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	<title>Gerard Wodarz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:43:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gerard_Wodarz&amp;diff=2733304&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MinT0007: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2023-09-19T09:30:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gerard Wodarz.JPG|mini|Gerard Wodarz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerard Wodarz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. August]] [[1913]] als &amp;#039;&amp;#039;Gerhard Wodarz&amp;#039;&amp;#039; in [[Bismarckhütte]]; † [[11. November]] [[1982]] in [[Chorzów]]) war ein [[Polen|polnischer]] [[Fußball]]spieler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Zwischenkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Wodarz wurde als Staatsbürger [[Königreich Preußen|Preußens]] geboren. Sein Vorname wurde zunächst in der deutschen Schreibweise „Gerhard“ geschrieben. Mit dem Anschluss [[Ostoberschlesien]]s an Polen 1922 erhielt er die polnische [[Staatsbürgerschaft]], sein Vorname wurde [[Polonisierung|polonisiert]]. Als 13-Jähriger trat er 1926 der Jugendabteilung von [[Ruch Chorzów|Ruch Wielkie Hajduki]] bei und blieb in der Position des [[Linksaußen]]s dem Verein seine ganze Karriere lang treu. Er galt als ruhig, solide und häuslich, von den auch in seinem Club nicht unüblichen Trinkgelagen hielt er sich fern.&amp;lt;ref&amp;gt;Mecz, 24. Oktober 1990, s.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits mit 21 Jahren wurde er wegen seiner ausgleichenden Art [[Mannschaftskapitän]].&amp;lt;ref&amp;gt;Przegląd Sportowy, 8. Dezember 1934, S. 4. http://buwcd.buw.uw.edu.pl/e_zbiory/ckcp/p_sportowy/1934/numer098/imagepages/image4.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Teodor Peterek]] und [[Ernst Willimowski]] bildete er den erfolgreichsten Sturm in der Geschichte der obersten polnischen [[Ekstraklasa|Liga]]. Vor allem dank dieser „drei schlesischen Könige“ wurde Ruch zwischen 1933 und 1938 fünfmal polnischer Meister. Er schoss für Ruch in 183 Spielen 51 Tore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1932 und 1939 wurde er 28-mal in die [[Polnische Fußballnationalmannschaft|Nationalmannschaft]] berufen. Mit ihr erreichte er bei den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Spielen]] in Berlin 1936 das [[Halbfinale]]. Bei dem Turnier erzielte er 5 Tore. Insgesamt kam er im Trikot der Nationalelf auf 9 Treffer. 1938 nahm er an der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1938|Fußballweltmeisterschaft]] in Frankreich teil, die mit den [[Achtelfinale]]n begann. Die polnische Mannschaft unterlag dort in ihrem einzigen Spiel den [[Brasilianische Fußballnationalmannschaft|Brasilianern]] mit 5:6 nach Verlängerung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url = http://de.fifa.com/classicfootball/matches/match=1150/index.html | title = Die großen Spiele: Entstehung einer Legende | accessdate = 2012-08-29 | work = fifa.com | language = Deutsch | offline = yes | archiveurl = https://web.archive.org/web/20120404100216/http://de.fifa.com/classicfootball/matches/match=1150/index.html | archivedate = 2012-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Monate später stand er in der polnischen Elf, die in [[Chemnitz]] gegen die deutschen Gastgeber 1:4 verlor.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://sport-dienst.fussball.de/nationalmannschaften/spiele/1938/deutschland-polen/ |wayback=20121223085255}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
In der letzten Augustwoche 1939 wurde er im Rahmen der allgemeinen [[Mobilmachung]] zu den polnischen Streitkräften einberufen. Nach eigenen Angaben geriet er bald nach dem [[Überfall auf Polen|Einmarsch der Wehrmacht in Polen]] am 1. September 1939 in deutsche [[Kriegsgefangenschaft]], konnte aber bei [[Krakau]] aus einem Gefangenentransport fliehen und sich nach Oberschlesien durchschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Gowarzewski/Joachim Wałoszek: &amp;#039;&amp;#039;Ruch Chorzów&amp;#039;&amp;#039;. Katowice 1995, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wiederanschluss Ostoberschlesiens an das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] im Oktober 1939 wurde die polnische Vereinsleitung von Ruch verhaftet und durch Deutsche ersetzt; der Club bekam wieder seinen alten deutschen Namen [[Bismarckhütter SV 99|Bismarckhütter SV]] (BSV). In ihm durfte niemand mehr spielen, der sich als Pole bezeichnete. Bereits beim ersten Spiel seines Vereins nach dem Ende der Kampfhandlungen stand Wodarz auf dem Platz, neben Peterek und Willimowski, die wie er die [[deutsche Volksliste]] unterzeichneten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kattowitzer Zeitung, 20. November 1939, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vorname wurde von den deutschen Behörden und Zeitungen wieder „Gerhard“ geschrieben, sein Familienname tauchte auch in den Formen „Wodasch“ und „Wlodasch“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 und 1941 stand er in der Auswahl der [[Gauliga Schlesien]], die am [[Reichsbundpokal]] teilnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Kicker, 2. Januar 1940, S. 5; Die Fußball-Woche, 21. Januar 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1942 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, zunächst war seine Einheit in [[Lothringen]] stationiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diens&amp;quot;&amp;gt;[[Deutsche Dienststelle (WASt)|Deutsche Dienststelle]], II C 2-111014/209, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Heimaturlaubs trat er regelmäßig für den BSV bei Punktespielen der Gauliga an.