niederlande, wo er sich in Den Haag niederließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Nazismus|Nazis]] galt Arntz als „[[Entartete Kunst|entarteter]]“ Künstler und 1937 wurden in der Aktion „Entartete Kunst“ aus den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf sieben seiner Holzschnitte beschlagnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion „Entartete Kunst“, Forschungsstelle „Entartete Kunst“, FU Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 wurde Arntz Leiter der Niederländischen Stiftung für Statistik. 1943 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, er konnte sich aber bereits 1944 in [[Paris]] der [[Résistance]] anschließen. 1946 kehrte er zu seiner Stellung zurück. Von 1951 bis 1961 arbeitete er als Bildstatistiker für die [[UNESCO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Kunst ==&lt;br /&gt;
Die ersten berühmten Grafiken entstanden in den 1920er Jahren, als Arntz – politisch links orientiert und dem Wunsch nach einer Verbesserung der Gesellschaftsstruktur folgend – künstlerisch und inhaltlich mit der [[Kölner Progressive|„Gruppe progressiver Künstler“]] (auch: „Kölner Progressive“ oder „Progressive“) um [[Heinrich Hoerle]] (1895–1936) und [[Franz Wilhelm Seiwert]] (1894–1933) zusammenarbeitete. Er hatte den Maler [[Jankel Adler]] im Düsseldorfer [[Aktivistenbund 1919]] kennengelernt und durch ihn die Vorläufer der &amp;#039;&amp;#039;Kölner Progressiven&amp;#039;&amp;#039;, die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;[[stupid]]&amp;#039;&amp;#039;, zu der neben Hoerle und Seiwert auch [[Angelika Hoerle]], ihr Bruder [[Wilhelm Fick]], [[Anton Räderscheidt]] und [[Marta Hegemann]] gehörten. Vielleicht war Arntz sogar derjenige unter den Progressiven, der später im Exil am konsequentesten die von Seiwert vorgegebene Linie fortführte: Gesellschaftliche Zusammenhänge sollten über das Bild aufgezeigt werden, besonders solche, die [[Krieg]] und [[Kapitalismus]] betreffen. Ziel war die von Grund auf neu errichtete klassenlose Gesellschaft in Deutschland. Mit Hilfe des figurativen [[Konstruktivismus (Kunst)|Konstruktivismus]] als Stil sollte ihre Kunst direkt in die Gesellschaft hineinwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kritische Darstellung gesellschaftlicher Zusammenhänge waren für Arntz Grundlage zur Ausarbeitung von universal verständlichen Symbolen. Die Aufklärung über gesellschaftliche, soziale und politische Umstände war schon in den 1920er Jahren die Intention seiner Werke. Sie entstand aus der engen künstlerischen Verbindung zu Seiwert&amp;amp;nbsp;– seit 1924&amp;amp;nbsp;– und blieb auch in den 1930er Jahren Ziel in seinen Grafiken, insbesondere angesichts des sich in Europa ausweitenden Faschismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arntz sagt es ganz deutlich: „Damals war in der Tat noch Hoffnung, dass man die Oberklasse wegfegen würde, und diese Hoffnung lag auf den Arbeitern“. Er habe ‚Lehrbilder‘ machen wollen, die die nächsten Aufgaben anzeigten, „Kasernenbesetzung, Fabrikbesetzung und solche Dinge.“ (Interview, 1980)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildstatistik – Isotype – Piktogramme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum Marienthal - pictogram unemployment.jpg|mini|Arntz’ Entwurf zu einem Piktogramm für &amp;#039;&amp;#039;Arbeitslosigkeit&amp;#039;&amp;#039; ([[Marienthal (Gemeinde Gramatneusiedl)|Museum Marienthal]])]]&lt;br /&gt;
Arntz’ didaktisches Bestreben war eine der Präferenzen für seine Befähigung zur Entwicklung einer leicht verständlichen Bildersprache&amp;amp;nbsp;– [[Isotype]], deren Entwicklung seinerzeit im sozialdemokratisch regierten [[Wien]] von dem Soziologen und Philosophen [[Otto Neurath]] angeregt wurde. Zwischen 1929 und 1934 lebte Arntz in [[Österreich]], um dort als Leiter der grafischen Abteilung des &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum|Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums]]&amp;#039;&amp;#039; (GWM) unter der Direktion von Neurath die „Wiener Methode der Bildstatistik“ zu entwickeln. Hierfür erarbeitete Arntz [[Piktogramm]]e&amp;amp;nbsp;– einzelne Bildsymbole, die durch eine möglichst einfache grafische Darstellung optimal verständlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1937 als „entartet“ aus den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf beschlagnahmte Holzschnitte ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schlepper&amp;#039;&amp;#039; (17,5 × 25 cm, 1924; vernichtet.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schleppkahn&amp;#039;&amp;#039; (24,5 × 35 cm, 1924; nach 1945 sichergestellt und Stand Dezember 1920 zur [[Restitution von Raubkunst|Restitution]] im [[Kulturhistorisches Museum Rostock|Kulturhistorischen Museum Rostock]].)