&amp;lt;ref&amp;gt;Oberschlesische Zeitung, 28. Dezember 1942, S. 3; Andrzej Gowarzewski/Joachim Wałoszek: &amp;#039;&amp;#039;Ruch Chorzów&amp;#039;&amp;#039;. Katowice 1995, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rang eines [[Obergefreiter|Obergefreiten]] geriet er Ende August 1944 an der [[Deutsche Westfront 1944/1945|Westfront]] bei [[Provins]] rund 100 Kilometer südöstlich von [[Paris]] in britische Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diens&amp;quot; /&amp;gt; Nach seinen späteren Berichten war er desertiert und zu französischen [[Résistance|Partisanen]] übergelaufen. Er wurde demnach von den Franzosen an die [[US-Army]] übergeben und von dieser als früherer Staatsangehöriger Polens den unter britischem Oberkommando stehenden [[Polnische Streitkräfte im Westen|polnischen Streitkräften im Westen]] überstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Gowarzewski/Joachim Wałoszek: &amp;#039;&amp;#039;Ruch Chorzów&amp;#039;&amp;#039;. Katowice 1995, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde seine Einheit nach [[Schottland]] verlegt, wo die prowestliche Führung der dortigen polnischen Verbände zunächst die weitere politische Entwicklung in der Heimat abwartete. Er spielte dort wieder Fußball, zunächst in einer Soldatenmannschaft der [[Royal Air Force]], dann im örtlichen [[FC Fraserburgh|Verein]] der Stadt [[Fraserburgh]].&amp;lt;ref&amp;gt; Gazeta Wyborcza (Katowice), 19. April 2010, S. 19. http://katowice.wyborcza.pl/katowice/1,35019,7787580,Legenda_Ruchu_Chorzow__jakiej_dotad_nie_znaliscie.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1946 kehrte er nach Polen zurück und reihte sich wieder bei Ruch Chorzów ein. Ebenso wie andere oberschlesische Spitzenspieler musste er sich vor dem kommunistisch kontrollierten Sicherheitsamt [[Urząd Bezpieczeństwa|UB]] für seine Auftritte in deutschen Vereinen während des Krieges rechtfertigen. Nach den Schilderungen polnischer Sportjournalisten berichtete er Jahrzehnte später, er habe in deutscher Gefangenschaft 1939 angegeben, polnischer Fußballnationalspieler gewesen zu sein. Daraufhin habe ihm ein deutscher Offizier so fest in das Knie getreten, dass er drei Monate im Lazarett verbringen musste. Nach seiner Rückkehr nach Oberschlesien habe er erst Arbeit gefunden, als er die Volksliste unterzeichnet habe. Er habe unter Druck Fußball gespielt, weil er seine Familie habe ernähren müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Gowarzewski/Joachim Wałoszek: &amp;#039;&amp;#039;Ruch Chorzów&amp;#039;&amp;#039;. Katowice 1995, S. 54–55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ein Jahr nach seiner Rückkehr nach Chorzów beendet er 1947 seine aktive Karriere. Nach Erlangung des Trainerdiploms übernahm er 1949 den Posten des Ruch-Trainers. Doch nach bereits einem Jahr wechselte er zum erst nach dem Krieg gegründeten späteren Meister [[Górnik Zabrze]], mit dem er 1952 den Aufstieg in die II. Liga schaffte. Zwei Jahre später endete seine Anstellung in Zabrze. Ohne größeren Erfolg trainierte er in der Folge mehrere Vereine der Region in niedrigeren Spielklassen. 1961 kehrte er noch einmal für vier Monate als Trainer zu Ruch zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]]: &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Adler, Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2011, ISBN 978-3-89533-775-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Transfermarkt|305896}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1173618996|VIAF=1696154592506043370006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wodarz, Gerard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Ruch Chorzów)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Bismarckhütter SV 99)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Ruch Chorzów)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballtrainer (Górnik Zabrze)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnischer Meister (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrmachtsdeserteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Briten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wodarz, Gerard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wodarz, Gerhard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Fußballspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. August 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bismarckhütte]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. November 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chorzów]], [[Polen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MinT0007</name></author>
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