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fabrikzaun&amp;#039;&amp;#039; (24 × 35 cm, 1924; nach 1945 sichergestellt und Stand Dezember 1920 zur Restitution im Kulturhistorischen Museum Rostock.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorstadt&amp;#039;&amp;#039; (23 × 29 cm, 1925; nach 1945 sichergestellt und Stand Dezember 1920 zur Restitution im Kulturhistorischen Museum Rostock.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schaufenster&amp;#039;&amp;#039; (25,6 × 23,5 cm, 1925; vernichtet.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Straße&amp;#039;&amp;#039; (23,5 × 36 cm, 1926; vernichtet.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bahnübergang&amp;#039;&amp;#039; (21,8 × 27,8 cm; 1940 zur „Verwertung“ auf dem Kunstmarkt an den Kunsthändler [[Bernhard A. Böhmer]]. Verbleib ungeklärt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gert Arntz&amp;#039;&amp;#039;. Galerie Gmurzynska, Köln 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerd Arntz. Kritische Graphik und Bildstatistik&amp;#039;&amp;#039;. (Werkkatalog), Nijmegen, Den Haag/Köln 1976.&lt;br /&gt;
* Rainer Manfeld: &amp;#039;&amp;#039;Kunstspektakel, Anarchismus und politische Kunst heute. Fragen an Gerd Arntz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Unter dem Pflaster liegt der Strand (Zeitschrift)|Unter dem Pflaster liegt der Strand]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Hans Peter Duerr]] (Hrsg.), Nr. 7, Berlin: Kramer, 1980, Zitat auf S.&amp;amp;nbsp;38.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Nenzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gerd Arntz&amp;#039;&amp;#039;. Monographie-Reihe Remscheider Künstler, Bd. 2, Remscheid 1982.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerd Arntz, Zeit unterm Messer. Holz- und Linolschnitte 1920–1970&amp;#039;&amp;#039;. (Katalog mit Werkverzeichnis), Informationspresse Leske, Köln 1988, ISBN 3-921490-40-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerd Arntz, Frühe Grafik&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellung zum 100. Geburtstag von Gerd Arntz, November 2000 bis Januar 2001 der Galerie Gloeckner {{OCLC|46678438}}.&lt;br /&gt;
* Ed Annik, Max Bruinsma: &amp;#039;&amp;#039;Gerd Arntz – Graphic Designer&amp;#039;&amp;#039;. 010 Uitgeverij, Rotterdam 2010, ISBN 978-90-6450-763-2 ({{nlS}}).&lt;br /&gt;
* Flip Bool: [https://designabilities.wordpress.com/2020/12/11/democratic-graphics-the-political-and-graphic-work-of-gerd-arntz-1920-1940/ &amp;#039;&amp;#039;Democratic Graphics – The political and graphic work of Gerd Arntz 1920–1940&amp;#039;&amp;#039;]. &amp;#039;&amp;#039;Designabilities. Design Research Journal&amp;#039;&amp;#039;. (12) 2020 {{ISSN|2511-6274}}.&lt;br /&gt;
* Michaela Stoffels: &amp;#039;&amp;#039;„Sprechende Zeichen“: Das moderne Piktogramm zwischen Pädagogik, Politik und kulturellem Spiel&amp;#039;&amp;#039;, in: Leopold-Hoesch-Museum Düren / Museum für neue Kunst Freiburg (Hrsg.), Die Gesellschaft der Zeichen: Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis, Walther und Franz König Verlag, 2021, S. 14–25ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://www.europeana.eu/de/search?page=1&amp;amp;view=grid&amp;amp;query=Gerd%20Arntz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118504355}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gerdarntz.org/home Gerd Arntz Web Archive] Umfangreiche Darstellung von Arntz’ piktografischen Werk&lt;br /&gt;
* [http://www.iisg.nl/exhibitions/art/indexarntz.html Gerd Arntz] in einer Online-Ausstellung (&amp;#039;&amp;#039;Die Kunst dem Volke&amp;#039;&amp;#039;) am International Institute of Social History in Amsterdam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118504355|LCCN=n83025656|VIAF=12355077}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Arntz, Gerd}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler der Neuen Sachlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Remscheid)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Den Haag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arntz, Gerd&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Künstler und Grafiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Dezember 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Remscheid]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Dezember 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Den Haag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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